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 Betreff des Beitrags: Index Siebenwind
BeitragVerfasst: 11.06.05, 15:50 
Altratler
Altratler

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Beiträge: 5364
*Eine schwere, lederne Mappe ist angefertigt worden, in deren Innenseite mit feinem, roten Faden folgende Innschrift eingenäht ist:*

INDEX SIEBENWIND
Teil 1


Dies ist eine Sammlung von kommentierten Schriftstücken, welche sich mit Vergangenheit und Gegenwart von des Königs geplager Insel Siebenwind beschäftigen.

Alles, was von Belang und Wichtigkeit scheint, wird hier beigefügt sein, auf dass Nachwelt und Krone wissen mögen, was sich auf der Insel ereignete und es den Gelehrten der Gegenwart leichter falle die Rätsel dieser Zeit zu entwirren.


*Darunter ist ein pergamenter Zettel an eine Drahtbiege geklemmt, wohl ein leicht austauschbares Inhaltsverzeichniss:*

  • 01. Bericht über die Suche nach Glados; Anschliessende Untersuchung von Niemands Heim.
  • 02. Bericht über die Ödlande; I. Neuerstandene Wüste im Osten Falkenwalles; II. Ehemaliger Friedhof Tiefenbachs.
  • 03. Bericht über ein eigenartiges Bauwerk im südlichen Sumpf; Anschliessend Untersuchung der Ferrin.
  • 04. Untersuchung der Toranduriten; Zusammentreffen mit der flammenden Erscheinung; Vision aus Niemands Heim.
  • 05. Bericht über eigenartige Tempelbauten; Untersuchung eines Steingesichtes; Nachforschungen über die unbekannte Sprache.
  • 06. Brief des Bellumsdieners Laurus Delany.
  • 07. Bericht über Vorkommnisse am Falkenwall, 29.Triar 16 nach Hilgorad.
  • 08. Schmierschrift der Anhänger des Erzverräters Raziel ehemals von Vandrien.
  • 09. Bericht über die südlichen Ödlande; Eine Unbekannte Ruinenstadt und bemeisselte Steinstafeln.
  • 10. Erzählung des Elfen Arkarakun.
  • 11. Beginnende Enträtselung der fremden Sprache.
  • 12. Bericht über die Ödlande südlich von Finsterwangen.
  • 13. Weitere Aufschlüsselung der fremden Sprache.
  • 14. Büchlein über den Spinnenschwarm, Bände I und II.
  • 15. Beschreibender Spinnenbericht.
  • 16. Einleitender Bericht zum zweiten Konvent zu Brandenstein.
  • 17. Ergebnisse des zweiten Brandensteiner Konvents.
  • 18. Artikel über die Bergung des Reichschwertes und den Angriff auf die Feuerbergfeste.
  • 19. Bericht der ersten Finsterwangen-Expedition.
  • 20. Bericht der zweiten Finsterwangen-Expedition.
  • 21. Bericht über die unterirdische Stadt.
  • 22. Beschriebene Begegnungen mit dem Feldherrn, einem seltsamen Mädchen, der Stimme Niemands.
  • 23. Eigenartige Nachricht eines Unbekannten; Betreffend das Schwert des Feldherrn; Das Mädchen des Waldes.
  • 24. Entdeckung eines eigenartigen Sandsteinbaus im Ödland.
  • 25. Bericht über die Sprache der Mazzaremer und verschiedene Sichtungen.
  • 26. Bericht der Kirche über das saphirene Schwert und das Volk der Mazzaremer.
  • 27. Bericht über neuerliche Stimmerscheinung des Niemand.
  • 28. Vom Nachtwald bis zur Wüste, Toran Durs Reisen durch Zentralsiebenwind.
  • 29. Fund eines Artefaktes aus Mazzarem.
  • 30. Die Sprache von Mazzarem.
  • Abschlussbericht.


Zuletzt geändert von Rabe am 28.11.05, 16:40, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 11.06.05, 15:53 
Altratler
Altratler

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Beiträge: 5364
Bericht über die Suche nach Glados;
Anschliessende Untersuchung von "Niemands Heim".


Eingereicht von Ovelia Galthana zu Siebenwind;
11. Triar 16 n. Hilgorad


Zitat:
Glossarium:

1. Gardist Glados: Heinrich Glados, Sohn des Merkutius Glados und der Alruna Schreiterich Glados, geboren in Hofstätt, einem Dorf im Süden Gerdenwalds, diente voller Treu und Eifer dem Hause des Barons seit dem Jahre 17 v. Hilgorad I. Auf Siebenwind war er lange Jahre damit betraut die Tore der Burg zu Brandenstein zu bewachen und Anschriften der Untertanen an die hohen Herren weiterzuleiten. Die Umstände seines Verschwindens und Ablebens finden sich hier beschrieben.

2. Das Dokument: Das Dokument welches später im Bericht erwähnt wird wurde identifiziert als jenes Schriftstück, welches von einer gewissen Gestalt namens "Frion" auf Geheiss des Sekretarius Major von Gerdenwald, Jan Findrell, erstellt wurde und sich mit den Eigenarten der ehemaligen Drachenhöhle beschäftigt. Ungewiss ist der genaue Inhalt des besagten Dokumentes wie auch der Verbleib des besagten "Frion".

3. Die Spinnenwesen: Die erwähnten Spinnenkreaturen sind eine Geissel der Ödniss, die zur Zeit der Dunkelheit, die nach dem Niedergang des Sternes und dem Ende des Krieges mehrere Tage herrschte, das erste mal vereinzelt gesichtet wurden und nun in Scharen die verfluchten Lande durchziehen. Näheres ist noch nicht bekannt.

4. Die Flammengestalt: Eine unbekannte Entität, die seit geraumer Zeit die Wüstenei der Ödlande durchstreift und von einem Kriege zu sprechen scheint. Ihr Auftreten ist zeitgleich mit gewaltigen Umwälzungen der öden Landschaft und seltsamen Wettererscheinungen, ob jedoch ein Zusammenhang bestehe ist ungeklärt. Es hat sich in Kreisen der Geweihtenschaft eingebürgert die Erscheinung "Jüngling aus Yota" zu nennen, der Grund dafür ist unbekannt.

5. Niemands Heim: In jüngster Zeit hat sich in einem ehemals als Drachenhöhle bekannten Gebilde innerhalb der Scherenberge ein Sammelsurium eigenartiger Tafeln und Gebäude voller Rätsel und übernatürlichen Fallen gebildet. Bauart, Herkunft oder Sinn sind bis heute nicht ergründet.


Der Bericht Ovelia Galthanas:

Am Mittentag, den 18. Trier im Jahre 16 nach Hilgorad I. begab es sich, das unsere Person mit der Suche nach dem vermissten Gardisten der gerdenwalder Garde, Glados, auf Wunsch seiner Gnaden von und zu Gerdenwald beordert wurde. Zu späterer Stund und der Gewissheit, dass Wohlgeboren eben gleiches auf der hohen Runde kund tat, begannen wir mit den Vorbereitungen.
Nach den bisherig eingezogenen Erkenntnissen oblag ein Dokument in den Händen des Gardisten, welches Auskünfte über die benannte "Niemands-Höhle" darlegte. Die Befragungen der Wachen in der Burg selbst, sowie in der Stadt und der Feste Seeberg – vollzogen durch unseren Knappen – legte dar, dass der sich sonderbar verhaltende Gardist Glados gen Osten der Insel zuwandte, genaueres, ob jener nun direkt in Richtung des Ödlandes oder einen anderen Punkt ansteuerte, blieb ungewiss. Da jedoch zu diesem Zeitpunkt sich die Vermutung auftat, dass der altgediente Gardist jene Dokumente in die Hände zwielichtiger Personen zu übersenden gedachte, begannen wir mit dem ersten vermeintlichen Anhaltspunkt, den Ödlanden.

Nach Aufstellung eines schlagfertigen Trupps in den darauf folgenden Tagen, brach man gen Ödlande auf. Dort angekommen, offenbarte sich, wie mehrmalig bereits in anderen Berichten erwähnt, das sonderbare Wesen mit seiner erdrückenden Aura der Hitze.
Da es sich nicht sonderlich für uns zu interessieren schien und wir letztlich nach Anhaltspunkten über den Verbleib des Gardisten's hier her aufgebrochen waren, kamen wir zu dem Schluss, in gebürtigen sicherem Abstand dieser Erscheinung zu folgen, welche in nordwestlicher Richtung entschwand.
Bei jenem Unterfangen kamen uns einzelne gar schier dem Tode strotzende Recken entgegen, welche sich den unheimlichen und dunklen Gefahren in diesen Landen zu stellen gedachten, ob aus Selbstüberschätzung, Todeswunsch oder gar der Verzweiflung nahe, vermag man nicht zu erahnen, es war lediglich ein absonderbares, skurriles Bild der Ereignisse.
Nach einiger Zeit welcher unser Trupp dieser Erscheinung zu folgen gedachte, verlor man sie aus den Augen. Nur ein kurzer Feuerschweif am Himmel, der letztlich in diesen einzutauchen schien und verschwand, blieben Zeugnis seines einstigen Aufenthaltes.

Da wir weit nordwestlich vorgedrungen waren, mag uns der Gedanke ereilt sein, eventuell Spuren bei den Ruinen und einstigen Ausgangspunkt des Krieges vorzufinden – Finsterwangen – denn bisher blieben uns jedwede Spuren über eine Verbleib des Gardisten's, seien es Blutspuren, Fetzen seiner Garderobe oder gar Teile seiner Rüstung, verwehrt.
Letztlich trat das ein, vor dem wohl alle mit besorgniserregender Mine diese Lande beäugten. Rot glühende Augen durchbrachen die unheimliche, atemraubende Stille der schier verworrenen unwirklichen Nacht, als die ersten Mannen von entsetzlich abscheulichen spinnenartigen Kreaturen angegriffen wurden. So eines dieser Kreaturen zu Boden ging, traten zwei neue aus den Schatten, wie ein unaufhörlicher Strom, und griffen auf die Mannen zu. Panik und Furcht durchzogen die Reihen, schier des Gedankens hegend, dieser Strom nie endend wollend und bis in alle Ewigkeit verdammt zu sein, bis zur Erschöpfung die Klinge gegen jene Kreaturen zu führen, auf dass sie sich letztlich ohne große Mühe über die zusammensackenden Leiber der Recken erheben und jene gar grausamster Weise derer ihrer Lebensfunken berauben.
Die Zahl standhafter Recken wurde von mal zu mal geringer, der beiführende Felscher selbst, schon der Verzweiflung und Überforderung nahe, tat sein Möglichstes den Verwundeten und von Furcht gepeinigten Männern zu helfen.
Heroisch anmutend streckten die übrigen Recken in ihrer verbliebenen Stärke und gar dem Urinstinkt des Überlebens willens und der Fürsorge um ihre Kameraden, eine der größeren, noch entsetzlicherer, geifernderen spinnenartiger Kreatur mit giftspeiender Fratze nieder, doch mag dies die letzten verbliebenen Kräfte in Anspruch genommen haben.
Letztlich, durchbrachen wie durch Erflehung an die hochheiligen Viere die Strahlen der aufgehenden Fela die Schatten der Finsternis und trieben diese unsagbar abscheulichen Wesenheiten zurück in ihre Schlupfwinkel.
So ließ man letztlich alle Verwundeten transportfähig machen und verließ mangelnden Erfolges nach Hinweisen auf den vermissten Gardisten und der Gewissheit, so er in jene Lande vorgedrungen wäre er nicht sehr weit lebendig gekommen wäre, selbige.

Ungewiss dessen, welche Macht hinter diesen Kreaturen stehen mag, kehrten wir wieder in Brandenstein ein. Letztlich blieb uns somit nur noch der zweite Anhaltspunkt nach dem verschollenen Gardisten zu suchen, die "Niemands-Höhle", welcher wir uns der kommenden Tage anzunehmen gedachten.

Am Endtag, den 5. Triar im Jahre 16 nach Hilgorad I. ereilte uns so denn der Bericht unseres Knappen, welcher diesem geplanten Unterfangen zuvor kam.
Uns wurde dargelegt, dass aufgrund einer damaligen Handlung unseres Knappens – indem er sich in den Stein jener Höhlenwände verewigen musste – der Geist jener Behausung, welchen man weiterhin als "Niemand" bezeichnen mag, die Köpfe der Knappen wohl aufgrund dieser Handlung mit Stimmen peinigte, gar letztlich auch auf andere hinüber griff, um so auf seinen Missmut über diese Handlung aufmerksam zu machen.
Letztlich begab es sich, dass ein Trupp von Recken neben den Knappen zu jener Höhle vorstießen.
Den vermeintlichen "Fluch" zu brechen, wählte der Trupp somit den bisher kaum erforschten Pfad der Höhle, welchen man selbig auch den Pfad des Kummers nennt, gleichsam erhoffte man sich dessen neuer aufschlussreicher Erkenntnisse.
Beim unaufhörlichem Vorstoß in die unergründeten Tiefen dieser Höhle, stieß der Trupp auf stetig neu auftauchende Warnungen welche zur Umkehr rieten, bevor die Seele durch den Kummer des Wissen gänzlich zerfressen werde.
Trotz jener sich darbietenden Warnungen stieß der Trupp, aufgrund der Ansicht, dass es nun zu spät wäre umzukehren, weiter vor und gelangte zu einem Raum in welchem sich sechs beschriftete Tafeln vorfanden, um jene eine grün lohende Flammensäule.
Letztlich bot sich eine weitere Tafel auf, um welche keine Flammen ihren Weg sich bahnte. Jene Tafel mit der Bezeichnung der "Erlösung" war der Fundort des verschollenen Gardisten's der Gerdenwalder Garde, Glados.
Seinen Weg sich in die Tiefen dieser Höhle vorkämpfend, bot sich das nie erreichte Dokument über jene Höhle in seiner leblosen Hand wieder. Kaum noch zu entziffern die Zeilen auf selbigen, offenbarte sich auf dessen Rückseite ein in großen Lettern niedergeschriebenes Wort: "Macht".

Nachdem man sich beherzt dem Verschiedenen anzunehmen gedachte, geschah etwas unbegreifliches und bisher unverständliches, welches man in seinem genauen Wortgehalt besser rezitiert wieder geben mag.

Zitat:
"Vorsichtig näherten wir uns dem Toten und zogen ihn beherzt von der Steintafel fort, um ihn reisefertig zu machen. In eben diesem Moment begann sich das Antlitz des Toten zu verändern. Der scheinbar friedliche Tote, an dem nicht die kleinste Wunde zu erkennen mag, wandelte sich in ein Wesen, dessen Miene vom Todeskampf entstellt war. Seine Gesicht war verzerrt von Angst und Qual, sein Körper beschmutzt von Blut und anderen Säften, Gestank von Fäulnis entwich seinem Panzer."


Nachdem sich der Trupp, unwissend des Grundes was diese Veränderung mit sich führte, lediglich die Vermutung hegte, dass es sich um magische Natur handle, wieder auf den Rückweg machen wollte, wurden zwei der Knappen wie im Trance artigem Zustand zu einer der Tafeln gezogen.
Völlig unbeschadet durchschritten sie die grünlich lohnenden Flammen und berührten eine der Tafeln, welche die Aufschrift "Gerechtigkeit" trug.
Ihnen wurde eine Vision zuteil, näheres vermag man wohl wieder den genaueren Wortgehalt rezitierend hier anfügen.

Zitat:
"Ein unerklärlicher fremder Wille war es, der uns auf diejenige Eigenschaft zutrieb die wir am höchsten schätzten. So geschah es dass sowohl ich als auch die Knappin auf die Tafel mit der Aufschrift "Gerechtigkeit" zuschritten, die fremdartigen Flammen schadlos durchquerten und dann darnieder lagen. Gedanken die nicht meine eigenen waren durchströmten meinen Geist, und wohl ebenso den der Knappin. Beide sahen wir die selben Bilder, Erinnerungen vielleicht.
Ein Schlachtfeld, gefüllt mit tapferen Recken welche den kommenden Kampf erwarteten. Auf einem Hügel, unser Geist war frei und ungebunden, erblickten wir den Feldherren und seine Vertrauten beim Gebet. Es war als wären wir selbst unter ihnen gewesen, hätten ihre Gedanken und ihre Sorgen geteilt. Dazu drang eine Stimme in unseren Geist und sprach zu uns. Ob es Gerechtigkeit wäre die wir suchen. Und dass Gerechtigkeit selbst ein Wort der Götter wäre und dass ein Sterblicher niemals Sinn und Gesetz in den Taten der Götter erkennen könne. Dass Gerechtigkeit schließlich und endlich nur zu Zweifel und Reue führen würde."


Letztlich unterlagen die Knappen der Ohnmacht.
Nachdem man dafür Sorge trug, dass beide wieder auf die Beine kamen, verließ der Trupp jene benannte Höhle und kehrte mit dem Leichnam des Gardisten's Glados nach Brandenstein zurück, wo jener Leichnam in der Krypta aufgebahrt wurde.

Wir ließen uns demnach genauer von der im Bericht erwähnten Vision erzählen, wobei beide Knappen gleichsam selbiges darlegten, jedoch ferner die Knappin weiter ausführte, dass jener Heeresführer einen roten Brustharnisch und sein Heer jenen in einer schwarzen Farbe trug.
Ich entsannt mich auf das im Konventsbericht dargelegte Bild jenes Wesens, welches man den "Jüngling von Yota" nenne und gleichsam auf die damalige Begegnung mit besagtem Wesen in den Ödlanden.
So stellt sich mir nunmehr die Frage, ob es sich hierbei um ein und die selbe Person zu handeln vermag.

Die Knappin selbst kam zu der Ansicht, dass der Geist, welchen man als "Niemand" bezeichne und dem jener obszöne Ort in besagter Höhle wohl eine Heimstatt bot, der Kopf dieses im Ödlans umher ziehenden Wesens sei.
Der Kopf mit Symbolik des Kummers, während der Leib weiter durch Kriegstreiberei geprägt sein.

Unser Knappe hingegen schilderte seine Gedanken zu jener sich ihm offenbarenden Vision, in wie folgt so, dass er wußte was dieser Heeresführer dachte und fühlte, die Verzweiflung jenes, da dieser wußte, dass er zusammen mit seinen Männern sterben würde, weil es der Wille der Hochheiligen war.
Ferner wußte er, dass ihm kein Gebet, kein Opfer das er erbringen könnte helfen würde und so ihm letztlich nichts anderes übrig blieb, als seine Männer in die Schlacht zu führen und sie alle sterben zu lassen, obwohl er stets ein treuer Diener der Götter gewesen war.

Nach jenen Erkenntnissen wiesen wir beide Knappen auf, die kommenden Tage die heilige Mutter Kirche aufzusuchen und jener unsere Bitte zu entsenden, in den Archiven der historischen Aufzeichnungen des immerstrahlenend altbewährten galadonischen Reiches nach Informationen Ausschau zu halten, welche auf eine Schlacht zurück zu führen sei, bei welcher besagte Rüstgarnitur die Körper der Mannen schützte und welche mit dem Resultat einer vernichtenden Niederlage sich zu decken mögen, sodass eventuell der Name jenes einstigen Heerführers zum Vorschein kommen mag und man näheres über seine Person, sein Leben, seinen Anschauungen und letztlich den Grund dieser Schlacht in Erfahrung zu bringen vermag.
Mögen wir somit hoffen, nähere fortschreitende Erkenntnisse einziehen zu können, des Glaubens daran ist es der Mühe wert.

Am Mittentag, den 8. Triar im Jahre 16 nach Hilgorad I. sichtete man die eingetroffenen Berichte über erneut einzuholende Erkenntnisse durch unseren Knappen, was Darlegungen in vorhergegangenen Berichten, Vermutungen und letztlich erteilten Befehlen an selbigen vermittelt wurde.
Dabei offenbarte sich, dass dieser "Niemand" zu einem Elben der Flüsse und Wiesen gesprochen haben mag und diesem Aufschluss über sein Wirken und Trachten offerierte.
Nach dargelegter Aussage des Elben beherberge jene Höhle, einstig bekannt als "Drachenhöhle", großes Wissen über das was war, was hätte sein sollen und was dereinst sein wird. Der "Niemand" wäre der Träger dieses Wissens und scheint dieses auch weiter geben zu wollen. Dieses Wissen jedoch, mag eine große Last für jenen Träger sein, denn sowohl die entdeckten Steintafeln, als auch die Aussage des Elben gleichen sich darin, dass die Kenntnis um dieses Wissen des "Niemand" eine große Gefahr für Verstand und Seele des Trägers mit sich bringen mag.
Der "Niemand" selbst scheine danach zu streben, die Last von seinen Schultern zu entfernen und einen anderen Träger für diese Bürde zu finden, jedoch mag diese nur durch ein großes Opfer getragen werden, den Verlust von Leib, Seele und Verstand.
Gleichsam mag jener Elb, das Gesicht des "Niemand" erblickt haben, eine geisterhafte Fratze die jeder Beschreibung trotzt.

Ebenso sichteten wir den Bericht über die vermeintliche Untersuchung der sterblichen Überreste des gerdenwalder Gardisten's Glados, welchen man in einigen rezitierten Zeilen hier einfügen mag.

Zitat:
"Wir begannen die Prozedur damit, den sich bereits im beginnenden Verfall befindlichen Körper zu entkleiden und Rüstzeug samt Umhang für die Rückgabe an die Baronsgarde bereit zu legen.
Daraufhin erfolgte eine erste oberflächliche Untersuchung des Körpers, welche aber nur zu dem Schluss führte, dass der Gardist keinen körperlichen Gebrechen erlegen war.
Eine eingehendere Untersuchung durch Hochwürden Mantaris brachte keine weiteren Aufschlüsse über das Schicksal des Gardisten.
Erst die arkanen Künste der ehrenwerten Richterin Solos Nhergas brachte neue, wenn auch unerwartete Erkenntnisse zu Tage. Der Niemand selbst, so nehmen wir zumindest an, sprach zu uns in wenigen Worten. Nicht viel war es und dennoch mag es vielleicht weiter helfen. Warum wir den Erlösten, ich nehme an hiermit war der Gardist gemeint, quälen würden und ihm dessen entreißen wonach er sich sehnte. Danach sprach er zu uns, dass der Kummer des Wissens den Geist zerfriss und die Seele zerreißt. Zieht man nun den Anblick des Verstorbenen in Betracht mag es glaubhaft erscheinen dass ihm eben dies zustieß. Es lässt sich also Vermuten dass der Gardist die Höhle des Niemand betrat um an sein Wissen zu gelangen und dies schließlich auch erreichte um mit seinem Leben und seiner Seele dafür zu bezahlen. Weiters sprach der Niemand nicht zu uns."


Ferner legte uns unserer Knappe in einer Unterredung seine Spekulationen dar, welche sich mit dem unsrigen decken mögen und besagen, dass schier dieser in der einstigen zuteil gewordenen Vision erkenntliche Heeresführer jenes Wesen sei, welches durch die Ödlande wandle und das selbiger niemand anderes ist, als der "Niemand" selbst.
Rückführend auf die dargelegten Vermutung der Knappin, es die Stimme seines Verstandes, seines Geistes sei, welcher sich durch den abgetrennten Kopf symbolisiere, welches das Wesen unter seinen Armen hält und sich somit gleichsam dieses ungebundene Wandeln des Geistes über die Insel durch jene Trennung vom Leib eventuell erklären lasse, während der Körper selbst an einem Ort verharren mag und man so im ersten Augenblick den Anschein hegen mag, dass es sich bei besagten Erscheinungen um zwei verschiedene Wesenheiten handele.
Somit auch dargelegt werden könnte, dass dieses besagte umherirrende Geschöpf in den Ödlanden Stück für Stück sein Wissen preiszugeben ersucht, denn schon allein anhand der ersten Besuche in dieser Höhle kam man zu der Annahme, dass dieser Niemand nicht vergessen werden will und somit alles daran setzt sich an ihn zu erinnern, um eventuell auf das aufmerksam zu machen, was ihm einst selbst vor so unendlicher Zeit zugestoßen war, wessen er sich entgegenstellte und wessen er sich besinnen mag, dass es zurück komme ... er mit seinem Wissen uns demnach zur Seite stehen mag einen Weg zu finden dieser anstehenden Gefahr Herr zu werden, einen Weg zu finden, dass sein Wissen und sein Opfer damalig uns den Weg auf die richtigen Pfade weisen mag, dieser Sache standhaft und wissentlich entgegen treten zu können, denn gleich ohne diesem Wissen, die Gefahr bestehe, dass uns selbiges bevorstehen mag, sein Opfer vergebens ward und somit sein Geist keine Ruhe finde...

Zum anderen ist die Tatsache zu betrachten, dass jener "Niemand" am Tage jener Untersuchung auf geheiligtem Boden zu ihnen sprach, zum anderen den Segen der Viere abtat, als wäre selbiger nicht vorhanden, so mag es den Anschein erwecken, als handele es sich hierbei um ein sehr mächtiges Geschöpf.

Fürderhin in einer Betrachtung im Hinblick auf die bereits dargelegten Berichte, jenes des Elben und der vollzogenen Untersuchung, sowie des Fundus des verschiedenen Gardisten's, obliegt mir rückwirkend die Einschätzung wie folgt, aus meiner Feder stammenden Berichtes, darzulegen.

Zitat:
"In Entsinnung der bereits dargelegten Berichte und der neuen Erkenntnisse, kommen wir mehr und mehr zu der Überzeugung, dass sich der Gardist der gerdenwalder Garde, namentlich, Glados einst nach Sichtung der Dokumente der besagten "Niemands-Höhle" auf dem Weg zu selbiger gemacht habe, um diese mit Hilfe der Beschreibungen und Darlegungen des Berichtes zu ergründen und diesem Wissen auf den Grund zu gehen, letztlich scheinbar somit dem Unterfangen zugeneigt war, dieser Bürde des Geistes entgegen zu treten um für unser aller Wohl die Last der Zeit auf seine Schultern zu nehmen.
Jedoch vermuten wir, dass eingetroffen ist, was zu befürchten war. Der Verstand des Gardisten's und sein Seelenheil schienen der Last dieses Wissens nicht gewachsen zu sein, gar mag, wie an einigen Stellen in den Berichten erwähnt, der Kummer seine Seele durchzogen haben, maßgeblich so stark beeinträchtigt zu haben - so vermuten wir - das er letztlich die beschriebene Tafel der Erlösung aufgesucht haben mag, um Erlösung für sich und für das Heil aller Untertanen seiner Majestät zu erbringen.
Wäre dem so geschehen, nehmen wir ferner an, wäre das Mysterium um den weiterhin wandelnden Geist und der feurigen Erscheinung in den fernen Ödlanden mit diesem Opfer verblasst.

Da dies jedoch nicht eingetreten sei, obliege die Annahme, dass genau jenes Opfer - die Intention sich selbst zum Wohle aller die Bürde und Last der Vergangenheit auf sich zu nehmen und sich durch den Eintritt in Morsan's Hallen zu opfern - nicht der erstrebsame Weg gewesen sein mag, nicht zur Besänftigung der hochheiligen Viere, nicht für das Seelenheil des wandelnden Geistes und nicht für das Seelenheil der Untertanen seiner Majestät.

Jedoch, obgleich die Wandlung des Gardisten's eine aufopferungsvolle, selbstlose, untergebene Tat gegenüber den hochheiligen Vieren, der Krone und dem Volke war, war sie der falsche Weg.
Dennoch mögen wir anmerken, dass die Intention des verschiedenen Gardisten's an Demut, Treue und Glauben unübertrefflich sein mögen und ihm jedwede letzte Ehrung auf seiner unergründlichen Reise dargebracht werden sollte."


Aus dem letzten Bericht geht schließlich hervor, dass man die Höhle bis zu ihrem Ende ergründet haben mag, so füge man ebensolchen in seinem Teil in rezitierter Form diesem Dokument an.

Zitat:
"Weiter führte uns der Weg hinab in dies Labyrinth, einem dunkeln Pfade folgten wir hinab ,dabei waren Warnungen des Niemand, nieder geschrieben in Stein, unser ständiger Begleiter. Anmerken mag man dabei dass er von den Abenteurer ein jedes Mal als Sterbender spricht, warum sollte sich wohl später zeigen.
Was nun vor uns lag war eine Höhle, gefüllt mit Gattern und Türen, eine jede mit einer Aufschrift verziert. Dabei mag es sich um einen Reim des Niemand handeln, welchen es richtig zusammen zu setzen galt. Die richtige Tür mit der richtigen Passage des Reimes führte uns weiter, die falschen Antworten verbrannten unsere Hände durch arkane Glut. Unser Weg führte uns durch den gesamten Abschnitt der Höhle, vorbei an einem seltsam anmutenden fünf Spitzen tragenden Stern am Boden, verziert mit eigenartigen Runen. Doch schien dies Symbol keine weitere Bedeutung für die Lösung des Rätsels zu haben, noch sonst etwas anderes zu tun als einen unheimlichen Eindruck zu vermitteln.
Geraume Zeit verbrachten wir damit, den Reim richtig zusammen zu setzen und unseren Weg durch diesen Bereich der Höhle zu suchen, bis wir schließlich einen Weiteren Pfad in die Tiefe antrafen.
Selbigen beschreitend gelangten wir in den letzten Bereich der Niemands Höhle, nun gänzlich ohne Rätsel und Fallen. Zu unserer Linken fanden wir eine kleine Kammer vor, darin ein See aus Lava, dahinter ein Baum von unbestimmbarem Alter und ohne Blätterdach. Unter eben diesem Baum fanden wir eine Robe vor, wie aus Stein wie uns schien. Das gar seltsame an dieser Robe war jedoch die Art und Weise wie wir sie auffanden. Es schien als würde sie jemand tragen, aufrecht saß die Robe am Baum gelehnt, doch da wo der Körper hätte sein sollen, welcher die Robe trug, war nur Luft. Eine arkane Betrachtung dieses Bereiches lieferte keine neuen Erkenntnisse, so setzten wir unseren Weg fort, immer weiter in die Höhle.
Eine steinerne Arkade fanden wir vor, zu unserer linken Spiegel tragend, darunter eine Reihe von beschrifteten Sockeln. Die Sockel selbst trugen die selbe fremdartige Sprache wie schon manche zuvor im Labyrinth des Niemand. Sehr alt wird sie sein denn der Niemand ist sicherlich ein uraltes Wesen. Erst der Blick in die Spiegel neben den Sockeln gab ihre Aufschrift preis. Unser Spiegelbild gänzlich verachtend übersetzten diese Spiegel die uns unbekannte Sprache ins galadonische und gaben folgendes Preis "Sie gaben was die Götter gaben, zu retten was nicht zu retten ist, wo Macht genutzt die nicht genutzt hätte werden dürfen. Macht die Anfang und Ende ist".
Eben als ich diese Zeilen gelesen hatte drängten sich leise Stimmen in meinen Geist, der Niemand sprach wieder zu mir. Erst nur leise, wiederholte er die Inschriften auf den Sockeln in der mir unbekannten Sprache. So gänzlich voller Trauer und Kummer war seine Stimme und nur mir wurde zu Teil sie zu hören. Als er in dieser fremden Sprache geendet hatte sprach er weiter, nun im galadonischen, die Inschrift wiederholend. Doch zu mir sprach er mehr als die Inschriften uns Preis gaben. "Kein Opfer konnte die Götter besänftigen ... doch durch ein Opfer konnte man sie alle retten"
Dann versiegte die Stimme und nur Stille umfing uns als wir unseren Weg fort setzten.
Einen See aus Blut erreichten wir ... daneben weitere Sockel mit Inschriften in welchem er wieder von dem Sterbenden spricht der nun die Bürde trägt, dieser Sterbende solle die sehen, welche vor ihm die Bürde getragen hatten.
Ich selbst ging den anderen voran, am See vorbei und betrat den letzten Raum, das Heiligtum vielleicht. Erdrückend war die die Stimmung, traurig und deprimierend. Ich befand mich in einer Art Grabstätte ... zu meiner linken und rechten Grabsteine mit verwitterten Inschriften und weitere Sockel mit Aufschriften, welche davon sprachen was die Bürde von ihren Trägern verlangt. Sie brachte ihnen Kummer und den Tod und sie verlangte ihre Verrat und ihr Opfer.
Vor mir befand sich ein Altar, ein Grab darauf umgeben von Salz, ein magischer Schutzkreis wie man mir sagte. Ich trat weiter auf diesen Altar zu und wurde eines weiteren Grabsteines gewahr, welcher nicht so alt wie die restlichen erschien, wohl der jüngste. Die Inschrift darauf war noch deutlich zu erkennen. Mein Name stand darauf, ich sah es und fühlte es mit meinen Händen.
Zwar sahen meine Begleiter ihre eigenen Namen ebenso auf diesem Stein, doch stimmt mich reichlich nachdenklich dass der Niemand nur zu mir sprach und sonst zu keinem meiner Begleiter.
Nachdem ich mich wieder dem Altar zugewandt hatte erblickten meine Augen die letzten beiden Sockel und deren Inschrift. "Ertrinke nicht in Kummer Sterbender, denn du trägst nun die Bürde".
Meine Begleiter waren gespaltener Ansicht darüber warum der Niemand zu mir sprach, doch vermag ich nicht zu glauben dass es keinen anderen Grund als den habe, dass mein Geist dafür am geeignetsten wäre. Mit Sicherheit mag es jedoch keiner sagen. Was sich auf dem Altar in diesem Grab befand lässt sich nicht sagen, es könnte ein Mensch sein , doch wagten wir nicht das Siegel aus Salz zu durchbrechen und ließen das Grab weiters unbeachtet.
Das Wissen, die Bürde ... was sie nun genau sein mag kann ich nicht erklären, vielleicht das Wissen darum was einst für eine Verfehlung gegeben werden musste, vielleicht das Wissen darum dass es neue Opfer braucht um alle zu retten. Mein Verstand ist sich darüber noch nicht im Klaren. Vielleicht mag die Zeit dies zeigen. Doch lässt mich die letzte Inschrift hoffen, dass der Niemand einen lebenden Träger der Bürde erfleht und kein weiteres Opfer."


