Siebenwindhomepage   Siebenwindforen  
Aktuelle Zeit: 4.02.26, 01:30

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 5 Beiträge ] 
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: Treibgut
BeitragVerfasst: 8.09.02, 03:34 
Einsiedler
Einsiedler
Benutzeravatar

Registriert: 11.04.02, 00:17
Beiträge: 111
Wohnort: 7,28° O |51,31° N
Sie schien sehr verändert gewesen. Was auch immer sie erlebt hatte, es hatte Spuren hinterlassen. Der Regen der das ganze Gespräch über ihr Zeuge gewesen war, hatte ihn bis auf die Haut durchnässt.
Als sie schon einige Zeit in der Dunkelheit verschwunden war, stand er langsam auf. Wasser, welches sich in seinem Umhang gesammelt hatter perlte herunter. Langsam ging er in die Richtung, wo er vor nicht allzulanger Zeit sein Pferd zurückliess, um die Gesellschaft der anderen zu geniessen.

Er erreichte sein Pferd. Im schein der Fackeln erkannte er ihren Siluette. Nach kurzem Zögern hilet er inne und verschwand im Schatten des Gebäudes. Gut er hätte sie aufhalten können, aber was hätte es geändert ? Es wäre nichts anders gewesen. Er fragte sich wieso sie so stur gewesen war. Langsam Ritt sie aus dem Viertel. Plötzlich verspürte er wieder diese Leere. Eine Art Einsamkeit.
Er hörte, aus dem Gebäude, dem Raum, der von flackernden Licht des Kamins hell erleichtet wurde, das Gelächter der anderen. Er konnte und wollte sie jetzt nicht sehen. Viele von Ihnen kannte er nur flüchtig, zum grössten Teil wohl deswegen, weil sie erst seit kurzem auf die Insel kamen. Und dennoch hatten viele schon ihren Platz gefunden, hatten ein Gegenstück gefunden und waren glücklich. Hin und wieder vermisste er die Gemeinschaft, wie er sie früher gekannt hatte, bevor er hierher kam. Sie diente dem Schutz des einzelnen und war Basis des gegenseitigen Vertrauens. Nun Vertrauen hatte sie auch gefordert. Aber war es nicht einseitiges blindes Vertrauen gewesen ? Er konnte ihr nicht helfen, nicht wenn sie nicht auch ihm das Vertrauen schenkt, welches sie forderte. Hätte sie ihm nicht sagen können, Warum sie so verändert war, wer ihr das angetan hatte. Er kannte das Zeichen, die Narbe, die ihren arm verunzierte. Er wusste, warauf man sich einlässt, wenn man den ersten Schritt wagt und sich denen in den Weg stellt.

Nachdenklich vestieg er sein Pferd nicht wissend, wohin er reiten sollte. Während sein Pferd wie von selbst den Weg zu finden schien, dachter er über ihr Gespräch nach. Nun er musste ihr ein wenig recht geben. War sie nicht gekommen, in der Hoffnung Hilfe zu finden ? War es richtig, sie so unter Druck zu setzen ? Natürlich wollter er helfen, aber sagte sie nicht selbst, dass schon genung darin verwickelt seien ? Langsam zerlegte er diesen Satz in Gedanken. Es klang fast wie ein ansteckende Krankheit. Doch wusste er, dass sie ebenso tödlich seien können, wie eine solche. Er schüttelt die Gedanken ab. Sein Pferd hatte angehalten. Sie standen vor dem Laden. Hier hatte er erst vor kurzer Zeit endlich eine Aufgabe gefunden, eine Möglichkeit, sein Dasein durch Sinn zu ergänzen. Aber alles schien nun zu verschwimmen. Langsam schloss er die Tür auf. Nach kurzer Zeit wusste er, dass er alleine war, wie so oft. Die wohlig warme Luft des Raumes umfing ihn. Unfähig einen ruhigen Gedanken zu fassen, wendet er sich den noch zu erledigenden Arbeiten zu. Er wusste, das sich trotz allem die Zeit weiterdrehe, zwar erheblich langsamer, als bei den Menschen, wie einige der seinen des öfteren betonten, aber dennoch stetig. Seinen Umhang hatte er achtlos auf die Bank neben den Kamin geworfen. Nach kurzer Zeit gab er es auf. Unfähig sich auf das vor ihm liegende zu konzentrieren, liess er die Bestellungenm, die er am heutigen Tage in stattlicher Anzahl erhalten hatte auf dem Tisch liegen. Er packte schliesslich die angefangenen Stücke in eineTruhe und legte das Werkzeug zur Seite. Plötzlich wurde ihm klar, dass er etwas tun musste, wenn auch nicht wie. Nun er hatte sicherlich in der Zeit, seitdem er die Insel betreten hatte einiges Erlebt und auch viele an Erfahrung gesammelt, aber dennoch war er kein Kämpfer. Die vielen Male, als er seinem leichtsinnigen Kamofesdurst erlegen war, hatte er des öfteren blutig bezahlen müssen. Nachdenklich legte er seine Arbeitskleidung ab und suchte sich das nötigste zusammen. Hatter er am frühen Tage nicht eine Begegnung mit einer Biundai Kriegerin gehabt, die sich nach Arbeit erkundigt hatte ? Es widersprach ihm zwar, sich deswegen nicht an die seinen zu wenden, aber hatte sie nicht selbst gesagt, es wären schon zuviele in die Sache verwickelt. Nun er brauchte Hilfe. Denn was immer diese Sache auch war, wusste er doch, dass die Diener des Einen, das blosse Töten Spass macht. Wieder dachte er über diesen Satz nach. Wieso nannte man ihn den einen ? Warum sollte er sich von den anderen vier hervorheben. Er vertrieb den Gedanken, entschloss sich, wenn er es noch konnte, nach dem was vor ihm lag sich an geeigneter Stelle damit auseinanderzusetzen.

