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 Betreff des Beitrags: Inselevent: Der Zahn der Zeit
BeitragVerfasst: 20.09.18, 18:23 
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Eine aufeinanderfolgende Reihe an Geschehnissen, die ausnahmslos jeder Bewohner der Insel früher oder später bemerken wird.


Zitat:
Der Zahn der Zeit schien an der Insel Siebenwind zu nagen. Anfangs waren nur für die Feinfühligen kleine Erschütterungen des Bodens unter ihren Füßen bemerkbar. Doch auch den Naturkundigen fällt bald auf, dass die Tiere sich seltsam benehmen. Ohren zucken nervös, Vogelschwärme schwirren mit einem Mal und augenscheinlich ohne Grund von den Geästen auf und auch nachts benimmt sich das Vieh in den Ställen unruhig. Kühe geben nicht mehr so viel Milch wie zuvor, die Waldbewohner die man sonst nur in der Dämmerung zu Gesicht bekommt, laufen mehr oder minder hektisch zwischen den Bäumen und Büschen.
Und das Beben.. das Beben wird stärker, spürbar. Wie das dumpfe Grollen eines sich ankündigenden Unwetters.


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 Betreff des Beitrags: Re: Inselevent: Der Zahn der Zeit
BeitragVerfasst: 29.09.18, 10:02 
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Zitat:
Die Beben treten mittlerweile immer häufiger auf. Sie scheinen nicht ortsgebunden, sondern erstrecken sich weitläufig über das gesamte Eiland. Rollt eine erneute Welle der Erschütterung durch den Inselboden, rührt sich die Flüssigkeit in Behältern merklich. Deckenleuchten schaukeln leicht hin und her und so manch fein gestapelte Büchereihe fällt der unkoordinierten Schwerkraft zum Opfer und fällt zusammen.
Doch nicht nur in den Häusern verstärken sich die Auswirkungen.
In den tieferen Stollen der Insel tritt mehr Feuchtigkeit zu Tage als man es bislang gewohnt war. Kleine Rinnsale bilden sich an den felsigen Wänden, als würde das Grundgestein Siebenwinds Risse bekommen. Pfützen bilden sich und so man das Wasser zu Munde führt, weiß selbst der unbedarfteste Gaumen, dass es sich um salziges Meerwasser handelt.
Es treten vermehrt Erdrutsche in der hügeligen Landschaft auf und auch in den Gebirgen ist es nicht mehr all zu sicher. Jederzeit können sich Felsbrocken lösen und Wege versperren, wie schon so mancherorts geschehen. Ab und an findet sich totes, scheints geflüchtetes Vieh darunter begraben.
Irgendetwas Mächtiges drängt darauf sich seinen Weg in die Freiheit bahnen. Davon zeugt auch die flüssigere, heißer werdende Masse des Lavasees, die wie von den Unruhen angesteckt hochkocht. Auch in den einstigen Ödlanden, bei Ifrits Heim, ist die Hitze bereits nahezu unerträglich wenn man hinab steigt. Nur wer sich gut zu schützen weiß, wird sich noch gegen die feurigen Wesen erfolgreich erwehren können, ohne selbst in der drückend heißen Luft zu vergehen. Sobald das glühend, fließende Gestein das Wasser der Seen und des Meeres erreicht, beginnt es zu brodeln und in dicken, nebligen Wolken aufzusteigen und seine Umgebung darin einzuhüllen. Hoch steigen sie auf und sind weit über die Insel sichtbar.
Mancherorts munkelt man schon von dem Untergang der Insel oder dem Auftreten eins weit mächtigeren Gegners als man es bislang auf dem Eiland zu Gesicht bekam.
Das Grundgerüst beginnt zu bröckeln..


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 Betreff des Beitrags: Re: Inselevent: Der Zahn der Zeit
BeitragVerfasst: 14.10.18, 20:14 
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Zitat:
Der immerwährende siebenwindsche Regen prasselt, wie so oft, auf die Insel herab. Angetrieben durch die kalten Bellumswinde, fühlt er sich bereits an wie ein dünner Eisfilm auf der Haut. Die Kälte kriecht unangenehm zwischen die Stoff und Fellagen, sofern man sich nicht in geschützen Heimen aufhält. Ein monotones Geprassel gegen die Fensterscheiben und Dächer der Gebäude.

Trotz der Dunkelheit, in welcher die Tiere des Tages normal zu ruhen pflegen, herrscht in den Ställen weiterhin Unruhe und das vibrierende Beben unter den Füßen der Einwohner verstärkt sich. Kein Wanken der Gebäude, kein Ziegel der sich aus der Bemauerung lockert und auch keine Dachschindeln, welche sich aus der aufliegenden Masse lösen und herab fallen. Nur ein beständiges Grollen, dass sich mit der Erderschütterung Ausdruck verleiht.

Zu den späten Stunden des 13. Carmar wird einigen aufmerksamen Beobachtern ein helles, aufstrebendes Leuchten in vielen kleinen Funken am Lavasee zwischen Kesselklamm und Falkenwall gewahr. Feurige Fontänen, die sich aus der dünnfliesenden Lava empor arbeiten und die kleinen, glühenden Gesteine prasseln wie größere Regentropfen auf das Umland herab. Gräser fangen Feuer aufgrund der sich ausbreitenden Hitze, der Boden am Rand der Grube bröckelt und ergibt sich dem Drängen des heißen Kerns des Sees.
Auch die Bäume und Sträucher, welche bislang der gefährlichen Nähe der Lava Stand hielten, beginnen zuerst zu schwelen und dann zu brennen. Rauchschwaden steigen auf. Dicht und schwarz, gepaart mit dem fauligen Geruch von Schwefel. Es fällt schwer zu atmen, ohne das sich die verbrannte Kohlen in den Rachen legen und ein scharfes, kratziges Husten provozieren.

Lange wird es nicht mehr dauern, bis die Brücke, die bislang über den kleinen Fluss aus feuerroter Lava führte, ebenso verglüht.

Gleichsam bietet sich das gleiche Bild in der Öde am Splitterfelsen. Ein Tosen und Dröhnen; laut ist es geworden und wo bis jetzt noch Wege aus erhärtetem Lavagestein durch die verschlungenen Pfade führten, fällt es den Todesmutigen schon schwer, diese überhaupt noch zu passieren.

Manch ein Seemann, der in den letzten Wochen die Insel bereiste wird unter vorgehaltener Hand von einer unwegsamen Reise berichten. Nebelbänke, wo sie sich bislang nie bildeten. Warme Strömungen, die die Schiffe manches mal vom Kurs abbrachten, wo zu dieser Zeit die kalten vorherrschten.

Einem jeden Inselbewohner wird klar, und sei es nur das er Geschichten aus Erzählungen wahrnahm, dass sich hier ein Naturschauspiel bietet. Magische oder auch lediglich sichtende Nachforschungen werden nur auf Eines schließen lassen:
Die Lavaströme verflüssigen sich aufgrund sich enorm aufbauenden Drucks tief im Inneren Tares, der sich in absehbarer Zeit sein Ventil suchen wird. Ob und wie die Insel oder das tiefere Erdreich unter dem Meeresspiegel davon betroffen sein wird, wird sich zeigen, doch zumindest beschränken sich die sichtbaren Änderungen zuvorderst auf den Lavasee und Splitterfelsen.


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