Somit gestalten sich weitere Fragen welche sich maßgeblich mit dieser lebendig wirkenden Robe, dem Geheimnis des angesprochenen Schutzkreises und zu guter letzt, den Visionen jener Tafeln, welche bis dato noch keinerlei Berührung oblagen, befassen.

Ebenso die dargelegten Aufschriften auf diesen spiegelhaften Tafel.

Ferner obliege im Hinblick auf die Tafeln uns die Frage, welche Person wohl im Stande sein mag diese hervorzurufen.
Gehen wir davon aus, das Gerechtigkeit eine Tugend eines Schwertführer's sei, dessen Urteil über das Schicksal eines anderen bestimmen mag und deshalb maßgeblich der Gerechtigkeit unterliege und die Liebe einer Frau in ihrem Herzen gar den dunkelsten Schatten die Stirn zu bieten vermag, was verberge sich so denn hinter "Reichtum", "Frieden", "Macht" und "Wissen".
Möglich auch, so vermuten wir zumindest, stehe dies nicht im Verhältnis zu einer der beiden dargelegten Gefühle ... möglich gar das es im weiterreichendem Sinn für ein Volk stehen mag, vielmehr für ein Geschöpf dessen dieser Zuschreibung eigens ist.
Berücksichtige man jene wage Vermutung, obliegt uns der Gedanke einer Zuordnung im folgendem Verhältnis...

"Reichtum" - Zwerge
"Wissen" - Elben
"Frieden" - Halblinge

"Macht" obliege eine zwiespältigen Betrachtungsweise ... den unter der Begrifflichkeit der "Macht" vermag sich vieles verbergen, Macht über Personen oder auch Macht über gewisse Strukturen ... wohl hier in Hinblick sinnierend ... die Magie.
Doch vielmehr unter Einbezug dargebrachter Zuordnungen zu einem Geschöpf, obliege uns die Vermutung das sich Macht wie folgt zuordnen mag.

"Macht" - Orken

Dabei maßgeblich berücksichtigend die Struktur ihrer barbarischen Stammesführungswahl, Vermutungen...doch keine stichhaltigen Ansätze...

Einen Bericht über die Vision, welche Frau Nhergas zuteil wurde, fügen wir in rezitierter Form hier ein, in der Hoffnung, dass bestrebsame Menschen sich finden, gepackt vom Verlangen ihre Hilfe für das Wohl aller, der Insel und letztlich auch für sich selbst darzulegen und gemeinsam den Wirren der Schleier über jenem Eiland entgegen zutreten.

All diese neuen Erkenntnisse liegen schwer auf den Schultern, berücksichtigt man die Unbescholtenheit der Untertanen der Krone, wie sie ihren Treiben nachgehen und schier sich fern jedweder Kenntnis und dem Willen zur Klärung jener Ungereimtheiten und Erkenntnisse weiter distanziert halten.
Es betrübt einen sehr zu sehen, dass trotz der gehaltenen Konvente, sich maßgeblich nicht der Wille durchsetzen mag, gemeinsam für das Wohl aller auf diesem Eiland miteinander einher zugehen, betrachte ich das auch aus meiner eigenen Perspektive in Hinblick auf das Volk der Dwarschin, mögen sicherlich die Fehler der Vergangenheit zu jener jetzigen Haltung und Einstellung geführt haben, doch Fehler werden bekanntlich von beider Seiten gemacht, daraus zu lernen und sie künftig zu vermeiden besteht doch letztlich die Prüfung der hochheiligen Viere.
Doch es mag ermüdend sein, wenn das aufeinander zugehen letztlich nur einseitig ist und es maßgeblich am bestrebten Willen mangele, Missständen beizuwohnen ... letztlich obliegt es einem Miteinander für das Wohl des eigenen Volkes zu sorgen, für das Wohl aller. Denn Eigensinnigkeit führt nicht letztlich zu dem, wodurch verhärtete Konflikte entstehen mögen, als sie im Vorfeld in ihrer versteinerten Ansicht und Haltung gemeinsam zu bereinigen.
So mag ich hoffen, das der ehrwürdige Recke Delany mehr Erfolg in Rückbesinnung dessen haben mag, wer dem Volke der Dwarschim den Hammer zum schmieden gab, mögen wir hoffen das die Rückbesinnung auf ein gemeinsames Wohl und Miteinander, sowie dem Bestreben alter Ideale nicht nur durch die Reihen der heiligen Mutter Kirche streiften, wie es sich in den jüngsten Tagen darbot, nicht nur das Volke der Dwarschim ereilen mag, sondern auch all jene, die in der Abkehrung der sich darlegenden Ereignisse auf diesem Eiland ihre Bestimmung gefunden haben mögen. Denn letztlich berufen wir uns auf unsere gemeinsamen Erfahrungen, unserem gemeinsamen Wissen, unseren gemeinsamen Theorien und Vermutungen, um Dingen entgegen zu treten, welche unser aller Wohl und Leben gefährden mögen.

Einen unkommentierten Bericht über die Vision, welche Frau Nhergas zuteil wurde, fügen wir in rezitierter Form hier ein, in der Hoffnung, dass sich mehr bestrebsame Menschen finden, gepackt vom Verlangen ihre Hilfe für das Wohl aller, der Insel und letztlich auch für sich selbst darzulegen und gemeinsam den Wirren der Schleier über jenem Eiland entgegen zutreten.

Zitat:
"Wiederum schwebt der Betrachter offenbar frei über einer grünen Wiese, leicht abfallend, hier und da ein Baum. In der Mitte zwei Wesen, nicht zu sagen welcher Rasse sie angehören mögen doch schlank und feingliedrig sind sie. Ein Mann und eine Frau, ein Paar. Beide betrachten den Sonnenuntergang in der Ferne. Dann wandelt sich das Bild. Der Sonnenuntergang ist keiner mehr, sondern die Glut großer Feuer in der Ferne und der Rauch der von diesen aufsteigt. Die Gedanken der beiden Liebenden werden offenbart. Sie wurde hier geboren, dies ist ihre Heimat in der sie lebte, heran wuchs und ihre Familie zu Grabe trug. Sie liebt ihre Heimat und will sie um nichts in der Welt verlassen. Dann die Gedanken ihres Liebhabers. Er liebt sie die neben ihm liegt, doch will er fliehen, diesen Ort verlassen welcher bald von den Wogen des Krieges überflutet wird. Doch nicht sicher ist er sich ob sie ihm folgen wird. Was soll er tun, soll er sie erpressen mit ihm zu kommen, da sie ihn doch ebenso liebt. Soll er Gewalt anwenden um sie mit zu nehmen in die Ferne. Doch nicht sicher kann er sein ob sie ihn dann noch immer liebt. Wieder wandelt sich das Bild und aus der Wiese wird ein Schlachtfeld, Rauch und Feuer, die beiden Liebenden wohl dazwischen doch erblicken kann man sie nicht. Dämonisches Lachen und die Schemen dunkler Brut wird dem Betrachter zugetragen. Er weis dass die beiden an diesem Ort geblieben sind und hier zusammen gestorben sind. Und dann eine Stimme, welche zum Betrachter spricht über die Liebe, welche nur in Kummer und Verzweiflung führen mag und bindet bis über den Tod hinaus."


So niedergeschrieben,
Wandeltag, den 10. Triar 16 nach Hilgorad I.
Burg zu Brandenstein.


Zuletzt geändert von Rabe am 11.06.05, 16:35, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 11.06.05, 16:16 
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Bericht über die Ödlande;
I. Neuerstandene Wüste im Osten Falkenwalles.
II. Ehemaliger Friedhof Tiefenbachs.


Eingereicht von Toran Dur,
10. Triar 16 nach Hilgorad


Hochgeschätzter Herr Findrell, ich entsende Euch hiermit einen ersten Reisebericht aus dem Toten Land in welchem ich die Veränderungen und Auffälligkeiten ersten Blickes aufgezeichnet habe.

Zitat:
I. Die Wüste im Osten Falkenwalles

In einiger Entfernung östlich vom Falkenwall liegt seid neuestem eine Wüste, geschaffen wohl durch die Präsenz jenes Jungen aus Yotas. Zu meiner größten Beklemmung durfte ich bei der Durchreise durch jenes Gebiet feststellen das vollständig mit Knochen von Menschen übersäht zu sein scheint. Es lässt sich allerdings nicht feststellen woher diese Knochen stammen.

Des weiteren haben sich dort mindestens zwei Seen gebildet aus einer Flüssigkeit die ich beim ersten Hinsehen für Blut hielt, was wahrlich erschreckend ist, jedoch bei den vielen Toten durchaus möglich wäre.

Dies passt auch zu der Schilderung der flammenden Erscheinung - die auch Junge von Yota bezeichnet wird - welche er mir gegenüber machte. Zitat: "Das Land wird von Bergen aus Leichen und Seen aus Blut bedeckt sein". Es scheint als habe er seine Ankündigungen wahr gemacht.

Was mich noch verwunderte ist das Vorhandensein zweier schwarzer Säulen in jenem Gebiet, eines recht im Zentrum und das andere in dem Gebiet in dem einmal der Tempel der Enhor zu finden war. Wir mir zugetragen wurde befindet sich eine solche Säule auch in jenem Sumpfloch in Südfall und man findet sie wohl auch im Gebiet des ehemaligen Finsterwangens.

Mir scheint das jene Säulen von Bedeutung für das Verderben des Landes sein könnten, ich werde sie auch noch genauer untersuchen sobald ich dazu gesundheitlich wieder in der Lage bin.


Zitat:
II. Ehemaliger Friedhof Tiefenbachs

Als nächstes möchte ich noch auf das Ende meiner Erkundung eingehen, welches recht jäh südlich von Rohehafen stattfand wo ich einen Friedhof betrat, welcher rein äußerlich verblüffend unberührt schien vom toten Land. Zu meinem Entsetzen musste ich jedoch feststellen das jenes Land wohl von einem grausigen Zauber belegt ist welcher das Auge täuscht und die niederhöllenartigen Zustände dahinter verbirgt.

Auch wird das Gebiet von zahlreichen Dienern des Einen, Untoten und Dergleichen bewohnt welche mich schwer verletzten, so das ich nur mit Müh und Not mein Leben erretten konnte.

Vor diesem Gebiet und seiner Verderbtheit sei gewarnt.


Soweit die ersten Ergebnisse meiner Forschungen im Toten Land,
ich verbleibe als treuer Untertan der Krone.

Gezeichnet: Toran Dur

Zitat:
Addendum:

1. Toranduriten: Die schwarzen Pfeiler die in der Wüste gefunden und hier beschrieben wurden, sollen in Zukunft "Toranduriten" genannt werden um Verwechslungen mit anderen Strukturen auszuschliessen. Benannt seien sie nach demjenigen, der sie das erste Mal untersuchte und einen Bericht darüber abfasste: Toran Dur.

2. Treibsand: Die "Seen" von denen hier die Rede war stellten sich bei nachträglicher Untersuchung als Becken voll überaus feinem Sand heraus, in welchem man wohl versinken könnte. Von Endophalfahrern wurden solche Landschaftserscheinungen "Treibsand" bezeichnet. Eigentümlich sei jedoch, dass diese Sandgruben tatsächlich stark nach Blut röchen und teilweise, trotz ihrer vermuteten Tiefe, durchsichtig scheinen. Ob dies für Treibsandbecken üblich sei oder eine Absonderlichkeit darstelle ist unbekannt.


Zuletzt geändert von Rabe am 11.06.05, 16:39, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 11.06.05, 22:39 
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Bericht über ein eigenartiges Bauwerk im südlichen Sumpf; Anschliessend Untersuchung der Ferrin.

Eingereicht von Toran Dur,
12. Triar 16 nach Hilgorad


Zitat:
Glossarium:

1. Ferrin: Die Ferrin sind ein Volk menschenähnlicher Rattenwesen, deren Körpergrösse von der eines Halblings bis der eines Nortraven schwanken kann. Herkunft und Absichten sind noch ungewiss. Ebenso ungeklärt ist die Herkunft des Namens "Ferrin" und ob diese Wesen nur auf Siebenwind vorkämen oder auch auf Falandrien gesichtet wurden.
Irreführend sind zahlreiche Mären über Rattenmonster, die in jeder grösseren Stadt mit Kanalisation aufkommen und verschwommene Berichte über die Frühzeit der Inselbesiedelung.

2. Der glyphenbedeckte Steine: Angemerkt sei, dass Steine ungefähr jener Art auch in Niemands Heim von ungelehrten Abenteurern gesichtet wurden. Ob Zusammenhänge bestehen und sich mehr solcher Steine finden lassen ist noch ungeklärt.


Der Bericht von Toran Dur:

Zusammen mit der Prima der Grauen Garde, Raisha, dem Novizen Bellums Wolfram Schwarzenfels und dem Knappen Caeden machten wir uns auf um im Sumpf die Schilderung eines schwarzen Steines zu untersuchen, welcher dort von mutigen Streitern gesichtet worden war.

Zuerst jedoch untersuchten wir ein Gebäude östlich vom Sumpf in dem wir ein weiteres Rätsel vorfanden und, nach Lösung dessen, eine Kiste in der zwei Steintafeln lagen auf denen folgender Text stand:
"Jai throed nahjeesed I min man Tarae ua lathez aed"

Der Knappe Caeden konnte einige der Worte aus seinen Erfahrungen übersetzen die in etwa so sind

Zitat:
"Jai" bedeutet "Sie", die Gruppe die vor langer zeit etwas tat.

"Ua" bedeutet "Zu".

"Man" steht immer vor einem Namen, ein Artikel vielleicht.

"Tarae" bedeutet vielleicht "Tare".


Danach begaben wir uns in die Sumpfhöhle um unsere Forschungen fortzusetzen.

Nachdem wir uns einen blutigen Pfad durch die Verteidiger des Rattenvolkes geschnitten hatten entdeckten wir schließlich einen ihrere Anführer der wie in Trance daherwankte, in seinen Händen ein in Stoff geschlagenes Bündel. Er schien uns nicht wahr zu nehmen und so folgten wir ihm direkt zu jenem schwarzen Stein, bei dem es sich jedoch nicht um einen solchen wie im toten Land handelt sondern ein etwa mannshohes Gebilde in Quaderform mit zahlreichen unkenntlichen Glyphen darauf.

Noch während wir dem Ferrin zusahen, entdeckten wir einen zweiten, wohl einen Schamanen ihres Volkes, die eine gewisse Gabe haben die Magie zu lenken. Dieser schien ebefalls in einer Art Trance zu sein und sang in den schrägen Fieptönen des Rattenvolkes.

Nach einer Weile überreichte der Ferrinanführer ihm das Bündel in welchem sich bei genauerem Hinsehen die Körper diverser Kleintiere befanden und der Schamane breitete diese vor dem Stein aus und begann sie mit glühender Asche zu bestreuen, woraufhin auf dem Stein sich die Worte formten "Die Wächter des Erbes hören euch" und während er seine Beschwörung fortsetzte formten sich dann die Worte "Die Wächter des Erbes sehen euch". Noch immer schienen die Ratten uns nicht zu bemerken, was erstaunlich war, auch wirkten ihre Gesten und ihre Haltung benommen als stünden sie unter fremden Einfluß.

Eine astrale Betrachtung jenes Steines ergab nur ein sehr kompliziertes und nicht zu deutendes astrales Gewebe, was leider keine weiteren Aufschlüsse zeigte.

Der Ferrinanführer, ein ziemlich großes und kräftiges Biest, verscharrte dann die Kleintierleichen im Boden während der Schamane sich zu der Prima umwandte als diese den Stein genauer betrachtete und uns aus der Höhle hinauswies.

Dem merkwürdigen Verhalten des Ferrins kamen wir nach, da wir die Anwesenheit zahlreicher weiterer Wesen dieses Volkes in den Spalten der Höhle spüren konnten und einen offenen Angriff auf unsere doch recht kleine Gruppe nicht riskieren wollten.
Der Schamane geleitete uns zum Ausgang, dabei schien er schwer betroffen von den Gefallenen seines Volkes.

Es lässt sich festhalten, dass das Ferinvolk wesentlich höher entwickelt ist als bisher angenommen, es scheint eine primitive Sprache, Verständnis der Magie und Grundlegende Kenntnisse der Geisterbeschwörung zu Verstehen und zu simplen Emotionen in der Lage zu sein.

Die Wesenheiten hingegen könnten durch aus in Bezug zur Höhle des Niemand stehen, da man die Bürde welche dort vergeben wird durchaus als ein Erbe betrachten kann. Man sollte diesen Zusammenhang nicht aus den Augen lassen, falls sich nicht gegenteilige Beweise finden lassen.

Soweit meine Forschungen in den letzten Tagen,
ich verbleibe, treuer Untertan der Krone und des Lehens.

Gezeichnet: Toran Dur


Zuletzt geändert von Rabe am 11.06.05, 23:18, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 11.06.05, 23:17 
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Untersuchung der Toranduriten; Zusammentreffen mit der flammenden Erscheinung; Vision aus Niemands Heim.

Eingereicht von Toran Dur,
12. Triar 16 nach Hilgorad


Nachdem wir nun der Sumpfhöhle entronnen waren entschlossen wir uns noch einem der näheren schwarzen Obelisken in der Wüste des toten Landes einen Besuch abzustatten, solange uns die Stunde hold war und brachen sogleich auf.

Die Reise dorthin war ruhig und ereignislos, nur zu erwähnen wären die zahlreichen Wolfsrudel im toten Land die für einzelne Reisende durchaus zu Gefahr werden könnten.
Nachdem wir nun den Toranduriten erreichten und diesen betrachteten, schien dieser eine gewisse Wärme auszustrahlen selbst im Dunkel der Nacht. Einfache Untersuchungen mit einem Dolch zeigten das es sich um herkömmlichen, geschwärzten Stein von nicht allzu großer Härte handelte.

Eine Untersuchung auf astraler Ebene jedoch offenbarte, dass in jenem Stein ein magisches Gewebe schlummert welches in einem gewissen Maße die Wärme aus seiner Umgebung absorbiert, allerdings sind die Toranduriten nicht, wie ich vermutete, untereinander verbunden, sondern scheinen einzeln zu arbeiten.

Noch während wir den Stein untersuchten kam von Osten Wind auf und der Ferne klang von Geschrei, womit sich die Gestalt der Feuererscheinung normalerweise ankündigt.
Erfreut von dieser Gelegenheit meine letzte Theorie zu prüfen wandte ich mich nach Osten und so suchten wir jene Gestalt auf, welche uns auch schon nach kurzem mit viel Hitze und Geschrei entgegenkam.
Der Knappe Caeden scheint diese Gestalt nun als den Feldherren jenes unbekannten Volkes zu erkennen, welchen er in der Vision in der Höhle des Niemand gesehen hat, womit die Vermutungen über den Jungen aus Yota und seinen Fluch sich vermutlich als falsch erwiesen haben. Jene passten sowieso nicht in das Schema das sich abzuzeichnen droht.

Wie dem auch sei, das Wesen erging sich in seinen üblichen Herausforderungen an den alten Feind, Beschwörungen der Gnade von Bellum und Gerede über die letzte Schlacht, wobei mir schien, dass er diese Alten Feind, gegen den er einst erlag, mit Absicht herbeizulocken scheint um auf Siebenwind diese Schlacht zu schlagen während er im Moment das Schlachtfeld vorzubereiten scheint.

Mein Versuch der Gestalt ein neues Schwert zu geben um das zerbrochene zu ersetzen wurde im übrigen ignoriert oder nicht bemerkt, jedenfalls hatte es nicht den klärenden Effekt auf den verwirrten Geist der Erscheinung den ich mir davon erhoffte.

Nach kurzem mussten wir uns jedoch wieder von der Gestalt zurückziehen und flohen nach Westen zurück über den Wall als die Hitze unerträglich wurde, jedoch verbleibt mir nur der Gedanke das die Feuererscheinung absichtlich jene Säulen errichtet hat, vielleicht in der festen Absicht damit die Hitze jenes Feindes zu absorbieren.

Es ist jedenfalls alarmierend das die Gestalt das Schlachtfeld immer weiter vorbereitet und den Feind sogar auf dieses Eiland lockt und damit vielleicht unser aller Untergang vorbereitet.
Knappe Caeden scheint der Meinung zu sein eine Zerstörung der Toranduriten wäre angeraten und ich muß ihm zu diesem Zeitpunkt der Forschung zustimmen, jedoch empfehlen sich weitere Erkundungen bevor man zu solch einer Tat schreitet.

Es bleibt zusammenfassend zu sagen, dass die neue Erkenntnis über die Person der Erscheinung sehr darauf hindeutet das diese letzte Schlacht näherrückt, jedoch vermag ich noch keinen Zusammenhang mit den Splittern die von der Rückkehr des Dämons S h a' N a z' G h u l sprechen erkennen, ausser vielleicht das der Dämon jener Alte Feind sein könnte.

Ein weiterer Gedanke kam mir im Laufe der Untersuchungen, zuerst ordnete ich das Volk welches in den Visionen auftauchte der Kultur von Alt-Linfann zu, bis mir klar wurde dass dies nicht passte, sowohl die Sprachbrocken als auch die Gestalten in den Visionen sind unpassend.
Jedoch brachte mich der Ausdruck eines Streiters über die schrägstehenden Augen der Wesen darauf, dass es sich vielleicht um die Kultur von Ma'ahn handeln könnte, welche vor unbekannten Zeiten unterging.

Anbei füge ich noch die Vision die ich in der Höhle hatte als ich den Stein mit der Aufschrift "Macht" berührte.

Ich fand mich in einer Halle wieder in der eine Gruppe von Vermummten Gestalten wohl eine Art Ritual auszuführen schienen, jedenfalls flüsterte mir eine Stimme zu "Du suchst also Macht?" und ich sah, wie sie an dem Ritual weiterarbeitete, während in der Ferne Donner oder ein Feuersturm oder beides tobte, vielleicht die Vernichtung welche ihr Volk dahinraffte.

Die Stimme berichtete mir davon, dass ihre Macht grenzenlos war und doch all ihr Können sie nicht vor dem feurigen Schicksal der Götter und den kriegerischen Gewalten ihrer Zeit bewahren konnte.
Es gab für sie nur eine Möglichkeit ihre Macht zu Retten und den Veränderungen Tares zu entgehen, in dem sie sich vom Leben lossagten.
Dabei schien eine besondere Gestalt auf einer Säule an einem grauen Altar der sich im gleichen Moment öffnete, die Hand auszustrecken und eine leere graue Robe schwebte daraus empor, vermutlich ähnlich einer solchen, wie man sie in den Tiefen der Niemandshöhle finden kann.

Es scheint als hätten jene Wesen sich einer rein geistigen Existenz hingegeben um der Verwundbarkeit ihrer Körper zu entgehen.

Soweit meine Forschungen in den letzten Tagen,
ich verbleibe, treuer Untertan der Krone und des Lehens.

Gezeichnet: Toran Dur

Zitat:
Addendum:

1. Das Schwert der Flammenerscheinung: Was es damit auf sich habe ist bis jetzt unverständlich. Es scheint, dass jene flammende Erscheinung alles besitze, was zu einem gefechtsbereiten Krieger gehöre, ausser eben einem Schwert.

2. Alt Linfann: Vor der Festigung des gesegneten galadonischen Grosskönigreiches und der Verschmelzung der Ahnkönigreiche Herder und Galadon gab es ein von Politik, Geistlichkeit und Militär zurückgezogenes, jedoch in sich sehr wohlgeordnetes Handelsgefüge, das als Merkantilus Linfann bekannt wurde. Das Gefüge erstreckte sich über die ganzen Umlande der heute als "Linfahrt" bekannten Bucht und vereinte in sich die heutigen Reichsabschnitte Papin, südlich Lichtenfeld, Rothenschild, westlich Savaro, Taras und Ossian. Die Hauptstadt jenes Gefüge wurde vermutlich "Urbis" genannt, während der Magierkriege vernichtet und befand sich wohl dort wo sich heute Ventria oder Venturia erhebt.

Aufgrund der immensen kulturellen und weltlichen Bedeutsamkeit dieses Handelsgefüges wurde die Sprache Lingua Linfannia, die heute als Alt-Linfann bezeichnet wird, zur Sprache der Herrscher und Gelehrten. Bis heute hält es sich in vielen Schulen, dass Alt-Linfann als gebildete Sprache gelehrt und angewandt wird.

Über militärische Gepflogenheiten oder etwailige Ausrüstung der Linfann-Truppen ist nichts bekannt. Wie erwähnt hielt sich der Merkantilus in der Regel aus kriegerischen Angelegenheiten heraus und suchte durch Verträge zu besänftigen oder abzuwenden, was sein Bestehen bedrohte.

3. Mah'ahn: Ma'ahn im Osten Galadons ist noch weitgehend unbekannt, auch wenn über Grenzfeest eigenartige Töpferwahren, Steine und Geschichten in das Reich kommen. Schwer ist es Wahrheit von Phantasterei zu trennen, wenn nicht unmöglich. Als sicher wird nur erachtet, dass die ruinös gigantischen Mauern Ma'ahns von Unbekannten zu Zeiten der Amulettkriege errichtet wurden.

Aufgrund der räumlichen Spanne zwischen jenem östlichsten Flecken des Reiches und dem westlichsten Land, Siebenwind, ist eine Verbindung höchst unwahrscheinlich und ein Ergründen von Ma'ahns Besonderheiten mag unnötig scheinen.


Zuletzt geändert von Rabe am 11.06.05, 23:23, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 13.06.05, 15:25 
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Bericht über eigenartige Tempelbauten; Untersuchung eines Steingesichtes; Nachforschungen über die unbekannte Sprache.

Eingereicht von Halvard Nordmann,
14. Triar 16 nach Hilgorad


Eigenartige Tempelbauten:

Seit neustem stehen auf diesem Stück Eiland schwarze Bauten welche einem Tempel owjer ähnlichem ähneln. In diesen Bauten befinden sich zumeist zwei grosse Säulen mit jeweils zwei Inschriften, bei einigen dieser Bauten soll auch nur eine Inschrift sein.
Ich habe mich auf den Weg gemacht das Rätsel dieser Bauten zu entziffern. Dabei bin ich auf fünf Bauten gestossen. Jeder dieser fünf Bauten beinhaltet einige Gehplatten, welche mit Buchstaben versehen sind, am Ende muss die Lösung mit dem Satz an den Säulen in verbindung kommen. Wenn man das Rätsel überwunden hat, erwartet einen eine leere Truhe, lediglich oben auf sind Wörter hineingraviert, die mir gänzlich unbekannt sind. Ich werde sie im folgenden Bericht noch weiter ausführen.

Zitat:
Das Bauwerk im Sumpf nahe Falkensees barg folgende Worte: "Jai throed nahjeesed I min man Tarae ua lathez aed."

Das Bauwerk nahe am Falkenwall diese: "Jai nohed, lo ki nohe a."

Nahe dem Orkenlagers waren diese Sätze verborgen:"Jai novaed, I min ki thre ua noga aed."

Das Bauwerk im Sumpf nahe dem ehemaligen Friedhof Tiefenbachs enthielt diese: "Jai pherated bega, I min man Tarae Iheeas a."

Schliesslich das Bauwerk am Stand nahe des ehemaligen Friedhofs von Tiefenbach, das folgende Worte preis gab: "Jai ievaed, I min Iheeva tja aed."


Addendum: Diese tempelartig beschriebenen Bauten scheinen die gleichen zu sein, die in Bericht Drei von Toran Dur und Knappe Caeden untersucht worden sind. Von wem diese Bauwerke errichtet wurden, aus was sie gemacht wurden und wann sie entstanden ist ungewiss.

Das Steingesicht

Ich machte mich, nachdem ich nun mit meiner kleinen Expiditionsgruppe einige der schwarze Bauten aus obigem Bericht gefunden hatte, weiter auf die Suche, vielleicht gäbe es ja mehr. Auf meiner Suche traf ich auf einen Hain zu, welcher in dem Finsterwald liegt. Verschwommen sind die Bäume dort, als wären es schwankende Illusionen. Sie flackern und doch, wenn man gegen sie schlägt, sind sie fest.

Ich führte mein Pferd und einen meiner Brodirs durch den Wald, denn bei einen meiner vielen Reisen war mir eine kleine Höhle aufgefallen welche hinter diesem sehr eigensinnigen Wald lag.

Die Höhle sah aus wie jede andere, etwas kleinere, Bärenhöhle. Der Unterschied jedoch zu anderen Höhlen war, dass an der Steinwan ein Gesicht hing, aus weissem Gestein, es hing schlapp herunter. Das Gesicht schmal, die Gesichtszüge markant. Die Nase fein und die Ohren flach. Es ähnelt einem Gesicht der Alfar oder der Bleichen.