Er nahme seinen Umhang auf und schaute sich noch einmal um. Immernoch in Gedanken schloss er die Tür ab und machte sich auf zu seinem Pferd. Was hatte die Biundai gesagt ? Sie sei auf dem Marktplatz zu finden ? Er lächelte grimmig. Er hätte, nicht gedacht, das er sie schon so schnellt aufsuchen würde. Er schwang sich in den Sattel und wollte sich auf zum Marktplatz machen.
Als er plötzlich eine Gestallt verzweifelt an der Ladentür klopfen sah. Nach kurzer Überlegung stieg er schliesslich vom Pferd. Nach kurzem Gespräch stellte sich heraus das er, ein Biundai, dringen eine Satteltasche suchte. Wohl mehr um sich nicht hinterher noch Vorwürfe zu machen, stieg er noch einmal vom Pferd öffnetet die Tür und durchsuchte das Lager, nur um dann dem entäuschten Mann mitzuteilen, dass keine da war. Er vertröstete Ihn auf morgen. Nachdem er nun abermals abschloss machte er sich auf zum Marktplatz. Auf dem Weg dorthin überschlug er, wieviel er wohl angesammelt habe, in der Zeit seitdem er schon auf der Insel weilte. Nun er wusste nicht viel über die Biundai und noch weniger über deren Krieger. Aber wenn er was wusste, dann, dass sie wohl nur für Geld handeln würden. Oder für Macht und Ruhm. Nun mit Macht konnte er nicht dienen, er bildete sich zwar ein, das er in der Gemeinschaft ein gewisses Ansehen genss, aber er widerstand dem naiven Gedanken, dass das einem Menschen dienlich sein könnte.
Der Regen, der schon bei dem Gespräch mit ihr, kurz bevor sie das Viertel verliess ihr Zeuge gewesen war, prasselte immer noch ununterbrochen. Nach kurzer Zeit erreichte er den Marktplatz. Er schloss seine Überlegungen mit einem Unklarem Ergebniss ab und zog es vor sich selber einen Überblick zu geben.
Nachdem er einige Zeit hinter einigen Biundai gewaret hatte (er fragte sich wie sie es sich leisten können, soviel Zeit zu vergeuden), gelangte er endlich an sein Bankfach.
Mit sicherem Griff fand er das bei Menschen so begehrte Metall und überflog kurz den Inhalt des Beutels.
Es war kein Vermögen, aber dennoch würde es für eine Zeit ausreichen ausreichen.
Kurzentschlossen entnahm er den gesammten Betrag, legte dannn sämtliche Schlüssel und andere Gegnstände, die er als überflüssig erachtete in das Bankfach.
Nachdem er der noch eine ruhige Nacht wünschte verliess er die Bank und schaute über den Platz. Nach einigem Suchem erkannte er, dass die Biundai nicht anwesend war.
Wieder war er ziellos. Nachdenklich liess er sich auf einer Bank nieder. Langsam leerte sich der Platz. Er sah noch einige Biundai, deren Namen er flüchtig kannte, nicht fähig, sie genau einzuordnen. Er erhob sich und überprüfte noch einmal, ob alles verstaut war und schwang sich dann in den Sattel seines Pferdes. Nach einiger Überlegung wählte er sinen Weg Richtung der der Ortes, den die Menschen Schieferbruch nennen. Auf dem Weg dorthin erinnerete er sich an das letzte Zusammentreffen mit den Fey'amrai. Noch als er sie vor ein paar Tagen wieder verlassen hatte, hatte eine von ihnen, eine niah im geiste, wie er nach ein paar Gesprächen mit ihr emfand, noch ihm Kampf mit einer Wunde gelegen. Er wollte sich wenigstens vergewissern, wie es um Miriamel, so lautet der Name der niah stand.

