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 Betreff des Beitrags: Liebe....
BeitragVerfasst: 1.10.02, 19:03 
Edelbürger
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"Was für ein Tag", dachte sie, als sie sich langsam im Bette der Hochmeister wälzte , "ich wußte doch, das es niemals so enden wird, wie ich es mir erhoffe."

Sie erinnert sich langsam an gestern Abend zurück. Einsam durchstreifte sie die Nacht, die Finsternis um sie gehüllt. Ihr wallendes Haar strich durch den Wind. Scheinbar in Gedanken verloren an jemanden.

Erst einige Minuten zuvor redete sie mit einer Freundin darüber, über ihre Gefühle, ihre Sorgen, ihre Ängste. Es schien sie für jenen Moment zu befreien. Die Last die auf ihr lastete. Unerträglich. Ihr unbekannt.

In der ferne erblickte sie die Zinnen des Schieferhorstes. Ein leises seufzen entrann ihre Kehle. Ihr Herz vermochte wie Trommeln zu erschallen, ein
ganzes Orchester das im Rhythmus spielte, immer schneller und stärker, je näher sie zur Burg kam. Mit leicht zögerlichen Schritten trat sie an die Wache, versuchte ihre Unsicherheit zu überspielen und einfach die zu sein, die sie wahr.

"Vjera Vitama mit euch mein Sohn," krächzte sie heiser, "ich suche Sir Athos, Knappe." Scheinbar befreiend wirkten ihre Worte.
Der Knappe verbeugte sich in ihrer Gegenwart und deutete auf den Pagenturm hinter ihr. Sie nickte nur schwach, kaum in der Lage zu antworten, wie ein
Klose in ihrem Halse.

Vorsichtig schritt sie zum Pagenturm, unsicher mit ihren Fingern spielend. So abgeklärt war sie sonst, so erfahren, aber in jenem Moment wie ein Kind, ein Mädchen vor ihrem ersten Treffen mit einem Jungen. An der Türe klopfte sie leise pochend an, fast aus Verlegenheit die Türe streichelnd, als schlagend.


Niemand erhörte sie. Vielleicht war niemand im Turme, vielleicht war es aber auch nur zu leise. Ihre Unsicherheit spiegelte sich in ihren blauen Augen
wieder. Hin und her schweifend, kaum einen Punkt fixierend könnend. Langsam trat sie einige Schritte zurück und atmete schwer aus. Ihr unruhiger Atem
war laut und seufzend. Kurz senkte sie ihren Kopf, um sich selber Mut zu machen, dabei strich sie fast beiläufig eine Haarsträhne hinter das Ohr.

In diesem Moment öffnete sich die Türe am Turme, fast erschreckt, wich sie einen Schritt zurück, total aus den Gedanken gerissen. Ihr Blick erhob sich in Richtung der Türe und sah ihn. Athos. Wie verrückt pochte ihr Herz,
hämmernd gegen ihre Rippen, als würde das Herz herauswollen.

Erst dann erblickte sie Brutha und sie versuchte sich schnell zu beruhigen. Er solle es nicht merken. Niemand solle es merken. Was würde geschehen, wenn
er sie abweist ? Eine Erzgeweihte Vitamas mit gerade 20 Lenzen, die ihre Gaben und ihr Aussehen von der Herrin erhielt. Was würde dann passieren ?
Sie wäre nicht mehr jene Frau, die alle so bewundern, so verehren, so lieben.

"Vje...Vjera Vitama mit euch Sir Athos, Brutha." Knapp konnte sie der peinlichen Situation ausweichen. Nur ein kleiner Verhaspler.

"Das passiert jedem," redete sie sich ein. Und blickte dann zu dem sichtlich überraschten Athos.

Es mag vielleicht ein halber Zyklus gewesen sein, seitdem sie sich nicht mehr gesehen haben. Seit ihrem Gespräche vor einigen Tagen ging er ihr nicht mehr aus dem Kopf. Fast jede Sekunde dachte sie an ihm, trotz der Probleme um sie herum. Sie sprachen davon, das er sich edler kleiden sollte für seinen Stand. Statt es dabei zu lassen, suchte sie einen Schneider auf und versuchte seine Masse zu schätzen. Einige Kleinigkeiten sollten das nur werden, damit es bloß nicht auffällt. Schnell
ging sie dann zu einem Freund, der ihr die Sachen färbte. Seine Fragen, für wen es sein sollte, versuchte sie schnell auszuweichen. Niemand solle es
erfahren. Niemand. Nur wenige Momente später sah sie ihn schon. Mitten in der Taverne "Zur Goldenen Harfe". Er war aber nicht allein. Sie schluckte schwer und griff sich ein Herz und setzt sich neben ihn. Wer sollte sie
schon aufhalten ? Immerhin war sie eine Geweihte Vitamas. Aber sie merkte, das sie im Herzen auch nur eine junge Frau war. Sie legte das Bündel mit den
Kleidern auf ihren Schoß, um nur den richtigen Moment abzuwarten.


Athos starrte Tzara verblüfft an. Sprach dann aber abgeklärt wie immer. "Die Viere mit euch, eure Eminenz." Auch Brutha tat jenes und verbeugte sich vor
ihr, aber Tzara schien verloren, verloren in den Gedanken und nur auf Athos konzentriert. Nur beiläufig nickte sie Brutha zu.

