|
... liess sich Ajisha unter einer alten Eiche nieder und lehnte sich an den Stamm ran. Die ganze, kleine Insel hatte sie abgesucht, was ja nicht lang gedauert hatte, doch nirgends fand sie ihn, Marcian, wieder.
Eine Weile lang blickte sie hinab zu Boden, den Umhang wieder fest um sich gezogen, da der Wind für ihren Geschmack hier oben im Norden zu kühl über das Land strich. Zudem war es dunkel und so konnten sie die Strahlen Felas nicht wärmen.
Ein leises Zwitschern vernahm sie dann aber, während sie so grübelnd hinabblickte und lauschte dem Gesang des Vogels, der über ihr in der Baumkrone sass. Langsam schloss sie ihre Augen und allmählich zauberte sich ein Lächeln auf ihr Gesicht.
Dann blickte sie empor in den Baum und hob eine Hand hoch.
"Komm herab," wisperte sie leise bittend hoch.
Einen kleinen Moment dauerte es, dann flog eine Nachtigall hinab zu ihr und liess sich auf ihren Arm nieder. Der Vogel legte den Kopf schief und schaute zu ihr hinauf. Ajisha dagegen blickte direkt in die Augen des Vogels und hielt stumme Zwiesprache mit ihm.
Nach kurzer Zeit dann erhob sich der Vogel wieder und flog aus dem Wald raus, Richtung Tempel.
Ajisha blickte ihm lächelnd nach.
Sie hatte die Nachtigall um etwas gebeten - sollte der Vogel den Mann, den sie suchte, finden, würde er ihm dasselbe schöne Lied vorsingen wie ihr.
|