Addendum: Mit Alfar sind Elfen gemeint, mit Bleichen wahrscheinlich die knochentragenden Gedankenschinder der ehemaligen Feuerberge.

Als ich das Gesicht berührte, war der Stein warm.
Als ich mit meinen Fingern über die Stirn des Gesteins strich bewegte sich das Gesicht urplötzlich und schaute von rechts nach links. Dann richtet sich sein Blick auf uns, schweigend, ehe es dann wieder herabhing und wieder so leblos ausschaute wie zuvor.

Da versuchte ich mein Glück mit einen der vielen Sätze aus den schwarzen Bauten, vielleicht hätte ja dieses Gesicht etwas mit den Bauten zu tun.

"Jai throed nahjeesed I min man Tarae ua lathez aed."

Und tatsächlich, das Gesicht erhob sich erneut und das Gestein fing an zu vibrieren bis dann schlussendlich auch einigen Sätze folgten, in der selben Sprache die die leeren Truhen in den schwarzen Bauten beinhalteten.

Doch vergebens versuchte ich mich mit meinem Brodir mit diesem Steingesicht zu verständigen. Als Abschied wollte ich dem recht traurig aussehenden Gesicht einmal über die Wangen streichen, als ich dieses tat, öffnete es seine knallgelben Augen, welche weit hervor traten.
Eine Starre erfasste mich und ich sah in den Augen dieses Gesichtes eine Stadt, welche aus Sandsteinbauten erbaut wurde, der Himmel war Blutrot und Gestalten, gar Schemen, liefen herum und schrien vor Panik, Entsetzen, Angst? Immer wieder das eine Wort des steinernen Gesichts: "MAZZAREM"

Die Augen schliessen sich und die Starre fiel von mir. Schlaff hing das Gesicht nun dort, eine gelbe Flüssigkeit entrann seinen Augen, Tränen?


Nachforschungen über die unbekannte Sprache:

Als ich nun wieder in Brandenstein ankam, begab ich mich sofort zur Bibliothek und drängte Astraelsdiener Wim Derffinger dazu, mich in die Bibliothek zu lassen.

Fündig wurde ich schliesslich in einigen Dingen, als ich nach den Worten "Jai", "Bega", "Throed", "nohed" und "Iheeva" suchte.

Ich fand heraus, dass die Sprache vieles sein kann.

"Jai", zum Beispiel, ist ein endophalisches Wort für "Freude", auch für die göttliche Wirkung und Herkunft von Freude und Ähnlichem.

Manche Bergsprachen unbekannten Ursprungs, die von Grüppchen in Tälern rund um das Kadagebirge, die Klauenberge und die Drachenschwingen gesprochen wird mögen auch so ähnlich klingen.. angeblich. Genaue Worte dieser Sprachen konnte ich allerdings nicht finden, es gab lediglich Klangbeschreibungen vieregläubiger Missionare in den Frühzeiten des grosskönigreiches Galadon.
Aber nachdem ich Astraelsdiner Derfflinger fragte, was denn für eine Rasse oder Rassen in Ma'ahn wohnen, sagte er mir, dass im inneren dieses Landes die Auenalfar und im äusseren Bereich die Waldalfar leben. Da fiel mir natürlich sofort wieder das Steingesicht ein, welche eben diese Gesichtszüge trug.

Daraufhin machte ich mich nun auf den Weg zu den Alfar nach Avindhrell und traf Deradur Auenelf vor. Ganz nebenbei begleiteten mich Toran Dur, Frau Akora und Xandor Navarre welche ebenso interessiert an der Sprache waren wie ich.

Deradur Auenelf konnte mir nur erzählen, dass in Ma'ahn die Auen der Alfar liegen und früher einmal auch Städte von Menschen.

Also können wir jetzt davon ausgehen, dass diese Sprache in einer untergegangen Stadt, namentlich Mazzarem, in Ma'ahn gesprochen wurde oder eventuell sogar noch gesprochen wird?

Eine weitere Expiditio zu dem Steingesicht, in Begleitung von Toran Dur, Frau Akora, Knappe Caeden, Deradur Auenelf und Xandor Navarre brachte keine neuen Erkenntnisse ein. Lediglich, dass die Stadt Mazzarem eventuell in Verbindung mit einer Vision aus der Niemands Höhle zu tun haben könnte.


Soweit meine Forschungen in den letzten Tagen,
Sonnentag, 14. Triar 16 nach Hilgorad
Gezeichnet: Halvard


Zuletzt geändert von Rabe am 13.06.05, 15:33, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 14.06.05, 12:31 
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Brief des Bellumsdieners Laurus Delany.

Eingereicht von Astraelsdiener Wim Derfflinger,
14. Triar 16 nach Hilgorad


Dieses Dokumentum sei abgeschrieben und in den Index aufgenommen worden, da es Zeugnis gibt über die Gedanken, Sorgen und Bemühungen, die zu diesen Zeiten unternommen werden, das drohende Unbekannte zu ergründen oder abzuwehren.

Der Brief:
Zitat:
An den Diener Wim Derfflinger:

Den hochheiligen Vieren zur ewigen Ehr, Wim.

In der Hoffnung, dass ihr Euch ein wenig Zeit nehmen werdet, dies' Schreiben zu lesen möchte ich Euch über den Ausflug in die Niemandshöhle unterrichten, den der Knappe Caeden, Adepta Nerghas und ich vor einigen Tagen unternahmen. Darüber hinaus möchte ich mit einer Bitte der Ritterschaft an Euch heran treten, die Lady Galthana vor einigen Tagen an mich heran trug und durch den Lauf der Dinge nun keinen weiteren Aufschub mehr duldet.

Auf Grund einer Unpässlichkeit seiner Hochwürden Sanduros Mantaris begleitete ich an seiner Statt den Knappen Caeden und Adepta Nerghas auf der Exkursion gen der Niemandshöhle, die dereinst noch unter dem Namen "Drachenhöhle" bekannt war. Unter der Führung des Knappen ihrer Wohlgeboren Galthana wandelte unsere Gruppe auf dem "Pfade des Kummers", einem der Wege, die ins Inn're der Höhle führen und eine Vielzahl von Rätseln bereit hielten. In dem Wissen, dass ich bereits Einmal mit Euch jene Höhle aufsuchte erspare ich Euch eine nähere Ausführung der Atmosphäre in der Höhle selbst und komme direkt auf das Wichtige zu sprechen:

Die Steintafeln, die auf halbem Wege des Pfades lagen, waren Umgeben von Flammen, die Abschreckten und doch die Haut nicht verbrannten. Das Besondere an eben diesen war Jedoch, dass sie beschriftet waren mit Eigenschaften und Tugenden wie "Gerechtigkeit", "Liebe" oder auch "Reichtum", während alle, die sich ihnen das erste Mal näherten ohne eigenes Zutun sich der Tafel näherten, die ihren eigenen, innersten Herzenswunsch widerspiegelten. Genaueres hierzu vermag Euch die Anwärterin des Ordens vom Schwerte, Nell Lorenn, erzählen.

Entsprechend der gewählten Tafel erschauten die Anwesenden schließlich eine Vision, bis ihre Geister schließlich den Weg zurück fanden in ihre Körper und sie die Flammenden Schutzwälle ohne Schaden zu nehmen durchschreiten konnten.

Auf unserem Wege erblickten wir eine steinerne Robe, plastisch als wäre so noch vor kurzem Umher geschritten - Eine Robe, bei der Jedoch der Kopf fehlte, was sich möglicherweise noch als Bedeutsam erweisen mag.

Des Weiteren erblickten wir einen See aus Blut, unter dessen Oberfläche unzählige Seelen gefangen zu sein schienen, auch hier fanden sich Androhungen des Niemand, die uns vor dem Weitergehen warnten. Ich bete an jedem Abend, dass der Segen der heiligen Viere jene verdammten Seelen erreichen konnte und das Licht ihrer Herrlichkeit dereinst Erlösung bringen wird, wo jetzt nur Schmerz und Kummer sind.

Einige Stunden in der Dunkelheit und eine Vielzahl von Rätseln später erreichten wir Schließlich das Ende des Weges des Kummers, eine Grabstätte - Wie auch wir einer optischen Täuschung, einer Illusion gewahr wurden, da nach einer nicht abreißenden Reihung von Drohungen die Adepta Nerghas einen Grabstein entdeckte, der ihren Namen zu tragen schien - Als Caeden jenen Ansah, erblickte er dort den seinen. Wie auch ich den Meinen sah. Dies war, was der Niemand als die letzte Bürde bezeichnete und was dem Knappen Caeden auf sonderbare Weise deutlich näher ging, als der Adepta oder mir.

Um jedoch zu den Tafeln zurück zu kommen möchte ich Euch berichten, welche Vision ich sah, als ich das Feuer durchschritt und sah, was auch die Knappin Mirian und der Knappe Caeden vor mir sahen.

Meine Sinne schienen zu schwinden, bis ich mich schließlich losgelöst von jeglicher Körperlichkeit auf einer weiten Ebene wieder fand, unter mir eine der größten Armeen, die ich jemals erblicken durfte, gerüstet in dunkle, fast schwarze Panzer. Unzählige Banner mit fremdartigen Glyphen in roter und blauer Farbe wehten im Wind, während mein Geist über dieses gewaltige Heer schweifte - Die Bilder von fremdartigem Kriegsgerät brannten sich in meinen Geist, genau wie auch der Anblick ihres Heerführers, eines Mannes in einer polierten, unglaublich kunstvoll geschmiedeten Rüste in tief roter Farbe, ein rötlicher Helm sein Haupt schützend, an dessen Seiten sich schwingenartige Glyphen befanden. In seiner Hand befand sich eine Saphirne Klinge, während um seine Schultern ein Umhang in tiefem Schwarz wehte, ähnlich dem, den ich dereinst an dem Diener Alun Tringad erblickte - Und doch gleichsam völlig anders.

Während ich all jene Bilder erblickte suchte ein klammes Gefühl mit eis'ger Hand mein Herz zu erreichen, schmelzend an der flammenden Leidenschaft im Dienste an meinem Herr'n. Dennoch glaube auch ich zu verstehen, dass jenes Heer der Vernichtung anheim fiel, unter der Führung jenes Hauptmannes dem Willen der heiligen Viere folgend - Ja, im Glauben an Jene waren alle sie Verwurzelt, daran zweifele ich nicht - Einen Aussichtslosen Kampf bestreitend und in ihr Ende marschierend. Darin stimmten mir der Knappe Caeden und die Knappin Mirian zu.

Jene Bilder, Bruder Wim, werde ich mein gesamtes Leben lang nicht vergessen, gleichsam wie ich mir völlig sicher bin, dass kein Volk, weder die Nordmänner, noch die Endophalis oder die Heerscharen zu Galadon mit dieser Armee zu vergleichen sind. Keine Armee auf Tare die jetzt Existiert ist dies.

Wie Euch sicherlich aufgefallen sein wird, Bruder, ähnelt jener Heerführer in gewissen Charakteristika dem Jungen aus Yota, wie wir ihm in den Aschenen Wüsten begegneten. Gleichwohl der Kopf jenes Wesens aus uns unbekannten Gründen fehlte war doch die Rüste ähnlich der, die ich erblickte. Des Weiteren Trug auch jenes Wesen einen schwarzen Umhang, zerfetzt und doch in tiefem Schwarz - Und eine Klinge, zerbrochen, doch dereinst mit Sicherheit von außergewöhnlicher Macht. Denket auch zurück an die Worte jenes Wesens, wie er Sprach von der letzten Schlacht.

Trotz all dem ist jedoch nur eines Gewiss, Bruder - Nämlich dass wir zu wenig wissen.

Aus diesem Grunde trat ihre Wohlgeboren Ovelia Galthana an uns heran, an den Ordo Astraeli um genau zu sein - Mit der Bitte, dass die Archive der Bibliothek zum heiligen Auge des Herr'n Astrael zu Rate gezogen würden, um zu versuchen, etwas über diese neue, heraufziehende Gefahr zu ergründen. Dem Anschein nach gibt es Grund zu der Annahme, dass nach all den Monaten und Jahren der Dunkelheit ein neues Übel herauf zieht und die nächste Prüfung der heiligen Viere bevor steht. Um genau zu sein bereitet sich die Ritterschaft bereits auf die nächste Schlacht vor.

Ich sprach heute Morgen bereits mit Hochwürden Salanus, dennoch - Bellum vergebe mir, so ich Irre - Glaube ich nicht, dass sich Hochwürden dazu aufraffen wird, seinem Schaukelstuhl zu entfliehen um in den Archiven nach neuen Erkenntnissen zu suchen. Doch selbst wenn, so steht doch fest, dass vier Augen mehr zu finden vermögen, als zwei - Weshalb ich Euch, Bruder, bitten möchte, ebenfalls die Archive aufzusuchen und nach verschiedenen Informationen zu suchen. Für die Ritterschaft insbesondere interessant wären da:

  • Der Name des rot gerüsteten Heerführers.
  • Seine Absichten, die zu dieser Schlacht führten.
  • Warum er sie führte.
  • Wer ihn dazu befahl.
  • Wem er diente.
  • Wie sein Leben war, durch was es Geprägt war.
  • Der Ausgang der Schlacht.
  • Was genau zu seinem Tod führte.

Wie auch alle Parallelen zwischen dem Jungen aus Yota und dem Heerführer allgemein. Auch ihr werdet nachvollziehen können, dass die Ritterschaft nicht Willens ist eine Schlacht vom Zaun zu brechen ohne eine adäquate Vorbereitung. Dennoch scheint es, als wäre der Moment einer neuen Konfrontation um den Wohle der Insel willen in Greifbare Nähe gerückt.

Solltet ihr erfolgreich sein und in den Archiven der Bibliothek fündig werden, Bruder, suchet bitte unverzüglich die Ritterschaft auf und unterrichtet ihre Wohlgeboren von euren Erkenntnissen.

In der Hoffnung, dass der Herr Astrael Euch gnädig gesonnen und euren Eifer mit Erkenntnis belohnen wird.

Die hochheiligen Viere mit uns !

Laurus


Zuletzt geändert von Rabe am 14.06.05, 12:39, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 30.06.05, 14:52 
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Bericht über Vorkommnisse am Falkenwall, 29.Triar 16 nach Hilgorad.

Eingereicht von Kartas Arentok,
30. Triar 16 nach Hilgorad


Schrecklicher Gestank und merkwürdige Winde trüben die Sinne tapferer Recken am Falkenwall.
Im letzten Dunkelzyklus des heutigen Tages, welcher eine besondere Finsterniss im Ödland brachte, konnten wir jenseits der beschädigten Brücke ein harpienähnliches Wesen entdecken. Nach einer gewissen Zeit der Stille und zwischendurch ertönender Geräusche, teilweise still wie rascheln der Gewächse oder laut wie furchtbarstes Kreischen fanden wir das Wesen. Es tat sich schwach und fiel vor uns in sich zusammen. Es schien zu leiden und dem Ende nahe zu sein, doch dies sollte uns nur täuschen. Denn als man das Wesen von seinen Qualen erlösen wollte durch einen todbringenden Stich des Schwertes griff es blitzschnell nach der Klinge und riss sie unserem tapferen Streiter aus der Hand. Darauf war es hurtig wieder auf den Beinen gestanden und bewegte sich flink wie ein Vogel. Einiges Geplänkel folgte. Angriffe ihrerseits wurden von uns abgewehrt, unseren Angriffen entzog es sich, bis es schließlich mit einem Kreischen flüchtete als der Hellzyklus heran brach. Im Hintergrund konnte man ständig das Kreischen anderer Wesen vernehmen. Jedoch blieben sie unentdeckt.
Zur Gestalt des Wesens lässt sich sagen, dass es einer Harpie sehr ähnlich war. Nur fehlte ein Großteil der Federn und es war mit Blut befleckt. Man konnte tatsächlich glauben, dass es dem Tod sehr nahe stand.
Auch fanden wir zuvor eine große schwarze Feder, zu groß für einen Vogel, eigentlich sogar zu groß für eine Harpie. Sie sei dem Bericht beigelegt.

Zusammengefasst die aktuelle Lage nach der Einschätzung des Bundes der Tapferen:


  • Modriger, faulender Gestank vom Sumpf ausgehend.
  • Seltsame Winde, welche untersucht werden sollten.
  • Umherstreifende harpienähnliche Wesen, sehr gefährlich, Zahl unbekannt.


Lang Lebe seine Majestät!
Ad Honorem

Kartas Arentok vom Bunde der Tapferen.

Zitat:
Addendum:
Mit äusserster Besorgnis ist zu beachten, dass selbst so nah an der Zeit der viergöttlichen Herrlichkeit, dem Lichthoch, solche Kreaturen ihre entstellten Fratzen zeigen und das Ödland 'scheinend nicht zur Ruhe kommt.


Zuletzt geändert von Rabe am 30.06.05, 14:56, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 30.06.05, 15:22 
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Schmierschrift der Anhänger des Erzverräters Raziel ehemals von Vandrien.

Eingereicht von Siegfried Steiner zu Siebenwind,
30. Triar 16 nach Hilgorad.


Folgende Schrift wurde von einem der geistig und seelisch verstümmelten Anhänger des geblendeten Erzverräters an der vierfach gesegneten Krone, Raziel ehemals von Vandrien, in Brandenstein ausgehangen.

Mit Erschrecken nehmen wir zu Kenntnis, dass sich die gefährliche und unheimliche Verderbnis dieser Streiter Angamons und des irregeleiteten Früsten sich immernoch auf Siebenwind regt und sie die Dreistigkeit besitzen in Schriften zum Folk zu sprechen.

Da wir vermuten, dass diese, welche sich selbst Tardukai nennen, mittelbar mit dem Bösen der Insel verbunden sind, nehmen wir diese Schrift in den Index auf als Beweis ihrer verzerrten Weltsicht und des keimenden, aufständigen Wahnsinns, der in ihren Schädeln haust.

Man beachte:
  • Die Lästerung der Allerheiligen Vertreter der gelobten Viere dadurch, dass der Erzverräter als "Allerheiligkeit" bezeichnet wird. Ein Zeugnis des Grössenwahns und der Götterfremde.
  • Die Missachtung des Königs Bannspruch über den ehemaligen Adligen vom Hause Vandrien, da sie ihn immernoch als "Fürst" bezeichnen, wobei dieser königliche Titel jüngst von seiner Fratze gezerrt wurde.
  • Die Behauptung, die Wahrheit zu verkünden, welche sich durch die ganze Schrift zieht und, wäre man nicht dem schwachen Glauben des Volkes eingedenk, zum mitleidigen Lächeln verleiten würde ... ist der Ungenannte, dem sie ihre Seelen verkauft haben doch der Gott der Lüge und des Verrates selbst.
    Nur unter dem Augenmerk, dass jedes Wort und jede Verkündung im Namen des finsteren Gottes durch seine Anhänger eine Lüge sei und die Taten des Namenlosen von Wahnsinn zeugen mag man sich überhaupt des Geschriebenen annehmen.
    Vermutlich ist dies, was sie Wahrheit nennen Ausgeburt ihres nachtschwarzen Wahnsinns und genau umgekehrt zu verstehen als es zu lesen ist.
  • Die Dreistigkeit, sich mit Namen zu der Schrift zu bekennen und sich - fast in Form eines Geschichtenschreibers - der Geschehnisse am Feuerberg zu bekennen. Dadurch sei immerhin ein Name, wenn auch wohl ein Deckname, der dunklen Streiter bekannt, "Behliar", als auch, dass anscheinend eine unbekannte Frau in ihrem Auftrag handelt.


Das lästerliche Schriftstück:

Zitat:
Im Namen seiner Allerheiligkeit, Fürst Raziel von Vandrien, grüsse ich euch.

Es soll der Wahrheit über jene Geschehnisse an den Feuerbergen nicht dem einfachen Volke vorenthalten werden. Es soll berichtet werden über unnötige Qualen und Schmerz ausgelöst durch das wiederholte Versagen der Ritterschaft welche im Namen der falschen Götzen zur Schlacht riefen. Fehlentscheidungen führten zu tiefen Wunden und vielleicht dem Tod einiger der Krieger welche Blind dem Aufruf folgten.

Fehler sind Schwäche. Schwäche führt zu Versagen. Auf Versagen steht der Tod. Erwartet diesen durch Seine Hand, er wird euer Richter sind.

In ewiger Treue zu ihm,

Tardukai Bheliar

Zitat:
Die Worte waren deutlich gewesen. 'Geht als freie Kriegerin mit, jedoch haltet euch zurück und beobachtet, lernt, um dann zu berichten.' So stand sie nun hier nahe der Schlucht, die hinauf zur alten Festung führte und wartete auf ... ja auf wen eigentlich. Der Aufruf in Brandenstein war von einem Knappen unterzeichnet, doch würden selbst die Ritter nicht so dumm sein, dieses Unterfangen einem zu überlassen.
Die Zwerge waren die ersten, die an den Felsen vor ihr vorbeischritten, das Banner, der Bund, die Magier folgten ... und dann kamen jene leicht bekleideten, welche jedem Heerbann folgten.
Damit begann auch ihre erste Lehrstunde .... die Ritterschaft war so dumm. Nicht nur, das sie ihre Knappen sandte, nein, sie schickten wohl auch die Unerfahrendsten. Oder sie übten eine neue Taktik, in der die Anführer nicht zu erkennen waren ... um nicht Ziel eines Angriffs zu werden. Ihre Mundwinkel kräuselten sich unter in einem spöttischen Lächeln. Sie trat vor und die ungeordnete Masse der Kämpfer verschluckte sie.

Die Gläubige hatte wahr gesprochen, der Weg die Schlucht hinauf war frei von Spinnen. Nur ihre Worte über die Fallen, wie man sie meiden konnte, waren überflüssig gewesen, denn wie ein riesiger Wurm wälzte sich die Masse hinauf. Wahrscheinlich tappten sie in mehr Fallen als jemand zuvor gezählt hatte, aber was machte es. Wo einer stürzte, traten drei Neue an seine Stelle, was sich am Ende als erfolgreich herausstellte. Niemand verschwendete dabei einen Blick zurück auf die zusammengekrümmten Körper am Wegesrand. Irgendwann würde sich irgendwer darum kümmern ...

Tiefer und tiefer hinab ging es in die Katakomben der zerfallenen Burg. Hinter jeder Biegung, hinter jeder Säule ja selbst von den Decken und aus den kleinsten Mauerritzen hörte man das stakkatohafte Trippeln unzähliger Spinnebeine. Vom Willen zu töten beseelt stürzten sie sich auf die Eindringlinge, schier endlose Körper türmten sich bald um die Kämpfer auf. Manch ein Gang endete vor einer Mauer, doch andere wiederum führten weiter und weiter ... bis in den Gängen Stille herrschte, nur unterbrochen vom Stöhnen der Verwundeten.
Es war ein Diener des Schlächters - dessen gierige Hand sich nach einem goldenen Armreif streckte - der hinab in die Tiefe eines verborgenen Ganges stürzte und so neue Schwärme von zischelnden Spinnen aufscheuchte. Weiter ging es in einer Orgie aus Blut, Schleim und zerstückelten Körper, bis die Kämpfer knietief darin wateten. Wie ein stachelbewehrter Wurm kämpften sie sich Schritt für Schritt voran, gierig nach der Beute suchend, die tief unten zu finden sein sollte. Allen voran die Knappen, blind für mancherlei Gänge und Abzweigungen, in ihren Sinnen wohl nur der Gedanke an das Schwert.

Im Schatten des Verlieses verharrte die Kriegerin, ihr Auge ruhte auf zwei Knappen, welche mit gierigem Blick die Bruchstücke eines Schwertes in ihren Händen betrachteten, während nicht weit von ihnen die Schreie der sterbenden Kämpfer erklangen. Keine Geste, keine Regung entging ihr, weder von der Knappin noch von dem Knappen, an dessen Umhang eine feingearbeitete Falkenspange aufschimmerte. Dafür war sie hier ... das Schwert zu finden und es den Treusten der Treuen zu überbringen. Sie wollte nicht nur lernen, nicht nur sehen, sie wollte die Hand sein, welche die Trophäe ergriff zum Ruhme des Herrn. So blieb nur noch ein Stück, welches ihr dies ermöglichen würde.
Das Schreien und Rufen der Kämpfer, das schrille Kreischen der Wesen hier unten liessen sie zurück in den Gang blicken. Wo vormals Furcht in den Augen von manchem war, sah man nun blankes Entsetzen. Die Katakomben spieen ihr wahres Grauen aus. Und inmitten all dieses Grauens sah man silbrig das Bruchstück eines Schwertes aufblitzen. Tief stak es in dem Panzer einer Kreatur. Wie ein Tänzer erhob sie das Schwert und bahnte sich einen Weg durch das Gewirr der Körper und Beinen. Dort war, was sie suchte ... wollte. Die Gänge quollen über vom Heer der Kreaturen, doch sie würde es schaffen, es war zum Greifen nahe. Von einem Moment auf dem anderen sah sie das gierige Gesicht des Schlächters - nein, seines Dieners - vor sich, wie seine Hand sich nach dem Gold streckte während um ihn herum der Tod war.
Nein! Es würde eine andere Zeit geben, einen anderen Ort dafür. Ihr Schwert erhob sich wieder, doch diesmal zum Schutze jener um sie herum, von dem mancher wie sie dem Herrn dienen mochte. In ihrem Inneren loderte die Flamme auf ... das Wort des Herrn wurde zu einer scharfen Klinge.

Der Weg zurück ... wie ein dunkler Traum aus wirbelnden Klingen und schwarzglänzenden Zangen, die nach jeder Bewegung schnappten. Ein schimmerndes Rund ... dunkles Grün weich unter ihren Füßen ...


Zitat:
Addendum:
So abwegig dies auch scheint für einen Anhänger des Namenlosen, der Folter, Qual, Mord und ehrloses Gemetzel in die Welt brachte, wird mit dem in der Schrit erwähnte "Schlächter" möglicherweise der Herr des gerechten Streites, der stolze Bellum selbst, gemeint sein. Möge der Zorn des wahren Gottes aller Tapferen mit Blitz und Donner über die verdammten Lästerer kommen!


Zuletzt geändert von Rabe am 30.06.05, 15:23, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 30.06.05, 16:01 
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Bericht über die südlichen Ödlande; Eine Unbekannte Ruinenstadt und bemeisselte Steinstafeln.

Eingereicht von Toran Dur,
30. Triar 16 nach Hilgorad


Heute, Mittentag, 28. Triar 16 nach Hilgorad, brachen Ayr Unbekannt und ich zu einer größeren Erkundung des toten Landes im Süden auf, namentlich das Gebiet um Finsterwangen.

Wir stießen an der Stelle des ehemligen Wachpostens der im frühen Krieg gegen die Untoten aus Finsterwangen errichtet worden war auf ein gewaltiges Massengrab und einen weiteren schwarzen Monolithen der jedoch ein weißes Gesicht auf der Seite hat.

Es befindet sich weiter im Südosten dann ein weiterer Friedhof welcher unterirdisch mit dem nahe Tiefenbach verbunden ist wie ich bei einer anderen Expedition die mich beinahe mein Leben kostete feststellen musste. Jedoch scheint dort eine Art Knick in der Sphäre zu sein was ein anderes Bild vortäuscht als jenes das wirklich dort ist.

Achtsamkeit ist angeraten, dort geistern noch immer die Untoten des Einen umher.

Ganz im Süden erkundeten Ayr Unbekannt und ich einen Aufgang auf ein Plateau wo sich die Ruinen einer alten Stadt erstreckten, möglicherweise zwergischer Bauart. Jedoch genügen meine Kentnisse der frühen Inselgeschichte nicht um zu bestimmen, was dort einmal stand.

Während wir jedoch die Ruinen untersuchten, stellten wir fest, dass diese Steintafeln enthielten, in welche Szenen gemeißelt waren die unsere sofortige Aufmerksam auf sich zogen. Ich habe diese Steintafeln abgepaust und beigelegt damit man ein genaueres Bild davon gewinnen kann, ich denke jedoch das der grobe Inhalt darauf hinausläuft, dass M e r r o s einen T e l k o s vernichtete, dann das Mondamulett an sich nahm und dieses schließlich von S h a' N a z' G u h l geraubt wird oder wurde.

Die Frage ist ob jenes schon geschehen ist oder erst geschehen wird, jenes letzte Ereignis könnte durchaus zu der Katastrophe führen auf welche die Forschungen immer mehr hinweisen.

Ich möchte noch keine weiteren Theorien aufstellen so lange nicht die Übersetzung jener gefundenen Schriften aus der Höhle des Niemands vorliegen, doch verbleibe ich als treuer Untertan des Königs,
gez.: Toran Dur

Unten folgen dann die abgepausten Bilder, welche etwa so aussehen und die in keiner besonderen Reihenfolge zu sein scheinen.

Zitat:
Addendum:

1. Beigefügte Zeichnungen: Zu unserem grossen Unglück sind die mit Kohle auf das Pergament abgepausten Bilder zu verschwommen und unkenntlich um etwas Eindeutiges wiederzugeben. Vermutlich sind die gravierten Darstellungen zu plastisch und fein, um durch solche Mittel übertragen zu werden.

2. Knick der Sphäre: Was damit gemeint sei ist uns völlig schleierhaft, es mag uns das Verständniss für das Arkane fehlen... Es scheint aber ein ähnlicher Trugzauber zu sein, wie er auch über dem Friedhof des ehemaligen Tiefenbach zu liegen scheint.

3. Untote und unterirdische Verbindungen: Mit grosser Besorgnis hören wir nun zum zweiten Male davon, dass sich in düstersten Gefilden des Ödlandes Untote in verfluchten Friedhöfen regen und sogar dämonenähnliche Gestalten dort ihr Unheil trieben.
Erschreckend sei die Erwähnung, dass diese Orte durch unterirdische Gänge verbunden seien. Wenn den Verfluchten die Bewegung zwischen den ehemaligen Städten Finsterwangens und Tiefenbachs möglich sei... wo können sie dann noch ihre bestialischen Leiber aus dem Erdreich erheben?

4. Säule mit bleichem Gesicht: Es ist unbekannt, was es damit auf sich habe... ein weiterer Torandurit? Eines der sprechenden Steingesichter, die Halvard Nordmann beschrieb? Eine rätselhafte Erwähnung.

5. M e r r o s und T e l k o s: Bekannt sei nur, dass diese Gestalten im Verlaufe des Krieges eine führende Rolle auf Seiten der untoten und dämonischen Heere einnahmen. Ihre Herkunft und Beziehung untereinander ist ungeklärt, jedoch wurde berichtet, dass die M. im Besitze eines der gefürchteten Mondamulette gewesen sein soll.
Was mit den beiden Wesenheiten geschah, oder mit dem schicksalshaften Amulett, wenn es wirklich in Ms Besitz war, ist unbekannt. Sie verschwanden etwa zeitgleich mit dem Niederschlag des Sternes und dem Sturm auf die Burg der Feuerberge.

6. Südliche Ruinenstätte: Uns ist kein Bauwerk bekannt, das vor dem Krieg in diesem Gebiet gestanden haben soll und zudem noch von zergischer Bauart war. Zwar hörte man immer wieder Erwähnungen eines Zwergenbollwerks in einem Berg der Insel, jedoch sind diese Gerüchte nicht bestätigt worden. Eine rätselhafte Angelegenheit...