Er wählt den kurzen Weg durch den Wald. Sein treues Pferd stapfte unbeirrt den Weg durch dichtes Gestrüb und den aufgeweichten Boden, nur auf die Gabe seines Reiters vertrauend, die Dunkelheit der Nacht mit seinen Augen zu durchdringen. Am Rande der Furt, die nach Avindrhell füjrt erkannte er ihr Pferd. Er war sich sicher, schliesslich hatte er es ihr vor langer Zeit gegeben, danals, als er noch nicht lange auf der Insel war und für einen Bruder, der überstürzt die Insel verlassen musste, die letzte Habe verteilte. Nachdenklich lenkte er sein Pferd neben Scartum, dem treuen Reittier, seiner Schwester. Nun hatte er sie doch gefeunden. Schneller als er es gedacht hatte, auch wenn es ihn in keinster Weise verwunderte. Er schwang sich aus dem Sattel und durchschritt mit mittlerweile sicheren Schritten die Furt nach Avindrhell. Dort nahe der Furt sah er einen zwei Vetter und ihre Schwester, im leisen Gespräch miteinander. Leise näherte er sich. Nachdem einer seiner Vettern die Gruppe verliess grüsst er leise auf die Art der seinen. Ihm umfing die übliche Vorsicht, oder auch eine schwache ablehung, die er schon von früheren Begengung hier kannte. Zwar hatte er in letzter Zeit ein paar wenige Niah gefunden, aber dennoch wurde ihm bei den meisten immer noch jene vorsichitge Art zu teil.
innerlich sammelte er seine Gedanken. Vorsichtig fing er an Worte zu formen, erkunfigte sich knapp nach dem Befinden von Miriamel und erhlielt ebenso knapp antwort.
Er erkundigte sich weiterhin nach dem Heiler, dessen Namen er beim letzten Besuch gehört hatte, und dem fast wundersame Kräfte zugesagt wurden. Er sollte sich um Miriamel kümmen, da ihre Verltzung, obwohl nicht sehr grossflächig, schon von ernster Natur schien. Auch diese Antwort war recht knapp. Er entschloss sich Avindrhell wieder zu verlassen, ohne es richtig betreten zu haben.

Auch konnte er sich nicht durchringen nach seiner Schwester zu fragen, von der er sich vor kurzer Zeit erst im Streit trennte. Auf dem Weg zu seinem Pferd traff er eine weitere Fey'amrai. Und wiederrum empfing ihn eine Welle aus Misstrauen und Zurückhaltung. In Gedanken erzählte er mit kurzen Worten den Grund seiner anwesenheit. Wohl mehr in Gedanken, als mit absicht, fügte er noch hinzu, dass er eine Freundin suchen würde.
Die Fey'amrai schien nun noch misstrauischer. Und aus diesem Grund und in dem Wissen, dass sein Schwester doch gut aufgehoben ist wendete er sich wieder seinem Pferd zu. Sein Weg führte ihn zu einem nahem Zelt, an dem vor noch nicht all zulanger Zeit ein Feuer gebrannt haben mag. Nach ein paar Versuchen erstrahlter der Platz wieder im hellen Flackern des Feuers und er konnte endlich sein Sachen trocknen. Er liess sich schliesslich am Rande des Geuers nieder und wusste immer noch nichte, wie er am nächsten Tag weiter vorgehen wollte...

