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Sie schien sehr verändert gewesen. Was auch immer sie erlebt hatte, es hatte Spuren hinterlassen. Der Regen der das ganze Gespräch über ihr Zeuge gewesen war, hatte ihn bis auf die Haut durchnässt.
Als sie schon einige Zeit in der Dunkelheit verschwunden war, stand er langsam auf. Wasser, welches sich in seinem Umhang gesammelt hatter perlte herunter. Langsam ging er in die Richtung, wo er vor nicht allzulanger Zeit sein Pferd zurückliess, um die Gesellschaft der anderen zu geniessen.
Er erreichte sein Pferd. Im schein der Fackeln erkannte er ihren Siluette. Nach kurzem Zögern hilet er inne und verschwand im Schatten des Gebäudes. Gut er hätte sie aufhalten können, aber was hätte es geändert ? Es wäre nichts anders gewesen. Er fragte sich wieso sie so stur gewesen war. Langsam Ritt sie aus dem Viertel. Plötzlich verspürte er wieder diese Leere. Eine Art Einsamkeit.
Er hörte, aus dem Gebäude, dem Raum, der von flackernden Licht des Kamins hell erleichtet wurde, das Gelächter der anderen. Er konnte und wollte sie jetzt nicht sehen. Viele von Ihnen kannte er nur flüchtig, zum grössten Teil wohl deswegen, weil sie erst seit kurzem auf die Insel kamen. Und dennoch hatten viele schon ihren Platz gefunden, hatten ein Gegenstück gefunden und waren glücklich. Hin und wieder vermisste er die Gemeinschaft, wie er sie früher gekannt hatte, bevor er hierher kam. Sie diente dem Schutz des einzelnen und war Basis des gegenseitigen Vertrauens. Nun Vertrauen hatte sie auch gefordert. Aber war es nicht einseitiges blindes Vertrauen gewesen ? Er konnte ihr nicht helfen, nicht wenn sie nicht auch ihm das Vertrauen schenkt, welches sie forderte. Hätte sie ihm nicht sagen können, Warum sie so verändert war, wer ihr das angetan hatte. Er kannte das Zeichen, die Narbe, die ihren arm verunzierte. Er wusste, warauf man sich einlässt, wenn man den ersten Schritt wagt und sich denen in den Weg stellt.
Nachdenklich vestieg er sein Pferd nicht wissend, wohin er reiten sollte. Während sein Pferd wie von selbst den Weg zu finden schien, dachter er über ihr Gespräch nach. Nun er musste ihr ein wenig recht geben. War sie nicht gekommen, in der Hoffnung Hilfe zu finden ? War es richtig, sie so unter Druck zu setzen ? Natürlich wollter er helfen, aber sagte sie nicht selbst, dass schon genung darin verwickelt seien ? Langsam zerlegte er diesen Satz in Gedanken. Es klang fast wie ein ansteckende Krankheit. Doch wusste er, dass sie ebenso tödlich seien können, wie eine solche. Er schüttelt die Gedanken ab. Sein Pferd hatte angehalten. Sie standen vor dem Laden. Hier hatte er erst vor kurzer Zeit endlich eine Aufgabe gefunden, eine Möglichkeit, sein Dasein durch Sinn zu ergänzen. Aber alles schien nun zu verschwimmen. Langsam schloss er die Tür auf. Nach kurzer Zeit wusste er, dass er alleine war, wie so oft. Die wohlig warme Luft des Raumes umfing ihn. Unfähig einen ruhigen Gedanken zu fassen, wendet er sich den noch zu erledigenden Arbeiten zu. Er wusste, das sich trotz allem die Zeit weiterdrehe, zwar erheblich langsamer, als bei den Menschen, wie einige der seinen des öfteren betonten, aber dennoch stetig. Seinen Umhang hatte er achtlos auf die Bank neben den Kamin geworfen. Nach kurzer Zeit gab er es auf. Unfähig sich auf das vor ihm liegende zu konzentrieren, liess er die Bestellungenm, die er am heutigen Tage in stattlicher Anzahl erhalten hatte auf dem Tisch liegen. Er packte schliesslich die angefangenen Stücke in eineTruhe und legte das