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*Am späten Abend des 14. Triar kann man eine weisshaarige, junge Frau sehen, wie sie an verschiedenen Stellen auf der Insel ein Protokoll vom Konvent aufhängt:
- am Brett des Marktplatzes in Falkensee
- am Brett der Ritterschaft in der Burg Finianswacht
- am Brett des Vieretempels in Falkensee
- am Brett der Kapelle der Ecclesia Elementorum in Falkensee
- an der Gittertür am Haus der Hochelfen in Falkensee eingeklemmt
- im Briefkasten des Siebenwind Boten in Falkensee eingeworfen
- seltsamerweise auch vor Gwendor Asarions Tür
- am Brett des Magierturmes in Falkensee
- am Brett der Auenelfen in Avindhrell
- am grossen Baum in der Nähe des Mytenlagers mit einem Nagel befestigt
- am Brett des Handelshauses im Zwergental
- am Dorfbrett von Vänskap*
14. Triar 18 n. H.
Konvent über die Mazzaremer von Toran Dur
Protokolliert von Althea Daena
Vor fünftausend Götterläufen existierte auf der Insel Siebenwind, die damals Teil eines Landes war, ein Volk welches in einer Stadt namens Mazzarem - die etwa dort lag, wo das heutige Brandenstein liegt- lebte. Von daher wird es auch als die Mazzaremer benannt, bisweilen auch "die Alten". Dieses Volk war an Wissen, Macht und Kunst den heutigen Völkern deutlich überlegen und jeder der Einwohner war in der Lage Magie zu wirken, sogar besser als die meisten der heutigen Magier.
Das Volk war geteilt zwischen den Vieregläubigen und denen, die dem Einen folgten. Die Mazzeremer kämpften im Amulettkrieg gegen die Heerscharen des Einen angeführt von ihrem Feldherrn. Der Feldherr mit seiner Saphirklinge war die treibende Kraft hinter den Bemühungen den Krieg zu gewinnen. Der Krieg war jedoch lang und die Verluste so hoch, dass sich das Volk grösstenteils vom Krieg abwandte und nach einer Lösung suchte. Ein Magier, der heute als Niemand bekannt ist, bot eine Lösung an, die ihn zu einem Gebrandmarkten und Frevler in den Augen der Götter machte. Niemand wollte das gesamte Volk der Mazzaremer aus dieser Sphäre entfernen, sie einfach aus dem Krieg nehmen und so den Göttern ihren Krieg verweigern. Das Volk der Mazzaremer akzeptierte diese Lösung. Sie verrieten den Feldherrn und stiessen ihn in ein Becken voller Lava. Danach fand das Ritual der Mazzaremer statt, in dem ihre Geister oder Seelen aus dieser Sphäre entfernt wurden und nur die Ruinen dieses Volkes blieben zurück. Das beendete den Krieg weshalb der Feldherr und andere Kreaturen aus dieser Zeit immer wieder davon reden, dass die letzte Schlacht nicht beendet wurde.
Die Leiber der Mazzaremer blieben jedoch zurück. Sie wandten sich an Galtor, den Boten Morsans und baten ihn darum die Leiber zu schützen, so dass der Eine sie nicht zu seiner Untotenarmee hinzufügt. Galtor stieg hinab und stellte zum einen treue Wächter aus dem Amulettkrieg zur Verfügung, um die Leiber zu bewachen - die Ferrin. Sie sind demnach Diener Morsans mit der Aufgabe die Gräber der Mazzaremer zu bewachen. Zum zweiten gab er ihnen einige seiner Federn und liess diese verbrennen, damit aus der Asche eine Reihe von Waffen geschmiedet werden konnten, welche der Ewigwächter, der stärkste aller Ferrin, führt, um die Gräber zu bewachen. Galtor warnte jedoch, dass es 4 Verräter im Volk der Mazzaremer gibt: Lasned, Alman, Kirstan und Wisper. Die ersten 3 wurden gefunden, getötet und ihr Geist in die Gräber gebannt. Diese Gräber sind ebenso in den Katakomben der Ferrin. Wisper, eine mächtige Schwarzmaga mit schwarzen Haaren und angetan in einer grünen Robe, stahl jedoch etwas von der Asche Galtors und wandert noch heute auf dieser Insel. Von den drei weiteren Gräbern wurden zwei gebrochen und sowohl Lasned als auch Kirstan wurden befreit, wobei beide sich noch nicht eingemischt haben.