"Kann ich euch helfen, Eminenz?", sprach er langsam weiter.

"Ich ersuche ein Gespräch mit euch Sir, unter vier Augen, wäre jenes möglich?"

Er nickte nur leicht und sagte, "Natürlich, Eminenz. Nur einen Moment bitte, ich bin sofort wieder da."

Ohne Widerworte nickte sie nur stumm und folgte Athos und Brutha in den Hof der Burg. Dort verharrte sie Minuten, die ihr wie Stunden vorkommen mochten.
"Was soll ich sagen, was soll ich tun....?", sie wirkte immer panischer. Sie wippte ungeduldig mit den Füßen und trat von einen auf das andere Bein. Sie wartete ohne einen festen Blick, eher mit ihren Gedanken beschäftigt, dachte an die Zeit vor wenigen Tagen, als sie zusammen waren. Alleine!
Und die ganze Nacht miteinander redeten.

Athos kam nach einiger Zeit wieder zurück. Sie schaute ihn mit ihren hellblauen Augen an, total in seinen verloren.

"Nun werte Eminenz, wie kann ich euch behilflich sein?"

Sie schluckte leicht und verlor vollendendes den Faden. "Ääääähm....", sie schweifte schnell mit ihrem Blick umher, "ich wollte euch fragen, wie euch
die Kleider gefallen." Im nächsten Moment dachte sie, wie stumpfsinnig diese Frage war. Jenes würde niemals erklären, warum sie vom Tempel zum Schieferhorst ritt.

Sichtlich verwirrt sprach er, "Ich hab sie noch nicht anprobiert." Sie nickte nur leicht. War das schon alles ? Sie rang nach Worten, um nicht wieder gehen zu müssen.

"Habt ihr heute abend schon gespeist, Sire?", sie schien sichtlich überraschter über ihre Worte als Athos. Nun schien er für einen Moment mit den Worten zu ringen, scheinbar hatten ihre Worte ihn in irgendeiner Weise getroffen.

"Nein eure Eminenz," sprach er dann erst etwas zögerlich, dann jedoch mit schiefem lächeln, "soll das... etwa eine Einladung sein?"

Sie senkte schnell ihren Kopf und nickte wie ein Kind, doch bevor sie etwas sagen konnte, rief jemand am Tor.

"Es ist jemand verletzt, wir brauchen Hilfe!"

"Nicht jetzt!", schreite sie innerlich. "Wieso gerade jetzt?"

Sie schritt schnell mit Athos hinaus zum Vorhof und sie erblickten an der Verwaltung einen schwer verletzten Knappen. Totales Chaos schien in jenem Moment auszubrechen, während sie ihn versuchte zu heilen. Das letzte was sie merkte, war das aus den Zellen unter der Verwaltung Rauch aufstieg.

Schnell versuchten sie aus der Verwaltung zu kommen und sie blickte Athos nach, wie jener mit Aspin, Brutha und einem Rekruten der Garde eine Pferdetränke heran schleppten. Sie schien aber wiederum nur Augen für Athos zu haben. Ihr Blick lag auf seinen Körper, wie jener angespannt, voller Athletik, die Tränke trug. Mit leichten wanken, geschwächt durch die Heilung
des Knappen stand sie vor der Verwaltung und hörte immer nur das Rufen in den Zellen, als die Vier dort unten das Feuer versuchten zu löschen.
Erstmals spürte sie, das ihre Angst grösser um Athos war, als für die anderen drei. Sie schien ihre Objektivität zu verlieren. Die Angst um alle Kinder Vitamas. Sie dachte nur an ihn und das ihm nichts geschehen möge.

Wie vor Angst erstarrt stand sie vor der Verwaltung und blickte zur Türe, hoffend das Athos raus käme. Die Tür glitt auf, und der Rauch strömte hinaus, eine Blaue Tunika mit dem Wappen der Ritter, sie trat schnell vor,
aber es war Aspin, fast wäre sie hingerannt, stattdessen stockte sie und blieb stehen, verharrte, bis sie zur Vernunft kam und zu dem schwer hustenden
Ritter ging. Minuten verstrichen, bis Athos mit den beiden anderen beiden Gardisten kam. Sie trugen eine schwer verbrannte Frau heraus, ihr Körper fast gänzlich entstellt von den Flammen.

Sie blickte erst zu Athos, verharrte mit dem Blick auf ihn, um zu sehen, ob es ihm gut ginge, erst dann widmete sie sich der verletzten Frau zu. Versuchte sie mit zitternden Händen zu heilen, aber sie war schwach.
Überanstrengt. Am Ende. Sie konnte ihr noch die nötige Kraft geben, um am Leben zu bleiben, aber selbst sackte sie zu Boden. Nach Luft hechelnd, keuchend. Für einen Moment waren alle Gedanken fort. Ihr Kopf klar, nicht bedrückend, keine Angst. Harmonie, die nur durch ihre lauten Atemgeräusche übertönt wurden.

Athos und Aspin traten schnell zu ihr, als sie mühsam versuchte sich zu erheben. Aber in jenem Moment wurde alles dunkel um sie. Totale Stille.