7. Betreffend Toran Dur: Es gereicht uns zur Sorge, dass die Berichte jenes wagemutigen Forschers, Toran Dur, immer rätselhafter und sonderbarer werden.

Mag es damit zusammen hängen, dass er bis jetzt die Ödlande wie kein anderer beschrieben und bewandert hat? Dass er dämonischen Kreaturen begegnete und nur Knapp mit dem Leben davon kam?

Woran es auch liege, man befürchte den Verlust seiner seelischen Ruhe und seines geistigen Könnens und rate an ihn durch Zuwendungen der Krone und Gesprächen mit Vertretern der Kirche zur Seite zu stehen, auf dass er die erlebten Gräuel besser verarbeiten könne.

Zudem muss man sich jedoch auch dessen gewahr werden, dass sein Geist vielleicht mit der Zeit verwirrt sein könnte durch die Ödnis und die Zusammenstösse mit der Unnatur. Uneingeschrenktes Vertrauen sind weder ihm noch seinen Berichten entgegen zu bringen.

Mögen uns die Worte, die dem seeligen Diener Astraels und Defensor Fidei Donarius Derrvus zugeschrieben werden, eine Warnung sein: "Der Wahnsinn des Einen beginnt stets schleichend."


Zuletzt geändert von Rabe am 30.06.05, 16:10, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 9.07.05, 00:04 
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Erzählung des Elfen Arkarakun.

Eingereicht von Vater Sanduros Mantaris,
5. Querler 16 nach Hilgorad.


Ich sende Euch hier die Worte , die mir ein Elf namens Arkarakun berichtete, der angab Niemands Erbe zu sein.

Bericht des Arkarakun aus dem Volke der Elfen:

Zitat:
"Ich fange jetzt am Anfang an. Also ich spürte dieses Ungleichgewicht von der Höhle ausgehen. (Anm. am 5. Triar) Darum bin ich dorthin geritten. Eine Magierin war schon dort. Sie ging in die Höhle. Meine Neugier trieb mich dann auch in die Höhle. Ich traute mich nicht weit hinein, da ich eine leise, gruselige Stimme hörte; also rannte ich wieder aus der Höhle hinaus. Dann sprach er zu mir, also Niemand. Er sagte, dass es klug von mir wäre, nicht in die Höhle zu gehen. Dann auf einmal hörte ich Schreie von der Magierin, und ich wollte ihr helfen. Also ging ich wieder in die Höhle. Dann sprach er wieder zu mir, also Niemand. Und er sagte, dass ich nicht weitergehen solle. Dann gab es eine Art Gespräch zwischen Niemand und mir. Ich fragte, warum er dies alles mache. Damit meinte ich, warum er eine solche Höhle dort erschuf, und warum er der Magierin Schmerzen zufügte. Er sagte , dass es sein Schicksal sei , seine Bürde. Ich fragte: "Was?" Und er antwortete: "Zu wissen, was war; zu wissen,was sein sollte; zu wissen, was sein wird." Dann sagte er noch, dass dieses Wissen die Seele desjenigen zerfresse, der um dieses Wissen weiß. Ich fragte dann, warum er dieses Wissen nicht für sich behalte. Und er sagte, es sei sein Schicksal, es weiterzugeben. Dann kamen zwei weitere Magier zu der Höhle. Sie wollten in die Höhle, weil die Magierin iun der Höhle wohl die Tochter von einem der zwei neuen Magier war. (Anm. Wahrscheinlich war die Magierin der Höhle Hanna Liebig) Ich konnte die Beiden davon abhalten, in die Höhle zu treten, obwohl sie mir Gewalt androhten. Einer der Beiden Magier ließ sogar in seinen augen grüne Edelsteine leuchten (Anm.vermutlich Ex. Johann Liebig). Doch ich konnte sie noch abhalten, in die Höhle zu gehen. Nach einiger Zeit schaffte es die Magierin, sich aus der Höhle zu schleppen. Die Magier kümmerten sich dann um die andere Magierin. Dann sprach Niemand wieder zu mir. Er sagte, dass die menschen dumm seien und die Gefahr, die in der Höhle lauere nicht sehen, und deshalb immer neue Menschen kommen würden, die in die Höhle gehen. Kurz darauf trat auch schon eine große Gruppe von Menschen in die Höhle. Ich stellte mich ihnen in den Weg, um sie vor dem Leid zu bewahren. Einige Zeit schaffte ich es auch. Während der Zeit , in der ich die Menschen aufhielt sagte Niemand immer wieder: "Du kannst sie nicht vor ihrer Dummheit bewahren. Du kannst nicht immer hier stehen." Nach einiger Zeit sagte er dann: "Ich muss meine Bürde an sie weitergeben, auch wenn sie es nicht verkraften werden." Seine Stimme klang dabei sehr traurig. nachdem ich die Menschen dann schon längere zeit aufhielt sagte er, dass ich jetzt derjenige sei , der die Bürde tragen muss, obwohl ich ein Elf sei, wessen Seele eigentlich zu wertvoll sei, um sie für so etwas herzugeben. Kurz darauf wollten die Menschen mich angreifen. dann liess ich sie passieren. Ich hätte sie nicht alle aufhalten können. Nachdem dann die Gruppe Menschen in der Höhle war, sagte Niemand nur noch: "Es muss so sein , du hättest sie nicht ewig aufhalten können." Ich blieb noch lange Zeit bei der Höhle. Und am selben Abend kamen höchstens 5 der mindestens 25 Menschen aus der Höhle heraus. Das war alles was an diesem Abend geschah.

Doch gestern: (An dieser Stelle zeigte mir der Elf seine rechte Handfläche, auf der ein Mal eines Raben zu erkennen war, so fein als sei es gezeichnet worden.) Gestern im Dorf der Feanhaill (Anm.: der Nordmänner ) in der Taverne kam ein Wesen, von menschlicher Gestalt mit Flügeln, nur aus Schatten. Es kam durch die Wand. Das Wesen redete von der Rache des Magiers, von Krieg und von Magie. Esschwebte direkt auf mich zu. Die Feanhaill schlugen nach dem Wesen, doch sie schlugen durch das Wesen hindurch. Es achtete nicht auf die Schläge und schwebte weiter auf mich zu. Ich ging dann vor dem Wesen in Deckung und sprang über die Theke, doch es folgte mir. Es schwebte einfach durch die Theke. (Anm.: Es trug sich in der Taverne der Nordmänner zu) Als es dann kurz vor mir schwebte sagte es: "Du bist der Erbe." Dann berührte das Wesen mich und ich spürte ein Brennen am ganzen Körper. Ich wurde schwach und sackte zusammen. Danach ging das Wesen. Es ging einfach durch die Wände. Die Feanhaill und ich folgten dem Wesen. Draußen flog es dann einfach gen Himmel, ohne einen Flügelschlag. Und dann bemerkte ich dieses Symbol in meiner Hand. das war alles."


Nachträgliche Anmerkung: Als die Nordmänner sich dem Wesen in den Weg stellten, teilte es sich laut Arkarakun, um um die Nordmänner herumzukommen. Ein teil schwebte rechts herum, der andere Teil schwebte links herum und danach setzte es sich wieder zusammen.

Anmerkungen: Der Elf berichtete , daß noch zwei Nordmänner das Symbol des Raben in ihrer rechten Handfläche trügen, der eine ist der werte Halvard Nordmann, die andere ist die werte Rahalla Nordfrau. Jene sollen von sich aus das Wesen beruehrt haben.
Der ehrenwerte Knappe Caeden und ich begegneten am gestrigen tag einem Elfen namens Finor, der auf dieselbe Weise gezeichnet war. Die werte Adepta Raischa trägt laut der ehrenwerten Magistra Rianna ebenso ein Mal.

Es bleibt zu ueberpruefen ob es weitere Leute gibt die von Niemand als Träger seines Erbes ausgewählt worden zu sein scheinen, oder ob der Elf Arkarakun tatsächlich der einzige Erbe Niemands sei.

Mögen die Vier euch beschützen,
Vater Sanduros Mantaris


Zuletzt geändert von Rabe am 9.07.05, 00:05, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 9.07.05, 00:35 
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Beginnende Enträtselung der fremden Sprache.

Eingereicht von Toran Dur, Siebenwind
5. Querler 16 n. Higorad.


Dies ist ein Kopie eines Berichtes den ich von Halvard Nordmann erhalten habe:

Zitat:
Ehre och Stärke, Mut och Weisheit, Toran.
Ich habe nun die Übersetzung der Rätsel der schwarzen Tempel. Och hav sie zu einem einheitlichen Text zusammengefasst. Ich werde derzeit nej mehr da sein, da jej mich zruück ziehe och kämpfen werde im Land der Ödnis. Sei so god och hinterlasse mir in der Taverne zu Südfall Nachrichten die mich uffen neusten Stand bringen.

Och von den folgneden Sätzen wurden noch nej alle übersetzt, aber hier schon einmal das was jej hav.

Zitat:
Jai ievaed, I min Iheeva tja aed.
Jai pherated bega, I min man Tarae Iheeas a.
Jai throed nahjeesed, I min man tarae ua lathez aed.
Jai novaed, I min ki thre ua noga aed.
Jai nohed, lo ki nohe a.


Zitat:
Sie gaben, was die Götter gaben. Zu retten was nicht zu retten war. Wo Macht genutzt, die nicht hätte genutzt werden dürfen. Macht die Anfang und Ende ist.


Gezeichnet,
Halvard Nordmann


Natürlich fällt sofort auf, dass die Übersetzung mit jenem Fund in der Niemandshöhle übereinstimmt.

Zitat:
Jai novaed io man Nohaja novard
Sie gaben was die Götter gaben

Ua nohe lo ki ua nohe aej
Zu rette was nicht zu retten ist

Mo volath beguured ihaz noaj
Wo Macht genutzt, die nicht

Tahaae beguured ihaz noaj
Hätte genutzt werden dürfen.

Volath, man Jihar e Jehur aej
Macht, die Anfang und Ende ist.


Allerdings stimmen die Originale, sprich die Worte in der Alten Sprache nicht überein. Ich reiste deshalb zu den Myten, mit denen Halvard jene Übersetzung anfertigte und erkundigte mich danach, und wie es scheint stammen die beiden Schriften aus verschiedenen Zeitaltern, weshalb die Bedeutung der Worte sich gewandelt hatte, so das im Endeffekt beide Texte die gleiche Bedeutung haben.

Ich denke der tiefere Sinn darin ist, dass der erfolgreiche Versuch jener Magier ihre körperliche Existenz aufzugeben um damit der Vernichtung zu entfliehen als verbotene Macht ausgelegt werden kann und sie somit den Tod betrogen. Dies verhinderte, dass die "letzte" Schlacht beendet werden konnte, weshalb wir und wieder dieser Gefahr gegenüber sehen.

Gez. Toran Dur,
Treuer Untertan.

Zitat:
Addendum:

1. Myten: Es erhärtet sich allmählich der Verdacht, dass mit "Myten" jene bleichen Schreckensgestalten sind, welche vor gut zweitausend Jahren die Westlande Galadons, ausgehend von Necris, heimsuchten und unter König Himduir III. Ap Vjer endgültig zerschlagen und den reinigenden Flammen übergeben worden sind.

In wie weit die totscheinenden "Seelenjäger" in die Geschehnisse um Siebenwind verwickelt sind bleibt ein weiteres Rätsel, allerdings ist anzunehmen, dass dieses alte, grausame Volk manch düsteres Geheimnis kennt und für sich bewahrt.

Dass sich die wagemutigen Entdecker mit jenen Schauerlichen einlassen ist einerseits bewundernswert und aufregend, jedoch auch weiterer Grund zum Zweifel an der Gesundheit der forschenden Geister....

2. Sprache: Man könnte mir auch Maiskörner auf ein Brett kippen und mich auffordern, einen Satz darin zu erkennen; So viel kann mein Auge anfangen mit den Schriften dieser Sprache.

Jedoch scheint selbst mir abwegig, dass ein planender Geist, wie Niemand einer zu sein scheint, uns auf zwei gänzlich unterschiedliche Wege verschiedenlautende Sätze zuspielt und diese dann ein und die selbe Bedeutung haben sollen, da sie aus verschiedenen Zeiten kommen.

Männer grösseren Verstandes als dem meinen sollten sich nocheinmal genauer mit den Problemen dieser Sprache beschäftigen.


Zuletzt geändert von Rabe am 9.07.05, 00:36, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 9.07.05, 01:03 
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Bericht über die Ödlande südlich von Finsterwangen.

Eingereicht von Toran Dur,
1. Querler 16 n. Higorad.


Ayr Unbekannt, Lothar Gavinwald, meine Tochter Akora Dur und ich haben an diesem Tage das Land südlich der ehemaligen Stadt Finsterwangen untersucht und alle Besonderheiten die wir entdeckten hier notiert, auch wenn wir noch keine genaueren Untersuchungen des Gebietes vornehmen konnten:

Nachdem man den Pass, den ein Kartograph als "Steinernes Maul" bezeichnete, passierte erreichten wir einen Platz der offensichtlich schwarzmagischen Ritualen diente, dort war ein Pentagramm aufgezeichnet, einige steinerne Stühle und Tische waren vorhanden, ebenso einfache Folterinstrumente. Dennoch war der Platz verlassen und wies keine Spuren unmittelbarer Benutzung auf.

Dahinter erstreckt sich die südliche Landzunge Siebenwinds welche von verbrannten Wäldern bedeckt wird, wobei einige der Bäume auch jenes geisterhafte Flimmern der Bäume im Halvards Hain aufweisen und der ganze Wald scheint eine befremdliche, böse Aura auszustrahlen als wäre es jedem Leben in raubtierhafter Art gesonnen. Wir wurden dennoch nur von einigen Ogern attackiert, welche wir ohne Mühe niederstreckten.

Wir überschritten einen Fluß welcher wohl von den Wasserfällen auf dem Ruinenberg welchen ich in meinem letzten Bericht beschrieb gespeist wird mit Hilfe einer alten Brücke die wir nur einzeln zu überschreiten wagten.

Weiter im Osten entdeckten wir eine Höhle aus der ein Fluß herausfloß und von welcher Ayr Unbekannt mir schon berichtet hatte. Darin fanden wir jedenfalls eine größere Kolonie jener gefährlichen Spinnenwesen vom Feuerberg und machten diese mit etwas Mühe schließlich nieder um eine weitere Ausbreitung dieses Ungeziefers zu vermeiden.

Wir überschritten dann genau jenen Fluß an seiner Mündung, direkt an der Höhle und erreichten eine kleine Landberge auf welcher wir im Süden ein etwa zehn mal zehn Schritt großes begrüntes Stück Land fanden auf dem eine merkwürdige Pflanze wuchs welche zu unserem Erschrecken Blüten in Form von Eingeweiden zu tragen schien, eine wirklich pervertierte Art der Natur.
In der Mitte jener Pflanzen befand sich eine Ansammlung gewaltiger Steine in deren Mitte das Folterinstrument genannt Eiserne Jungfrau stand. Es wirkte als wäre diese Eiserne Jungfrau möglicherweise aus dem Erdreich hervor gedrungen und habe dabei die Steine auseinander geschoben. Wir entdeckten ebenso Spuren grünen Blutes.

Auf einem weitern Landzipfel entdeckten wir schließlich noch eine Art Statue, umgeben von menschlichen Schädeln und gekrönt von einem massiven Schädel der vier Augenhöhlen aufzuweisen schien und keinesfalls menschlich war, den ich jedoch auch keinem anderen Lebenwesen das mir bekannt war zuordnen konnte.

Wir werden unsere Erforschungen fortsetzen, in der Hoffnung mehr Licht in die Geheimnisse und Verschwörungen im toten Land bringen zu können,
ich verbleibe in Hochachtung,

Gez.: Toran Dur,
treuer Untertan seiner Majestät.


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BeitragVerfasst: 10.07.05, 20:37 
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Weitere Aufschlüsselung der fremden Sprache

Eingereicht von Raisha al Javet,
8. Querler 16 n. Higorad.


Ewige Ehre der Krone,

mit diesem Schreiben sei untertänigst eine Übersetzung der Schriftzeichen in Niemands Heim wie einem Bauwerk nahe dem Sumpf zu Falkensee überbracht:

Zitat:
Übersetzung:

Volath = Macht
beguured = genutzt
Jihar = Anfang
Jehur = Ende
Nojaha = Götter
Jai = Sie
Novaed = gaben
lo = was
man = die
ua = zu
nohe = retten
ki = nicht
aej = ist
mo = wo
tahaae = hätte
ihaz = werden
noaj = dürfen
Nahjeesed = Verloren
e = und

Tarae = Tare ?
a = war ?
nohed = retteten ?


Zitat:
Lo taja Jihar, taja ma Jehur.
Was (?) Anfang, (?) (?) Ende

Khijuej! Ihu thraag min Frahoj.

Ka Iheeva ijhed man Nohaja molath

(?) (?) (?) die Götter (?)

tha vo ma lheeva ijhed i jai nohe
(?) (?) die (?) (?)(?) sie retten

Jai throed nahjeesed I min man Tarae ua lathez aed
Sie (?) verloren (?) (?) die Tare zu (?) (?)

Jai nohed, lo ki nohe a.
Sie retteten, was nicht retten war.

Jai novaed, I min ki thre ua noga aed.
Sie gaben, (?) (?) nicht (?) zu (?) (?)

Jai pherated bega, I min man Tarae Iheeas a.
Sie (?) (?), (?) (?) die Tare (?) war.

Jai ievaed, I min Iheeva tja aed.
Sie (?), (?) (?) (?) (?) (?).


Ewige Ehre der Krone !

Gezeichnet: Raisha al Javet


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BeitragVerfasst: 10.07.05, 20:49 
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Büchlein über den Spinnenschwarm, Bände I und II.

Übernommen von Johann Klos,
8. Querler 16 n. Higorad.



Zitat:
Inhalt
~~~~

Spinnenschwarm Band I

Vorwort .................................... 3
Herkunft ................................... 6
Lebenszyklus ......................... 13
Nahrung und Jagd .................. 30
Spinnentaktik ......................... 35

-1-

Gegenmaßnahmen ................... 3
Waffenwahl ............................ 14
Spinnenjagd ........................... 24


-2-

Vorwort
~~~~~

Ich, Johann Klos, befasse
mich schon seit einigen
Monaten mit diesen Spinnen,
jedoch veranlasste mich erst
der von Barom abgehaltene

-3-

Konvent dazu, meine
Gedanken und Notizen in
ein Buch aufzuschreiben.
Dieses Werk ist sicherlich
noch nicht vollständig und
es mag auch einige Fehler
enthalten. Eines Tages
werde ich daher

-4-

moeglicherweise eine
neuere Variante dieses
Buches schreiben. Ich
hoffe jedoch, dass auch
dieses Werk hilft, die
neue Gefahr aus dem
Nordwesten Siebenwinds
besser zu verstehen.

-5-

Herkunft
~~~~~~

Die genaue Herkunft des
Schwarms ist unbekannt.
Berichten zufolge jedoch,
kann man davon ausgehen,
dass jene Spinnen kurz
nach der Eroberung der

-6-

Festung im Feuerberg
durch die vereinten
koeniglichen Streitkräfte
zuerst gesichtet wurden.
In einer spaeteren
Expedition am Ende des
Carmar 15 nach Hilgorad
nach eben jener Festung

-7-

fand man ueberall diese
Spinnen. Die Expedition
schlug sich zur Bibliothek
vor, die unterhalb der
Festung liegt. Dort fand
man dann eine Art
Brutstaette. Die ganze
Bibliothek war mit

-8-

gruenlichem Schleim
bedeckt, ueberall hingen
Spinnenweben und in
manchen Ecken lagen
haufenweise Spinneneier
oder Kokons. Ziemlich
in der Mitte war eine Art
Saeule aus diesem gruenen

-9-

Schleim.
Dennoch ist ungewiss
warum sich die Spinnen
so rasant im Oedland
ausgebreitet haben und
woher sie eigentlich
kommen. Moeglicherweise
hat es etwas mit dem

-10-

Felsen zu tun, der auf
Siebenwind niederging. Es
koennte jedoch auch sein,
dass beim Niedergang der
Festung der Verteidiger
die Spinnen gerufen oder
zumindest befreit haben,
um zu verhindern, dass

-11-

wichtige Informationen in
unsere Haende gelangen.

-12-

Lebenszyklus
~~~~~~~~~

Der Lebenszyklus dieses
Schwarmes gleicht in etwa
deren anderer bekannter
Spinnenarten. Die
Spinnenweibchen legen
Spinneneier. Auffallend ist

-13-

hierbei, dass sie dazu
immer in ihren Bau in die
Feste in den Feuerbergen
zurueckkehren. Jedenfalls
konnte ich noch an keinem
anderen Ort solche
Spinneneier finden. Die
Eier schluepfen dann zu

-14-

Larven. Untersuchungen
zeigen jedoch, dass es
ueber einen Monat dauert
bis jene Eier schliesslich
schluepfen. Die
geschluepften Larven sind
relativ harmlos im
Vergleich zu den richtigen

-15-

Spinnen. Sie setzen kein
Gift ein und ihre Panzer
sind noch sehr weich und
dadurch leicht zu
durchbohren. Die
Spinnenlarven sind fast
nur tief in der Festung
in den Feuerbergen zu

-16-

finden, da sie sich nicht
weit von ihrer
Brutstaette fortbewegen.

Nach einiger Zeit
verpuppen sich die Larven
in einen Kokon, die
zuhauf in der Festung zu

-17-

finden sind. Erst wenn sie
sich schliesslich aus dem
Kokon befreien, handelt
es sich um richtige Spinnen.
Diese Jungspinnen besitzen
allerdings nur ein relativ
harmloses Gift, das nur
Lähmungen hervorruft.

-18-

Dennoch scheint der
jeweilige Pfad der Spinne
schon vorbestimmt. Jedoch
ist es auch moeglich, dass
die Entwicklung der Spinne
schon bei ihrer Geburt
bestimmt ist. Ein großer
Teil der Spinnen

-19-

verwandelt sich in diesen
Kokons zu eher leicht
gepanzerten, schwachen
Spinnen. Auch ihr Gift
scheint sich nicht
veraendert zu haben. Sie
haben einen hellbraunen
Panzer. Sie sind meist in

-20-

grossen Mengen
anzutreffen, wordurch
sie doch sehr gefaehrlich
werden koennen. Eine
einzelne dieser Spinnen ist
jedoch weniger gefaehrlich.
Untersuchungen zeigen,
dass es sich bei diesen

-21-

Spinnen wohl um das
Maennchen handelt. Ihre
relative Schwaeche ist
wohl damit zu begruenden,
dass sie nach dem
Geschlechtsakt wertlos
sind und dann ohnehin vom
Weibchen aufgefressen

-22-

werden. Leider konnte
ich bei einem solchen
Ereignis nicht dabei sein
und so bleibt es nur eine
Vermutung meinerseits.
Dennoch werde ich sie
zukuenftig als Drohnen
bezeichnen, so wie auch

-23-

Bienenmaennchen als
Drohnen bezeichnet
werden.
Neben den Drohnen gibt
Es noch vier weitere
einfache Spinnenarten, die
sich alle durch ihren
Panzer unterscheiden.

-24-

Meine Untersuchungen
lassen vermuten, dass
jeder dieser vier
Spinnenarten eine
bestimmte Aufgabe in
einer Schlacht hat.
Naeheres dazu ist in dem
entsprechenden Kapitel zu

-25-

finden.
Neben diesem einfachen
Spinnen gibt es tief in
der Festung noch zwei
weitere Arten. Sie haben
den Oberkoerper eines
Humanoiden, dafür aber
den Unterkoerper einer

-26-

Spinne. Vielleicht
entstanden jene aus einem
Experiment der
Schwarzmagier, die diese
Festung einst bewohnten.
es waere aber auch
moeglich, dass jene eine
Weiterentwicklung der

-27-

einfachen Spinne sind. Ihr
Humanoider Oberkoerper,
und damit verbunden ihr
Kopf, lassen darauf
schliessen, dass zumindest
diese Unterart der
Spinnen ueber eine
Gewisse Intelligenz

-28-

verfuegen. Dass sich in
der Festung ein Kerker
befindet, der scheinbar
auch benutzt wird,
bekraeftigt diese
Vermutung.

-29-

Nahrung und Jagd
~~~~~~~~~~~~

Die Spinnen sind
Fleischfresser. Ihre Opfer
sind scheinbar zumindest
umherstreunende Tiere.
Jedenfalls liegen in der
Festung jede Menge

-30-

Tierkadaver herum. Sie
greifen ihre Opfer mit
ihren Kieferzangen und
ihren vorderen Beinbaren
an. Ihre beste Waffe ist
jedoch ihr Gift, das in
vielen Faellen toedlich ist.
Sollte eine Spinne ihr

-31-

Opfer bezwungen haben,
dabei ist es nebensaechlich
ob es Tod, gelaehmt oder
bewusstlos ist, spruehen
sie es mit ihrer
Spinnenseide ein, so dass
jede groessere Bewegung
oder gar eine Befreiung

-32-

unmoeglich ist. Ich nehme
an, dass ausserdem ein
Sekret zugegeben wird,
dass den Koerper von
innen her aufloest, so
dass die Spinne die
Nahrung in Fluessiger
Form aufnehmen kann.

-33-

Man sollte sich also davor
hueten selbst zu dieser
Nahrung zu gehoeren.

-34-

Spinnentaktik
~~~~~~~~


Vieles deutet daraufhin,
dass der Spinnenschwarm
eine Art Schlachtordnung
besitzt. So verfuegen die
unterschiedlichen Arten
der Spinnen ueber

-35-

unterschiedliche Gifte oder
Panzerungen. Ausserdem
habe ich wie bereits
angedeutet die Vermutung,
dass die humanoiden
Spinnen eine Intelligenz
besitzen und nicht wie die
anderen nur nach ihren

-36-

Trieben handeln. Es ist
jedoch schwer
festzustellen ueber
welches taktisches Wissen
die Spinnen verfuegen.
Hier jedoch einige
Vermutungen:
Ich sah diese humanoiden

-37-

Spinnen bisher nur in
Verbindung mit groesseren
Mengen unterschiedlicher
Spinnen. Es ist also gut
moeglich, dass diese
spezielle Art der Spinnen
die anderen einfachen
Spinnen in der Schlacht

-38-

dirigiert. Sie sind
sozusagen die
Kommandeure des
Spinnenschwarms. Sollte
diese Vermutung richtig
sein, waere es in einer
Schlacht sehr vorteilhaft
zuerst diese humanoiden

-39-

Spinnen auszuschalten.
Denn dann wuerde es dazu
fuehren, dass die Ordnung
in dieser Schlacht
zusammenbricht und man
es einfacher hat die
unkoordinierten Spinnen
auszuschalten.

-40-

Moeglicherweise wuerden
sogar einige der Spinnen
fliehen um sich zu einer
neuen Kampfgruppe
zusammenzurotten. Ob
diese Art der Spinne auch
ein Gift besitzt, konnte
ich leider nicht

-41-

herausfinden. Eines jedoch
ist gewiss. Sie haben eine
sehr starke Panzerung,
die mit einfachen Waffen
kaum zu durchdringen ist.

Die schwarzen Spinnen
haben einen relativ harten

-42-

Panzer. Auch mit ihren
Zangen wissen sie
umzugehen. Ihre wichtigste
Eigenschaft, die sie
zugleich so gefährlich
macht, ist jedoch ihr
Gift. Es ist absolut
toedlich. Im Kampfe gegen

-43-

eine dieser schwarzen
Spinnen ist aeusserste
Vorsicht geboten. Am
besten tritt man gar
nicht gegen sie an ohne
ein Gegengift parat zu
haben. Sollte man gegen
sie Kaempfen muss man

-44-

unbedingt aufpassen, dass
man nicht gebissen wird
und so schnell wie
moeglich der Spinne den
Kopf abschlaegt. Sollten
mehrere spinnen auf
einmal angreifen, ist es
sehr anzuraten zuerst die

-45-

schwarzen Spinnen
auszuschalten. Auffallend
an den schwarzen Spinnen
ist ausserdem, dass sie
einen groesseren Vorrat
an Spinnenseide
produzieren. Es ist gut
moeglich, dass es ihre

-46-

Aufgabe ist mit ihrem
Gift den Tod bringen und
anschliessend um das
Opfer ein Kokon zu
spinnen um es dann
spaeter fluessig
aufnehmen zu können.

-47-

Die dunkelbraunen Spinnen
(nicht zu verwechseln
mit den hellbraunen Spinnen,
den Drohnen des
Schwarms) sind etwa mit
den Schwarzen
vergleichbar. Sie besitzen
jedoch nicht ein ganz so

-48-

starkes Gift wie diese.
Dennoch ist es das
zweitgefaehrlichste Gift
das die Spinnen
einsetzen und wuerde die
meisten Menschen mit einem
Biss ausschalten. Es
waere moeglich, dass diese

-49-

dunkelbraunen Spinnen sich
weiterentwickeln und so
mit der zeit dunkler
werden bis sie dann
gaenzlich schwarz sind.
Denn im Grunde genommen
ist die dunkelbraune
Spinne eine etwas

-50-

schwachere schwarze
Spinne. Die einzige
Ausnahme bildet hierbei
der Vorrat an
Spinnenseide.
Vermutlicherweise sind
Organe, die Spinnenseide
produzieren in dieses

-51-

Stadium noch nicht so
stark ausgepraegt.

In einer Schlacht suchen
die dunkelbraunen und
schwarzen Spinnen nach
Schwachstellen in der
feindlichen Verteidigung.

-52-

Sollte man einmal die
Deckung fallen lassen,
kann dies den Tod
bedeuten. Man sollte ihnen
also nie den Ruecken
zuwenden.
Eine weitere Spinnenart
sind die gruenlichen

-53-

Spinnen. Sie haben
scheinbar einen staerkeren
Panzer als die meisten
anderen Spinnen und
wissen mit ihren Zangen
und Beinen im Kampfe
umzugehen. Ihr Gift
jedoch ist relativ

-54-

schwach. Selbst ein
Leichtgewicht wuerde
dadurch wohl nur etwas
gelaehmt werden. Ihre
groesste staerke ist ihre
starke Panzerung.
Vermutlich werden sie
dazu verwendet Stellungen

-55-

zu halten oder langsam
vorzuruecken. So man von
mehreren Spinnen
angegriffen wird, sollte
man sie daher Anfangs
eher vernachlaessigen.
Wobei sie natuerlich
dennoch eine groessere

-56-

Gefahr darstellen.

Die roten Spinnen koennen
wohl am besten mit den
nichtgiftigen Waffen
umgehen. Ihr Gift ist
daher vermutlich auch
nicht so stark, eher

-57-

vergleichbar mit dem der
gruenen Spinnen. Ihre
Panzerung ist vergleichbar
mit der Panzerung der
schwarzen und
dunkelbraunen Spinnen.
Ihre Aufgabe in einer Schlacht
ist es vermutlich die

-58-

Feinde davon abzuhalten
die richtig gefaehrlichen
Spinnen anzugreifen.
Dies erreichen sie, indem
sie mit ihren Zangen und
Beinen von allen Seiten
Angreifen und so den
Feind verwirren, aber auch

-59-
stark schwaechen, so dass
nur noch der toedliche
Biss einer der beiden
dunklen Spinnen fehlt. Man
sollte sich durch ihre
vermeintliche Staerke
jedoch nicht beirren
lassen und sich weiter

-60-

auf die groesste Gefahr
konzentrieren.

