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 Betreff des Beitrags: [Event] Der Weg der Vanbysts
BeitragVerfasst: 2.08.23, 11:37 
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Der Aufstieg der Vanbysts
Zitat:
Gerne erinnerte er sich an die Tage zurück als im kleinen Garten das Hauses in Rothenbucht saß und seine Eltern im kleinen Lädchen in der untersten Etage die Kunden empfingen. Es war ein beschauliches Leben in einer blühenden Großstadt des Reiches. Beschaulich zumindest im Vergleich zur Hauptstadt Draconis, wenngleich natürlich auch Rothenbucht allen voran mit dem großen Seehafen alles andere als eine kleine Stadt war. Aber hier, etwas Abseits der großen geschäftigen Gassen der Stadt lebte es sich sehr gut. Die Kunden kamen in den Krämerladen der bereits in der zweiten Generation den Namen „Vanbysts Allerleih“ trug. Sein Vater war ein tüchtig arbeitender Holzarbeiter und seine Mutter steuerte neben ihrem bezaubernden Lächeln feine Kuchen und andere Backwaren bei. Es war wohl nur logisch, dass er eines Tages das Geschäft der beiden übernahm, um es in dritter Generation zu führen.

Diese Tage waren nun auch schon wieder viele Morsan her und seine Eltern waren nicht mehr. An seiner Seite fanden sich seine Frau Emma und die Kinder Robert und Rosalind wieder. Sie lebten noch immer in dem kleinen Haus in der Apfelgasse Rothenbuchts, doch hatte mit Emma das Haus etwas an Beschaulichkeit verloren. Nicht dass er sich beschweren wollte, denn Emma war eifrig und zielstrebig. Das Geschäft blühte auf so war es an der Zeit gewesen das Leben und die Arbeit zu trennen und ein Geschäft anzumieten das näher zum Zentrum der Stadt lag. Sogar einen Mitarbeiter stellten sie ein. Omar war eine gute Seele aus Endophal. Beinahe im gleichen Alter wie er selbst und ein guter Gesprächspartner. Sie waren in der Lage das Angebot aufzuweiten als Robert das Handwerk des Metallverarbeiters ausgelernt hatte. Das stetige Hämmern und Knistern der Esse im Hinterhof des Geschäftes war fortan ein stetiger Begleiter des Alltags.

Auch Rosalind brachte ihre Tatkraft mit ein als sie zurückkehrte von ihren Studien des Arkanen. Die Zeichen standen sehr gut für die Familie Vanbyst und der Patriarch des Hauses genoss einen jeden Sonnenuntergang, an dem sie alle Arbeit hatten und Essen auf dem Tisch.

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Mit dem Krieg im Großreich jedoch sollten sich ein paar Dinge verändern. Natürlich belebt der Krieg auch das Geschäft, zumindest für einige. Robert hatte mehr als genug zu tun, doch die anderen Geschäftszweige der Familie hatten zu kämpfen. Die Kunden kamen nicht mehr so oft, sei es ob des Kriegsdienstes oder einfach ob der fehlenden Münzen. Emma hatte schwer mit diesen Veränderungen zu kämpfen. Sie machte sich Vorwürfe und nahm die Schuld auf sich. Er hatte viel Mühe ihr das auszureden und sie wieder aufzubauen. Die Zeiten würden besser werden. Die Krone würde einen Weg finden den Frieden im Reich wieder herzustellen, dessen war er sich sehr sicher. Bis dahin würden sie die Esse heiß halten und ihre Kontakte pflegen.

Noch bevor der Krieg zu einem Waffenstillstand überging, machte Emma eine Bekanntschaft, die das Leben der Familie verändern sollte. Die junge Frau, welche Emma angesprochen hatten umgab sich mit einigen Geheimnissen, doch waren ihre Ratschläge vom ersten Tag an hilfreich. Sie hatte gute Beziehungen brachte einige Waren ein, die kein anderer in Rothenbucht liefern konnte. Damit war dem Weg zurück ins Geschäft Tür und Tor geöffnet. Natürlich wurde beim Abendtisch viel darüber gesprochen, ob diese Hilfen wirklich von Vorteil oder ob sie womöglich eine Gefahr waren. Doch die vereinbarte Vorsicht schwand mit den Monden, die reichlich Münzen in die Kassen spülten. Das kleine Geschäft wuchs schnell und die Rothenbuchter kamen nach dem Frieden in Scharen in den Laden, um ihre Bestellungen aufzugeben. Geschäftigkeit und volle Kassen lassen den Geist schnell Bedenken vergessen. So auch bei Familie Vanbyst. Es wurde sogar hinter verschlossener Türe bereits darüber gesprochen nach mehr zu greifen…


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 Betreff des Beitrags: Re: [Event] Der Weg der Vanbysts
BeitragVerfasst: 4.08.23, 08:13 
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Neue Ziele
Zitat:
Zum Anfang des 34sten Jahres der Herrschaft der Familie ap Mer war es dann so weit. Die Familie Vanbyst fand sich zusammen und Emma unterbreitet die Idee das Geschäft zu vergrößern. Schnell fand das Zustimmung und es wurde hitzig darüber diskutiert, wie das wohl auszusehen habe. Ein weiterer Laden am anderen Ende der Stadt, ein Hof außerhalb oder sogar ein Geschäft im Süden in der Heimat Omars. Der waghalsigste Vorschlag war ein Umzug nach Draconis, der alle euphorisierte. Nur Emma verhielt sich auffallend ruhig und lächelt bei der eifrigen Diskussion der anderen. Ihre Idee war all das und noch mehr. Nachdem sich die anderen etwas beruhigt, hatten war es an ihr den Plan vorzutragen, der sie bereits Wochen umtrieb.