Sie spürte nur ihre Liebe.......


Zuletzt geändert von Said: 1.10.02, 19:16, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 2.10.02, 20:33 
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"Was für ein verrückter Tag" , dachte Athos als er ihre Eminenz Tzara Rengis, Erzgeweihte der Vitama, so friedlich schlummernd im Bett vor sich liegen sah, nachdem Sir Aspin und er selbst die Erschöpfte gerader erst vom Burghof zum Bergfried getragen hatten.

Nach und nach ließ Athos die Ereignisse des Tages Revue passieren. Angefangen hatte alles, als er den inneren Teil der Burg verließ und langsam Richtung Burgwichtel schlenderte, wobei er auf halbem Wege Brutha, den von ihm zur Burg bestellten Baronsgardisten, antraf. Überrascht und erfreut über dessen Pünktlichkeit, führte er ihn nach kurzer Begrüßung durch den ehemaligen Pagenturm, der von nun an die Garde beherbergen sollte.

Als die kurze Führung zu Ende ging und die beiden Männer den Turm verließen, erblickte Athos zu seinem Erstaunen die Erzgeweihte Vitamas, die wie immer von einer Aura strahlender Schönheit umgeben war. Irritierenderweise bat sie darum Athos persönlich zu sprechen, sogar unter vier Augen. Da die Angelegenheit ihren Worten nach aber nicht dringlich war, führte Athos Brutha und einen inzwischen angekommenen Anwärter der Garde zu den Gemächern der Gerdenwalds, wobei Tzara im Innenhof der Burg auf ihn wartete.

Als Athos die beiden Angehörigen der Garde letztlich verabschiedet hatte, wandte er sich nach kurzem Straffen des Wappenrocks dem Innenhof samt der weiterhin wartenden Tzara zu. "Das kann ja nur wieder Ärger bedeuten... Immer endet alles in Ärger, Chaos und Streß auf dieser verdammten Insel" , brummelte er in Gedanken, während er sich mit eiligen Schritten der Erzgeweihten näherte.

"Nun werte Eminenz, womit kann ich euch behilflich sein" , sprach er die wartende in höflichem, freundlichem Tonfall an und setzte rasch ein dezentes, höfliches Lächeln auf. Seltsamerweise schien sie seinem fragenden, Blick etwas auszuweichen, um dann zu fragen, wie ihm die Kleider gefielen, welche sie ihm zu seiner Überraschung vor einigen Stunden in einer Taverne in Rohehafen überreicht hatte. "Ich hab sie noch nicht anprobiert" , antwortete er knapp und sichtlich auf ein solch banales und ärgerfreies Thema nicht gefasst. "Habt ihr heute Abend schon gespeist, Sire?" Auf diese Frage war Athos nun wirklich nicht gefasst. Er hatte alles erwartet, von einem durch Rohehafen marschierenden Heer dieser möchtegern Paladine über der Zerstörung des Tempels durch Sha’Naz’Gul persönlich, aber nicht von dieser Frau zum Essen eingeladen zu werden. Dabei traf sich das eigentlich ganz gut, er hatte ja tatsächlich noch nichts gegessen. "Nein eure Eminenz," sprach Athos erst etwas zögerlich, dann jedoch mit schiefem Lächeln, "soll das etwa... eine Einladung sein?".

Aber noch während Athos lächelnd auf Antwort wartete, drangen Rufe aus Richtung des inneren Burgtores zu den beiden und beide folgten schließlich dem Anwärter der Baronsgarde, der von einem verletzten Knappen und der ehemaligen Brigaderekrutin Athena, die sich offenbar stellten wolle, berichtete. Im für die Allgemeinheit zugänglichen Teil Hofes fand Athos dann auch das schon beinahe schmerzlich vermisste Chaos und den Ärger vor. Der Knappe war Zephidoran, Knappe Sir von Sonnenhaars. Er hing besinnungslos im Sattel seines Rosses und schien von einem bürgerlichen und einem Angehörigen der Brandensteiner Reiter zur Burg gebracht worden zu sein.

An Tzara dachte Athos in diesem Moment schon fast gar nicht mehr, jetzt ging es darum den Knappen zu retten. Schnell wurde Zeph auf den Schreibtisch des Verwaltungsbüros geschafft, wo Tzara sich dann mit einer dazugeholten Heilerin der nahegelegenen Communis Medici seiner annahm. Athos kümmerte sich derweil zusammen mit Brutha um Athena, welche nach kurzer Zeit sicher in einer Zelle im Keller der Verwaltung saß.
Wieder oben angekommen stellte er erfreut fest, dass es dem Knappen wieder besser zu gehen schien und dass Sir Aspin inzwischen den Ort des Geschehens erreicht hatte.
Plötzlich bemerkten die Anwesenden den beißenden Geruch von Rauch, welcher aus dem Keller aufzusteigen begann. Rasch verließen alle die Verwaltung und nach kurzer Beratung entschieden sich Brutha, der Anwärter und die beiden Ritter, dass es das Beste sei die nahe Pferdetränke aus dem Stall herbeizuschaffen und zu versuchen das Feuer damit zu löschen. Die Vier hatten sichtlich Mühe damit, sich durch den dicken schwarzen Rauch zu kämpfen und die Tränke bis zur brennenden Zelle Athenas, die das Feuer offenbar gelegt hatte, zu schleppen um es letztlich zu löschen. Die schwerverbrannte Gefangene wurde von den vier erbärmlich hustenden und ziemlich verrußten Gestalten nach oben ins Freie getragen, wo Tzara sich dann auch sofort um sie kümmerte.