_________________
http://www.lastfm.de/group/Siebenwind


Nach oben
 Profil E-Mail senden  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 8.09.02, 14:43 
Einsiedler
Einsiedler

Registriert: 16.12.01, 21:52
Beiträge: 44
Wohnort: Frankfurt
„Du bist wie ein Biundai!“

Die Worte klangen in ihrem Gedächtnis nach wie ein immerwiederkehrendes Echo. Wut und Enttäuschung durchfuhr sie und sie ballte die schmale Hand zur Faust. Warum sagte er so was? Sie hat doch nur versucht zu reden. Über alles. Doch hatte sie diese Vorwürfe satt. Nill, hier war kein Platz mehr für sie im Viertel, dass hatte er ihr deutlich genug zu verstehen gegeben.

Sie streichelt noch einmal über Scartum’s Flanke bevor sie sich aufschwang und leichten Schenkeldruck ausübte. Sie zog das Tuch wieder höher, bedacht auf jedes Geräusch was sie umgab oder ihr zu folgen schien. Seine Worte klangen ihr nach und verwirrten ihre Gedanken. Wie konnte er so etwas sagen? Er hatte nichts verstanden.....nichts. Sie kam nicht um Hilfe zu suchen. Sie kam um sie zu sehen, sie in Sicherheit zu wissen. Sie vermisste die Gemeinschaft. Hatten sie nicht schöne Stunden? Das gemeinsame Baden, die Abendrunden am Kaminfeuer oder die kleinen Festmahle. Das gemeinsame Kochen.

„Du denkst du hilfst uns damit? Meinst du nicht du schadest uns eher?“

Dha sie hatte es verstanden, sie war im Augenblick eine Gefahr für die Gemeinschaft. Die verbitterten Gedanken trieben ihr Tränen in die Augen. Ist nicht genug geschehen? Wie konnte sie überhaupt jemanden damit hineinziehen? Warum wollte Tekham nicht verstehen, dass es zu seinem eigenen Schutze ist ausserdem sagte er doch dass es ihn nicht interessiere was los ist. Warum sagte er dann solch schreckliche Dinge zu ihr?

„Ich will gar nicht wissen wie du da hinein geraden bist!“

Aber warum dann diese Vorwürfe? Sie verstand ihn nicht, verstand sich sogar selbst nicht mehr. Für was oder wen hielt er sie. Dha sie hatte sich verändert, doch wäre er jemals ihrer Qualen bewusst gewesen, würde er verstehen. Doch er konnte es nicht. Deshalb schickt er sie weg. Er hatte wohl recht, sie war anderen und sich selbst eine Gefahr. Sie würde es schon schaffen zu überleben. Doch zuerst musste sie suchen.....Suchen nach dem Gund und denen die durch sie in Gefahr schwebten.....


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 9.09.02, 00:47 
Einsiedler
Einsiedler
Benutzeravatar

Registriert: 11.04.02, 00:17
Beiträge: 111
Wohnort: 7,28° O |51,31° N
Langsam drang das Sonnenlich durch die Nähte des Zeltstoffes.
Er konnte nicht sagen, wie lange er vorigen Tages noch am Feuer gesessen hatte und über das Gespräch nachgedacht hatte, das sie geführt hatten. Wie hatte er glauben können, er würde Schlaf finden können ?

