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 Betreff des Beitrags: Geschichten aus Wald, Auen und Sumpf
BeitragVerfasst: 30.01.16, 01:44 
Edelbürger
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Zitat:
Der große Wolf ging neben ihm im Schnee unter dem ihre Schritte leicht knarzten, der Wind strich durch die kahlen Bäume und lies hier und da ein einsames Blatt wehen. Plötzlich bliebt das Tier neben Radrik stehen und stellte die Ohren weit auf. Auch er hielt in der Bewegung inne und lauschte. Da war etwas. Er konnte es auch hören, er machte eine kleine Bewegung zu dem Tier welches aufmerksam an Ort und Stelle bleib, während Radrik sich durch das Unterholz näher an das Geräusch heran schlich. Plötzlich auf Aufschrei.... doch dies war kein Schrei Menschlicher Natur. Nein er konnte ihn durch die Wurzeln unter seinen Fußen hören. Schmerzen, Verzweiflung und Angst lagen in dem Schrei der Pflanzen. Doch noch hallten sie aus der Ferne.
Die Luft war kalt und der Atem gefror als er endlich die Stelle erreichte wo das weltliche Geräusch zu vernehmen war. Ein üppig gewachsener Strauch diente ihm als Sichtschutz. Zwar führte der Strauch keine Blätter mehr doch sein Astwerk verdeckte die Silhouette des Druiden ausreichend. Achtsam schob er sich naher heran und drückte die Äste mit seinen knochigen Fingern bei Seite um besser sehen zu können, während ihm die Nässe von unten die Robe empor stieg.
In einer kleinen Senke konnte er einen Mann ausmachen der gerade dabei war kleine Äste von den so eben gefällten Baum zu entfernen. Neben ihm stand ein Schlitten auf den er die "Beute" wieder bequem aus den Wald fahren könnte. Den Baum konnte er nicht mehr retten und da erwusste das die Geister des Waldes im Winter nicht so aktiv waren wie in den Sommerzeiten musste er handeln damit dieser Mann nie wieder hier herkam und weiten Schaden anrichteten konnte. Derweil der Mann den gefällten Baum weiter bearbeitete schlich sich Radrik zu den Spuren welche der Mann mit seinem Schlitten hinterlassen hatte. Er folgte den Spuren und blieb an einer geeigneten Engstelle stehen und legte ein kleines Stück einer Ranke aus. Er verweilte abwartend in der Nähe dieser Stelle. Es dauerte einige Zyklen bis der Mann mit den inzwischen klein gehackten Stücken des Baumes auf den Schlitten den Weg zurück aus den Wald suchte. Er folgte seinen eigenen Spuren wie es Radrik erwartet hatte um aus den Wald wieder hinaus finden zu können. Die Dämmerung war bereits eingebrochen und es wurde dunkel. In der Ferne hörte man eine Eule rufen. Für einen kurzen Augenblick blickte der Holzfäller ob des ungewohnten Geräusches angstvoll auf und blickt sich durch den bereits immer dunkel werdenden Wald mit weit aufgerissenen Augen um. Radrik beobachte den Mann von einiger Entfernung, geduldig auf den richtigen Moment wartend. Als der Mann die Engstelle passieren wollte hob er eine Hand in die Luft woraufhin sich aus dem Boden eine große Ranke löste und um die Kufen des Schlittens wickelte und ein weiterfahren somit unmöglich machte. Der Holzfäller der den Schlitten zog rechnete nicht mit einem solch plötzlichen Anhalten seines Gefährtes und kippte vornüber in den Schnee. Fluchend und Schimpfend erhob er sich mit Schnee und Dreck beschmiert wieder und versuchte erneut den Schlitten zu ziehen. Nachdem auch dieser Versuch missglückte bückte er sich um zu sehen wo sich die Kufen fest gefahren hatten. Auf Grund der schlechten Sicht erkannte er nur etwas Geäst der Ranke ohne zu erkennen das sich diese komplett um die Kufen gelegt hatte. Er griff fluchend nach seinem Beil, legte sich wieder auf den Boden und holte Seitlich schwungvoll aus um das Geäst an den Kufen zu zerschlagen. Rasch eilte die empor gehobene Hand von Radrik nach vorne und aus der Ranke entsprang ein weiterer Trieb welcher den Holzfäller mittig ins Gesicht schlug. Mit einem Schmerzensschrei ließ der Holzfäller das Beil fallen und grifft sich in das Blut verschürfte Gesicht. Er robbte im Schnee zurück noch unklar darüber was gerade eigentlich geschehen war. Radrik spreizte die Finger indes weit auseinander um sie dann zu einer Faust zu ballen. Mit entsetzten Blicken musste der Holzfäller im Dämmerlicht mit ansehen wie die Ranke sich rechts und links um seinen Schlitten empor hob und sich anschließend wie die Finger von Radrik um den Schlitten schloss. Mit einen krachenden Geräusch wurde der Schlitten und das darauf befindliche Holz in Stückte zerrissen. Das Holz splitterte und flog wie Geschosse umher und verteilte sich im Schnee und Matsch auf den Boden. Für einen kurzen Augenblick Stille, dann aus der Ferne Wolfsgeheul das sich rasch näherte. Panisch blickte sich der Holzfäller um und erhob sich aus dem Schnee, den Schmerz und die Verletzung von dem Schlag der Ranke und die Erschöpfung durch die Arbeit des ganzen Tages vergessen rannte er immer wieder ausrutschend auf den Schneebedeckten Waldboden los. Eine kleine Blutspur in Schnee zeigte wo der Mann seinen Verfolgern zu entkommen suchte. Über seinem Kopf flogen Vögele die seinen Weg zu verfolgen schien und immer wieder kleine schmerzhafte Angriffe auf sein Hinterhaupt flogen. Ihre Schnabel rissen eine kleine Wunden auf seinen Haupt. Am Rande des Waldes stolperte er noch einmal über eine große Wurzel, von der er hätte schwören könnte das diese vor wenigen Augenblicken noch nicht da war. Oder war sie nur vom Schnee bedeckt? Sein ängstlicher Blick richtete sich nun in den dunklen Wald weiter von diesen weg robbend. Konnte er dort ein Schemen eines Menschen erkennen der in der Mitte eines Wolfsrudels stand?
Nein das konnte nicht sein er war müde und verletzt, sein Verstand musste ihm einen Streich spielen.
Mit letzter Kraft erhob er sich und rannte zum beleuchteten Weg und die Tiere schienen ihn nicht weiter zu verfolgen. Das konnte doch alles gar nicht wahr sein, waren die Geschichten über den Verfluchten Wald vielleicht doch wahr? Nie wieder sollte ihn sein Weg in diese Wälder führen....

_________________
Char's:
-alter Druide Radrik
-Schamane Shangou
- ???
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