Doch das ganze war scheinbar zuviel für die schöne Erzgeweihte, die kurz darauf ohnmächtig zu Boden sank. Aspin und Athos trugen sie rasch zum Bergfried in das leere Hochmeisterzimmer, wo beide nun vor ihrem Bett standen und einen Moment verschnauften.

"Dabei wollte sie nur mit mir Essen gehen", wandte sich Athos nach einer Weile mit leichtem Kopfschütteln und einem resignierenden Seufzer an Aspin.


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BeitragVerfasst: 8.10.02, 19:20 
Edelbürger
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Ein beißender Geruch lag in der Luft. Sie riß die Augen weit auf und blickte verschwommen herum. Was war geschehen, dachte sie. Langsam bildeten sich wieder Formen vor ihren Augen. Sie sah, daß sie in einem Bett lag. Wände aus Stein umgaben sie. Scheinbar ein Herrenzimmer, langsam dämmerte es immer mehr vor ihren Augen. Sie erkannte die Umrisse einer jungen Frau. Leicht rieb sie mit den Händen über die Augen, als sie dann nochmals zu der Frau sah, erblickte sie die Komtess.

"Ruhig Eminenz, überanstrengt euch nicht," ihre Stimme wirkte ruhig und besonnen wie immer. Niemand war außer ihnen im Raume zu erkennen. Einsam und
verlassen.

Tzara richtete sich langsam und mühevoll auf im Bett. In ihrem Gesicht sah man ihre Müdigkeit und Mattheit. Es mögen vielleicht Minuten erst vergangen sein, seitdem sie hier im Bett liegt, vielleicht aber auch Stunden oder gar Tage. Sie fragte nicht danach, sie nahm es für diesen Moment hin.

Mit einem Seufzen richtete sie sich im Bett ein wenig hoch und blickte dann zur Komtess wieder rüber.

Beide redeten erstmals miteinander wie Freundinnen, ohne Titel, nur mit dem Namen über ihre Leiden und ihren Schmerz. Bis die Komtess begann über Athos
zu sprechen. Tzara wurde sichtlich mulmig zu mute. Es schien fast so zu sein, als wäre dies ihre verletzlichste Stelle. Arianna von Gerdenwald schwärmte in den höchsten Tönen von Athos. Was Tzara sichtlich verwunderte, den wenn sie mit ihm sprach, merkte sie, das er nicht viel von jenem Adelskind hielt. Er hielt sie eher für hochnäsig und verhätschelt. Was dann
kam, überkam Tzara wie einen Schock, die Komtess sagte sie liebe Athos. Tzara schluckte schwer, als wäre ein großer Klos in ihrem Halse, kein Wort fähig zu sprechen.

Bis sie fast röchelnd sprach, "Auch ich liebe ihn."

In diesem Moment schaute Arianna Tzara wie von Sinnen an, geschockt davon, das sie ihn wohl liebe.


Zuletzt geändert von Said: 8.10.02, 19:22, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 8.10.02, 19:27 
Edelbürger
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Nach dem Gespräch mit der Komtess, wollte Tzara so schnell wie möglich raus aus der Burg. Eine Schmach, was tat sie bloß ? Sie stürzte das erste mal in ihrem Leben jemanden ins Unglück.

Als der nächste Morgen hereinbrach, gerade die ersten Sonnenstrahlen über den Horizont strichen, trat Athos in das Zimmer. Sie schmachtete nach ihm, dennoch fühlte sie die Angst in sich. Die Angst enttäuscht zu werden von ihm, die Angst ihre Objektivität zu verlieren jeden zu lieben und niemanden zu bevorzugen, die Angst die Komtess zu enttäuschen. Sie wußte nicht, was mit ihr geschah.

Ruhig schritt Athos in den Raum, ein Tablett mit Frühstück in der Hand. Sie wußte nicht, was sie tun sollte. So viele Gedanken kreisten ihr im Kopf
herum, kaum einer zu fassen, aber immer wieder bildete sich vor ihrem inneren Auge ein Mann - Athos.

"Hunger ?" sprach Athos und durchschnitt die Stille mit seinen Worten. Tzara schüttelte nur sachte den Kopf. "Ich möchte frische Luft, raus aus diesem Raume." Athos schien zu grübeln. "Seit ihr dazu wirklich schon in der Lage?" Leicht nickte sie. "Gut, dann werde ich euch begleiten, Eminenz." Ruhig zog sich Tzara an, Athos drehte sich höfisch herum, um ihre Blöße nicht zu sehen. Dann schritten beide herunter in den Burgfried und er zeigte ihr etwas näher die Burg, obwohl sie sie kannte, suchte sie die Nähe zu Athos und gab vor, sie hätte sie nie gesehen.

Am Burgfried sah sie dann die Mutter von Arianna, die Baroness Gerlinde von Gerdenwald.