Langsam kletterte er aus dem Zelt. Sein Pferd stand abseits und beendete gerade sein Frühstück. Langsam streckter er sich und schaute zur Furt der Fey'amrai hinüber. Ihr Pferd war verschwunden. Zu seiner Verwunderung spürte er kein Erstaunen. Wenn er ehrlich zu sich war, hatte er es sogar erwartet. Nun würde es wohl schwieriger werden sie zu finden. Er konnte recht grob einschätzen, dass sei nach all dem, was sie erebt haben mag, eines wohl gelernt haben würde, sich vor jeglichen Verfolgern zu verstecken. Nun er glaubte nicht daran, das sie ihn dazu zählen würde. Aber dennoch machte es die Sache nicht einfacher. Kurzentschlossen packte er seine nötige Habe zusammen und begann Richtung Rohehafens zu traben. Es schien noch recht früh am Tage und die Stadt schien, wie so oft in den letzten Tagen wie ausgestorben. Er lenkte sein Pferd Richtung des Viertels, mehr aus alter Gewonheit, als aus seinem Verstand heraus. Als er mit seinem Pferd schon die Tränke erreicht hatte, erkannte er eine Gestallt, die sich barfüssig vor ihm über den Marmor bewegte. Zuerst wollte er losschreien, ihr sagen, das er unrecht hatte, das er nur zum Wohle aller gehandelt hatte, dass es ihm nicht zustünde zu richten. Aber je mehr er sich die Worte zurecht legte und je länger er die Gestalt betrachte, desto einleuchtender wurde ihm sein Irrtum. Als die Person sich umdrehte, blickte er in das Gesicht einer jungen Schwester. Sie schien schon einige Zeit unterwegs gewesen zu sein und schaute ihn mir einem Lächeln und glücklichen Augen an. Langsam holte ihn die Wirklichkeit wieder zurück. Nach der Begrüssung auf die Art der Ihren, erfuhr er, dass sie gerade erst angekommen war und eine Reise voller Strapazen und Entbehrungen hinter sich hatte. Diese hätte nicht nur ihre Gesundheitlich verfassung beantsprucht, sondern letztendlich auch ihre Schuhe gekostet. Mit letzter Kraft hätte sie der Weg hierher geführt. Immer noch mehr in Gedanken als in der Wirklichkeit, brachte er sie in das Kaminzimmer, indem sie die Wärme des Feuers und die entspannung ihrer geschundenen Füsse durch den Teppich genoss. Auch trafen sie dort eine weiteren BRuder Seylo, wohl schon seit einiger Zeit hier gesessen haben mochte, was ein Stappel Bücher zu seiner rechten bestätigte.
DIe Unbekannte stellte sich vor und für einen kurzen Moment schien er alles zu vergessen. Den Streit, die vermeindliche Bedrohung und all die anderen Sorgen und Ängste. Lea, denn so hiess die Unbekannte, schien noch recht verunsichert und verwirrt, wohl zum Teil wegen der langen Reise als auch durch die neue ungwohnte Umgebung. Er hörte ihnen noch einige Zeit zu und verliess dann nachdenklich den Raum.
Nun es war heute noch viel zu tun. Die Miliz wollte sich treffen und auch die Wahl für den Rat sollte heute entschieden werden. In Gedanken steuerte den Weg zum Marktplatz an. Womöglich hatte er heute mehr Glück und fand die Biundai Frau. Immerhin wäre es besser, als sich alleine einer möglichen Gefahr aus zu liefern. Am Markt angekommen sah er wieder Lea. Verloren stand sie da, mitten im Marktgetümmel, schien alles interessiert zu betrachten und wirkte dennoch hilflos.
Nachdenklich ging er auf sie zu. Er erfuhr, dass sie sich hier nach ein paar Schuhen umsehen wollte. Nach einiger Zeit und vergeblichem Suchen, brachte er sie zu dem Laden, den er vortags so fluchtartig verlassen hatte. er hoffte dort, seinen niah Navarian zu finden und zum ersten Male an diesem Tage schien er Glück zu haben.

Obwohl Navarian viele Kunden hatte, konnte er ihnen nac kurzer Zeit ein passendes Paar Schuhe geben, bevor er sich wieder seinen Kunden zuwandte.

Und wieder spürte er diese Wärme. Es war zwar nicht mehr als ein kurzer Moment, aber dennoch half es ein wenig, die Leete in ihm zu füllen. Nachdenklich trennte er sich von Lea und schlenderte in Gedanken durch die Gassen der Stadt. Nachdenklich erreichte er erneut das Viertel und schaute sich nach MItgliedern der Miliz um. Niemand zeigte sich, der Anszallten machte, auf dein Treffen zu warten. Auch als er in das Kaminzimmer ging, sah er dorz nur die unveränderte Szene: Seylo sass lesend neben einem Stappel Bücher.
Nach einiger Nachfrage erfihr er, dass sich in der Zwischen zeit auch niemand sonst blicken gelassen hatte. So warteten sie gemeinsam.Zwischenzeitlich kam ein gehezter Bruder herein und erkundigte sich nach Samir. Er trug die Farben der Faeir Jassiva. Nach Verneinung seiner Frage von Seylo und ihm, verliess der Bruder ebenso fluchtartig den Raum.
Auch die Zeit zum Treffen zur Ratswahl verstrich. Durch einige Rufe und das stafen von Pferdehufen auf dem Marmorboden wurden sie schliesslich nach draussen gelockt.
Nachdenklich sahen sie, wie sich ein paar Mitglieder der Faeir zu einer Reise rüsteten. Nichst schien darauf hinzu deuten, dass sie den Zuschauern Beachtung zollten.