Die Drohnen, die
Maennchen der
Spinnenbrut, sind ebenso
in Schlachtaufstellungen zu
finden. Wie bereits

-61-

erwaehnt sind sie eher
schwach, da sie vermutlich
nach der Paarung sterben.
So ist es nicht sehr
verwunderlich, dass sie in
grossen Mengen in der
Schlacht eingesetzt
werden. Der Verlust einer

-62-

Drohne ist wohl nicht
weiter schlimm fuer den
Schwarm. Sie haben nur
einen relativ schwachen
Panzer und benutzen ihre
Zangen und Beine eher
stuemperhaft im Kampfe.
Das wird vermutlich daran

-63-

liegen, dass sie nicht
lange genug leben um
Erfahrungen zu sammeln.
Ihr Gift ist auch eher
laehmend und verwirrend
so wie das der gruenen
und roten Spinnen. Einige
wenige Schlaege reichen

-64-

aus um sie
niederzustrecken.
Gefaehrlich werden sie
daher nur in der Masse,
wie sie auch eingesetzt
werden. In einer
Schlachtstellung sind sie
wohl nur dazu da, um den

-65-

Feind zu verwirren und
durch die pure Masse
einzuschuechtern.
Seltsamerweise befindet
sich in ihnen mehr
spinnenseide als in den
anderen Spinnen. Ich
erklaere mir das dadurch,

-66-

dass sie es sind, die die
einfachen Spinnennetze
oder Bruecken aus
Spinnenseide bauen und so
ihren Unterschlupf in der
Festung ausbauen.

Larven spielen in der

-67-

Schlachtaufstellung
uebrigens keine Rolle. Sie
greifen jedoch an, wenn
man sich ihnen naehert.
Dennoch sind sie relativ
schwach und haben nur
einen sehr schwachen
Panzer, so dass sie keine

-68-

Probleme darstellen
duerften.

-69-



Spinnenschwarm Band II


Inhalt
~~~~


Band 1:
Vorwort .................................. 3

Herkunft ................................. 6

Lebenszyklus ........................ 13

Nahrung und Jagd ................. 30

Spinnentaktik ........................ 35


-1-



Gegenmaßnahmen .................. 3

Waffenwahl ........................... 14

Spinnenjagd .......................... 24


Gegenmassnahmen
~~~~~~~~~~~~


Mit diesen Informationen
sollte man wohl am
ehesten folgendermassen
in einer Schlacht gegen
die Spinnenbrut vorgehen.
Fernkaempfer sowie

-3-

Magier schalten, so
vorhanden, die humanoide
Spinne aus. Besonders
Magier sind hierzu
geeignet, da die Spinnen
wohl ungeachtet ihrer
verschiedenstarken
Panzerungen sehr

-4-

empfindlich auf magische
Angriffe jeglicher Art
reagieren. Besonders bei
den extrem harten
Panzerungen der
humanoiden Spinne sind sie
daher wesentlich
effizienter als Krieger

-5-

oder Fernkaempfer.

Im Nahkampf sollte man
jedoch ungeachtet der
Anwesenheit einer
humanoiden Spinne sein
Augenmerk erst auf die
schwarzen und dann auf

-6-

die dunkelbraunen Spinnen
richten. Sie sind es, die
mit einem Treffer einen
Streiter vollstaendig
ausschalten koennen. Man
muss dabei versuchen in
dem Beinwirrwarr, dass bei
grossen Mengen an

-7-

Spinnen entsteht, den
ueberblick zu behalten.
Sollten sich keine
schwarzen oder
dunkelbraunen Spinnen in
Reichweite aufhalten,
Sollte man die humanoiden
Spinnen angreifen, falls

-8-

sie sich zu weit
vorgewagt haben. Am
besten jedoch ist es sie
gar nicht so weit
vorkommen zu lassen,
sondern wie bereits
erwaehnt im Fernkampf
auszuschalten.

-9-

Anschliessend gilt es die
kriegerisch starken roten
Spinnen auszuschalten, um
nicht weitere durch ihre
Bisse und Schlaege
geschwaecht zu werden.
Nun folgen die eher stark
gepanzerten gruenen

-10-

Spinnen und schliesslich
dann die
umherschwirrenden
Drohnen. Jedoch sollte
jederzeit darauf geachtet
werden, dass man keine
schwarzen oder
dunkelbraunen Spinnen zu

-11-

nah an sich ran laesst.
Daher sollten die
Fernkaempfer versuchen
jene Spinnen schon aus
der Ferne zu verwunden,
bevor sie Nahkaempfer
ueberhaupt erreichen.

-12-

Wenn man einen Engpass
hat, sollte man diesen
natuerlich ausnutzen und
selbst eine Schlachtreihe
aufstellen. So koennen nur
weniger Spinnen
gleichzeitig angreifen.

-13-

Waffenwahl

Als Waffe muessten
Speere oder
Stangenwaffen sehr
vorteilhaft sein, da man
damit die Spinnen auf
Entfernung halten kann.

-14-

Sollten sie jedoch an der
Waffe vorbei kommen,
sollte man sie wieder auf
Abstand bringen oder die
Waffe wechseln. Mit
Schwertern kann man gut
die Beine abschlagen oder
mit einem gekonnten

-15-

Schlag den Kopf
abtrennen. Ausserdem kann
man die Beine damit
wegschlagen, falls sie
einem zu nahe kommen.
Jedoch sollte man
Einhandschwerter
verwenden, da das

-16-

schwingen eines
Zweihaenders zu lange
dauern koennte um jedes
angreifende Spinnenbein
abwehren zu koennen. Mit
Aexten hingegen ist das
wegschlagen nicht moeglich.
Bein Kaempfen zwischen

-17-

zwei Menschen mag man
das durch geschicktes
Ausweichen ausgleichen
koennen, mehreren
Spinnenbeinen und den
Zangen auszuweichen ist
jedoch recht schwer. Bei
Haemmern und Kolben

-18-

entfaellt sogar der
Vorteil, dass man einzelne
Beine abtrennen kann. Man
muss damit eigentlich an
den Spinnenkoerper
rankommen um wirklich
Schaden anrichten zu
koennen. Staebe jedoch

-19-

moegen lang genug sein,
um damit relativ
unbeschadet den
Spinnenkoerper treffen zu
koennen. Ausserdem kann
man mit ihnen auch die
Beine wegschlagen. Dolche
und Messer sind

-20-

ueberhaupt nicht zu
empfehlen im Kampfe
gegen die Spinnenbrut.

Fernkaempfer sollten
versuchen den Kopf der
Spinne zu treffen. Er ist
am empfindlichsten und

-21-

auch nicht so gut
gepanzert. Das ist
natuerlich ein schweres
und sich schnell
bewegendes Ziel. Sollte
man nicht so geuebt sein,
sollte man den
Spinnenkoerper

-22-

beschiessen, jedoch darauf
achten, dass man die
Unterseite trifft und
nicht etwa den Ruecken,
der staerker gepanzert zu
sein scheint.