"Wieso quält man mich!" kreischte sie innerlich. "Erst die Komtess, nun die Baroness."

Die Baroness schritt schnell zu beiden hin, scheinbar eher zu Tzara, um mit ihr zu reden. Sie wußte wohl nicht, das ihr Gesundheitsstand nicht sehr gut war und war darüber natürlich sehr erstaunt. Aber als bald änderte sich die Stimmung, nämlich in dem Moment, als Athos und die Baroness redeten. Es schien so, als würden beide versuchen ihre Grenzen zu markieren und ab und zu den anderen mit Sticheleien zu provozieren.

Immer wieder kam ihr der Gedanke : "Es wird für uns niemals eine Chance gegeben, niemals"

Nachdem beide zur Ruhe kam, erfragte die Baroness, ob alle in der Lage wären im Burgwichtel zu speisen. In dem Moment war Tzara klar, ihr wird heute keine Möglichkeit gegeben. Nur kurz verweilte sie im Burgwichtel, scheinbar die Qual nicht ertragend und als sie aufbrechen wollte, trat Athos mit ihr zur Türe.

Einen Moment verlor sie die Cortenounce und ihre Gefühle schienen sich nicht zu halten. Sie beugte sich rasch vor und küsste Athos auf die Wange, noch bevor der verdutzte Ritter etwas erwidern konnte, entfernte sie sich eilig aus dem Wichtel.


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BeitragVerfasst: 8.10.02, 19:42 
Edelbürger
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Sie konnte nicht in der Taverne bleiben, es ging nicht. Sie wußte das Athos immer wiederkehren wird, solange Sir Curio dort gebettet ist.

Statt dessen schritt sie zum Schreine Vitamae und flehte die liebliche Göttin regelrecht an. Sie sah keine andere Möglichkeit mehr, sie bat sie um Rat.

Nachdem sie das Gespräch mit Vitama beenden konnte, traf sie zufällig einen Knappen des Ordens der Ritter der Siebenwinde an welcher ihr eher beiläufig mitteilte, das Athos zusammengebrochen sei.

Rasch erhob sie sich und eilte so schnell sie konnte zum Schieferhorst. Dort erteilte man ihr die Auskunft, das Athos im Haus der Communis Medici sei, um sich von den Strapazen zu erholen.

Wieder kam diese Unschlüssigkeit in ihr auf. Soll sie sich das wirklich antun und sich wieder quälen ? Wieso tut sie es ? Liebe für einen Mann, der ihre Liebe nicht erwidert, obwohl sie es ihm nie gesagt hat, aber es ihm
offensichtlich zeigt.

Sie riß die Zügel hastig herum und ritt zum Haus der Medici. Dort angekommen fragte sie nach Athos, den sie tief und fest schlafend vorfand.

"Ich habe Angst um dich gehabt." Sie strich ihm eine Haarsträhne aus dem Gesicht. "Wieso tust du das meinem Herzen an ? Merkst du nicht, das es nur für dich schlägt?" Sanft umspielte sie seine Wange mit ihrer Handfläche. "Ich liebe dich doch!" Sie beugte sich vor und küsste ihn zärtlich auf die Stirn. In dem Moment öffnete Athos seine Lider und blickte verwundert zu ihr hoch.

"Was....wo bin ich ?" sprach er sichtlich verwirrt.
"Du bist in der Communis Medici." Sie bemerkte nicht einmal, das sie ihn noch duzte.

Sichtlich mitgenommen, aber dennoch überrascht von ihren Worten wollte er sich wieder erheben.

"Du brauchst Ruhe!"
"Du....?"
antwortete Athos perplex.
"Ähm....ihr sagte ich...." für einen Moment merkte sie wieder einmal, dass sie in seiner Gegenwart doch nicht die abgeklärte Frau war, für die sie sich immer gehalten hatte. Sie senkte rasch ihren hochrot werdenden Kopf.

"Was habt ihr, Eminenz?"
"Nichts von Bedeutung Sir Athos."
Sie versuchte wieder auf Abstand zu kommen. Aber es geriet ihr sichtlich außer Kontrolle. "Ich werde nun wieder an die Arbeit gehen!" Sofort schaute sie ihn ernst an. "Das werdet ihr nicht tun. Ihr hattet einen Schwächeanfall. Oder wollt ihr das ich es euch Befehle ?"

Nun schien Athos zu stocken. "Das ist ein Scherz oder so was ähnliches richtig?"
"Wollt ihr jenes ausprobieren?" Sie schien für diesen Moment all ihre Liebe für ihn vergessen zu haben. Nun war sie wieder die Erzgeweihte, die ihre gesellschaftliche Macht nutzte.
"Versucht doch aufzustehen, dann werden wir es sehen."

Athos erhob sich langsam, ein wenig wackelig auf den Beinen, aber sonst schien er sich wieder gefangen zu haben. Er stapfte vorsichtig durch den Raum und blickte dann zu Tzara.

"Schließt eure Augen bitte Sir Athos."

Er schloß sie, aber fragte dabei gleich. "Was soll das denn bringen, Eminenz?" Leise sagte sie, "um zu sehen, ob ihr bleibende Schäden davon getragen habt und bitte, nennt mich nicht Eminenz....." Er öffnete die Augen sachte und starrte sie verwirrt an. "Wie dann? Mylady,Hohe Frau?" Nur leise rann es aus ihrer Kehle: "Tzara!"