Werkzeug zur Seite. Plötzlich wurde ihm klar, dass er etwas tun musste, wenn auch nicht wie. Nun er hatte sicherlich in der Zeit, seitdem er die Insel betreten hatte einiges Erlebt und auch viele an Erfahrung gesammelt, aber dennoch war er kein Kämpfer. Die vielen Male, als er seinem leichtsinnigen Kamofesdurst erlegen war, hatte er des öfteren blutig bezahlen müssen. Nachdenklich legte er seine Arbeitskleidung ab und suchte sich das nötigste zusammen. Hatter er am frühen Tage nicht eine Begegnung mit einer Biundai Kriegerin gehabt, die sich nach Arbeit erkundigt hatte ? Es widersprach ihm zwar, sich deswegen nicht an die seinen zu wenden, aber hatte sie nicht selbst gesagt, es wären schon zuviele in die Sache verwickelt. Nun er brauchte Hilfe. Denn was immer diese Sache auch war, wusste er doch, dass die Diener des Einen, das blosse Töten Spass macht. Wieder dachte er über diesen Satz nach. Wieso nannte man ihn den einen ? Warum sollte er sich von den anderen vier hervorheben. Er vertrieb den Gedanken, entschloss sich, wenn er es noch konnte, nach dem was vor ihm lag sich an geeigneter Stelle damit auseinanderzusetzen.
Er nahme seinen Umhang auf und schaute sich noch einmal um. Immernoch in Gedanken schloss er die Tür ab und machte sich auf zu seinem Pferd. Was hatte die Biundai gesagt ? Sie sei auf dem Marktplatz zu finden ? Er lächelte grimmig. Er hätte, nicht gedacht, das er sie schon so schnellt aufsuchen würde. Er schwang sich in den Sattel und wollte sich auf zum Marktplatz machen.
Als er plötzlich eine Gestallt verzweifelt an der Ladentür klopfen sah. Nach kurzer Überlegung stieg er schliesslich vom Pferd. Nach kurzem Gespräch stellte sich heraus das er, ein Biundai, dringen eine Satteltasche suchte. Wohl mehr um sich nicht hinterher noch Vorwürfe zu machen, stieg er noch einmal vom Pferd öffnetet die Tür und durchsuchte das Lager, nur um dann dem entäuschten Mann mitzuteilen, dass keine da war. Er vertröstete Ihn auf morgen. Nachdem er nun abermals abschloss machte er sich auf zum Marktplatz. Auf dem Weg dorthin überschlug er, wieviel er wohl angesammelt habe, in der Zeit seitdem er schon auf der Insel weilte. Nun er wusste nicht viel über die Biundai und noch weniger über deren Krieger. Aber wenn er was wusste, dann, dass sie wohl nur für Geld handeln würden. Oder für Macht und Ruhm. Nun mit Macht konnte er nicht dienen, er bildete sich zwar ein, das er in der Gemeinschaft ein gewisses Ansehen genss, aber er widerstand dem naiven Gedanken, dass das einem Menschen dienlich sein könnte.
Der Regen, der schon bei dem Gespräch mit ihr, kurz bevor sie das Viertel verliess ihr Zeuge gewesen war, prasselte immer noch ununterbrochen. Nach kurzer Zeit erreichte er den Marktplatz. Er schloss seine Überlegungen mit einem Unklarem Ergebniss ab und zog es vor sich selber einen Überblick zu geben.
Nachdem er einige Zeit hinter einigen Biundai gewaret hatte (er fragte sich wie sie es sich leisten können, soviel Zeit zu vergeuden), gelangte er endlich an sein Bankfach.
Mit sicherem Griff fand er das bei Menschen so begehrte Metall und überflog kurz den Inhalt des Beutels.
Es war kein Vermögen, aber dennoch würde es für eine Zeit ausreichen ausreichen.
Kurzentschlossen entnahm er den gesammten Betrag, legte dannn sämtliche Schlüssel und andere Gegnstände, die er als überflüssig erachtete in das Bankfach.
Nachdem er der noch eine ruhige Nacht wünschte verliess er die Bank und schaute über den Platz. Nach einigem Suchem erkannte er, dass die Biundai nicht anwesend war.