Kapitän zur See, Emil Reibaum, ein guter Kunde der Familie hatte ihr zugetragen, dass es an der Zeit war für ihn die Segel zu streichen und sein Leben im alten Leuchtturm zu beenden. Diese Pläne des Kapitäns offenbarten die Möglichkeit sein Schiff zu übernehmen. Die vielen Augenpaare, die ihr beim Unterbreiten des Plans entgegenstarrten, spiegelten eine breite Facette wider. Von Ungläubigkeit über Entsetzen war vieles dabei gewesen. Rosalinds Blick verriet, wie ihr geschulter Geist bereits nach Antworten suchte für diesen doch eher absurden Vorschlag. Sie ließ die anderen nicht lange zappeln und sprach das Risiko an, welches sie weitläufig abgewogen hatte. Die Vorteile der Unabhängigkeit von Linienschiffen und die große Einsatzmöglichkeit eines solchen Schiffes hatten aber den Ausschlag gegeben für den Plan zu sein.

Ihr Plan war es, das Schiff zu erwerben eine Mannschaft zu anzuheuern und das Meer zu überqueren, um nach Siebenwind zu fahren. Die Insel der Helden und des Schicksals war natürlich nicht mehr so viel in aller Munde seit dem Krieg, jedoch hatten die wenigsten vergessen, welchen Reichtum die Insel bereithielt. Eine fortwährende Verbindung zwischen Siebenwind und Rothenbucht könnte der Auftakt für etwas völlig Neues sein. Etwas, was die Familie Vanbyst nicht einmal in vielen Generationen in Draconis erreichen konnte. Es folgte eine Weile lang nachdenkliches Schweigen, bis die Gespräche konkreter wurden und der Plan im Detail ausgebreitet wurde.

Das Risiko war nicht fortzudiskutieren gewesen, doch bereits zwei Monde nach Antritt seines Ruhestandes konnte der ehemalige Kapitän Reibaum seine alte Liebe den Hafen von Rothenbucht verlassen sehen, während er seine Pfeife schmauchte. Es legte ihm ein Lächeln auf die Lippen als der Wind die Segel straffte und sie begann volle Fahrt gen Westen zu machen.


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 Betreff des Beitrags: Re: [Event] Der Weg der Vanbysts
BeitragVerfasst: 9.10.23, 13:44 
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Die Ankunft

Zitat:
Vor genau drei Tagen hatten sie in dem kleinen Hafen Brandensteins auf der Insel Siebenwind angelegt. Das Schiff war wenig auffällig, ein Händler auf der Durchreise, wie ihn die Insel wohl schon öfter gesehen hatte. Das Schiff wurde fest gemacht und während Orchwan mit seinen beiden Kindern von Bord ging, um die Stadt in Augenschein zu nehmen begann die Mannschaft damit, das Schiff für das Entladen vorzubereiten.

Die Stadt war ein gutes Stück beschaulicher als es Rothenbucht war, aber das kam wie erwartet. Eine alte Weisheit ging Orchwan durch den Kopf: „Es ist nicht wichtig, wie viele Kunden ein Geschäft hat, es reicht bereits, wenn einer sehr gut bezahlt.“ Zumindest seines Wissens herrschte an Münzen auf dem Eiland kein Mangel. Genau hier galt es anzusetzen. Sie gingen die Gassen ab und sprachen mit dem ein oder anderen Bürger der Stadt. Sie holten Erkundigungen ein und sahen sich um.

Am zweiten Tage an Land galt es einen Termin beim Vorsteher der Stadt zu erringen und die Lage zu sondieren, ob und welche Leerstände es anzumieten gäbe. Glücklicherweise, so lernten Sie gab es davon reichlich und es blieb sogar die Möglichkeit zu wählen. Am Ende des Tages konnte die Familie einen Mietvertrag unterschreiben und sogleich damit beginnen, die Ladung des Schiffes zu löschen.
Sie hatten nur wenige Sachen mitbringen können, es würde etwas Zeit brauchen sich einzurichten, doch sie wollten sobald es möglich war öffnen. Während Orchwan sich um das Einrichten kümmerte, waren die beiden Kinder bereits auf dem Weg um ein paar handelsübliche Preise einzusammeln, um schnellstmöglich ein Preisbuch zu erstellen.

Es wartet viel Arbeit auf die Familie Vanbyst. Arbeit die jeder gerne aufnehmen wollte, versprach die Insel doch großen Reichtum.


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