Er nickte nur leicht, wirkte aber dennoch verwundert.

"Hmm... ich habe schon eine ganze Weile nichts gegessen. Habt ihr Hunger...Tzara?"

Sie nickte hastig und er wieß ihr den Weg hinaus und führte sie zum Burgwichtel.

Während das Essen noch in der Vorbereitung war, sprachen beide über die Komtess und Tzara erzählte ihm, dass sie hin und hergerissen sei. Tzara erzählte ihm sichtlich bedrückt, dass entweder die Komtess oder sie selbst glücklich würde, dass die Liebe beide Frauen in eine Lage brächte, die bedeutete, dass niemals beide glücklich werden konnten, wobei Athos wie immer sachlich und wie über den Dingen stehend wirkte.

Langsam schien sich das Thema zuzuspitzen und Tzara sagte ihm, das sie jemanden liebe, aber das ihre Liebe nicht erwiderte würde. Athos schüttelte, offenbar in der Absicht sie aufzumuntern, empört den Kopf und gab zu bedenken, wie man einer Frau wie Tzara denn widerstehen könne.

Der Wirt des Wichtels erschien und servierte das Mahl. Tzara stocherte fast nur im Essen herum, sie suchte nach Worten. Athos sagte: "Was für ein Klotz
muß dieser Mann sein, wenn er eure Liebe nicht erwidert."
Sie lächelt leicht und blickte zu ihm. "Er scheint vielleicht nach außen hin ein Klotz zu sein, aber im Inneren, denke ich, ist er ein herzensguter Mensch."

"Wieso sagt ihr ihm nicht, das ihr ihn liebt?", sprach er beiläufig und begann sein Mahl zu genießen.

Für Tzara schien es der perfekte Moment zu sein und sprach fast hauchend:
"Ich liebe euch!"

Athos verschluckte sich heftig, hustete ein paar mal und blickt sie mehr als verdutzt an. "Äh... wie.. was sagtet ihr eben?"

Diesmal wiederholte sie es lauter: "Ich liebe euch!"

Sie schien ihn überrannt zu haben, denn er war nicht in der Lage zu antworten. Er sah sie völlig verwirrt an und schien nach Worten zu suchen. Aber bevor er das tun konnte, stand Tzara auf. Sie dachte , dass er jene Gefühle nicht für sie erwiderte und verließ überstürzt den "Wichtel". Tränen schossen ihr in die Augen, die Schminke verlief ihr, aber sie rannte nur noch. Völlig ohne Ziel irrte sie herum. "Warum nur, warum nur....", ging ihr immer wieder durch den Kopf. "Was habe ich getan so gedemütigt zu werden?"

Sie rannte immer weiter, so weit wie ihre Füsse sie tragen konnten. Bis sie irgendwann am Ordenshaus ankam. Dort angelangt kauerte sie sich in die Ecke,
sie wollte nur noch alleine sein. Tränen flossen ihre Wangen herunter und benetzten das Kleid. Schmutz war durch das Laufen auf dem Saume des Kleides.
Ihre Schminke verlaufen im Gesicht und auf dem Kleid. Sie war gebrochen. Gebrochen durch Liebe. Die Frau, die sonst immer versuchte alle aufzubauen,
war nun am Ende selbst gescheitert... am Ende...


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BeitragVerfasst: 8.10.02, 21:09 
Einsiedler
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Genervt von den Wachen machte sich der junge Anwärter Bellum der vor 6 tagen in den Orden augenommen wurde zurück ins Ordenhaus um dort nach rat zu fragen.

In den Tempel Anlange angelangt suchte er wie immer nach seinen schlüsseln. Er wühlte in seine Tasche herum und einige minunten vergehen biss er es gefunden hat. Er steckte das Eisenschlüssel sachte hinein und dreht es knirschen auf. Er zogt das schwerr Eisentor auf und tritt langsam ins Ordenhaus hinein.


Er erschrack in erster moment als er sie auf den boden sah mit eine flasche in ihre hand die noch halbvoll wahr.
Er kannte sie kaum die Erzgeweihte Vitamas nur von sehen her.... Er hatte sie immer bewundert und schaute immer zu ihr .... Doch nun sass sie vor ihn da auf den boden mit eine flasche schnaps in der hand ....

Doch faste sich der Junge Bellum Anwärter schnell und geht sachte auf sie zu. Er kniet sich knirschend und scheppern vor sich hint mit seinen schwerren plattenarmschoner und sein glänzenden Eisenkettenhemd. Er saut sie an und seufzte leise.

*leise fragt er sie dann mit seine ruhige stimme wie immer* Was habt ihr .... ? Kann ich euch helfen ?

Sie roch nach Schnaps nach sehr viel Schnaps .... Sie weinte und heulte auf den boden und sprach dann schluchzend.

Nichts ...