Wieder war er ziellos. Nachdenklich liess er sich auf einer Bank nieder. Langsam leerte sich der Platz. Er sah noch einige Biundai, deren Namen er flüchtig kannte, nicht fähig, sie genau einzuordnen. Er erhob sich und überprüfte noch einmal, ob alles verstaut war und schwang sich dann in den Sattel seines Pferdes. Nach einiger Überlegung wählte er sinen Weg Richtung der der Ortes, den die Menschen Schieferbruch nennen. Auf dem Weg dorthin erinnerete er sich an das letzte Zusammentreffen mit den Fey'amrai. Noch als er sie vor ein paar Tagen wieder verlassen hatte, hatte eine von ihnen, eine niah im geiste, wie er nach ein paar Gesprächen mit ihr emfand, noch ihm Kampf mit einer Wunde gelegen. Er wollte sich wenigstens vergewissern, wie es um Miriamel, so lautet der Name der niah stand.
Er wählt den kurzen Weg durch den Wald. Sein treues Pferd stapfte unbeirrt den Weg durch dichtes Gestrüb und den aufgeweichten Boden, nur auf die Gabe seines Reiters vertrauend, die Dunkelheit der Nacht mit seinen Augen zu durchdringen. Am Rande der Furt, die nach Avindrhell füjrt erkannte er ihr Pferd. Er war sich sicher, schliesslich hatte er es ihr vor langer Zeit gegeben, danals, als er noch nicht lange auf der Insel war und für einen Bruder, der überstürzt die Insel verlassen musste, die letzte Habe verteilte. Nachdenklich lenkte er sein Pferd neben Scartum, dem treuen Reittier, seiner Schwester. Nun hatte er sie doch gefeunden. Schneller als er es gedacht hatte, auch wenn es ihn in keinster Weise verwunderte. Er schwang sich aus dem Sattel und durchschritt mit mittlerweile sicheren Schritten die Furt nach Avindrhell. Dort nahe der Furt sah er einen zwei Vetter und ihre Schwester, im leisen Gespräch miteinander. Leise näherte er sich. Nachdem einer seiner Vettern die Gruppe verliess grüsst er leise auf die Art der seinen. Ihm umfing die übliche Vorsicht, oder auch eine schwache ablehung, die er schon von früheren Begengung hier kannte. Zwar hatte er in letzter Zeit ein paar wenige Niah gefunden, aber dennoch wurde ihm bei den meisten immer noch jene vorsichitge Art zu teil.
innerlich sammelte er seine Gedanken. Vorsichtig fing er an Worte zu formen, erkunfigte sich knapp nach dem Befinden von Miriamel und erhlielt ebenso knapp antwort.
Er erkundigte sich weiterhin nach dem Heiler, dessen Namen er beim letzten Besuch gehört hatte, und dem fast wundersame Kräfte zugesagt wurden. Er sollte sich um Miriamel kümmen, da ihre Verltzung, obwohl nicht sehr grossflächig, schon von ernster Natur schien. Auch diese Antwort war recht knapp. Er entschloss sich Avindrhell wieder zu verlassen, ohne es richtig betreten zu haben.
Auch konnte er sich nicht durchringen nach seiner Schwester zu fragen, von der er sich vor kurzer Zeit erst im Streit trennte. Auf dem Weg zu seinem Pferd traff er eine weitere Fey'amrai. Und wiederrum empfing ihn eine Welle aus Misstrauen und Zurückhaltung. In Gedanken erzählte er mit kurzen Worten den Grund seiner anwesenheit. Wohl mehr in Gedanken, als mit absicht, fügte er noch hinzu, dass er eine Freundin suchen würde.
Die Fey'amrai schien nun noch misstrauischer. Und aus diesem Grund und in dem Wissen, dass sein Schwester doch gut aufgehoben ist wendete er sich wieder seinem Pferd zu. Sein Weg führte ihn zu einem nahem Zelt, an dem vor noch nicht all zulanger Zeit ein Feuer gebrannt haben mag. Nach ein paar Versuchen erstrahlter der Platz wieder im hellen Flackern des Feuers und er konnte endlich sein Sachen trocknen. Er liess sich schliesslich am Rande des Geuers nieder und wusste immer noch nichte, wie er am nächsten Tag weiter vorgehen wollte...
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