Mir einem scharfen Tempo verliessen sie das Viertel, sodass er und Seylo sie schnell aus den Augen verloren.
Und wieder war da diese Leere, diese Gefühl zu treiben , ohne Ziel, nicht fähig eine Richtung zu bestimmen.

Nach einiger Zeit trennten sie sich. Es schien sinnlos, noch länger zu warten, was das Ergebniss des Wartens doch schon offensichtlich.

Langsam ging er zu seinem Pferd, zog sich langsam in den Sattel und trabbte aus der Stadt. Was hielt ihn schon hier ? Wieder ertappte er sich, dabei aufgeben zu wollen. Schien nicht alles sinnlos ? War es das alles überhaupt noch wert ? Was konnte er alleine schon ausrichten ?

Wieder führte ihn sein Weg zu dem Platz, den er des morgens verlassen hatte. Er sass lange einfach nur da und dachte über vieles nach. Wie konnte er erwarten, das andere sich ändern und an eine Sache glauben, wenn er selbst solche ZWeifel hatte ?

Langsam began sich der Tag zu neigen. Er erhob sich und bestieg sein Pferd, ritt im gestreckten Galopp Richtung Rohehafen. Nein er wollte nicht aufgeben. Weder sich selbst, noch den Glauben an die Gemeinscht. Auch für seine Niah, die er nun schon seit zwei Tagen suchte und nun mehr denn je vermisste, wollte er kämpfen. Wenn es ihm nicht gelänge Hilfe zu holen auch alleine. Er wusste zwar, dass so ein Plan leichtsinnig, naiv , wenn nicht sogar töricht ist, aber dennoch setze er seinen Weg mit gefasster Mine fort.

Als er das Viertel betrat erkblickte er eine im Wohlbekannte Person. nun lange hatte er sie schon nicht mehr hier gesehen und dennoch war Ailyn ihm lange Zeit eine gute Niah gewesen, die immer Zeit und ein offenes Ohr hatte. So auch dieses Mal. Nach einer Begrüssung schien sie zu spüren, was ihn bedrückte, was ihn die ganze Zeit beschäftigte. Er fasste den Entschluss ihr alles zu erzählen. Vom Streit angefangen über seine Zweifel sich selbst gegenüber. Langsam gingen sie in das Kaminzimmer. Unschlüssig suchte er einen Anfang eine Möglich, das Durcheinander zu entwirren. Nach und nach gelang es ihm ein paar Worte zu finden. Nachdem Ailyn sich dem Kamin zuwandte und durch die Verbundenheit mit ihrem Element die Flammen des Kamins neu aufloderten und den Raum mit einer wohligen Wärem durchzogen, fing er langsam an zu erzählen. Nach drei Sätzn öffnete sich die Türe. Seylo kam herein unschlüssig schaute er sich im Raume um und fragtem ob er stören würde. Ailyn in ihrer herzlich Art verneinte dies deutlich. Und auch er tat dies, obwohl er sich in dem Augenblick wünschte, es nicht zu tun. Nun konnte er es nicht mehr. Er war sich bewusst, das er eigentlich hätte Vertrauen haben sollen. Das was ihm selbst am meisten störte, was er seiner Niahm vorgeworfen hatte, bevor sie das Viertel so plötzlich verliess, nun erlag er dem selben Irrtum. Und wieder dacjte er über ihr Gespräch nach, wie falsch doch manches Wort seine Lippen verliess, was er hätte anders und besser ausdrücken gekonnt hätte.