Der Bellum Anwärter greifte sachte nach der Flasche die noch in ihre hand ist und versuchte es ihr wegzunehmen. SIe wehrte sich und versuchte die flasche mit aller kraft zurück zuziehen ... doch scheint sie zu betrunken zu sein um noch kraft zu haben die flasche zu nehmen ... Er nahm die flasche und geht zum Eisentor und leerte die flasche dann aus. Wendet sich dann und geht wieder zu ihr. Sie schrie ihn wüten an warum er ihr die flasche wegenommen und rufte noch aus das sie sich halt eine neue flaschen holen wird.
Sie richtete sich schwanken und betrunken auf und eilt zur Ordenküche .... Der Awärter blick kurz auf die flasche in seine hand und fühlte sie dann mit den wasser aus den brunnen auf und eilt ihr hinterher. Er rief ihr hinter her das er noch eine flasche hätte die noch voll sein ... Er logg sie an aber in diese moment kommt ihn nichts anderes in sinn um sie von der flasche fernzuhalten. SIe greift nach der flasche und nimm einen schluck daraus und spuckt sie sogleich wieder heraus. Sie wahr so betrunken das sie noch kaum auf ihre eigene beine stehen konnte une wankt wieder zur küche. Sie holte sich gerade eine neue flasche doch griff der anwärte nach der flasche und nahm es ihr weg. Sie sackte dann zusammen und weinte und jammerte das niemand sie lieb oder gar gern hatte. Der junge Anwärter versuchte sie zu trösten ........


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Sie schien sich nicht helfen zu lassen. Tief in ihrem Schmerz kauert sie vor seinen Füßen, schlurzend wimmerte sie immer wieder den Namen : „Athos!“

Wie tief war sie gefallen, eine unerwiderte Liebe, sie kannte es nicht. Tag ein Tag aus, ein jeder schien sich für sie zu interessieren, aber gerade weil Athos dies wohl nicht tat, wirkte er in jenem Moment interessant. Sie fühlte die Geborgenheit in seiner Nähe.

Sie merkte nur noch, wie der Anwärter ihre Schultern vorsichtig packte und sie hochtrug.

Es war in jenem Moment wie sie sich immer fühlte. Getragen von der Masse, aber ein undurchsichtiger Schleier umgab sie, kaum 3 Schritt vermochte sie zu schauen, bis es schwummrig wurde. Alles drehte sich, die Gesellschaft, alles war so schnell. Freunde kamen, Freunde gingen, Liebe kam, Liebe ging.

Sanft setzte der Anwärter, den sie nicht einmal kannte, auf ihr Bett ab. Ihr Kleid war versifft durch den Alkohol. Einige Sekunden schien sie ruhig zu liegen und sich zu beruhigen. Dann drehte sie ihren Kopf rasch zur Seite und übergab sich. Der Bann des Alkohols, so oft genossen und jedes mal wird ihr bewußt, wie schädlich er sein kann in zu großen Maßen.

Vergessen, wie gerne würde sie dies........
Sie selbst gebrochen, im Inneren zerrissen.......


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BeitragVerfasst: 9.10.02, 17:20 
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Er sass stumm neben ihr auf der Bettkante und mustert sie eine weile lang an. Richtet sich dann eilig auf und eilte hinunter und holte eine frische Kane wasser und einige frische hadntücher ... Er ging auch noch eilig in die Küche und schnabte sich einen Teekane und einen glass dazu. Eilig machte er sich wieder hinauf zu ihr. Er leerte wasser in die Kanne und legt sie dann in den kamin feuer um es kochen zu lassen. Er nahm aus seinen kleinen beutel einige blätter heraus und legte es in die kanne, richtet sich dann wieder auf und geht mit den Wasserschüssel zu ihr und setzte sich sachte auf die Bettkante. Er nahm einen sauberen Handtuch und wischte die ihr die verlofene schminke aus ihren gesicht heraus. Sie rede wirres zeug mit ihm und er dachte sich das wohl von den Alkohol liegt die sie zu sich genommen hatte und beachtete es nicht weiter. Er richtete sich dann wieder langsam un geht zu neben bett und zog dor die Bettdecke weg und legte sie dann über ihr.

Sie schien für eine moment ruhig zu sein und er nutze es aus um ihren Erbrochen aufzuwischen ....
Er machte sich viel gedanken darüber wie sie so Tief fallen konnte ......


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Sie wollte nicht mehr. Ihr Leben beenden. Es war so sinnlos für sie.

Ihre Liebe, die sie Athos schenken wollte, wurde nicht erwiedert. Wie bitter es für sie war. Einsam und verlassen, voller Trauer. Niemand vermochte ihr zu helfen.

Ihre saphirblauen Augen starrten an die Wand vor sich, während die Welt um sie scheinbar nicht mehr existent war. Liebe....wie oft hat sie dieses Wort gepredigt, wie oft anderen geholfen mit diesem Wort. Aber sie, sie konnte sich nicht aufbauen, ein niemand außer der Herrin könnte dieses wohl.

Kurz blinzelte sie, dann fühlte sie, wie der Alkohol ihre Kehle hinauf kroch und sich schnell zur Seite drehte und sich übergab. Wieder in der Wirklichkeit, wieder denselben Trott.

