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Ein Schreiben hängt am Portal des Tempels in Falkensee Die Schrift auf merkwürdig kostbarem, weißen Papier in stilistischer Sorgfalt geschrieben, die den Blick des Betrachters beinahe in andächtig in sorgende Arme wiegt.
Den Vieren zum Gruße, geliebte Bewohner Siebenwinds
Die Tage der Dunkelheit und des Bösen sind nahe, so wie sie es stets einmal im Laufe der Götter sind. Wenn der Eine seinen Schatten der Verderbnis über Fela und ganz Tare wirft, hat das Böse, alles Schlechte, seine natürliche und von den Göttern erschaffene Grenze für wenige Tage überwunden.
Die Wesen des Einen werden näher sein als an jedem anderen Tag im Jahr und auch die schlechten Gefühle werden durch die Dunkelheit, seinen kalten Schatten, geschürrt. So greift er uns direkt am Herzen und an der Seele an. Er ist dann nahe und zu fürchten steht einem jeden in allem Recht zu, denn er ist fürchterlich.
Aber einer, der stets versuchte die Reinheit seiner Seele zu bewahren, der stets dem Guten entgegen strebte und Tag ein, Tag aus, seine Gebete zu den Göttern sprach und in ihrem Sinne handelte, der verliert doch nicht den Schutz, den die Götter stets über uns legen. Auch nicht in diesen dunklen Tagen.
Denn die Vier sind gütig und liebend und sie schicken all' ihre Kraft zu uns, ihren Kindern, während dieser Tage, um unsere Herzen und unsere Seelen zu bewahren.
Darum fürchtet nicht, wer genügend Gutes getan hat und den Göttern gegenüber tugendhaft und demütig ... und treu gegenüber steht.
Und selbst denjenigen, die glauben nichts Gutes getan zu haben oder die am Bösen festhalten, denen sei gesagt, dass die Vier gütige und liebende Götter sind und dass sie jedem Schutz und Erlösung versprechen.
Jedem, der bereit ist dem Bösen zu entsagen und sich dem Guten anzuschließen. Ihre Gebote einzuhalten und ihnen zu folgen.
So ist es für niemanden zu spät, solange er nur ein kleines Licht in all der Dunkelheit sieht, ihnen zu folgen und ihre schützenden Hände zu empfangen.
Während des Dunkeltiefs soll ein jeder die Lichter zu jeder Stunde des Tages brennen lassen. Jeder hat dafür zu sorgen, dass sie nicht erlischen.
Die Diener der Götter und der Kirche werden die Lichter segnen, auf dass sie einen Funken der schützenden Göttlichkeit in sich tragen. Der Tempel steht einem jeden hierzu offen, die Feuer vor dem Altar spenden einem jeden ihre gesegnete, wärmende Glut.
Mögen die Vier uns bewahren, und mögen wir die Kraft haben uns in ihren Armen zu halten.
Die Kirche der Vier Diözese Siebenwind
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