Dennoch hatte er das Bedürfnis zu reden, gav es nicht genug Sorgen und Gründe, die es zu besprechen galt ?
War nicht der seltsame Verlauf, des nicht stattgefundenen Treffens Grund genug ? Nach und nach erzählten er und Seylo Ailyn die Geschichte. Sie hörte geduldig alles an und deutet nur durch kurze Worte oder andere Gesten ihre Zustimmung oder ihre Ablehnung an, ganz wie er es noch von früher aus zahlreichen Gesprächen von ihr kannte. Und wie damals half Ailyns Einwände, Nachfragen und Vorschläge, die Sache aus anderen Blickwinkeln zu sehen. Und wieder spürte er einen Funken Wärme. So als wäre nicht alles vergebens, sondern nur der Anfang gewesen, eine Möglickeit, ein Neubeginn. Sie sprachen lange Zeit. Wogen viele Möglichkeiten ab und letztendlich kamen sie zu dem Entschluss, es erneut zu versuchen.

Und nun nach zwei Tagen der Rastlosigkeit, stellt sich wieder soetwas wie eine Orientierung ein, ein Fixxpunkt. Einzelne Punkte ergaben eine Linie, die Lineie ergab eine Form und die Form einen Sinn. Er verliess mit neuem Mut den Raum, Seylo und Ailyn mochten wohl noch einige Zeit weitergeredet haben. Nachdenklich schritt er zum Nachrichtenbrett und setzte eine Nachricht auf. Womöglich würden sie sie nicht alle lesen, aber er hoffte, dass es wenigstens ein paar wären. Er wollte Deros in den nächsten Tagen noch einmal sprechen und mit ihm eine neue Möglichkeit beraten. Aber zuvor musste er sien Niah finden, wo immer sie auch war, er konnte und wollte sie nicht aufgeben, schliesslich war sie troztallem immer noch ein Teil des Ganzen, und letztendlich ein Teil seiner selbst.

_________________
http://www.lastfm.de/group/Siebenwind


Zuletzt geändert von Amun: 9.09.02, 01:27, insgesamt 1-mal geändert.

Nach oben
 Profil E-Mail senden  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 12.09.02, 16:24 
Einsiedler
Einsiedler
Benutzeravatar

Registriert: 11.04.02, 00:17
Beiträge: 111
Wohnort: 7,28° O |51,31° N
Endlich hörte er ihr gleichmässig Schlafen, ein Zeichen eines ruhigen Schlafes. Er fragte sich, wie lange sie wach gewesen war, ihr Augen nur noch leere Hülen, ihr Stimme matt und ohne jegliche Regung.
Er war froh, dass er sie endlich gefunden hatte.
Im schein des kleinen Feuers, schaute er nachdnklich zu ihr herüber. Im flackenden Schein der Flammen schien alles so unwirklich. Ihr erneute Begegnung im Viertel. Er hatte es fast schon aufgegeben. Sie war trotz allem zurückgekehrt, in den Schoss der Gemeinschaft. Auch wenn es nicht für Dauer war, so beruhigte ihn doch die Gewissheit, dass sie trotz allem noch das Bedürfniss hatte, zu den ihren zurückzukehren. Ihre Begenung war seltsam. Nur wenige Worte füllten den leeren Raum zwischen Ihnen. Sie brachte ihm zu dem Ort, an dem sie wohl schon einige Zeit verweilen mochte. Jetzt endlich konnten sie reden, sie schien schwächer als zuvor. Schien keine Kraft mehr zum Kämpfen zu haben. Ihr Worte nur leer Hülsen, ihr Blick nur ein Flimmern ihres Geistes.

Sie versprach ihm bald mehr zu erzählen. Immernoch war er erschreckt, als er sie sah. Seit ihre letzten Begegnung war nur kurze Zeit ins Land gegangen, aber wenn er sie so sah, schien es eine Ewigkeit. Nun das sie schlief, dachte er über die wenigen Worte nach, die sie im mitteillte.. In Gedankten suchte er nach en Antworten, die ihre Erzählungen aufgeworfen hatten. Schliesslich gab er es auf, weiter zu suchen, sollte er doch die Antworten doch in balde erhalten, so hoffte er.

Noch einmal wendete er den Blick zu ihr, jetzt wo sie so friedlich neben ihm lag, schien all die Wut und die Anstregungen der letzten Tage nur noch ein SChleier zu sein, eine Nebel, der ihren Körper umhülllte, wie eine sanfte Decke.

Schliesslich gab dem Bedürfniss seines Körpers nach und sclief ebenfalls ein. Wer immer seiner Niah das angetan hatte, wenigstens in dieser Nacht schien sie die Sicherheit des Waldes zu schützen.

