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 Betreff des Beitrags: [IG]Ein Brief an Marschall Wanderstern
BeitragVerfasst: 16.07.17, 02:07 
Ehrenbürger
Ehrenbürger
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Das Schreiben wird von einem einfach gekleideten Jungen in der Burg Brandenstein zu Händen von "Marschall Wanderstern" abgegeben. Auf dem Schreiben ist gut sichtbar das Wolfsiegel der Tardukai zu erkennen.

Zitat:
Horkumdag, 15. Querler im Jahre 28 n.H.
Sanctum Finsterwangen
Tardukai Arikra


Zu Händen von:

Maichellis Wanderstern, Marschall des II. Lehensbanners zu Siebenwind



Ehre und Stärke Marschall Wanderstern.

Ich vermute, dass Euch die Feinheiten der vandrischen Sprache nicht vertraut sind, daher möchte ich fürs erste auf deren Gebrauch verzichten. Ferner vermute ich, dass ihr Euch wundert, dass ich Euch schreibe und warum, vielleicht habt ihr sogar mit dem Gedanken gespielt das Schreiben erst gar nicht zu öffnen, wer weiß? Einiges hörte ich schon von Euch, ein mal standen wir uns nun am Lichthoch auf dem Schlachtfeld gegenüber, auch wenn uns an diesem Tag nicht vergönnt war die Klingen miteinander zu kreuzen. Es heißt ihr wärt ein Mann von Anstand und Ehr für den Pflichterfüllung und Treue nicht nur vollmundig klingende Worte sind. Etwas das selten geworden ist in den heutigen Zeiten will man meinen, selten genug als dass ich gewillt bin mir ein eigenes Bild machen zu wollen wie viel an den Erzählungen über Euch wahr ist.
Vor diesem Hintergrund und um Gerüchten Eurer Seite über den Ablauf des Duells entgegen zu wirken seid ihr hiermit eingeladen Zeuge des Duells zwischen Hadrich von Necris und meiner Person zu werden.
Aufgrund Eurer Stellung sei Euch ein Mann des Lehensbanners als Eskorte zugestanden. Wie es Brauch ist wird Euch durch die Rätisar Vandria, das vandrische Recht, hierzu freies Geleit sowie freier Abzug gewährt, solange ihr das Duell und das Recht wahrt. Solltet ihr der Einladung Folge leisten wollen so benennt den Tag zwischen dem 18. und dem 20. der Euch hierfür am passendsten erscheint. Ich erwarte Eure Antwort binnen drei Tagen.