-23-

Spinnenjagd
~~~~~~~~


Nicht nur die Spinnen
jagen. Nein, es soll auch
einige Trophaeenjaeger
geben, die an der
Spinnenjagd reich
geworden sind oder es

-24-

zumindest werden wollen.
Wie bereits erwaehnt
stellt jede Spinne
Spinnenseide her, die sie
zum spinnen von Kokons
oder Spinnennetzen
verwendet. Diese
Spinnenseide ist zumindest

-25-

derzeit recht wertvoll,
denn nur mit Spinnenseide
kann man Papier sowie
Nachtsichttraenke und
Seidenkleidung herstellen.
Besonders der enorme
Bedarf an Spinnenseide
fuer die Seidenherstellung

-26-

macht sie so wertvoll. So
wird von manchen
Haendlern 50 Dukaten
fuer eine Unze dieser
kostbaren Spinnenseide
bezahlt. Besonders
interessant sind hierbei
die Drohnen, die zwar

-27-

eher ungefaehrlich sind,
jedoch um die zwei Unzen
Spinnenseide in ihrem
Koerper speichern. Bei
den schwarzen Spinnen ist
es sogar etwa das
Doppelte, allerdings sollte
man bei ihnen aufgrund

-28-

ihres Giftes sehr
vorsichtig sein und sie am
besten schon aus der
ferne toeten. Die anderen
Spinnen speichern nur
etwa eine Unze und sind
daher eher uninteressant.

-29-

Die Beine der Spinne kann
man Alchemisten
verkaufen. Jedoch sind die
Preise hierfuer eher
bescheiden, da nun mal
der Bedarf gering ist und
jede Menge Beine
abgetrennt und verkauft

-30-

wurden. Die Panzer der
Spinnen kann man ebenso
abloesen. Einige
Trophaenhaendler sollen
gutes Geld dafuer bieten.
Den weichen Panzer der
Larven hingegen sollte
man aber einem

-31-

Alchemisten anbieten. Sie
benoetigen sie wohl fuer
ihre Traenke.



Zuletzt geändert von Rabe am 10.07.05, 21:06, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 10.07.05, 21:23 
Altratler
Altratler

Registriert: 10.12.01, 14:55
Beiträge: 5364
Beschreibender Spinnenbericht.

Eingereicht von Zacharias Cana,
8. Querler 16 nach Hilgorad


Während der Schlacht um den Feuerberg und auch in Abstechern ins Ödland sind mir die unterschiedlichen Arten an Spinnen aufgefallen, die wie normale kleine Spinnen ganz schön viele sind.
Ich werd hier versuchen die Kreaturen aufzuschreiben und zu beschreiben damit eine Unterscheidung leichter fällt und man vielleicht auch Wege findet wie man einzelne besser bekämpfen kann.


Zitat:
Maden:

Schlüpling:
Eine Art übergroßer Raube.
Etwa unterarmlang, weißlich, dick wie zwei Finger, 14 kleine Augen an einem Ende.
Maul mit 8 Zähnen, davon 4 sehr lang, 4 nach hinten gebogen, kurz, extrem scharf.
Was ein Glück, dass das Maul so klein ist dass sie nur wenig Schaden anrichten können. Die Panzerung der Wesen ist auch nicht besonders stark: die Haut ist weich und bietet ihnen weder gegen Spitzen, Klingen noch Schlagwaffen besonderen Schutz. Drauftreten reicht aber.
Ich glaube das könnten wie bei Schmetterlingen Raupen sein die sich zu einer Puppe machen und dann später als Spinne herauskommen. Ansonsten wüsst ich nicht, warum die Spinnen sie nicht auffressen.
Ich nenne sie daher erstmal "Schlüpfling".
Ob sie giftig sind hab ich nicht herausgefunden.


Larve:
Eine Art riesiger Wurm.
Vielleicht 2 Schritt lang, hellweiß, dick wie ein Mann, 14 kleine Augen am dickeren Ende.
Maul hat viele Zähne im Kreis gehend, lang kurz lang kurz. Die Kurzen sind auch nach hinten gebogen wie bei der Riesenraupe und genauso scharf.
Das Maul der Kreatur kann bestimmt einen ganzen Arm verschlucken und absensen, also muss man aufpassen.Die Panzerhaut ist deutlich stabiler: wie in einem Schuppenpanzer sind kleine Plättchen angeordnet. Das Muster erinnert an Schlangen!
Daher wäre es angebracht sie mit flachen Klingen anzugreifen und seitlich unter die Schuppen zu stechen, um der Kreatur den Garaus zu machen.
Was diese Kreaturen sind und wie sie mit den Spinnen zusammenhängen kann ich mir nichtmal vorstellen. Sie ähnelt im Aussehen aber dem kleinen Wurm (vor allem in der Farbe).
Vielleicht wird ja aus einem Schlüpfling eine andere Spinne als aus einer solchen Schlange?
Gift: keine Ahnung.


Zitat:
Kleinere Spinnenwesen:

Drohne:
Der Mittelleib hat einen viertelschritt durchmesser und ist ziemlich rund, der hintere einen halben in etwa. Die Beine sind zwischen 80 Fingerbreit und 1 Schritt lang, der Kopf hat 14 Augen und ist haarig. Zwei große zangenartig gebogene Zähne sind zum Angreifen, genauso wie die scharfen und spitzen Vorderbeine.
Die Panzerfarbe ist ein dunkles, schmutziges weiß und die Beine sind braun. Der Panzer ist mässig hart und die Kreatur ist nur gefährlich wenn sie mit 2 oder 3 Geschwistern ankommt!
Am besten hackt man ihr ein paar Beine ab, dann verliert sie das Gleichgewicht und man kann sie in den kaumgepanzerten Hinterleib stechen.
Ist zwar nicht nett, aber wenn sie einen anfressen will ist es das auch nicht!
Das Gift der Drohne brennt ein bisschen und später juckt es, entzündet sich leicht, aber es ist eher als harmlos zu betrachten.

Schwarmnymphe:
Der mittlere Leib ist etwa eine armlänge im durchmesser und flach, beinah eckig, der hintere deutlich breiter und ausladender, fast einen halben Schritt lang. Die Kreatur ist durchgehend von einem ekligen, kranken fahlen weiß, wirklich widerlich, und auch noch leicht durchsichtig so dass man Dinge sieht die man nicht sehn möchte!
Auch sie hat 14 Augen, keinerlei Haare und zwei gebogene Zähne sowie Zangen wie eine Wespe sie hat - flach und gebogen so dass sich die Spitzen fast treffen, aber auch in dem ekligen weiß. Auf dem Kopf sitzen komische Fühler, eine handvoll, die sich dauernd herumdrehen.
Die Beine sind jedes etwa 90 Fingerbreit bis ein Schritt und 10 Fingerbreit lang und allesamt gemein spitz. Der Panzer ist am Hinterleib ganz weich, vorn auch nicht viel dicker, dafür sind diese Kreaturen sehr schnell.
Durch die Flinkheit recht gefährlich, sollte man nicht unterschätzen. Am besten man tritt sie auf Abstand und sticht ihr auch in den Hinterleib, wenn das nicht geht Beine abhacken, da die auch nicht besonders gepanzert sind!
Das Gift der Schwarmnymphe ist vergleichsweise harmlos, ein bisschen Übelkeit löst es aus.


Zitat:
Mittelgrosse Spinnenwesen:

Krieger:
Deutlich gefährlicher ist der blutrote Krieger, der an den Vorderbeinen fast schon Klingen hat und seine Greifer sind übelst scharf! Auch hat er die gebogenen ekelgift Zähne
Der Vorderkörper hat die Form eines vorn eingedellten tellers und der Hinterleib ist klein, nur wenig größer als der vordere, und ziemlich kurz. Beides also etwa einen halben Schritt im Durchmesser.Die Beine sind über einen Schritt lang, aber höchstens 1 Schritt und 20 Fingerbreit. An den hinteren Beinen sitzen viele Haare, die vorderen beiden sind unbehaart, dafür halt extrem scharf. Damit kann man einem Mann die Arme abhacken!
Auf dem Kopf sitzen 13 Augen - oder ich hab mich verzählt? - und die Fühler.
Der Panzer hat lauter dünne Plättchen als Panzer, die wie bei der Larve übereinander liegen und so einen Schuppenpanzer bilden, die Beine sind aber auch beim Krieger ungepanzert und vergleichsweise verletzlich. Dennoch stellt ein einzelner Krieger einen nicht zu unterschätzenden Gegner dar!
Auch hier sollte man sich eher an die Beine halten wenn man kann, ansonsten dauert es etwas länger wenn man sich auf die geführte Waffe versteht. Auch hier ist eine spitze, flache Waffe zu empfehlen wegen des Schuppenpanzers.
Vom Gift des Kriegers wird einem schwindlig und der Blick trübt sich etwas.

Jäger:
Der große Bruder des Kriegers ist der Jäger, auch mit 14 Augen, Fühlern und Greifzangen sowie den gebogenen Zähnen. Das Aussehen gleicht dem des Kriegers, abgesehen davon dass er ein paar Fingerbreit größer ist und eine braune Färbung besitzt. Auch die Panzerung ist die gleiche, abgesehen davon dass die Plättchen deutlich dicker sind. Auch ist der Jäger zum Krieger deutlich schneller und greift gern nur mit den scharfen Vorderbeinen an, die mit einiger Mühe sogar durch Kettengelfechte stoßen können, also eignet sich hier am ehesten dickes Leder oder Plattenzeug als Schutz.
Auch beim Jäger sind die Beine nicht gepanzert, was sie zu seiner größten Schwachstelle macht, ansonsten hab ich festgestellt dass sie sind sie einmal in Bewegung recht träge reagieren und man so leicht in ihre schwerer zu verteidigende Seite geraten kann.
Auch hier empfhielt sich eine spitze, flache Waffe wie beim Krieger und der Larve.
Dieses Wesen kann man getrost als gefährlich betrachten!
Das Gift der Kreatur sorgt für Übelkeit, Schwindel, der Blick trübt sich und es fällt einem schwer, klar zu denken oder Freund von Feind zu unterscheiden. Außerdem schmerzen Laute in den Ohren.


Zitat:
Grosse Spinnenwesen:

Totmacher:
Groß, bald einen Schritt durchmesser der Vorderleib, nicht ganz so groß der Hinterleib. Die Beine sind ca 1 Schritt und 30 Fingerbreiten lang, der Leib sitzt tief unten. Das komplette Vieh ist tiefschwarz, hat die üblichen 14 Augen (von denen zwei, die in der Mitte, deutlich größer sind) und Fühler, zusätzlich zu den Giftzähnen kommen zwei seitliche Greifzangen hinzu.
Der Totmacher hat wie Krieger und Jäger extrem scharfe Vorderbeine, die hinteren sind enorm spitz so dass es wirkt als stelze er, und der Totmacher ist auch in der Lage mit den ersten vier Beinen anzugreifen - sehr gefährlich!
Außerdem ist er sehr stark, hier sollte man auf Leder verzichten und auch von Kettengeflecht als Schutz ist abzuraten, mit etwas Pech durchschlägt er diesen Schutz einfach.
Der Totmacher hat mit die dickste Panzerung: ähnlich einem Plattenpanzer bietet ihm seine Haut Schutz und das bezieht sich leider auch auf seine Beine, ausser an den Gelenken. Nicht selten habe ich Klingen einfach an diesem Wesen abgleiten sehen!
Hier sind Speere oder andere Stangenwaffen mit langer Spitze zu empfehlen, allein schon um das Vieh auf Abstand zu halten. Und den wenigsten ist ein Kampf allein gegen diese Kreaturen anzuraten, sind sie doch ziemlich schnell, stark gepanzert und können einen Mann einfach durchbohren. Außerdem ist der Totmacher ziemlich schwer, so dass es nicht leicht fällt ihn weg zu treten. Immerhin neigt er dazu Sturmangriffe auszuführen, so dass wenn man selbst nicht so leicht ist man ihn auflaufen lassen kann..
Vorrausgesetzt, er fällt einem nicht einfach von der Decke her auf den kopf!
Ich sah Leute die nach dem ersten Biss einfach umfielen, also nehme ich an, dass das Gift der Kreatur nicht zu empfehlen ist.

Brüter:
Richtig hässliche Kreaturen sind die Brüter: der Leib einer Spinne, dafür den Oberkörper eines Menschen!
Aus der Hüfte entwächst da der Spinnenleib so dass die Kreatur 2 Arme hat, mit denen sie Waffen führen könnte (was sie meist nicht tun, da ihre Fingernägel Klauen ähneln, die genug Schaden anrichten) und die üblichen 8 Beine. Horror ist, wenn einen die 14 Augen (2 große wie die eines menschen, 12 aussenrum) im mehr oder weniger menschlichen Gesicht der Kreatur anblinzeln und man genau weiß, man ist das nächste Opfer.
Denn auch die Brüter sind höchst gefährlich: nicht nur die Klauen, sind auch seine Vorderbeine rasiermesserscharf und er versteht es, sein gesamtes, enormes Gewicht im Kampf einzusetzen. Dafür ist er nicht besonders schnell weil arg träge. Das macht aber leider gar nichts, weil er furchtbar gut gepanzert ist: ähnlich wie der Totmacher hat er Platten, die zwar nicht so dick sind, dafür aber ein paar mehr Lagen. Sogar der menschilche Oberkörper ist damit bedeckt, abgesehen vom Gesicht, das übrigens keinerlei Haare hat. Die Beine sind mit Schuppenpanzerung bedeckt und somit leider auch kein wirklich schwaches Ziel, da diese Art Panzerung die Gelenke mit abdeckt.
Sein größtes Problem ist wohl dass er kaum sehen kann was hinter ihm geschieht. Ansonsten wäre es klug, sich an das Gesicht zu halten. Der Mund des Brüters ist übrigens ein normaler menschlicher, aus dem zwei flache Zangen ragen mit denen er im Notfall auch zubeissen kann - und es trieft eine Flüssigkeit runter die ich mal als Gift bezeichne. Und ich mag nicht wissen, was passiert, wenn er beisst!
Der Brüter ist etwa 1 Schritt und 40 Fingerbreit hoch, tot wohl so 2 Schritt lang, die Beine eher dicker und kräftiger und nicht so lang: höchstens 1 Schritt und 10 Fingerbreit. Der Hinterleib ist, vielleicht weil er sonst umkippt, ausladend und schwer.
Die Farbe ist eher dunkel.
Ob Brüter mal Menschen waren?
Vitama sei ihnen gnädig, wenn ja.


Zitat:
Monströs grosse Spinnenbestien:

Patriarch:
Diese wirklich große Spinne sieht dem Brüter sehr ähnlich, erreicht aber gut und gern 1 Schritt und 80 Fingerbreit allein in der Höhe, die Länge mag über zweieinhalb Schritt betragen. Auch sie greifen mit den Vorderbeinen an und den Klauen, und ihr Gewicht reicht um die spitzen Enden der Beine in einen liegenden Menschen zu treiben!
Auch hier ist die Schwäche wohl der Rücken, da auch der Patriarch kaum drehen kann. Die Beine des Patriarchen sind 1 Schritt und 50 Fingerbreiten lang, aber auch er sitzt wie der Leib des Totmachers ziemlich tief.
Gern greift der Patriarch sich sein Opfer und beisst es - die Schreie die man danach hört will man nur rasch wieder vergessen. Ich hatte häufiger den Eindruck, dass diese Kreatur den Schreien gerne lauscht.
Die Panzerung dieses Wesens konnte ich nicht näher angucken, aber es schien mir dass auch sie so ist wie beim Totmacher, nur viel schwerer.. viele Klingen sah ich daran abprallen. Selbst hatte ich nur mit einem zu tun und die Methode sich an die Beine zu halten hat auch hier halbwegs funktioniert - wenn man mal ein paar abgehackt hat mit viel Mühe, ist die Kreatur ein bisschen umgänglicher.

Matriarch:
Diese Kreatur sieht dem Brüter und dem Patriarch enorm ähnlich, ist noch ein stück größer, rötlich gefärbt und hat naja so irgendwie weibliche Züge. Auch wenns kein schöner Anblick ist!
Die Verhaltensweise ist praktisch die gleiche wie die des Patriarchen, nur scheinen die anderen ihr eher auszuweichen und ihren Rückzug zu decken wenn sie zu stark verwundet ist. Näher heran kam ich aber Vitamaseidank nicht.
Auch zum Gift kann ich zum Glück nichts sagen.


Abschlussbemerkungen:

Ich hab mich lange Zeit mit "normalen" Spinnen beschäftigt und mir sind ein paar Sachen aufgefallen:

Zum einen sind normale Spinnen deutlich kleiner. Zum anderen laufen sie lieber weg als zu kämpfen. Bisher sah ich noch nie zwei Spinnen lang zusammen, normal greifen sie sich untereinander an und fressen sich auf. Spinnen haben normalerweise nur 8 Augen und keine Fühler. Spinnen fangen ihre Beute normal ein, wickeln sie ein und hängen sie dann wo auf - oder fressen sie gleich. Spinnen sind normalerweise irgendwie schlanker und nicht so gedrungen wie die großen. Und die großen Spinnen haben an den Beinen deutlich mehr Gelenke!
Normale Spinnen haben 4, während die Schwarmbeine die ich näher angeguckt hab, 9 gelenke hatten.

Z. Cana


Zuletzt geändert von Rabe am 10.07.05, 21:28, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 16.07.05, 13:27 
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Einleitender Bericht zum zweiten Konvent zu Brandenstein.

Eingereicht von Raisha al Javet,
15. Querler 16 nach Hilgorad


Ehre der Krone, Friede dem Reich,

hiermit teile ich Euch im Auftrag des Magus Toran Dur den Stand der Forschungen mit und lade Euch gleichzeitig zum zweiten Brandensteiner Konvent am heutigen Tage zum 7.Dunkelzyklus in der Taverne "Zur Roten Seeschlange" zu Brandenstein ein.

Laut der Theorie des Herren Toran Dur wurde der Untergang des Volkes welchem der Feldherr angehört vorherbestimmt und zu jenem Zweck der Dämon Sha'Naz'Ghul *links und rechts sowie über und unter dem Namen wurde die "Sigil" Rune gezeichnet* gerufen. Da sich jedoch die Magier jenes Volkes durch "das Nutzen von Macht, die nicht genutzt werden sollte" dem Untergang entzogen, konnte sich das Schicksal nicht erfüllen.
Der Dämon sollte nun wohl auch die Magier vernichten, handelte jedoch zu voreilig und wurde in jenen Stern im Ödland gebannt. Nun ruft der Feldherr seine ehemaligen Feinde um seine "perfekte" Schlacht zu schlagen. Da er dafür kein Heer hat, ist wohl anzunehmen dass uns der Feind angreift, so wir ihn nicht aufhalten. Die Theorie besagt nun weiter, dass wenn die Magier, zu denen wohl Niemand und die Lichtgestalt vom Feuerberg zählen, ebenso in der Schlacht besiegt werden, sowohl Dämon als auch feindliches Heer abziehen, da ihre Bestimmung - die Vernichtung des Volkes des Feldherren - damit erfüllt wäre.

Zu klären bliebe nun folgendes:

  • Von wem wurde das Volke dem Untergang geweiht?
  • Da die Magier wohl eine Art schwarze Magie anwendeten mag die Vernichtung ihres Volkes eine Strafe der heiligen Viere gewesen sein. Doch erscheint es äußerst fragwürdig dass Sie hierfür einen Diener des Feindes senden.
  • Das Vernichten von Leben scheint nicht sehr vitamagefällig und wer sagt uns, dass der Dämon danach einfach wieder geht?
  • Fragen die Euch, wie mir, so hoffe ich heute Herr Toran Dur beantworten wird.


Untertänigst sei zum Abschluss noch von den Geschehnissen auf Seeberg berichtet:

Am gestrigen Tage wurde die Feste Seeberg von mehreren Schwarzen Reiten angegriffen, die Brücke Richtung Brandenstein zerstört und die Richtung Falkensee beschädigt, Sire Randur Kantrin zu Siebenwind wies die Knappen an zusammen mit den Dwarschim Brücken aus Stein zu errichten um eine erneute Zerstörung zu verhindern. Sire Hagen Robaar zu Siebenwind lies die Wachen am Falkenwall verstärken, da die Räuber im Ödland vermutet werden. Ebenso wurden Wachen auf Falkensee und am Orkenpass aufgestellt um der Räuber alsbald habhaft zu werden.

Ehre der Krone,
Untertänigst,
Raisha al Javet.

Zitat:
Addendum:

Lichtgestalt: [d]Es liegen keine Berichte über eine Entität oder Erscheinung dieses Namens vor, es wird jedoch vermutet, dass damit die Gestalt gemeint sei, die in der Schlacht gegen die Spinnenwesen in der alten Feste angeblich erschien. Weder über diese Begebenheit, noch den Schlachtzug an sich, liegen Aufzeichnungen vor.[/d] - Siehe Beitrag 18 des Index.

Angriff auf Seeberg: Das Übel und der Wahnsinn des nahen Ödlandes scheint schon Besitz von den schwächsten der Menschen zu ergreifen. Dass jenes verfluchte Land den Geist verdirbt wurde schon immer angenommen ... doch Angreifer auf des Königs Feste Seeberg, die in den verpesteten Staub des Dunklellandes flüchten; Dies scheint die Vermutung zu bestätigen.


Zuletzt geändert von Rabe am 17.07.05, 16:48, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 17.07.05, 16:36 
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Beiträge: 5364
Ergebnisse des zweiten Brandensteiner Konvents.

Eingereicht von Raisha al Javet,
16. Querler 16 nach Hilgorad


Ehre der Krone, Friede dem Reich.

Hiermit sei ein Bericht des gestrigen, zweiten Konventes zu Brandenstein gegeben:

Es wurde zuerst eine Zusammenfassung der Geschehnisse durch Herren Toran Dur gegeben.

Beim Volk des Feldherren handelt es sich um ein Volk, dass vor etwa fünfhundert Jahren entweder hier auf der Insel oder in Ma'ahn lebte, doch für genaueres sind die Aufzeichnungen zu unklar. Das Volk soll in Zukunft das Alte Volk genannt werden.

Dieses Volk besaß große Macht und Kunstfertigkeit in jeder Hinsicht. Vielleicht wurden sie dadurch zu überheblich und verloren das Wohlwollen der Götter. Ohne den Schutz der Götter war das Volk dem Einen ausgeliefert, welcher einen Dämon sandte um das Volk fast vollständig zu vernichten. Einige Magier entkamen der Vernichtung jedoch, indem sie verbotene Magie wirkten und durch diese Tat konnte die letzte Schlacht nicht beendet werden.
Nun scheint wurde das "Siegel der Wellen" - also das Meer - gebrochen und der Feldherr, welcher fälschlicherweise auch als "Jüngling von Yota" bezeichnet wurde, bereitet im Ödland die letzte Schlacht vor. Jenen Feldherrn mag man sich wie einen rastlosen Geist vorstellen, welcher noch eine Aufgabe zu erfüllen hat ehe er in Morsans Hallen einkehren kann.

Der Meteorit der vor einigen Monden im Ödland einschlug ist nun des Einen Werk und enthält den Dämon Sha Naz Ghul *rings um den Namen des Dämons herum wurden Schutzrunen gezeichnet* und die Toranduriten welche immer zahlreicher im Ödland erscheinen dienen wohl der Entbannung des Dämons.

Versuche, die Toranduriten zu zerstören, waren bis jetzt erfolglos. Auch ist nicht zu erkennen, durch welche Kraft sie erhalten werden, lediglich bekannt ist, dass sie Wärme aufnehmen und in geringem Maße wieder ausstrahlen. Sicher scheint ebenso, dass der Feldherr den Dämon befreit, wenn sein Schlachtfeld bereit ist.

Die Spinnenwesen könnten möglicherweise nur ein Nebeneffekt des Meteoreinschlages sein, da der Dämon den Boden vergiftet und so vielleicht die Spinnenwesen an die Oberfläche treibt. Ebenso spricht dafür dass jene Spinnen wohl bereits erschienen als der Meteor einschlug und nicht erst - wie die Harpyienwesen - als der Feldherr die Toranduriten im Ödland errichtete. Jene Spinnenwesen mögen Mrglurs-Kinder sein, also Kinder der Tiefe, welche vom Einen vergiftet und an die Oberfläche getrieben werden. Die Spinnen scheinen nun einmal an der Oberfläche neue Kolonien zu errichten und sich auszubreiten.
Die Harpyienwesen wie die Spinnen scheinen beide eine Hierarchie und Koordination im Kampf zu besitzen.

Eventuell ist, wie bereits erwähnt, nun unsere einzige Möglichkeit den Magiern Körper zu geben sodass der Feldherr seine Schlacht mit einer Niederlage beenden kann und auch die Magier sterben. Es bleibt jedoch die Frage, warum der Dämon nach dem Sieg über den Feldherren nicht auch noch uns vernichten sollte. Doch ist hier bei zu bedenken dass wir nicht das Wohlwollen der Viere verloren haben wie es jenes Volk hatte und wir möglicherweise den geschwächten Dämon bannen könnten.

Folgende Dinge sind nun noch zu tun:

  • Der Meteorit muss eingehender untersucht werden - Steinbrücke, Kette aus Fethrill statt eines Seiles.
  • Der See um den Meteoriten muss gesegnet werden um den Dämon zu schwächen - Möglich wäre auch die Errichtung vierer Schreine.
  • Die zwei Bäume - eine mit roten Blättern in Südfall und einer mit Körperteilen behangen im Süden im Ödland - müssen untersucht werden.
  • Die Ferrin und ihre Verbindung zu Niemand und seinem Erbe müssen untersucht werden.
  • Der Schatten, welche wohl Lebenskraft von den Elfen der Aue stahl, muss befragt und gebannt werden.
  • Es muss mehr über Niemand und die Lichtgestalt am Feuerberg heraus gefunden werden.


Die Aufgaben wurden teilweise unter den Anwesenden des Konvents vergeben, so dass recht bald auf neue Erkenntnisse zu hoffen ist.

Ehre der Krone, Friede dem Reich !

Untertänigst,
Raisha al Javet


Zuletzt geändert von Rabe am 17.07.05, 17:56, insgesamt 1-mal geändert.

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Artikel über die Bergung des Reichschwertes und den Angriff auf die Feuerbergfeste.

Abgeschrieben vom Siebenwind Boten (L.H.),
16. Querler 16 nach Hilgorad


Der 20.Trier ward ein großer Tag für den Ruhm des Königreichs, des Königs, seiner tapferen Soldaten unter dem Banner des heiligen Glaubens! Zur rechten Stunde fanden sich wahre Massen von Gläubigen und mutigen Recken zu einer Messe in der Feste Seeberg ein, um den Segen der heiligen Viere zu erfahren, den Glauben zu stärken und den Mut in alle Herzen zu bannen für die bevorstehende Schlacht wider den Schrecken der Feste des Alten Feindes und zur Bergung des Reichsschwertes, welches noch Zeuge des ersten Falles der Festung war und dort die Zeiten überdauerte.
So mag der Bote darüber berichten, welch Erlebnisse vom ehrenwerten Rekruten Horan Erandel an den Schreiber herangetragen worden waren.

Nach der heiligen Messe zu Ehren der Viere ward es soweit und mit Hilfe der altehrenwürdigen Magier vom arkanen Turm Brandensteins öffnete man Portale vor die Tore des Feindes, um ihn zu bezwingen. Die wenigen Spinnen, augenscheinlich Diener des Namenlosen, waren schnell niedergeworfen und die tapferen Männer und Frauen drangen in die Feste ein. Vor allem die 4 Knappen, namentlich die ehrenwerten Knappen Caeden, Mirian, Amaris Aurinas und Zacharias Cana, zeigten großen Einsatz im Kampf gegen die Spinnenwesen, die das Innere der Festung bevölkerten. Doch auch die Angehörigen anderer Völker, Elfen und Zwerge, und die ehrenwerten Magier kämpften sich tapfer und ohne Nachlassen in ihren Anstrengung gegen die Massen von Leibern. Die engen Gänge erschwerten zwar das Vorwärtskommen der Recken, doch durch die kluge und weitblickende Taktik der Befehlshabenden konnten auch diese Widrigkeiten mit Leichtigkeit überwunden werden.

Die Männer und Frauen fochten sich weiter durch die Gewölbe der Feste, stiegen immer weiter hinab unter die Erde, bis sie schließlich eine Art Kerker erreichten. Gar fürchterlich war der Anblick von Torsos und gehäuteten Tierleibern, doch die Recken wichen nicht von der Stelle und kämpften schließlich die zerbrochenen Bruchstücke des Schwertes frei. Selbst der Angriff einer weiteren Unmenge von Spinnenwesen konnte die Truppe nicht in die Niederlage schlagen, so dass unter der Aufsicht der Vier Knappen, eines Sire und des Feldhauptmanns der Armee der geordnete Rückzug angetreten wurde, als die Bruchstücke des Schwert endlich geborgen waren.

Mit Hilfe der altehrwürdigen Magier gelangten die Recken durch ein Tor wieder aus der Feste des Feindes, wo sie ein wahrhaft atemberaubender Anblick erwartete. Ihnen erschien die Gestalt eines Lichtwesens, gekleidet in die hellste Kleider und mit tiefroten Augen, in den Händen einen Stab aus scheinbar purem Licht, so hell strahlte jener.

Doch die Erscheinung verschwand wieder und die tapferen Krieger traten wieder den Rückzug an, ihren Sieg und ihren standhaften Mut feiernd. Mag das Auftauchen jenes Wesens uns ein Zeichen der Götter sein, wie wohlwollend sie auf unser Tun und auf die Tapferkeit und Tugendhaftigkeit der tapferen Recken herunterblickten.


Zuletzt geändert von Rabe am 17.07.05, 16:46, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 6.08.05, 20:13 
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Registriert: 10.12.01, 14:55
Beiträge: 5364
Bericht über die erste Finsterwangen-Expedition.

Eingereicht von den Magiern des Turmes,
6. Querlar 16 nach Hilgorad


Bericht über die Entführung von Magistra Rianna, Magister Nistram Rigas, Adepta Solos Nhergas und Adepta Natalya und die Untersuchung Finsterwangens.

Es begab sich zum 3. Querlar 16 n. Hilgorad während des 6. Dunkezyklus, dass ich von Falkensee aus auf die Wanderung gen feste Seeberg ging. Kurz hinter der steinernen Brücke über den Lavafluß bemerkte ich einige weißliche Lichtflecken, die sich insektengleich auf mich stürzten, um mich herum zu wirbeln begannen und noch ehe ich reagieren konnte sich zu einer art Ringen formten bis ich nur noch weißes gleißendes Licht sah.

Unversehens fand ich mich im Ödland wieder, ganz offenbar knapp vor den Ruinen Finsterwangens. Einige Augenblicke später gewahrte ich erneut jene Lichter und der Reihe nach fand eine gleichartige Translokation von Magistra Rianna, Adepta Solos Nhergas und Adepta Natalya statt. Unnötig wohl zu beschreiben welche anfängliche Verwirrung und Überraschung uns befiel.

Schwer lag die Nacht und die Dunkelheit über den Landen. Schwere Wolken bedeckten den Himmel. Nur an einer Stelle, es erschein fast direkt über uns, ward eine kleine Lücke zu erkennen durch die das silbrige Antlitz Astreyons, voll im Zenit stehend, sein sanftes Licht auf uns warf.

Ach einigen Augenblicken schließlich, flammten erneut jene weißlichen Lichtpunkte in der Nacht auf und huschten spielerisch zu einer Kugel zusammen aus welcher sich zunächst ein senkrechter Strich ausformte, der zu einem Portal heranwuchs. Geradezu nichttarisch wirkend schwebte eine Gestalt aus gleißendem Licht aus dem Portal heraus und stieß seinen Stab vor sich nieder, ohne den Boden zu berühren. Über und über war die Gestalt von funkelndem Licht erfüllt, als wäre sie gänzlich aus jenem geformt.

Mit strenger Stimme ließ sie verlauten, sie hätte uns zusammengeholt, damit wir uns der Anomalie des Ortes Finsterwangen annehmen und jene beheben. Weiterhin verwies sie auf die günstigen Zeichen, wobei sie ganz offenbar auf Astreyon verwies und ließ verlauten, dass unser Handeln in eine Art Plan einzuordnen ist.
Mehr über jenen war ihr nicht zu entlocken, außer dass sie sich als Wille der alten Meister ausgab. Hiernach verschwand die silberne Lichtgestalt wieder, wie sie erschien.

Es war keine Frage, dass trotz der unklaren und mysteriösen Andeutungen des Wesens uns der Angelegenheit annehmen mussten. Nicht nur wurden wir auserwählt auf die deutlichste denkbare Art für jenes, sondern es lag sowieso im Wohle der Insel, die Vorgänge in Finsterwangen zu erkunden.

Vorsichtig näherten wir uns also den Ruinen, immer wieder wachsam um uns spähend, vorgewarnt vor den Kreaturen, die uns bei manch anderer Expedition im Ödland heimsuchten, bis wir vor den Resten der Palisade Finsterwangens standen. Die ganzen Ruinen waren erleuchtet vom Glitzern, Glimmen und Funkeln arkaner Effekte. Sorgsam hielten wir inne und ich führte eine arkane Betrachtung der Ruinenstadt durch. Der erste Anschein bestätigte sich dabei. Ich sah den Ort mit einer unglaublichen Klarheit, jede Einzelheit schien sich mir zu offenbaren. Deutlicher noch als hätte ich ihn im hellsten Schein Felas betrachtet. Gleichmäßig und wohlgeordnet Zogen sich unglaublich machtvolle Stränge arkaner kraft durch die ganze Szenerie. Ein jeder Ort, ein jeder Gegenstand bis zum Bersten mit jener aufgeladen. Und doch, es fehlte die normale Lebhaftigkeit, der Wandel und die kleinen stetigen Fluktuationen. Das ganze schien starr und nur ein angespanntes vibrieren erfüllte die Kraftlinien. Angedenk ihrer Stärke aber, die mir derart niemals zuvor ansichtig wurde, ließen sie sich nicht genau verfolgen auch war kein Nexus erkennbar, wie an einem hellen Tag im Astreal, während Felas Zenit, wenn man den Sternendrachen Rillamnor vor purem Licht nicht sieht.

So beschlossen wir also mit größter Vorsicht uns selbst in das von Magie erfüllte Ruinenfeld zu begeben und die Vorgänge aus der Nähe zu erforschen. Schwer war es eine freie und ungefährlich scheinend Stelle zu finden. Überall magische Entladungen, seltsame Lichtausbrüche und Wirbel aus schierer arkaner Energie. Kein Ende war abzusehen und selbst in der ferne lag ein schwaches Leuchten und Funkeln über den Ruinen. Auch die weltlichen Hinterlassenschaften erschienen sonderbar. Seltsam angeordnete Steine zwischen den Ruinen, wie in Ritualfiguren. Alte Grabmarken mit kaum erkennbarerer Schrift, herumstehende Gefäße auf Steinen, vollkommen leer und doch exponiert aufgestellt.
Einige der Lichteffekte prüften wir indem wir einen materiellen Gegenstand auf sie warfen, doch wurden sie durchschnitten als wären sie gar nicht vorhanden.

Unversehnes verschwanden plötzlich Solos und Rianna und als ich ihren letzten Aufenthaltsort absuchte, fiel ich mit einem mal durch eine Art Riss und fand mich mit den anderen in einer Art anderen ebene oder Instanz wieder. Der ort war ganz offensichtlich wieder Finsterwangen, doch in einer fürchterlich pervertieren Form. Beißender bestialischer Leichengestank hing in der Luft. Überall lagen faulige Kadaver und Gliedmaßen herum. Blut besudelte in Strömen den Boden, halb angetrocknet doch halb frisch. Kein Ende wollte jener Widerliche Anblick nehmen und überall fanden sich Orte mit den fürchterlichsten und frevelhaftesten Spuren von Massakern und dunklen Blutritualen und eine Vielzahl an Ritualzeichen finsterer Beschwörungen.
Das Grauen lässt sich gar nicht in Worte fassen. Selbst der Himmel war ein Chaos von violett schwarz schimmernden aufgewühlten Wolken und das Meer war ersetzt durch eine See aus Blut in der undefinierbare Trümmer und Leichenteile schwammen.

Als nun Solos, um Hinweise zu gewinnen, versuchte mittels Telekinese einen jener Trümmer zu bergen geschah gar wunderliches. Ihr Zauber entfaltete zwar seinen Effekt, doch die Magie selbst schien sich halb zu materialisieren, feste Form anzunehmen, und löste sich kaum von Solos ab. Ein goldener Faden schien sich vibrierend zwischen ihr und dem Trümmerteil zu spannen bis er sich schließlich in einer Entladung auflöste und Solos bis zur Burgruine Finsterwangens versetzte. Sofort begaben wir uns auf die Suche nach ihr und kämpften uns mit einiger Mühe halb zu ihr durch.

Doch dann, eine neuerliche Versetzung…
Plötzlich standen wir vor einer kleinen Nische im Fels, der Himmel blau und von wolkenähnlichen wattigen Gebilden überzogen. Ein kleiner Bergpfad, überspannt von einem Natursteinbogen in eine Ebene, die mit frischem grünen Gras, duftenden farbenfrohen Blumen und alten knorrigen grünen Bäumen bestanden war. Eine ganze Weile irrten wir dort herum, bis plötzlich Solos unvermutet auftauchte.

In jener Ebene oder Instanz, die sich wiederum als Finsterwangen zu einer anderen Zeit herausstellte bemerkten wir eine weitere Merkwürdigkeit. Unsere Fußspuren schienen uns langsam zu folgen, das Gras in einer Entfernung wieder seinen unberührten Zustand anzunehmen. Ein Ast, den wir brachen, flog nach einer Weile zu seinem Stamm zurück und war wieder angewachsen wie zuvor. Unser Tun schien keinen dauerhaften Einfluss zu haben. Die Zeit stand still, für alles in jener Instanz, nicht jedoch für uns. Des Weiteren gab es außer uns keine weiteren Lebewesen, die nichtpflanzlich waren. Gleiches stellten wir in allen anderen Instanzen ebenso fest.

In jener Instanz, ich will sie sie unberührte nennen, fanden wir statt des Meers eine See aus schwarzem Nachthimmel, in welchem das funkeln Rillamnors des Sternendrachens zu erkennen war. Des weiteren entdeckten wir eine Höhle, deren Eingang von tiefster Dunkelheit ward. Doch war jene nicht wie normal auf Tare, sondern schien geronnen und fest zu sein. Solos versuchte sie mittels eines Zaubers zu durchdringen. Zunächst geschah nichts, dann begann die Dunkelheit zu erzittern und zu vibrieren und vor und zurück zu pulsieren, bis schließlich für einen Moment ein mattes bläuliches Licht aus ihr hervorstach und Solos zurückschleuderte und den Stab aus der Hand schlug.

Erschrocken und mit neuer Vorsicht erfüllt, ließen wir ab und setzten unsere Untersuchung fort, bis wir durch einen neuerlichen Riss fielen.
Nacheinander entdeckten und gelangten wir in zwei weitere Instanzen.
Die eine erfüllt von lodernden Flammen, in welcher ganz Finsterwangen in Flammen stand. Überall lagen dort Haufen von bleichen Gebeinen und Schädeln herum, Grässlich entstellte Skelette, Asche bedeckte den ganzen Boden, Trümmer noch und noch. Auch hier wieder der Stillstand der Zeit. Einige Trümmerteile schienen vollständig verbrannt und doch loderte über ihnen noch das Feuer. Auch von der Burg Finsterwangen bleckten hohe Flammen und wie eine Fackel leuchtete sie auf dem Berg.

Hiernach fanden wir noch eine weitere Instanz. Ein Finsterwangen das vollkommen unzerstört war. Lediglich von den Bewohnern war nichts zu sehen, ansonsten erschien es wie eine normale Stadt.