Fünftausend Götterläufe lang ruhte die Insel, bis die "Nordwind" hier landete und das erste Mal seit der Zeit der Mazzaremer wieder ein vernunftbegabtes Wesen seinen Fuss auf diese Insel setzte. Dieses Auftreten sorgte wohl für ein Erwachen der Mazzaremer, die nicht aus dieser Sphäre verschwunden sind. Die ersten Spuren waren noch gering, bis nach der Schlacht am Feuerberg ein Meteor vom Himmel fiel und nach dem Einschlag zum einen der Schwarm (die Spinnenwesen), zum anderen der Feldherr gesichtet und desweiteren die Höhle des Niemands südwestlich von Falkensee entdeckt wurden.
Kürzlich wurde nun in Erfahrung gebracht - allerdings durch Wisper, weshalb diese Informationen mit Vorsicht zu geniessen sind - dass es während des Amulettkrieges auf beiden Seiten Rassen gab, die für die jeweilige Seite kämpften. Auf der Seite des Einen wären das der Schwarm, die Harpyien und die vor kurzem aufgetauchten Sammler, eine Art Schlangenvolk, die über recht mächtige Magier, sogenannte Thaumaturgen, verfügen. Auf der Seite der Viere stritten wiederum neben den Menschen, Elfen, Zwergen usw. noch die Ferrin, Trolle und Riesen.
Das Auftauchen dieser Rassen, der Protagonisten wie Wisper und dem Feldherrn sowie die Höhle des Niemands deuten auf die sich wohl nun nähernde und damals nicht geschlagene Schlacht hin. Wisper agiert dabei auf der Seite des Einen, der Feldherr wiederum auf der Seite der Viere.
Eine weitere, mögliche Verbündete, wobei sie wohl nicht dem Volk der Mazzaremer zuzurechnen ist, ist das sogenannte Mädchen von Südfall, eine Art Naturgeist wohl, was vornehmlich daran interessiert ist, die Natur auf dieser Insel zu schützen und somit wohl auch verhindern würde, dass mit dem Grünland ähnliches geschieht wie mit dem Ödland.
Ein weiterer Protagonist ist der bereits erwähnte Magier, der als "Niemand" bekannt ist. Er war ein sehr mächtiger Magier, der der Meinung war, dass keine der beiden Seiten den Krieg der Götter gewinnen dürfte. Seiner Meinung nach würde der Sieg einer Seite die Auslöschung der gesamten Existenz nach sich ziehen. Den Krieg hat er mit seiner oben erwähnten Tat damals verzögert und scheint wohl nun mehr daran interessiert, heute davon zu erzählen, was damals passiert war, wobei er nie direkt eingreift.
Der Wille alter Meister wiederum wird als eine Ansammlung von drei Geistern der Mazzaremer vermutet, die einen Geist formten, der ihren Willen ausführt. Sein Verhalten ist jedoch noch nicht sonderlich klar erklärbar - so kämpfte er schon gegen den Feldherren oder vernichtete die Transportschiffe der 4. Königlichen Flotte nebst der Insel Etriska. Daraufhin haben die Graumagier der Flotte versucht diesen Geist zu bekämpfen, wobei bis heute unklar ist, ob es ihnen gelang, da er bisher nicht wieder auftrat. Dieser Geist erschien als gleissende Lichtgestalt.
Als weiteres Indiz für das Bevorstehen der letzten Schlacht, wurden Tafeln mit einer Prophezeiung erwähnt und deren Kopien im Konvent vorgezeigt, die Texte über das Goldene, Silberne und Eiserne Zeitalter tragen. Diese drei Zeitalter durchschritt bzw. durchschreitet Tare, wobei das aktuelle Zeitalter das Eiserne wäre. Ein Auszug dazu:
"Ein Drache wurde geboren, der trug drei Kronen und er wird herrschen, bis ihm nicht mehr geholfen werden kann. Man zerbrach das Grab aus Wellen und eroberte die Knochen der jüngsten Schlacht. Ein Schlund wurde aufgerissen, der alles verschlingt was ihn betritt. Man rief die Lebenden zu fernen Ufern und die Toten kamen. Wehe denen, die im Westen sind, denn sie werden die Tafeln der Asche schreiben."
Mit dem Drachen ist seine Majestät, der König, gemeint, worauf die drei Kronen (Galadon, Endophal und Norland) hindeuten. Mit dem zweiten Satz ist das Entdecken der Insel Siebenwind und das Vorfinden der Ruinen Mazzarems gemeint. Mit dem Schlund könnte Finsterwangen gemeint sein. Mit dem vierten Satz wird auf den Krieg auf Siebendwind angespielt.
Zusammengefasst bedeutet das, dass seine Majestät der letzte König dieses Zeitalter wäre und das Schicksal dieses Zeitalters, der Konflikt zwischen den Vieren und dem Einen, auf dieser Insel, Siebenwind, entschieden wird.
Zuletzt geändert von Althea: 14.06.07, 00:31, insgesamt 1-mal geändert.
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