Da es nicht gerecht ist zu nehmen ohne etwas im Gegenzug zu geben soll Euch unabhängig von Eurer Entscheidung folgendes zuteil werden:
Etwas zu zerstören ist leichter als etwas zu erschaffen. In der Welt in der wir leben ist es leicht etwas zu finden wogegen man kämpfen will, denn die Welt ist vielfältig und nur selten das was sie sein könnte, wenn man sie nur ließe. Gegen etwas zu stehen erfordert nicht allzu viel, eine Überzeugung genügt und sei es nur der bloße Wunsch nach einem Kampf.
Für etwas zu streiten jedoch erfordert alle Tugendhaftigkeit die man auf zu bringen imstande ist, denn anders als jene die nur gegen etwas stehen und dann wenn sie es bezwungen haben zum nächsten Gegner weiter ziehen können bis sie dereinst fallen, nichts zurück lassend denn verbrannte Erde die durch anderer Hände Arbeit fruchtbar gemacht werden muss, da muss der der für etwas streitet dessen Feinde nicht nur ein mal bezwingen, er wird es immer wieder tun, es beschützen und mit seiner Entscheidung leben müssen, sie rechtfertigen können vor sich selbst und vor anderen.
Wogegen ihr streitet wissen wir beide und ich will Euch dieses Recht nicht ab sprechen. Ein Mann muss stehen wo ein Mann stehen muss. Doch werfen wir einmal einen Blick auf das wofür ihr streitet, an wessen Seite ihr steht, wessen Ruf zu den Waffen ihr Folge leistet:
Was Eure sogenannten Ewigen betrifft dort werdet ihr Euch im Zuge des Duells ein eigenes Bild machen können. Dort würde ich nur höchst ungerne vorgreifen und es zu sehen ist etwas völlig anderes als es von einer Fremden erzählt zu bekommen. Lassen wir jene daher fürs erste außen vor. Doch wer ist es der sie legitimiert, wer unter den Sterblichen ist der dem sie sich am nächsten fühlen, die reinste Seele im Dienste des Schwertherren auf dieser Insel, der der als erster ihrem Ruf nach Krieg Folge leistete und Gefolgschaft in diesem Krieg einfordert?
Derselbe der diese Stadt während der Tage des Dunkeltiefs die Bewohner Brandensteins im Kampf dem eigenen Schicksal überließ, unwillig Ihnen in ihrer dunkelsten Stunde mit mehr bei zu stehen als frommen Worten? Wie ich hörte verbrachte er diese Tage im Büßergewand womit er seine Buße Euch allen aufgeladen hatte, sich selbst als frommen Mann dar stellend während alle anderen den Blutzoll zahlten, den kein Geweihter einem anderen auferlegen sollte, auferlegen darf. Und waren es nicht die Tardukai die der Stadt den Schutz vor den Kreaturen des Abgrundes gewährten als man sie darum ersuchte, die für ihre Überzeugung Blut und Leben ließen? Waren es die Tardukai die einen der Magier befreiten oder war es der der Euch heute zum Kampf auf rief der diesen Magier so schnell er konnte auf freien Fuß setzte, damit jener zur Niederlage in der zerstörten Stadt bei tragen konnte?
War es nicht derselbe Mann, der die Wegelagerer Dar Shar und Aulus unter seinen Schutz stellte und verhinderte, dass ihre Taten gesühnt werden? Dieselben Wegelagerer, die mit Schimpf und Schande aus Finsterwangen verjagt wurden als sie sich dort selbst krönen wollten und doch niemanden fanden der ihrem Weg folgen wollte. Die nicht verstehen konnten, weshalb die Bruderschaft für ihren Weg kein Verständnis auf brachte und erst recht nicht geneigt war ihnen auf diesem Weg zu folgen. Enttäuscht wandten sie sich jemandem zu der dieses Verständnis auf bringen konnte um sich ihm als Schläger an zu biedern um weiterhin ihrem unseligen Werk nach gehen zu können. Ist das der Mann dem ihr folgen, für den ihr Blut lassen wollt?
Derselbe der nun abermals seine schützenden Schwingen über zweifelhafte Personen aus breitet, auf dass kein Recht und keine Gerechtigkeit sie ereile?
Wie steht es mit Euch? Haben die Soldaten die ihr am Dunkeltief verloren habt Gerechtigkeit erfahren können? Haben die Opfer von Dar Shar und Aulus Gerechtigkeit erfahren können? Habt ihr Gerechtigkeit erfahren können für den Überfall auf die Stadt nach dem Verschwinden Tjure Odals durch die Mahnwache oder waren all' Eure Gebete, all' Eure Hoffnung und all' Euer Vertrauen in die Gerechtigkeit bislang unerfüllt und ihr jagt noch immer Phantomen hinterher, während in Euch die Erkenntnis dämmert, dass all' dies ungesühnt bleiben wird und Euch nur die eine, letzte Hoffnung verbleibt, dass die Götter deren Geweihte all' dies in ein Gewand aus Rechtschaffenheit hüllen weniger nachsichtig sein werden? Kam Euch nie in den Sinn, dass der Schwertherr Eure Gebete nicht erhören wird, solange sie sich gegen einen seiner höchsten Geweihten richten?
Ich erwarte nicht, dass ihr dies glauben könnt, glauben wollt. Sehen wollt. Sehen könnt. Solltet ihr jemals aus Eurer Traumwelt erwachen und die wahre Welt wie sie ist schauen wollen, so wisst ihr wie ihr mich erreichen könnt.

Für den Gottkönig, den Fürsten und das gesegnete Land Vandrien

Tardukai Arikra



Bild






Versteckter Inhalt bzw. Spoiler :
Auf Marnies Bestreben hin geändert.


Zuletzt geändert von Diana Weidenbach: 18.07.17, 13:05, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: [IG]Ein Brief an Marschall Wanderstern
BeitragVerfasst: 16.07.17, 07:59 
Edelbürger
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Beiträge: 1471
Der Brief landet im Büro des Marschalls auf einem Stapel anderweitiger Post und harrt eine Weile, bis er an der Reihe ist. Erst spuckt der Elf beinahe seinen Tee darüber aus, als er das Siegel sieht, entfaltet den Brief und starrt eine Weile den Text an.
"Dieses Völkchen redet einfach zu viel." brummt er nach einigen Augenblicken, ehe er den Inhalt angeht und während des Lebens die Tasse mit der milden Kräutermischung komplett leert, sich eine neue eingießt und auch diese noch einmal bis zur Hälfte austrinkt. Kopfschüttelnd legt er den Schrieb auf eine gesonderte, in warnendem rot gefärbte Ablage, die noch leer ist, und greift den nächsten, diesmal ein Bericht über Markwart, und setzt die Arbeit unverdrossen fort. "Für so etwas werde ich eindeutig zu schlecht bezahlt."

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Abt Arin Sperling, Geweihter Vitamas, Regenbogenspatz & lebendes Stimmungsbarometer: "Mutter liebt dich!"
Fear'Mineyl Maichellis Wanderstern, Marschall a.D., Ehrenbürger der Baronie, Hauptmann der Brandensteiner Marine a.D., Knappe der Ritterschaft: "Sei ein Licht in der Dunkelheit."
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