Schlussendlich entdeckten wir neben zahllosen Verbindungen zwischen den Instanzen, welche seltsamerweise stets einseitig waren, in den Ruinen des unsrigen und mit dem Rest der Insel normal verbundenen Finsterwangen einen großen schwarzen Torandurit nahe des nördlichen Endes des finsterwangener Tals.

Ich erwähne jenen, da er im folgenden bedeutsam erscheint. Ich schrieb, wir fanden außer uns kein normales Lebewesen. Doch jenes stimmt nicht. Als wir wieder in der Blutinstanz waren stießen wir plötzlich auf einen Oger. Wie wahnsinnig stürmte jener auf uns los, das Gesicht zur Fratze verzerrt. Speichel troff dem Untier aus dem Maul und lautstark brüllte er in unsere Richtung und griff sich einen großen Felsblock und schleuderte ihn in meine Richtung. Gerade noch rechtzeitig konnte Solos den Felsblock mit einem Telekindeszauber abwenden während ich hastig einen Starrezauber auf das Untier wirkte. Jedoch geschah wieder jene seltsame Materialisierung der Magie, kaum lösen wollten sich die Bänder arkaner kraft von uns und nach kurzer zeit verlor zum Unglück der Starrezauber seine Wirkung. Drohend kündigte sich eine mächtige arkane Entladung an, zunächst durch eine rotierende Spindel aus arkaner Energie über dem Oger, welche zuckende Ausläufer nach uns streckte. Als es gelang jene zu kappen schlug mein Zauber auf Solos zurück und sie erstarrte. Der Oger wannte sie wie wahnsinnig hingegen Rianna und Natalya zu, welche ihn nach einigen Listen in einen der Risse im Gefüge der Instanz lockte.

Violett Leuchtende Wolken ballten sich nördlich von uns zusammen, etwa an der Stelle, in der Siebenwindinstanz der Torandurit steht. Laut krachend schlugen immer wieder gleißende Blitze aus jenen in den Boden, regelmäßig und wie ein pochender Schlag eines panischen Herzen. Die Luft knisterte um uns herum vor arkaner Energie. Donnerschläge rollten dicht gefolgt durch die Blutinstanz Finsterwangens und mit einem Mal flammte ein gleißendes violettes Leuchten auf und mit einem Schlag entlud sich die angestaute arkane Energie in einer gewaltigen Explosion.

…und das unbeschreibliche Grauen brach über uns herein. Gepeinigt von Qualen derer alle Worte spotten wanden wir uns von der Wucht der Entladung zu Boden gerissen. Grausige Bilder überfluteten unseren Geist. In einem Moment der absoluten Pein sahen wir eine Vision wie sich alle Instanzen oder Ebenen Finsterwangens überlagerten. Die unberührte, die unzerstörte, die Blut-, die Feuerinstanz und das Siebenwindsche Finsterwangen. Angespannt wie eine Seite schwangen die Instanzen hin und her, drängten sich wechselnd in die Realität, bis sie schließlich einen grässlichen Moment eins wurden. Und in jenem Geschah es dass nördlich von uns, an der Stelle des Toranduriten eine gleißende violette Lanze ungeheurer arkaner Energie in den Himmel schoss und uns die Besinnung geraubt wurde.

Nach einer unbestimmten zeit kamen wir wieder zu Sinnen. Beschwerlich und mit Mühe schleppten wir unsere geschundenen Körper und unseren peingeplagten Geist von dem Orte fort und die Vier waren uns gnädig und wir stolperten durch einen Riss ins siebenwindsche Finsterwangen. Doch dort verließ uns unser Glück rasch wieder. Noch während wir ermattet berieten regten sich seltsame Schatten im Dunkel. Immer wieder erklang ein schaben und rasseln und mit einem Mal brachen haarige Spinnen monströser Größe über uns hinein und trieben uns zurück zwischen die Ruinen Finsterwangens. Matt und mit letzter kraft schafften wir es dort sie abzuschütteln, indem wir uns zur unberührten Instanz begaben. Dort rasteten wir schließlich einige Zyklen und erholten uns halbwegs, trotz der ständigen Sorge und Angst vor weiteren Überraschungen jener Instanzen.


So will ich hier vorerst schließen mit den Schlussfolgerungen, die wir an jenem Tage zogen und welche unser Handeln am folgenden prägten.
  • Finsterwangen selbst scheint aufgeladen von ungeheurer arkaner Kraft.
  • Es existieren Störungen im Gewebe der Sphäre, welche in Instanzen vermutlich aus der Vergangenheit führen.
  • In den Instanzen steht die Zeit still, sie sind wie Bilder, statisch und nicht veränderbar.
  • Lebewesen die in die Instanzen gebracht werden unterliegen nicht dem eingefrorenen Zeitfluss.
  • Jegliches Magiewirken belastet die Instanzen auf das äußerste und kann gewaltige Entladungen verursachen.
  • Der Torandurit hat Verbindungen zu allen Instanzen. Siehe dazu auch den bericht des Folgetages.
  • Der Torandurit zieht Magie an und leitet sie ab, wie sich noch zeigen sollte nach Siebenwind.
  • In der Blutebene deuten zahlreiche Zeichen auf Blutmagie und dunkle Beschwörungen hin.
  • Die Instanzen oder Ebenen scheinen zeitlich wie folgt geordnet: unberührtes Finsterwangen (ohen Stadt) - unzerstörtes Finsterwangen - blutiges Finsterwangen – brennendes Finsterwangen – siebenwindsches Finsterwangen (mit Torandurit)
  • In den Instanzen befinden sich keine ihnen eigene Lebewesen, der Oger schien verirrt und auf unserem Weg dorthin gekommen.
  • In der Blutebene scheint die arkane Kraft teilmaterialisiert, ähnlich wie es alte magietheoretische Schriften der zweiten Sphäre zuschreiben. Vielleicht ein Hinweis auf *Schutzrunen umgeben das folgende Wort* Mandor? Jedoch sind die Instanzen offensichtlich nicht in der Zweiten Sphäre.
  • Die Lichtgestalt, der Wille der alten Meister, hat starkes Interesse daran die Finsterwangenanomalität dringlich zu beheben.
  • Die Lichtgestalt scheint Astreyon als gutes Zeichen zu sehen, und scheint damit eher den astrealgläubigen Wesenheiten zuzuordnen.


Der zweite Teil des Berichtes, umfassend den zweiten Tag, den 4. Querlar 16 n. Hilgorad, folge in einigen Zyklen. In jenem werdet Ihr ebenso die weiteren Schlußfolgerungen und Ergebnisse finden.

*geschwungen signiert*
Magister Magus Nistram Rigas ir Ita'Il

Zitat:
Addendum: Der violette Lichtbogen, der in den Aufzeichnungen der Expedition erwähnt wird war auch vom übrigen Siebenwind zu beobachten: Er schoss steil von Finsterwangen in die Höhe, krümmte sich dann am Himmel und stürzte wieder auf Siebenwind zurück, so dass für kurze Zeit eine schmale Brücke violetten Lichts am Himmel stand, bevor der Strahl von sich von Finsterwangen löste und dort verschwand, wo er Siebenwind berührte. Der Aufschlagsort der Lichtbrücke war auf der Landmasse südlich des Falkenwalles...


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BeitragVerfasst: 6.08.05, 20:20 
Altratler
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Bericht über die zweite Finsterwangen-Expedition.

Eingereicht von den Magiern des Turmes,
7. Querlar 16 nach Hilgorad


Untersuchung des Toranduriten und versuchte Isolation jenes.

Am 4. Querlar 16 n. Hilgorad zu Beginn des 6. Hellzyklus erwachten wir schließlich nach unruhigem und traumgeplagten Schlaf wieder in der unberührten Instanz und hielten zunächst einmal Rat über die bisher gesammelten Erkenntnisse und unsere Theorien. Im folgenden beschlossen wir den Toranduriten und seine vermutete Bindung zu den anderen Instanzen zu erforschen. Des Weiteren schlossen wir den Plan, sollte sich jene bestätigen, zu versuchen diese Bindung zu trennen. Die Überlegung hierbei war folgende: Der Torandurit leitet ganz offenbar arkane Energie von allen Instanzen nach Siebenwind ab um eine bisher noch ungewisse Aufgabe zu erfüllen. Außerdem so vermuten wir, bildet er einen Ankerpunkt, der die Instanzen der Vergangenheit an die Gegenwart bindet. Davon ausgehend ergibt sich, dass zum einen für jegliches Erfolg versprechendes Eingreifen in das Gefüge der Instanzen mittels arkaner Kraft, der Abfluss jener durch den Toranduriten unterbunden werden muss. Weiterhin hegten wir die Hoffnung mit einer Isolation des Toranduriten, die Bindung der vergangenen Instanzen an das Jetzt zu lösen, sodass sie sich wieder in den Fluss der Zeit eingliedern und keine Gefahr mehr darstellen.

Wir zogen also los zu dem siebenwindschen Finsterwangen. Dort untersuchten wir den Toranduriten zunächst eingehend. Auffallend war dabei ein Steingesicht aus massiven grauen Fels, das von der Nordseite des Toranduriten herabschaute. An Berichte über eine ähnliche Gestalt uns erinnernd, pochten wir mit dem Stab gegen jenes, ohne Reaktion. Ebenso las ich ihm aus dem Index Riannas jenen Satz vor, der das andere Steingesicht zum Leben erwachen ließ.
"Jai throed nahjeesed I min man Tarae ua lathez aed" - Sie (?) verloren (?) (?) die Tare zu (?) (?).
…auch keine Reaktion auf jenes, sodass ich schließlich versuchte aus dem spärlichen bekannten Vokabular dieser alten Sprache eine eigene Frage zu formulieren, in der Hoffnung wir hätten nur den falschen Satz gewählt.
"Nahjeesed mo aej tarea ua nohed?" - Verloren(er), wo ist Tare zu retten?
"Mo jihar, mo jehur?" - Wo Anfang, wo Ende?
Auch hierauf erfolgte keine Reaktion, nur das Licht naher giftiger arkaner Entladungen war seltsame Schemen auf die Szenerie. Solos versuchte es darauf mit einem magischen Ansatz, doch außer einer kleinen Entladung brachte auch jenes keine Veränderung.

So wandten wir und dem gesamten Toranduriten zu, der drohend nachtschwarz in den Himmel aufragte und ich führte eine arkane Betrachtung jenes durch. Wiederum erblickte ich dabei, wie bei jener am Vortage, die seltsame Aufladung Finsterwangens und als ich mich auf den Toranduriten konzentrierte fiel mir auf, dass jener irgendwie andersartig als der Rest Finsterwangens war. Es ist schwer in Worte zu fassen. Er schien wie ein Fremdkörper, vielleicht von andersartiger Magie geschaffen. Schwer ist es jenes zu Beschreiben was sich mir darbot. Als ich jedoch genauer nachforschte entdeckte ich, dass er keineswegs abgetrennt von dem Orte ist, sondern spürte das Rinnsal einer Verbindung, dünn wie ein Faden und gerade an der Schwelle meiner Wahrnehmung. Behutsam versuchte ich jenem Faden zu folgen, doch je mehr ich mich bemühte und je größer die arkane Kraft wurde, die ich dazu in das Thaugitter leitete, desdo stärker fing es an zu Schwingen und in Resonanz zu geraten, bis schließlich nichts mehr zu erkennen war. Wie bei einem Stein den man in die Fläche eines Sees wirft und dessen Wellen den Blick auf den Grund verzerren.

Angespornt von diesem Hinweis der Verbindung des Toranduriten mit dem Ort und in Erinnerung der arkanen Entladung, anscheinend durch ihn am Vortag fühlten wir uns bestärkt in der These, dass jener Ankerpunkt der Instanzen sein könnte. Ebenso stellten wir die Theorie auf, dass bei jener schrecklichen Überlappung der Instanzen am Vortag der Torandurit vielleicht durch alle Instanzen geschwungen sein mag und so die arkanen Energien aufnahm und ableitete.

Wir begaben uns also um dies noch genauer zu verifizieren in die Instanz des unzerstörten Finsterwangens. Dort wirkte Solos ein Hellsichtritual und fand im arkanen Gewebe hinweise auf eine Verbindung zu dem Toranduriten, sodass unsere Theorie zumindest hinsichtlich jener bestätigt wurde.

Wie Anfangs bereits dargelegt sprachen also einige gute Argumente dafür eine Abtrennung des Toranduriten von den Instanzen zu versuchen. Um jegliche zeitliche Wirkung auszuschließen, zogen wir in jeder Instanz einen Bannkreis um den Ort des Toranduriten. Natalya übernahm die unberührte Instanz, Solos die unzerstörte, Rianna die Blutinstanz und ich selbst die Flammeninstanz. Nachdem die Bannkreise gestärkt und gefestigt waren, sodass wir sie auch von ferne halten konnten begaben wir uns in das siebenwindsche Finsterwangen.
Schutzkreise um uns ziehend, wählten wir eine viereckige Ritualanordnung. Jenes möchte ich hier nicht genauer erläutern, der Kundige wird leicht erkennen weshalb jenes die präferierte Wahl war. Wir verbanden unsere arkanen Kräfte und zogen also einen Bannring um den Toranduriten und verengten jenen dann immer mehr, uns dabei auf dessen Verbindung zu den anderen Instanzen konzentrierend und versuchten jene so abzutrennen.

Zunächst verlief alles wie geplant und der Bannkreis zog sich um den Toranduriten zusammen. Doch dann überschlugen sich die Ereignisse. Das Ritualviereck durch dessen Seiten unsere gemeinsame arkane Kraft hin und her flutete schien sich nach innen zu dehnen und zu weiten Richtung Torandurit, als wäre der Bannkreis ohne große Wirkung. Unsere Schutzkreise gerieten in Bewegung und fingen vibrieren hin und her zu schwingen und sich dann immer schneller im Thaugitter zu drehen und zu rotieren. Anspannung breitete sich bis zum bersten über das ganze lokale arkane Geflecht und eine gewaltige Entladung schien sich anzubahnen. Mit einem mal veränderte sich ruckartig mein empfinden Tares und des arkanen Gewebes. Passiv und wie nicht wir selbst beobachteten wir wie wir erstarrten. Der Schlag der Zeit selbst schien für einige Augenblicke inne zu halten und wir erschienen wie gefangen in einer trägen Geleemasse. Alles bewegte sich nur noch extrem langsam und verzögert. Immer schneller hingegen rotierten unsere Schutzkreise im Gegensatz zu der Wahrnehmung dem Rest des Gewebes und glühten gleißend in weißen Flammen auf. Ein seltsamer Ruck ging durch unsere Wahrnehmung, mir fehlen die Worte um ihn zu beschreiben. Dann verschmolzen sie mit farbigen verzerrten Schatten der Umgebung und jagten lautlos immer enger um den Toranduriten und das Band arkaner Kraft zwischen Rianna, Natalya, Solos und mir zerstieb zu kleinen Fetzen und verband sich nebelgleich mit den vier umherwirbelnden Schutzkreisen und wurde ebenso auf den Toranduriten zu gerissen. Mit einer seltsamen unbeschreiblichen negativen Erschütterung verschluckte der Torandurit schließlich alles jenes und die Anziehung kehrte sich um und wir wurden weiterhin in der Zeitdehnung verbleibend nach hinten geschleudert. Die arkane Explosion entlud sich wie eine Folge von Bildern, uns unendlich quälend langsam erscheinend, während unsere Körper fortgeschleudert wurden. Es war als würde ins Gegenteil pervertiertes Licht von dem Toranduriten freigesetzt. Doch fühlten wir nichts, keinen Schmerz, keinen Aufprall, garnichts. Dann ein weißer Lichtblitz und bei Astreal ich schwöre, dass ich meinte Rianna und Natalya durchdrungen und durchleuchtet zu sehen und für einen Augenblick ihre Gebeine gewahrte und die Sinne schwanden uns allen.

Vor Finterwangen kamen wir wieder zu uns. Dicke Schneeflocken rieselten aus dem Himmel. Wir waren vollkommen gefühllos, unsere Körper schienen halb transparent und unseren Sinnen entzogen. Unsere Bewegungen waren darob unsicher und unbeholfen und es schien als schwebten wir über dem Boden.

Nach einer Weile funkelten kleine Lichtpunkte auf und ein senkrechtes Tor aus gleißender helle öffnete sich und die Lichtgestalt, der Wille der alten Meister erschien. Entsetzt zeigte sich jener und beschuldigte uns statt die Anomalie Finsterwangens geheilt zu haben, einen weiteren solchen Ort eröffnet zu haben. Er bezog sich dabei wohl auf die freigelegte Stadt des alten Volks wie ich später erfuhr. Uns abstrafend verschwand die Lichtgestalt sodann ohne weitere Worte.

Unschlüssig beratschlagten wir, ermattet und ziemlich am Ende unserer Kräfte. Nach einiger Zeit wurden wir gestört von einer Reiterin, wohl eine Anhängerin des dunklen, die uns verspottete jedoch, wie nicht anders als von solchen verdorbenen Kreaturen zu erwarten, feige die Flucht ergriff, bevor sie unser verbliebener Zorn treffen konnte.

Unbestimmte Zeit später traf Hochwürden Sanduros Mantaris vom Ordo Astreali mit einigen Recken ein. Ich werde mir die genaue Schilderung sparen, denn es waren ja viele Augenzeugen anwesend als wir ihnen berichteten. Erwähnen möchte ich aber noch, dass uns im Verlaufe plötzlich ein gleißender Schmerz durchfuhr und wir uns zusammenkrampften.
Ein rotes Glimmen flammte von unseren transparenten Gliedern aus auf und wie ein Schwall brandete aufgestaute arkane Energie von uns fort und unsere Körper schienen wieder normal, bis auf unser Haar, das samt und sonders ausfiel.
Gefühl kehrte unter großen Schmerzen zurück, die Gliedmaßen wurden wieder wahrnehmbar und unglaublicher Durst überfiel uns. Unsere Haut war eingefallen und es schien als hätten wir Tagelang keinen Tropfen Wasser mehr zu uns genommen, so ausgedörrt waren wir.

Mit Hilfe Hochwürden Sanduros Mantaris und seinen Recken schafften wir es schließlich Heim nach Falkensee.

Weitere Schlussfolgerungen die wir zogen:
  • Der Torandurit ist eine Art Werkzeug der die Zeitmagie wirken kann, die die Instanzen der Vergangenheit an unsere Zeit bindet.
  • Eine Verbindung des Toranduriten zu den Instanzen bleibt dabei bestehen.
  • Der Torandurit kann durch Bannmagie hindurchwirken
  • Der Torandurit kann den Zeitfluss extrem verlangsamen, wenn nicht ganz zum Stillstand bringen, wenn er mit Magie aufgeladen wird.
  • Der Torandurit kann Lebewesen mit einer Art arkaner Energie derart aufladen, dass sie der normalen Wahrnehmung teilweise entzogen werden, auch ihrer eigenen.


*verschnörkelt signiert*
Magister Magus Nistram Rigas ir Ita’Il

Zitat:
Addendum: In Folge dieses Experimentes der Magier veränderte sich das Wetter auf Siebenwind auf's Äusserste: Die Luft schien dünn zu werden, dass es in den Ohren drückte und spannte, als würde man von einem Berg zu Tale rasen, alsdann nahm der Himmel die Farbe von teilweise angelaufenen Silber an und eine unwirkliche, leere Kälte senkte sich über die Insel. Raureif bildete sich auf Metall und Steinen, aufgrund des Temperaturabfalls starben Tiere des Waldes und Vögel fielen mit Eiskristallen im Gefieder tot aus der Luft. Maches Bauwerk ächzte und knackte gar bedenklich, als die Baustoffe auf die Kälte reagierten.
Das erschreckendste jedoch, war das plötzliche Aufkommen widernatürlichen Schnees: In harten, kleinen Flocken wirbelte er aus dem leeren Himmel und schoss in stechenden Boen über die Insel. Zum Glück normalisierte sich das Wetter nach wenigen Augenblicken wieder und verhinderte damit arge Frostschäden an allem Leben auf der Insel.

Langsam muss erwogen werden Finsterwangen vor dem Zugriff von Magiern allgemein zu sichern. Nicht auszudenken, was geschehen mag, wenn das nächste mal Experimente darin ausgeführt werden oder gar wahnsinnig gewordene Magiewirker damit beginnen Finsterwangen zu manipulieren.


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BeitragVerfasst: 31.08.05, 14:07 
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Untersuchung der unterirdischen Stadt.

Eingereicht von Toran Dur,
7. Querlar 16 nach Hilgorad.


Am 5. Querlar 16 nach Hilgorad brach ich mit meiner Tochter Akora Dur, Lothar Gavinwald und zahlreichen anderen Streitern auf um die unterirdische Stadt zu untersuchen, zu welcher man durch ein Portal südlich des Falkenwalles gelangen kann.

Das Portal selbst ist von keiner Form die ich zuvor gesehen habe, vielmehr wirkt es als würde sich die Dunkelheit darum konzentrieren. Man durchschreitet das Portal nicht wie andere ohne jeden Zeitverlust sondern findet sich in einer Art "Gang" wieder den man hinab schreiten muß. Dies könnte auf eine unglaubliche Entfernung im räumlichen Sinne oder aber auch im zeitlichen Sinne hindeuten.

Am anderen Ende angekommen befindet man sich in einem Höhlensystem welches sich durch zahlreiche magische Anomalien auszeichnet. So findet man dort Gewässer die mitten im Raum stehen, gehalten wohl durch eine Art von Magie die ich nichtmal betrachten konnte. So schien mir beim Versuch einer magischen Betrachtung als hätte ich dort keine Gabe, als hätte ich sie nie besessen was ich sehr erschreckend finde. Dennoch scheinen einfachere Zauber ohne weiteres zu funktionieren, so lange sie mich selbst betreffen und nicht andere Personen.

Das Gebiet ist gespickt mit gefährlichen Orten, Gasen die aus dem Boden treten und Pilzen die platzen und giftige Dämpfe absondern wenn man auf sie tritt, ebenso gibt es Stellen wo Flammen aus der Erde schlagen und glühende Lava fließt. Man muß sehr vorsichtig sein, wohin man seinen Fuß setzt.

Zu meinem Erstaunen fand ich tiefe Löcher in der Erde vor, welche ohne Grund schienen und von kleinen Lichtern erfüllt waren. Es war als würde man in den nächtlichen Himmel schaun, nur das diese Löcher sich im Boden befanden. Möglicherweise handelt es sich auch hierbei um eine Anomalie, doch wieder zeigten sich meine unzureichenden Kräfte darin das ich nichts darüber heraus finden konnte.

Die Stadt selbst, von welcher ich glaube das es sich dabei um Mazzarem handelt, scheint von einem Angriff verwüstet. Die Aussenmauern sind vollständig vernichtet, ebenso sind viele Gebäude beschädigt oder zerstört. Man sieht zwischen den Ruinen der Stadt kleine, schwache Lichter schweben und sobald man sich jenen nähert und sie genauer betrachtet vermag man etwas wie einen letzten Satz oder Gedanken zu hören. Ich halte es für wahrscheinlich das die ganze Stadt in der Zeit eingefroren ist und dies die letzten Gedanken ihrer Bewohner waren als sie starben.

Im Zentrum der Stadt befindet sich ein Palast in welchem man einige der Bewohner von Mazzarem sehen kann welche wie Statuen dort stehen. Auch bei ihnen kann man ihre letzten Gedanken hören, welche darauf schließen lassen das es sich dabei um die Anführer des Volkes handelt. Scheinbar wussten sie genau das ihr Untergang kommen würde und waren nicht in der Lage es zu verhindern, der einzige Ausweg schien in einem Ritual zu liegen das mehrfach erwähnt wurde.

Mir schien auch das die Gedanken der Wesen in der Stadt hauptsächlich die von Frauen, Kindern und ähnlichen Zivilen Personen sind, jedoch nicht von Soldaten. Einige Gedanken deuteten an das die Soldaten und Krieger gefallen waren in einer Schlacht die in der Ferne geschlagen wurde in dem Moment als die Zeit einfror. Dies würde sich mit den Visionen aus der Höhle von Niemand decken in welcher das Heer ebenfalls gezeigt wurde.

Im Süden der Stadt befindet sich ein scheinbar permanenter Teleporterschrein, welche, wenn man ihn betritt, einen zu anderen Orten befördert die aber ebenfalls in dem Höhlensystem zu finden sind. Wenn man den Teleporter zum vierten Mal verlässt und sich gen Süd-Osten hält findet man eine Art kleiner Festung oder Kaserne vor, in welcher man einen Ritualplatz findet. Dieser scheint sich mit der Vision von Macht aus der Höhle des Niemands zu decken und man kann eine einzelne Person erkennen welche sich von einem Thron hinab zu einem Schrein bewegt und dabei scheinbar ihre körperliche Gestalt verliert.
Ihre Gedanken scheinen sich dabei um eine Flucht vor den Göttern und deren Krieg zu handeln, was sich mit meinen bisherigen Theorien decken würde. Was zu beachten ist, ist das es nur eine Gestalt ist die Körperlos wird, die anderen, welche nur als Gedankenlichter zu erkennen sind, scheinen von einem Kraftfeld abgehalten zu werden.

Ich nehme stark an das es sich bei jener Gestalt um Niemand handelt, welcher als einziger seines Volkes der Katastrophe durch verbotene Magie entkam. Die Lichtgestalt die in den letzten Monden immer wieder als Niemands Sohn oder Erbe bezeichnet wurde ist dort nicht zu sehen was mich zu der Schlussfolgerung kommen lässt das es sich dabei nicht um eine Wesenheit aus Mazzarem handelt sondern sie einen anderen Ursprung haben muß.

Es verbleiben noch zahlreiche Nebengänge in den Höhlen um Mazzarem die erforscht werden müssen, wessen ich mich in den nächsten Tagen widmen werde.

Soweit verbleibe ich,
als treuer Untertan der Krone,
gez.: Toran Dur

Zitat:
Addendum: Von besonderer Bedeutsamkeit scheint mir die Zeitliche Enge zu sein, die zwischen dem ersten Finsterwangen-Experiment der Magier des Turmes und dem Erscheinen dieser "unterirdischen Stadt" liegt. Was mögen sie getan haben um diesen Zugang zu öffnen? Ist das Erscheinen dieses Portals eine Folgeerscheinung des eigenartigen Lichtbogens, den man zum Tage ihres ersten Experimentes sah?

Mein weltlicher Verstand genügt nicht um diese Fragen zu beantworten, jedoch ist mittlerweile unabstreitbar, dass Finsteren nach wie vor ein Quell unabsehbarer Gefahren und Widernatürlichkeiten ... mögen uns die Viere beistehen, dass die Magier wissen, was sie tun, so sie sich Finsterwangen nähern.


Zuletzt geändert von Rabe am 31.08.05, 14:22, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 31.08.05, 14:20 
Altratler
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Geschilderte Begebenheiten mit dem Feldherrn, einem seltsamen Mädchen, der Stimme Niemands.

Eingereicht von Toran Dur,
30. Querlar 16 nach Hilgorad.


I. Weitere Ereignisse mit dem Feldherren

- Jener flammenden Gestalt in roter Rüstung die in der Wüste und anderen Teilen des Ödlands gesichtet wurde.

Am Wandeltag den 27. Querlar 16 n. Hilgorad wollte ich gerade meinen Turm in Greifenklipp verlassen, als ich eine Stimme hörte welche aus der Ferne zu mir Drang. Sie sprach von Tot, Blut und Gewalt und noch bevor sich etwas tun konnte stieg die Temperatur schlagartig an, ich verlor innerhalb von wenigen Augenblicken das Bewusstsein.

Als ich wieder erwachte, fand ich mich in einem quadratischen Raum mit einer einzelnen Eisentüre wieder. Die Wände des Raumes waren bis auf zwei Stellen über und über mit Schriften in der Sprache des Volkes von Mazzrem beschrieben, mit welchen ich jedoch nichts anfangen konnte da ich noch keine Forschungen im Bereich der Übersetzung jener Texte machte.

Meine Versuche, mich aus dem Raum zu befreien schlugen trotz meines großen Ideenreichtums fehl, und ich musste zu meinem Leidwesen feststellen das jeder Versuch einer astralen Betrachtung des Raumes dazu führte das mein Geist von fremden Bildern überflutet wurde, die mir eine genauere Untersuchung unmöglich machten.
Es gelang mir schließlich ein Ritual zu erarbeiten das diese Bilder zurückdrängte so das ich die zwei freien Wandstellen genauer betrachten konnte, welche weitere Texte enthielten, einer davon zu meinem Glück in Run.

Ha eij marzuer Kyr
E niale tas mne Ef
dru Inu ki Jair

Sie verbannten Krieg
und erlauben mir keine Ehre
nur Zugang in Schrecken

Dies scheint mir darauf hinzudeuten das der Feldherr mit dem Frieden seines Volkes nicht zufrieden war.
Auf der anderen Wand war indessen folgendes zu lesen und erst durch diese Worte konnte ich die Türe öffnen, denn eines davon scheint ein Losungswort gewesen zu sein, über welches ich mehr zufällig stolperte.

Jai ijaed Khezah
e jeniahed tla ka Thez
oa Rheani op Khinaz

Ich fand mich jedenfalls in einer völligen Schwärze wieder, wo ich Zeuge einer Schlacht zwischen dem Heer von Mazzarem und einer Gruppe von harpyienähnlichen Wesen wurde. Schließlich musste sich das Volk von Mazzarem unter schweren Verlusten auf Befehl des Feldherren zurückziehen.

Obwohl es mir so schien, dass die Soldaten sich meiner Anwesenheit nicht bewusst waren, so waren es doch zwei der Harpyien, welche mich Angriffen. Unter großer Mühe gelang es mir jedoch, sie zu vernichten und meinen Weg mit einer leichten Verletzung an der Schulter fortzusetzen.

Ich gelangte in einen zweiten Raum in dem ich eine Karte der Insel Siebenwind fand, jedoch schien diese Karte aus einer anderen Epoche zu stammen, denn keine der jetzigen Städte war darauf verzeichnet, vielmehr fand ich nur eine einzige Stadt an der Stelle wo das heutige Brandenstein liegt und diese Stadt wird gekennzeichnet durch einen großen Bau im Zentrum, welches mit einer Raute markiert war. Ich vermute dabei handelt es sich um Mazzarem wie man es durch das Tor am Wall betrachten kann. (Siehe Bericht 21)

Ebenso waren alle Toranduriten mit Pfeilen markiert.

Als ich dann noch einige Bücher in dem Raum astral betrachtete verschwamm die Welt erneut um ich und ich fand (Anm.d.Descriptors: An dieser Stelle befindet sich im Original ein grosser Tintenklecks, als hätte der Schreiber die Feder fahren lassen und erst später wieder aufgehoben.) Ich fand mich schließlich in einer Höhle voller Lava, nur schmale Stücke festen Landes waren zu sehen und der Feldherr stand inmitten der Lava und brüllte zu Bellum warum er dieses Schicksal erleiden musste. Ebenso schrie er, dass man ihm seine Schlacht nahm und seine Ehre.

Ich hatte keine Zeit mich genauer damit zu befassen, denn die Höhle begann einzustürzen und ich floh über das feste Land bis ich durch ein Tor stolperte und mich unversehens und unverletzt wieder in meinem Turm wiederfand.

II. Der Waldgeist des kleinen Mädchens.

In den letzten Tagen kam mir öfter zu Ohren das einzelne Magier und auch meine Tochter, Akora Dur, von einem kleinen Mädchen begegnet waren, das über seltsame naturgebundene Magie verfügt. So wachsen Blumen dort, wo es seine Füße setzt und es hat die völlige Kontrolle über die Tiere des Waldes.

So machte ich mich mich heute, am Endtag den 30. Querlar 16 nach Hilgorad, auf, um dieses Wesen zu untersuchen. Meine Tochter Akora Dur und der Novize des Turmes Rukar Unbenannt begleiteten mich, während wir in den Wald südlich von Falkensee vordrangen.

Nach einer Weile des Wartens im Zentrum des Waldes erlahmte der Wind und es wurde still, dann erlosch das kleine Lagerfeuer das wir gemacht hatten und zahlreiche Waldtiere, Hirsche, Bären und Wölfe erschienen im Schatten des Unterholzes während wir eine sanfte Melodie hörten, ganz offenbar ein Kinderlied.

Nach wenigen Augenblicken kam das Kind zwischen einem Baumstamm hervor, es trug ein grünes Kleidchen und Handschuhe und war blond, nicht sehr alt. Ich betrachtete es sofort astral und sah eine starke Präsenz einer sehr alten und naturgebundenen Magie.

Es schien meine Untersuchung indessen zu bemerken und verlangte, dass ich damit aufhörte, was ich auch tat. Es richtete dann das Wort an uns und sagte das wir eine Botschaft überbringen müssten:
"Die Waagschalen werden zu gleichen Teilen gefüllt sein, ich werde die Städte und das Bollwerk niederreißen."
Sie verblasste kurze und erschien direkt vor mir wieder und sagte leise zu mir "Und ich werde es genießen".
Jeden Versuch ihr klarzumachen, dass wir nicht ihr Feind sind schlug fehl und sie verschwand wieder, während wir uns rasch aus dem Wald zurückzogen.

Ich rate zu größter Aufmerksamkeit in dieser Sache und werde weitere Magier konsultieren um vielleicht Schritte gegen das Wesen einleiten zu können, sollte es sich als potente Bedrohung heraustellen.

III. Eine Botschaft des Niemand

Noch während ich gerade diesen Bericht zu Pergament gebracht habe hörte ich ein Rauschen und Wogen und ich hörte eine Stimme, die zu mir sprach und vor meinem inneren Auge erschien der Grabstein in der Höhle des Niemands, jener Stein, an dem jeder er ihn ansieht, seinen eigenen Namen eingraviert findet.

Die Stimme sagte meinen Namen und sprach das ein Krieg kommt, kein Krieg um Land, Geld oder leibliche Güter aber ein Krieg um Seelen und ich solle Acht geben. Es endete mit den Worten "Niemand hat euch gewarnt".

Gez.:
Toran Dur


Zuletzt geändert von Rabe am 28.09.05, 09:57, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 20.09.05, 14:43 
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Eigenartige Nachricht eines Unbekannten;
Betreffend das Schwert des Feldherrn; Das Mädchen des Waldes


Eingereicht von einem Unbekannten,
21. Carmer 16 nach Hilgorad


Zitat:
Vorwort: Von einer unkenntlichen Gestalt wurde folgender Brief abgegeben bei der Torwache. Er wird in den Index aufgenommen und abgeschrieben, da er mysteriöse Neuigkeiten zu enthalten scheint und womöglich Vorzeichen einer kommenden Bedrohung oder Verschwörung ist.


Zitat:
Anath Kunra,

ich berichte im Verborgenen wie mein Herr und Sippenvater der Graue mir auftrug und wie der Sänger über mein Handeln wacht.

Das Schwert des Feldherren

Von 7 Teilen flüstern die Schatten. Eines den Tardukai, 5 in Halvards Händen und das Heft dem Feldherren selbst. Schmieden oder vernichten was böse Aura trägt? Die Schlacht der Mazzarem wurde mit jener Klinge verloren, beginnt er die Schlacht nicht von neuem gibt man ihm eine Waffe? Das Ödland wandelt sich zum Schlachtfeld. Ein Teil muss aus den Händen der Dunkeln gewonnen werden. Zerstört werden muss was böse ist, doch nicht ohne Wissen so will es die Sippe.

Das Kind der Wälder

Oh zwei soll es gar sein. Hexe aus Mazzarem und Wiedergeburt der Natur, gut und böse, schwarz und weiss. Niemand der hilft, der Kopflose der Schmerz und Feuer bringt. Zwei ist's und die alte Hex ist bös und das Mädchen schloss einen heiligen Pakt mit den Elfen besiegelt mit einem Baum zu Südfall, oh welcher Traum. Von Krieg und Bollwerken spricht's, ist nicht Mazzarem erbaut wo das Burgwerk Seiner Gnaden steht? Erbaut Seiner Gnaden Burg nicht wo einst das Haus des Niemand' stand wo einst Mazzarem war. Südfalls Mauerwerk nicht der Platz des Frevels, der schwarzen Magie der einst zu Mazzarem? Was war Niemands Heim einst?

Fragen Fragen doch wisset:

Der Graue wandelt durch die Straßen Brandensteins, der Tod wandelt unter euch !

Erworben und verdient müssen Namen sein, vom Sippenvater und Herren gegeben, vom Sänger genannt

Nefret

Rai Kunra


Zitat:
Nachwort:

Wer ist diese Gestalt?
Eine Verschwörung der Endophali?

Sie grüsst und verabschiedet sich in den Worten der Endophali, es ist also anzunehmen, dass sie selbst aus dem Süderland kommt. Es wird ein Sippenvater erwähnt und mehrere andere eigenartige Gestalten, wie der Sänger oder der Graue. Man muss annehmen, dass die Endophali auf Siebenwind sich jener Gestalt als Mittelsmann bedienen...
...wie töricht wir doch waren zu glauben, dass die Südländer sich auf Siebenwind als einzige nicht finden, formieren und ihre eigenen Ziele finden, ihre eigenen Ränke schmieden. Wir wissen, dass jene aus dem Süderland nicht die Viere anbeten, oder dies nur leichtfertig und belanglos tun. Ein Abfall dieses schwachen Volkes zum Bösen scheint erwiesen, denn die Botschafterin spricht aus dem Verborgenen, von den Schatten, vom Tode. Grösste Vorsicht und grösstes Misstrauen muss jenen aus dem Südland entgegengebracht werden. Der Schreiber dieser Nachricht muss um jeden Preis gefunden werden.

Mazzarem und Brandenstein.
Weiss sie von den Relikten die nach Draconis gebracht wurden?

Wie kann es sein, dass jene schemenhafte Gestalt uns Nachricht überbringt, die Brandenstein und Mazzarem in Verbindung setzt? Ist es nur Zufall oder besitzt diese Gruppierung, unter der die Südländer zu vermuten sind, so weitreichende Verbindungen, dass sie aus den Archiven Draconis von den Relikten wissen kann? Von den Statuetten und Steintafeln, die gefunden wurden, als die erste Siedler die Insel betrafen. Wie kann es sein, dass sie von den Monolithen weiss, die zu Finsterwangen, Schieferbruch und Brandenstein gefunden wurden und von Siedlerhand niedergerissen um Platz zu geben für die Burgen des geheiligten Königreichs? Wissen sie auch von den vergrabenen Stätten? Von den Opfern ... Nein. Die Akten sind verschlossen und gesiegelt. Es kann nicht sein, dass die Südländer auf Siebenwind derartig viel Macht und Wissen gesammelt haben. Dem ist in jedem Falle nachzguehen ...

Über Schwert und Mädchen an sich.