_________________
http://www.lastfm.de/group/Siebenwind


Nach oben
 Profil E-Mail senden  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 12.09.02, 17:11 
Einsiedler
Einsiedler
Benutzeravatar

Registriert: 11.04.02, 00:17
Beiträge: 111
Wohnort: 7,28° O |51,31° N
Er wachte auf, von den Sanften Strahlen der Sonne, die langsam aus ihrem nächtlichem Schlaf erwachte und Tare mit ihre Kraft ein neues Leben schenkte.

Er erhob sich, leise um seine Niah nicht zu stören, die imme rnoch neben ihm lag und ihrem Körper die vorher nicht vergönnte Ruhe gewehrte.
Es war ein ruhiger Tag, letztendlich, schien auch der Regen ein Einsehen zu haben und so schenkte ihnen Tare einen neuen Tag voller Sonne und Wärme.

Schliesslich stellt er sich vollends hin und genoss das erste mal seit langer, Zeit den Beginn eines neuen Tages.
Hinter sich hörte er, dass eine Niah ebenfalls erwachte.
MIt dem ersten lächeln, was ihm seit Tagen gelnagt betrachtete er sie.
Sie wechselten kaum Worte an diesem Morgen und dennoch schienen sie sich auch so verständigen zu können. Es war fast wie in früheren Zeiten.

Schliesslich fing sie an ihm, mehr zu erzählen. Zwar sparte sie vieles aus, aber nach seinen Nachfragen gab sie bereitwillig Auskunft. Und langsam ergaben die einzelnen Fragmente, die ihn schon so lange beschäftigten einen Sinn. Sie sprach lange und mit santer Stimme, aber dennoch spürte er in jedem ihrer Sätze, dass sie während sie so erzählte alles noch einmal zu durchleben schien. Mehrere Male schien sie einen Moment der Ruhe zu brauchen. Sie schwieg, nur um danach mit unverminderte Stimme weiterzu fahren.

Schliesslich verstummte sie. Lange Zeit sprachen sie kein Wort. Schweigend schienen sie beide ihr Gedanken über das gesagte zu machen.

Nach einiger Zeit sprachen sie, er schien immer noch nicht zu wissen, was er ihr sagen sollte, aber schliesslich fand er Worte, die ihm geeignet erschienen. Er gestand ihr seinen Fehler und versuchte, auch seine innere Verwirrung darzulegen.

Sie schien immer noch ein wenig mit sich beschäfiigt zu sein und mit gemischten gefühlen verliess er sie und schlug den Weg nach Rohehafen ein.
Dort schien er bei den Aufgauben und seiner Arbeit, die sich nun schon seit einiger Zeit angesammelt hatte, kaum in Gedanken bei sich zu sein. Nachdem alles erledigt schien, und er mit ein paar Brüdern und Schwestern im Viertel gesprochen hatte, lenkte er sein Pferd wieder in die Einsamkeit der Auen... Schliesslich erreichte er den Platz, wo er seien Niah am morgen zurückgelassen hatte.

Sie schien sehr blass, aber es schien etwas passiert zu sein. Wortlos reicht sie ihm eine Schriftrolle. In der neuesten Ausgabe des Boten wurde über die schändliche Tat, der Ermordung des Redakteurs Jarail berichtet.
Ihm selbst war Jaral ein guter Niah und geschätzer Gesprächspartner gewesen, waren sie auch oft verschiedener Meinungen, so hatten sie sich doch immer gegenseitig respektiert. Er las weiter und erfuhr, dass die Tat einem Biundai zugeschrieben wird, der dem Einen verfallen sei. Ebenfalls mit fahlen Gesicht schaute er sie an. "das ist er" sagte sie mit knappen Worten, die kaum hatten sie ihre zusammengekniffenen Lippen verlassen, sich schon in der Luft aufzulösen schienen...

_________________
http://www.lastfm.de/group/Siebenwind


Nach oben
 Profil E-Mail senden  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 5 Beiträge ] 

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 5 Gäste


Sie dürfen keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Sie dürfen keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Sie dürfen Ihre Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Sie dürfen Ihre Beiträge in diesem Forum nicht löschen.

Suche nach:
Gehe zu:  
cron

Powered by phpBB © 2000, 2002, 2005, 2007 phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de