Nur vage sind die Berichte, die wir darüber bis nun erhielten, doch stimmt, was der Bote der möglichen Südländerverschwörung schreibt, mit dem überein, was sich uns bis jetzt ergiebt. Die Verführung der Nortraven druch die Schwertsplitter, das Bündnis der Elfen mit einer eigenartigen Naturmacht .... Doch viele Passagen der Nachricht sind schleierhaft und ungenau. Mag dies alles nur Spott der Dunklen sein? Ein Versuch unseren Blick auf die viergöttliche Wahrheit zu verschleiern?
Einerlein: Allein Vorsicht und Misstrauen sind Schild gegen Lüge und Verwirrspiel.


Zuletzt geändert von Rabe am 20.09.05, 14:52, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 24.09.05, 12:01 
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Entdeckung eines eigenartigen Sandsteinbaus im Ödland.

Eingereicht von Knappin Miriam Lasar,
25. Carmer 16 nach Hilgorad


Am Markt wurde ich heute von einer Vision heimgesucht. Eine schreckliche Fratze machte sich vor meinem inneren Auge breit. Sie hatte schrägstehende, gelbe Augen und war grell und hellerleuchtet. Nur einen kurzen Moment, gerade mal einen Wimpernschlag lange sah ich es. Diese Erscheinung kam mir schon einmal unter, als Reflektion in der Rüstung eines anderen Knappen. Zweifellos handelt es sich dabei um "Niemand", den Unheilbringer des sechsfingrigen Volkes. Nachdem mir dieses Gesicht erschienen war, begannen Stimmen zu mir zu sprechen. Niemand sonst konnte sie wahr nehmen. Gewissenhaft habe ich mir jedes, einzelne Wort notiert:

"Sterbende ... öffne deine Augen dem, was das Schicksal dieses Ortes ist..."
"Du sehnst dich nach Gerechtigkeit ..."
"Niemand sieht und niemand hört, darum ist das Wissen verloren."
"Was Niemand sieht ... was das Schicksal von allen ist"
"Niemand sieht es ... Sterbende."
"Sterbende ... die du dich nach gerechtigkeit sehnst."
"Niemand spricht zu dir, daher wahre die Worte."
"Was einst das Schicksal war, das wird wieder Schicksal sein."
"Wissen, das niemand trägt, ist an einem Ort verborgen."
"Doch niemand sieht und hört was geschieht ... so wird es nicht gefunden."
"Niemand sieht, so bleibt das Wissen verloren."
"Du suchst Gerechtigkeit Sterbende, Gerechtigkeit für die du selbst deine Seele aufs Spiel setzt."
"Geh. Sieh. Was in alten Tagen aus der Gerechtigkeit wurde, die wir alle suchten."

Einher mit dieser Erscheinung ging ein Wetterflimmern über dem Ödland. Ich machte mich sofort auf den Weg dort hin und kam so zum Splitterfels. Am nördlichen Rücken des Splittergebirges, in der Mitte des Ödlands, gibt es einen Sandsteinbau. Er ist viereckig, könnte sogar nach elfischer Architektur entstanden sein oder nach den Baugewohnheiten Mazadems, der unterirdischen Stadt. Er beinhaltet sechs verschieden farbene Kugeln. Eine für Vitama, eine für Bellum, eine für Morsan, eine für Astrael und eine für den Verderbten Sohn der Götter. In ihrem Innern sieht man die Symbole der jeweiligen Gottheiten. Die sechste Kugel steht in deren Mitte. Sie ist unversehrt, die anderen sind geborsten und voller Staub. Nur die gläserne in der Mitte ist poliert und erstrahlt wie frisch gesäubert und wird immer wieder erfüllt von pulsierenden Licht.

An der Wand befinden sich Schrifzüge, sie lauten wie folgt:

Nordwand: "...mon Khazataja njataej" "Thenila ihaz." "Man Thea fenaej.." "Min Jesata kzejej." "Ma Kahea fa Inje.." "..ma Jesata bega ha joda The."

Westwand: "ua nuga Jeta." "..Dha lathezej Tarij." "..Dha lathezej Fahin." "dowa knet Tjaka.." "Njela nket" "..phejataej nuga Jeta."

Ostwand: ".. thuha bega ika Tjaka" "ma Iheeva rhena Feji.." "..min Thenila metha lo thre aej." "ojan bega jathena." "Thenilaja jathena bega." ".. Lheiah zkaltaej min Tarij." "..Njudaja tuha.."

Südwand: "Njela ua nket.." " ..Fahin te'kharia." "Tjeka e Njela te'lherani.." ".. mon heja Tjekara jahanaej megha." "..min mon Tjaka mon Volaaghtja" "Man Thea jenaej.."

Die erste Vermutung die mir dazu einfällt, wäre die eines Gefängnisses. In der mittleren Kugel wurde etwas eingesperrt, dass alle fünf Götter beunruhigte und sie sogar zu einer kurzzeitigen Koalition verleitete. Dieser Gedanke mag unvorstellbar sein, aber es ist nahe liegend. Was auch immer hier gefangen wart, es scheint entkommen zu sein.

Berührung der Kugeln:
Wenn man die äußeren fünf beruhrt spürt man Wärme und das spröde, brüchige Glas. Der Staub, welcher die Kugeln überzieht, ist unbeweglich, man kann ihn nicht entfernen, als sei er eingefroren in der Zeit. Wenn man die weiße Kugel in der Mitte berührt, wird man überschwemmt von einer Welle aus Bildern. Sie zeigen Elfen, Menschen, Myten, Dämonen, Horwah, Tare, Falandrien, Siebenwind und vieles andere. Es ist eine schnelle aneinander Reihung von Bildern, die der menschliche Kopf nicht verarbeiten kann. Was zurück bleibt sind ordentliche Schädelschmerzen.

Ich empfehle eine Weiterleitung des Berichtes an den Magierturm zu Südfall und an die ehrbaren Geweihten der Viergötter Kirche.

Unterschrieben von:
Mirian Lasar,
Knappe des ehrenwerten Sir Steiner.


Zuletzt geändert von Rabe am 24.09.05, 12:03, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 28.09.05, 10:23 
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Bericht über die Sprache der Mazzaremer und verschiedene Sichtungen

Eingereicht von Raisha al Javet,
27. Carmer 16 nach Hilgorad


Hiermit sei Euch ein Bericht der Ereignisse des gestrigen Tages gegeben und ebenso vom Erscheinen des Lur'Jarigor berichtet.

Bericht der Expedition ins Ödland

Die Kugeln und das Gebäude zeigten sich wie im Bericht der Frau Knappin Miriam Lasar (siehe Beitrag 24) beschrieben. Die mittlere leuchtende Kugel scheint das Wissen der Bewohner Mazzarems über Tare und die Spähren in sich zu tragen, doch ist jenes selbst für eine Diamanten zu viel. Tiefer im Ödland befinden sich Steine mit Schriftzeichen der Mazzarem, welche eine Stimme zu übersetzen scheint wenn man das Rätsel löst.
Das erste Rätsel ist unvollständig da ich den Text nicht gänzlich kenne, der zweite Teil von den Steinen des Ringrätsels ist vollständig und daran können die Worte übersetzt werden.

Zitat:
Übersetzung der Sprache der Mazzarem:

Unser Plan reift mit jedem Tag mehr
Nuaga Thuha fenaej dja kara Aha tja.

Um zu siegen müssen wir bis nach Therasse
Ha ua faisa nasha nua djsa Therassa

kommen und den Fluß überqueren
njata e za Kharana ua uaghena ihazeh shegana.

Tha nua ijhe id chena.

"Wir waren dabei die Tür auf zu brechen,"
Nua aed tua man Gaja l ua kzej...

"als ein Soldat einen Schlüssel brachte,"
..weha ma Kjana ma Kahea rhenaed..

"den er fand."
"..za te lathezed."

"Die Tür bebte unter den Äxten,"
"man Gaja tuhaed dowa za Bajakaja.."

"aber kein Splitter löste sich."
"..tha na Tuijaga ehaed bega."

Übersetzung:

Nua = wir
Aed = waren
Tua = dabei
Man = die
Gaja = Tür
L = auf
Ua = zu
Kzej = brechen
Weha = als
Ma = ein/einen
Kjana = Soldat
Kahea = Schlüssel
Rhenaed = brachte
Za = den
Te = er
Lathezed = fand
Tuhaed = bebte
Dowa = unter
Za = den
Bajakaja = Äxten
Tha = aber
Na = kein
Tuijaga = Splitter
Ehaed =löste
Bega = sich
Volath = Macht
beguured = genutzt
Jihar = Anfang
Jehur = Ende
Nojaha = Götter
Jai = Sie
Novaed = gaben
lo = was
nohe = retten
ki = nicht
aej = ist
mo = wo
tahaae = hätte
ihaz = werden
noaj = dürfen
Nahjeesed = Verloren
e = und
Tarae = Tare ?
a = war (laut der Myten ist/sein/haben)
nohed = retteten ?
[/list]


Nach der Zerstörung einer der Toranduriten griffen eines der Harpyienwesen am Übergang der Wüste zum Ödland an, es scheint also wahr zu sein, dass sich der Dämon im Meteor vor M e r r o s versteckt bis er das Amulett erhält, wie die Myten berichten. Die Hexe der Mazzarem scheint einem der Krieger, welche uns ins Ödland begleiteten gefolgt zu sein da sie "das Auge der Raubkatze" von ihm zu erlangen sucht. Jenes Auge erhielt er wohl als er jene "Raubkatze" tötete, doch ist mir nichts näheres bekannt.
Es kam als wir in Richtung Wall flohen zum Kampf zwischen der Hexe und dem Feldherren. Nach den Worten, welche zuvor zu hören waren würde ich es für einen Kampf eines Bellumsgläubigen Kriegers gegen eine Ungläubige halten.

Wissen der Myten über Niemand und die Mazzarem

Laut der Myten verbirgt sich der Dämon S h a' N a z' G h u l im Meteor und die Säulen bilden ein Pentagramm um jenen herum um ihn zu befreien. Der Dämon wartet darauf dass der Feldherr der Mazzarem ihm das Amulett des Merros bringt, damit er stark genug ist ihn und wohl auch uns zu vernichten. Die Quelle des Valmorn - darunter verstehen die Myten wohl die Magie - der Bewohner Mazzarems sollen ihre Augen sein, laut der Myten sind jene ihre Schwachstellen. Sollte das Gleichgewicht der Magie nicht wiederhergestellt werden so wird laut der Myten alles Leben auf Tare vernichtet.
Die Myten werden die Kugeln untersuchen, vielleicht ist ihr Geist fähig das Wissen zu begreifen. Im Tausch für das erhaltene Wissen sollen sie mit Seiner Gnaden Erlaubnis eine Abschrift des Index erhalten.
Über die Splitter des Schwertes des Feldherren wussten die Myten nichts, doch halten sie jene Waffe nicht für mächtig genug den Dämon zu besiegen.

Lur'Jarigor

Vor einigen Tagen erschien mit ein sehr alter Wolf als ich jenen berührte zeigte sich mir die Lur'Jarigor, die Hüter der Natur selbst. Mir ist nicht bekannt ob sie noch anderen erschienen, doch deutet ihr Erscheinen überhaupt auf eine Bedrohung hin. Welche Art Bedrohung sie sich zeigen lässt kann ich möglicherweise nach dem Ritus des Gor'korcht sagen. Jener erfordert jedoch einiges an Vorbereitungen und die Erlaubnis meiner Lehrmeister das Gor'korcht durchzuführen.

Es sollten laut Raisha al Javet folgende Dinge geschehen:

  • Einer der Schwertsplitter sollte von Toran Dur untersucht werden ebenso das Auge der Raubkatze.
  • Das Rätsel in den Sümpfen des Ödlandes sollte untersucht werden.
  • Die Kugel im Ödland sollte von den Myten untersucht werden ebenso von den Dwarschim.
  • Ein Geweihter Bellums sollte versuchen den Feldherren der Mazzarem von seinem falschen Handeln zu überzeugen


Ehre der Krone ! Friede dem Reich !

Untertänigst
Raisha al Javet

Zitat:
Addendum:

Den Seelenfressern vertrauen?
Oft wird in diesem Beitrag für den Index Siebenwind von "Myten" gesprochen. Es hat sich auf Siebenwind herausgestellt, dass jene "Myten" nichts anderes zu sein scheinen als die Seelenfresser die in Vjer-Ära des geheiligten Königreiches das Volk im jetzigen Morthum in Angst und Schrecken versetzten und von Himduir III. ap Vjer geschlagen und vernichtet wurden.
Es erscheint mit gefährlich leichtfertig für Leib und Seele, sich mit diesen götterlosen Geschöpfen einzulassen und ihren Worten irgendwelchen Glauben zu schenken. Bestimmt schmieden sie eigene Ränke gegen uns und versuchen unsere Gedanken für ihre Ziele zu verwirren. Wer weiss schon zu deuten, welch Tücke jene Gestalten in der Stille ihrer Gemeinschaft ausbilden.

Hexen
Es mehren sich letztlich die Berichte über eigenartige Hexen und Hexenwerk, die anscheinend unter einer neuen Anführerin die Insel in Aufruhr versetzen. Vielleicht mag es wieder Zeit für eine Reinigung sein, wie sie der seelige Grosskönig Feestar XII. ap Senal dereinst begann ...

Die alten Dämonen
Immer öfter müssen wir im Index Siebenwind die schändlichen Namen von mächtigen Dämonen der jüngeren Vergangenheit lesen.

Wahr ist, dass Dämonen nach unserem Wissen nicht sterben, sondern in der endlosen Qual des verderbten Landes auf ihre Rückkehr durch schwarzmagisches Handeln lauern ... Doch können sie auch nach ihrer Vernichtung in unserer Welt warten und zehren bis sie wieder erstarken?

Ausschlaggebend ist jedoch, dass kein Dämon diese Welt betreten kann, ohne dass ein verderbter Magier der dunkelsten Künste seinen Anteil an seiner Anrufung nimmt ... um uns vor möglichen Dämonen zu schützen, müssen also nur alle, die dem Einen verfallen sind oder ihm verfallen könnten auf dem Scheiterhaufen gebracht werden.


Zuletzt geändert von Rabe am 28.09.05, 10:51, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 28.09.05, 11:09 
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Bericht der Kirche über das saphirene Schwert und das Volk der Mazzaremer.

Eingereicht von Schwester Amelia Fuchsfell vom Orden des lieblichen Kelches,
28. Carmer 16 nach Hilgorad


Hier seien weitere Tatsachen, die von der Kirche der einzigwahren Viergötter gesammelt wurden, um den Feind von diesem Eiland zu vertreiben.

Über die Splitter und das Schwert .

Sieben Splitter soll es geben, die das Schwert formen, welches einst in den Händen des Feldherren Arlos gegen die Dämonen geführt wurde.
Es stammt aus den Zeiten Mazzarems und nach Halvards Worten, hat es die Zeiten dieser Kultur eingeläutet.
Nicht wie wir stets vermutet haben, sollen es die Splitter sein, die von dem Nortraven Nordmann besitz ergriffen, wie ihr gewiss bereits festgestellt habt durch die Besessenheit jener beiden Mächte die auf ihm liegen. Jene Splitter sollen auch nichts Böses in sich hegen. Sie sollen uns eine Rettung sein, wenn sie das Schwert wieder bilden und es in die Hände Arlos' gerät.
Es heißt, nur dieser Feldheer könne das Schwert führen. Und nur in seinen Händen ist es zu Gutem fähig. Und schenkt man der Sage glauben, dann, denke ich, leuchtet diese Vermutung ein. Die Tardukai suchen diese Splitter. Denn sollte es so kommen, dass das Schwert einst wieder geschmiedet wird, dann könnte es gewiss sein, dass es als Waffe gegen sie und das verlorene Kind genutzt wird. Dies wollen sie verhindern.
Sie suchten Halvard Nordmann in den letzten Wochen oft auf. Sie kamen einfach zu ihm, sprachen mit ihm, wollten die Splitter von ihm. Doch er gab sie ihnen nicht und tat auch gut daran. Jedoch vermute ich, könnte es sein, dass jene beiden Mächte die auf ihn wirken, von den Tardukai oder anderer Diener des verlorenen Kindes geschickt wurden um eben seinen Willen zu brechen und die Splitter zu übergeben. Das schließe ich aus Halvards Vorhaben, die Splitter den Tardukai zu übergeben, weshalb er in der Burg eingeschlossen wurde.

Halvard Nordmann verriet Bruder Jonar, wo sich drei der Splitter, die in seiner Obhut waren befinden. Zwei weitere Splitter wurden ihm abgenommen. Ein einziger liegt in der Obhut der Tardukai, der letzte soll, nach der Sage, das Heft des Schwertes sein, in der Hand Arlos', dem Feldherren.


Über die Überlebenden Mazzarems


Weiter erzählte mir Halvard Nordmann von der Kultur Mazzarems. Dieses Volk hielt eine Macht inne, die es glauben ließ den Göttern gleich zu sein. So kam es, dass sie Gebäude in einer seltsamen Form, spitz zulaufend weit in den Himmel hinein bauten. So kam es, dass sie sich selbst mehr huldigten als die Götter. Und so kam es auch, dass sie begangen sich selbst immer mächtiger zu fühlen und bald sich selbst über die Götter erhoben.
Sie trugen ein Ritual aus, dass sie unsterblich machen würde. Das sie jedes Gebot der Götter übertreten ließe und den Sinn ihrer Erschöpfung an uns Wesen Tares verspotten lassen würde. In dem sie sich selbst Morsans Willen und seinen Hallen entrießen und sich ein ewiges Leben versprachen. Sie wollten über den Tod herrschen, denn sie dachten, dies wäre das einzige dem sie nicht überlegen wären. Sie wollten über die Götter herrschen, sie dachten, sie wären das Volk, auserwählt über alles zu gebieten. Dieses Ritual jedoch, dass sie bald ausführten sollte ihr Untergang sein. Sie riefen den Zorn der Götter hervor.
Das Volk Mazzarems wurde ausgelöscht.

Weiterhin soll es nur vier Überlebende gegeben haben.

  • Der eine, auf ewig eingesperrt in Gestein. - Ich nehme an man spricht hier über das Wesen Niemand.
  • Ein weiterer, auf ewig Gebieter über die Feuer. - Das Wesen dass für die sengende Hitze im Ödland verantwortlich gewesen ist, vermute ich selbst.
  • Und eine, Gebieterin über die Natur. - Jenes Mädchen das uns in den Wäldern erscheint und von der Rache der Natur spricht.
  • Der letzte, ein Reiter auf den Köpfen der Eisdrachen. - Über solch ein Wesen ist mir nichts bewusst, es ist auch nichts im Index den Vater Sanduros aufbewahre darüber zu finden.


Sie alle scheinen mir jedoch auf eine Art wider den Vieren und den Elementarherren feindlich gesinnt zu sein.

Gez.: Schwester Amelia Fuchsfell


Zuletzt geändert von Rabe am 28.09.05, 11:11, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 11.10.05, 01:38 
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Bericht über neuerliche Stimmerscheinung des Niemand.

Eingerecht von Elena Steiner,
des Ritters Schwester,
11. Carmar 16 nach Hilgorad



Die Viere zum Grusse,

hiermit möchte ich auf eine neuerliche 'Erscheinung' in Bezug auf Niemand und wohl auch dem Volk von Mazzarem hinweisen.

Am 11. Carmar, um den achten Hellzyklus herum, geschah es, dass mir in der Brandensteiner Taverne "Zur Roten Seeschlange" eine Stimme, welche alt und weise erklang, Worte in meine Ohren flüsterte. Solche Stimmen hörte ich bisher schon ein paar Male - zum einen, als in der Höhle des Niemands sich der Pfad des Kummers offenbarte, zum anderen als das grüngekleidete Mädchen erschien - In diesem Falle im übrigen auch eine Stimme, die alt und weise erklang.

Dieses Mal flüsterte sie mir zu, dass es im Ödland einen Ort gäbe, der altes Wissen trägt. Wissen, was niemand hat und niemand hütet. Wissen um die Vergangenheit, deren Schicksal es ist, die Zukunft zu werden.
Sie fuhr weiter fort, sprach von neun Orten, welche den Schlüssel zu diesem Wissen tragen würden.
Danach wiederholte die Stimme erneut, dass das Vergangene das Schicksal trägt, die Zukunft zu werden und wenig später sah ich kurzzeitig ein grell erleuchtetes Gesicht mit gelben, schrägstehenden Augen.

Zur selben Zeit wurde auch Harwarn Gropp am gleichen Ort von dieser Stimme heimgesucht und den Worten Regina Gropps nach, hatte auch Zacharias Cana diese Stimme kürzlich gehört.

Ich hoffe, dieser eher kurze Bericht, mag etwas weiterhelfen bei der Aufklärung rund um die Geschehnisse bezüglich Niemand und auch anderen helfen, das Rätsel darum zu lösen.

Dem König zur ewigen Ehr',
- Elena Steiner

Zitat:
Addendum:
Während ich nun den siebenundzwanzigsten Bericht des Index abschreibe, so ergreift mich langsam Besorgnis um die Sicherheit dieser Insel. Nicht so recht, ob jener obskuren und böswilligen Erscheinungen, die uns plagen, als mehr wegen der Tatsache, dass ich beim Durchgehen der Berichteschreiber nahezu nur Namen lese, die auch zu Hof wohlbekannt sind. Seien es die Geweihten, die Magier, seien es die Knappen oder die Anverwandten der Ritter oder gut betuchte und bekannte Handwerker...
...mag dort Plan fremder Mächte beteiligt sein? Will man versuchen die Führungsschicht des Eilands in Verwirrung und Befangenheit zu stürzen? Ist dies alles nur Blendewerk der bösen Gestalten Tarens? Oder ist es viel einfacher: Sind jene nur die Einzigen, die sich kümmern um den Fortbestand des Wissens zu Siebenwind? Sind jene es, die sich Nachricht aus Gründen der Zeit und Bildung leisten können? Ich bete zu Astrael, dass meine Sorgen unbegründet sind.


Zuletzt geändert von Rabe am 11.10.05, 01:38, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 6.11.05, 16:28 
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Vom Nachtwald bis zur Wüste, Toran Durs Reisen durch Zentralsiebenwind.

Eingerecht von Toran Dur,
Datum nicht angegeben.


Während meiner zahllosen Reisen in das tote Land, welches sich hinter dem Falkenwall erstreckt und mehr als die Hälfte der gesamten Insel einnimmt, habe ich viele erstaunliche und unglaubliche Dinge gesehen und mich oft gegen übernatürliche Kräfte zur Wehr setzen müssen.

Doch nun, nach vielen Monden kann ich festhalten das die Insel vom äußersten Süden bis hin zum östlichen Ende der Wüste zur Gänze erforscht ist, wobei man nie sagen kann welche Perversionen des Schaffens der Viere dort von einem Tag zum nächsten erscheinen können.

Ich beginne mit meiner Beschreibung im Süden und werde mich dann nach Norden arbeiten, natürlich werde ich nicht zu sehr ins Detail gehen sondern mich vielmehr auf eine objektive Beschreibung der Örtlichkeiten verschreiben.

Ich rate jedem Forscher und treuem Diener der Viere und der Krone davon ab, sich ohne eine Eskorte von mindestens zwei starken Kriegern in das tote Land zu wagen und insbesondere sollte man dies nicht tun während der Nacht. Während der Dunkelzyklen befinden sich nämlich die Schwarmspinnen auf der Jagd und schon oft haben sie in großen Horden selbst große Kampftruppen angegriffen und schrecken weder vor Feuer noch vor Magie und kaltem Stahl zurück.

Seid also gewarnt vor den Gefahren des toten Landes und seiner Kreaturen.

I. Der Nachtwald

Das Gebiet hinter dem Steinernen Maul nenne ich den Nachtwald aufgrund der schwarzen, abgestorbenen Bäume, welche die gesamte Ebene erfüllen. Dieser Wald erstreckt sich südöstlich des Tales der Ahnen, der Bergstadt die einst von den Dwarschim bewohnt wurde.

Der Wald an sich ist vollkommen tot, jedoch streifen zahlreiche Oger und Goblins durch das Gebiet und ohne bewaffnete Eskorte ist jede Reise dorthin zum Scheitern verurteilt. Nichtsdestotrotz, man findet auch dort Dinge die einem den Schrecken in die Knochen treiben.

Direkt hinter dem Steinernen Maul findet man gen Südwesten einen Wald, welcher von gespenstisch unrealistischen Bäumen dominiert wird. Dieser Wald heißt Halvardhain nach seinem Entdecker. In der westlichen Felswand findet man eine Höhle in welche ein weißes Gesicht aus Stein in der Wand ruht, welches, nachdem Halvard erste Worte daran richtete, zum ersten mal den Namen Mazzarem erwähnte, von dem wir mittlerweile wissen das es die Stadt jenes alten Volkes auf Siebenwind ist.

Überquert man den ausgetrockneten Fluß weiter östlich, findet man sich in einem vollkommen leeren und herunter gekommenen Dorf wieder, das auf Stelzen erbaut wurde. Dieses scheint jedoch schon seid Jahren aufgegeben und zeigt keinerlei Spuren von Leben.

Direkt südlich dieses Dorfes findet man eine Perversion des Einen, ein Baum dessen grausiges Aussehen sich nicht in Worte fassen lässt, und der von einer unheiligen Aura erfasst scheint. So reckt er sich lebenden Wesen entgegen, verschlingt Vögel die sich auf seinen Ästen niederlassen und wenn man genau hinsieht, mag man auch die Knochen von seinen Opfern zwischen den Wurzeln des Baumes erkennen.

Am südöstlichsten Ende des Landes findet man eine merkwürdige Statue, die aussieht wie der Schädel eines Wesens mit mehrere Augenhöhlen, vermutlich auch eine der Perversionen des Einen.

Nördlich des Dorfes laufen drei Flüsse zusammen und ergießen sich ins Meer. Auf einer der Landspitzen findet man ein Gebiet das wahrhaft vom Einen gestreift wurde. Blumen wachsen dort, deren Blüten die Form der Innereien von Menschen haben und das Land selbst scheint nach dem Blut der Menschen zu lechzen.

Überquert man dennoch alle drei Flüsse findet man sich in einem weiteren Teil des Nachtwaldes wieder, welcher im Norden von einer Felswand begrenzt wird. Folgt man dieser, findet man eine halbverschüttete Ruine, welche in den Berg gebettet ist, jedoch scheinen alle Gänge die einmal in die Tiefe führten, verschüttet zu sein. Jenes mag ein Segen sein, wer weiß was alles dort unten lauern mag.

Allerdings findet man auf dieser Seite der drei Flüsse noch einen pervertierten Baum, welchem ich mich jedoch nicht zu sehr näherte da er noch grausiger erschien als sein Bruder auf der anderen Seite der Bucht.

II. Die Finsterebene

Das gesamte Gebiet südlich des Splitterfelsens bis hin zum Steinernen Maul und den Ruinen von Finsterwangen bezeichne ich als die Finsterebene. Dieses Gebiet ist vor allem durch seine ausgedehnten abgeholzten Wälder gekennzeichnet, nur die Viere wissen was mit all dem Holz geschehen ist.

Auf halber Strecke zwischen dem Splitterfelsen und dem Meer nach Osten hin, findet man einen scheinbar friedlichen Gebäudekomplex, umzäunt von einem Gitterzaun. Hier möchte ich einen jeden Reisenden und Forschenden warnen, denn dies ist eine Illusion. Sobald man durch das Tor tritt findet man sich in einem Gebiet des Einen wieder, ein Friedhof voll grausigster Geschöpfe tut sich dort auf und in seinen Tiefen lauern wahrhaft dämonische Kreaturen. Während einer Expedition wurde ich dort eingeschlossen und irrte lange, schwerverwundet umher bis ich mich schließlich durch einen unterirdischen Gang zu einem anderen Friedhof verirrte, welcher südlich des Splitterfelsens liegt. Ich überlebte nur knapp und ging seid dem nie wieder ohne starke Eskorte in das tote Land.

Südöstlich des Splitterfelsens haben sich Lavaströme aufgetan, welche von einem Vulkan auszugehen scheinen und dort das Land stark verformen. Ich habe bisher davon abgesehen den Berg selbst zu erklimmen da mir die Gefahr so groß schien und die Anwesenheit vieler Trolle in dieser Gegend jedwede Forschung zu einer ständigen Schlacht machen.

Unmittelbar vor dem Steinernen Maul findet man einen klaren See an dessen Nordufer jedoch ein unmenschliches Lager liegt, welches Anzeichen aufzeigt das dort Schlachtungen an Menschen vorgenommen wurden. Was für finstere Kreaturen dort auch immer hausen oder gehaust haben konnte ich nicht herausfinden, doch der Ort ist zutiefst Abscheu erregend.

Südlich des Sees findet man einen kleinen Lichtblick in den Finsterebenen, einen Ort an dem scheinbar die Natur wieder in reiner, unverdorbener Form, Einzug gehalten hat. Um einen See herum wachsen dort Bäume und Gras um die Ruine eines Hauses herum und machen einen vollkommen normalen Eindruck. Ich schlage jedem Forscher diesen Ort als Rastplatz vor, da er weniger verdorben als der Rest des Landes scheint.

III. Das Tal der Ahnen

Auf dem Berg oberhalb des Steinernen Maules findet man das Tal der Ahnen, einst eine mächtige Stadt der Dwarschim Siebenwinds. Die Stadt liegt nun in Trümmern und doch sind die Ruinen sehr beeindruckend, besonders da man dort auch Steinplatten findet, welche auf das Leben des Dämons Merros Hinweise geben. Die Ausmaße der Stadtteile, welche über fragile Brücken erreichbar sind, sind mit jeder unserer großen Städte vergleichbar. Hier scheint sich jedoch ein Schwarm von Schwarmspinnen eingenistet zu haben, welche eine gründliche Erforschung der Stadt bisher verhindert haben.

IV. Finsterwangen

Die Stadt Finsterwangen, einst mächtig unter dem Schutz seiner Burg, ist nun ein Ort der magischen Abnormalitäten und von geistverwirrenden Phänomen. Sobald man die Stadtgrenze überschreitet ist nichts mehr so wie es sein sollte, scheinbar wahllos wird man durch Risse in Raum und Zeit gezogen und findet sich an Orten wieder, die teilweise Grauen erregend oder von friedlicher Natur sind. Ich habe einige Stunden gebraucht um mich trotz meiner Begabung wieder aus den Irren jener Stadt zu befreien und jegliche Magie innerhalb der Stadtgrenzen kann furchtbarste Auswirkungen auf den Wirker und seine Umgebung haben. Die Stadt sollte auf jeden Fall gemieden werden. Zu bemerken ist jedoch das im Norden der Stadt einer der Toranduriten zu finden ist, welcher jedoch nicht in allen der Zeitebenen vorhanden zu sein scheint, in die man gezogen werden kann.

Auf der Orkenfaust Halbinsel, südlich von Finsterwangen konnte ich seinerzeit mit einem anderen Abenteurer und Entdecker zusammen einen schwarzen Brunnen finden, welcher mit einem ungesund aussehenden Wasser gefüllt war. Allerdings ist die Halbinsel fast vollkommen vom Rest der Insel durch einen Erdrutsch abgeschnitten welcher sich nur mit viel Mühe überwinden lässt und die geringen Erkenntnisse die bisher dort gewonnen werden konnten, rechtfertigen den Aufwand nicht.

V. Der Splitterfelsen

Der Splitterfelsen ist das Heim eines Trollstammes und zahlreicher Goblins die dort in den Schluchten und Pässen hausen und Forscher und Reisende überfallen und niedermachen. Die Pässe sind durch Höhlen verbunden und sehr verwirrend.

Westlich des Splitterfelsens liegen die Ruinen des ehemaligen Wachpostens der errichtet wurde um der Gefahr aus Finsterwangen zu begegnen, jedoch mit geringem Erfolg. Dort findet man einen weiteren der Toranduriten und ein Massengrab.

VI. Rohehafen

Die Ruinen der ehemaligen Hauptstadt Rohehafen und das umliegende Gebiet gehören zu den ungefährlicheren Gebieten des toten Landes, auch wenn dort regelmäßig Goblins und Trolle zu sehen sind.

Direkt an der östlichen Küste findet man dort einen ausgedehnten Sumpf, in welchem die erste Begegnung mit der weißen Erscheinung nach dem Rückzug vom Feuerberg statt fand. Die Ruinen an sich sind von relativ geringem Interesse, jedoch liegt zwischen dem Falkenwall und der Stadt selbst ein See, in dem der Meteor liegt welcher vor einigen Monden vom Himmel fiel und welcher mit hoher Wahrscheinlichkeit das Gefängnis des Dämons Sha'Naz'Ghul ist.

Das Wasser des Sees ist hochgradig säurehaltig und der Meteor selbst scheint die Magie auf merkwürdige Weise zu absorbieren. Es besteht die Gefahr das der Dämon magische Entladungen sammelt um sich mit ihrer Kraft zu befreien, diese Theorie konnte jedoch noch nicht bewiesen werden.

Zwischen dem See und dem Wall zeigen sich seid neuestem erstaunliche Zeichen vulkanischer Aktivität, so werfen sich unterirdische heiße Quellen auf, Steingebilde brechen aus dem Boden hervor und Flammen sowie Lava sind zu sehen.

VII. Die Wüste

Nördlich von Rohehafen beginnt die Wüste, welche sich von der Pforte des Nordstandtales, welche in das Lehen Lilienwall führt, bis hin zur Dunkelfurt erstreckt. Die Wüste selbst ist nicht von den üblichen Temperaturen dieses Landes geprägt, jedoch von der Trostlosigkeit. Es gibt sehr große Anhäufungen von offenbar menschlichen Knochen und es wurden bereits riesige Skorpione und andere Untiere gesichtet welche dort ihr Unwesen treiben.

In der Wüste ist auch die größte Ansammlung von Toranduriten zu finden, welche mir bekannt ist. Alleine im Hauptbereich der Wüste weiß ich von dreien, einen weiteren findet man im Tal, wo einst der Elementartempel stand.

Die Felswände entlang der Wüste sind mir Höhlen durchzogen und ich sah schon so manchen mutigen Prospektor dort nach Metallen suchen, wobei mir nicht bekannt ist ob sie Erfolg hatten.

In der Wüste fanden auch die ersten Begegnungen mit dem Feldherren von Mazzarem statt, welcher oftmals die Reisenden dort zu attackieren schien, insbesondere wenn das Land an sich von den Reisenden verändert wurde.

Auch wurden dort mächtige, harpienähnliche Wesen gesichtet welche von unnatürlicher Stärke sind und nur durch sehr fähige Krieger oder mächtige Magie bezwungen werden können. Sie scheinen auch selbst die Gabe der Magie zu haben und sind keinesfalls zu unterschätzen.

In der Wüste selbst findet man Becken voller Treibsand, welcher erstaunlicherweise auf den ersten Blick wie Blut anmutet, sowie Ruinen alter Gebäude die vermutlich im Krieg mit dem Einen zerstört wurden.

All das Gebiet östlich der Dunkelfurt bedarf noch genaurer Erforschung, weshalb ich meinen Bericht hier beenden muß.

Ich vermag zu behaupten das der zentrale Teil der Insel Siebenwind von mir und meinen zahlreichen Gehilfen nun sehr gründlich erforscht wurde, und obwohl ständig neue Dinge auftauchen die es wert sind untersucht zu werden so haben wir doch einen guten Überblick gewonnen, was uns in diesem Teil der Insel erwartet.

Weitere Expeditionen in den westlichen Teil der Insel werden natürlich nötig sein um die letzten Geheimnisse dieser Insel zu lösen, jedoch bin ich zuversichtlich das auch dies gelingen wird und es final möglich sein wird, den Gefahren die sich in diesem Land zusammenbrauen, effektiv entgegen zu treten und sie an der Wurzel auszurotten.

Sobald ich einen Kartenmacher auftreiben kann, wird dieser mit Hilfe meiner Berichte wohl eine recht genaue Karte des toten Landes anfertigen können und jener von mir benannten Besonderheiten.

Lang lebe der König,
gez. Toran Dur


Zuletzt geändert von Rabe am 18.11.05, 07:24, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 18.11.05, 07:18 
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Bericht über den Fund eines Artefaktes aus Mazzarem.

Eingereicht von Toran Dur,
12. Seker 16 n. Hilgorad.


Es war am Abend des Montages den 11. Seeker 16n. Hilgorad und es fand in der Taverne "Zum Seiltänzer" in Falkensee statt. Während die Erzmaga des Grauen Pfades Kida, ich, Toran Dur und zwei der Schüler des Turmes uns über allgemeine Themen unterhielten, drangen Lichtpunkte durch die Wände in den Raum ein, vereinigten sich im Zentrum des Raumes zu einem Strich aus dem eine weiße Gestalt heraustrat, welche wir als jene Gestalt erkannten die schon mehrmals auftauchte und sich als "Wille alter Meister" ausgibt.

Diese Gestalt trug uns auf, im Wald südlich von Südfall etwas zu bergen, das nicht dort sein sollte. Als wir uns weigerten und ich es zur Rede stellte, wurde es sehr zornig, bestritt der Dämon Sha'naz'Ghul zu sein und griff mich an. Er würge mich, wohl um mich gefügig zu machen, machte seine Drohung mich zu töten aber nicht wahr.

Jenes Wesen ist von solcher Macht das selbst die der grauen Erzmaga dagegen verschwindend aussieht, eine Macht die ich kaum begreifen kann.

Wir kamen jedenfalls jener Forderung nach und in Begleitung des Knappen Caeden fanden wir im Wald sogar sehr schnell eine kleine Kugel in Form eines Augapfels, sie war silbrig grau und schimmerte leicht. Eine magische Betrachtung zeigte nichts da der Zauber sofort von der Kugel absorbiert wurde, wo durch sie wärmer wurde.

Am nächsten Tage machte ich mich dann an die Untersuchung der Kugel mit Hilfe einer Novizen, wobei es uns nicht gelang unsere Magie von der Kugel fern zu halten und diese scheinbar durch die Magie letztendlich aktiviert wurde, obwohl wir uns bemühten nur passive Kräfte zu verwenden.

Die Effekte waren erschütternd, Flammen brachen aus dem Boden des Magierturmes und Blut drang zwischen den Bodenplatten hindurch, dann traten Gestalten aus dem Rauch und wir erkannten sie sofort als die Krieger von Mazzarem, in schlanker Gestalt mit sechs Fingern an jeder Hand. Doch noch bevor sie uns erreichten wurden sie von einer Gewalt auseinander geschlagen und zu Boden geschleudert wie Puppen.

Zu unser aller Entsetzen trat dann ein gewaltiger gehörnter Dämon durch die Wand des Turmes und machte sich daran die gefallenen Krieger zu vernichten. Er trat auf ihre Leiber und ließ sie mit Hilfe von finsterer Magie zerplatzen.

Als ich jedoch den Dämon mit einem Blitz zurückwerfen wollte, schlug dieser direkt durch seinen Leib hindurch und in die Wand dahinter und erst da begriff ich, dass es sich um eine Illusion handelte und wir uns nicht in Gefahr befanden.

Der Dämon stapfte weiter, streckte noch mehr von den Krieger nieder und verschwand dann, woraufhin die Illusion sich auflöste und die Kugel in tausend Splitter zersprang.

Dies zeigt uns nun relativ deutlich dass die Gewalt die Mazzarem zerstörte ein Dämon gewesen sein muß, möglicherweise war es auch Sha. Die Frage verbleibt, warum wollte die Lichtgestalt das wir das wissen und wer ist diese Gestalt überhaupt?

Ich verbleibe, treuer Untertan der Krone,
Toran Dur


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