In jenem Moment öffnete sich der Vorhang im Zimmer und ihr Bruder Leomar Bärenstein trat hinein. Er, der den fanatischen Pfade Bellums verfolgte, schaute verwirrt und mitleidvoll zu ihr. Sie, die ihm sonst so oft beiseite stand, war diesmal auf seine Hilfe angewiesen. Langsam trat er in den Raum und schaute zu ihr. Leise sagte er: „Bellum zum Ehr Eminenz, Sire Athos möchte euch sprechen.“ Sie blickte ihn aus matten und geröteten Augen an und lächelte schief. Statt einfach aufzustehen sprach sie: „Dange, mein Bruda“ Ihre Stimme wirkte immer noch sehr lallig und der Schnapsgeruch vermischte sich im Raum mit dem Erbrochenen.


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BeitragVerfasst: 10.10.02, 15:49 
Altratler
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* langsam reitet ein Mann in Gruener Robe durch einen alten Waldpfad irgendwo in der Nähe von Brandenstein *


Siehst du etwas besonderes Vitamaro?


*Das Pferd erwidert ein schnaufen und geht weiter vorischtig, derweil beugt sich Ron nach vorne *

Ich fühle, dass es jemanden sehr schlecht geht ...

*Auf sein Pferd stuetzend verliert er sich in Gedanken*


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BeitragVerfasst: 10.10.02, 18:26 
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...mitten in der sternenklaren Nacht, irgendwo weit in den Wäldern der Insel schlägt ein junger Mann die Augen auf und richtet seinen Blick in den Himmel. Sein Atem sichtbar von der Kälte, verteilt sich langsam in einer kleinen wolke, blasser werdent über ihm...

...tief war sein vorheriger Atemzug mit dem er aus dem Schlaf erwachte...

...wie als würde er irgendetwas am Firmament suchen blickt er nun dort liegend eine Weile in den Himmel...

...ebenso tief der Atemzug mit dem er langsam die Augen wieder schließt und in seinen Träumen verschwindet...


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BeitragVerfasst: 15.10.02, 18:32 
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(OOC: Erlebnisse von einem Anwärter Vitamas, der z.Z. nicht in Deutschland ist)



Vitama zum Grusse lieber Herr,

Ein kleiner Junge, mit himmelblauen Augen und etwas abgeganger Kleidung, kommt Ron entgegen.
Ron ist sichtlich bemüht auf den Jungen zu blicken, so tief ist er die letzte Zeit in Gedanken versunken. Trotzdem kommt aus seinen Lippen, wie immer ein warmes laecheln herueber, und mit sanfter Stimme erwidert er den Gruss


Vjera Vitama mit dir, mein Sohn

Für Ron nicht sichtlich, aber fühlbar, hat der Junge etwas auf dem Herzen.

Du bist doch der Ron oder?

Fragt der kleine Junge, mit kindlicher Betonung
Ron erwidert es mit ein milden lächeln, er hoffe es, dass er es wäre, still hoffte er noch, dass sein Odem sich noch in seinen Körper, denn er von Kindheit kennt befindet.


Du musst so schell wie möglich zum Tempel Ron, ich habe von Papi gehört, dass es der Eminenz Tzara nicht gut geht, du kommst doch von dort, ne?

Ein reines Weiss umfährt sein Gesicht plötlich

H..Hab Dank mein Sohn, sag, wie lange von Rohehafen befinde ich mich?

Das Kind gibt zur Antwort:

Du bist nun, wenn du nicht mit deinen Pferd reist, so zirka 6 Tage entfernt, ich habe mal mit meiner Mami, den Fussweg in 4 Tagen geschafft, nur haben wir Nachts nicht gerastet…
Meine Mami nicht, ich schooon..

Ron ist diesen Moment, schon bei Tzara.
Mit vorsichtigen Schritt, Vitamaro ihn halb führend, halb folgend, machte er sich auf, Richtung Rohehafen.
Vitama lege deine schützende Hand über deine treue Dienerin, Tzara Rengis, ich vermag ihr nicht direkt jetzt beizustehen.
Diesen Segen sprechend, schliesst Ron fest seine Augen,


Tzara! Die Herrin ist mit dir.. die Herrin ist mit dir…die Herrin ist mit dir..

Diesen Satz wiederholt Ron stets immer und immer wieder, seine Augen in Tränen gehüllt, über den langen Pfad stets etwas stolpernd..

Vitamaro, mein treues Pferd, kannst du nach Rohehafen gallopieren? Zu Tzara?

Das Pferd schnauft einmal stark auf, und beginnt mit leisen Trab Richtung Rohehafen zu laufen.
Ron steht derweil gestützt auf sein Stab, mitten in der abendlichen Dämmerung. Leise ertönt ein gedrücktes, aber selbstbewusstes


Tzara ich komme







Die Reise nach Rohehafen:

Auf ein vorsichtigen Pergament schreibt Ron trotz seiner Blindheit immer ein paar Zeilen in ein gebundenes Buch aus Leder, welches ihm in Tiefenbach von einen Brigadisten geschenkt wurde


Als überschrift gibt Ron immer eine relativ schön verzierte überschrift, was sofort auffällt ist, dass sie immer positiv ausfällt

Der von Vitama geschenkter Tag 1

Ohne Viamaro fällt es mir ein wenig schwerer zu reisen, trotzdem ich muss mich eigentlich nichts fürchten.
Auf den Weg in östlicher Richtung, traf ich einen verängstigten Mann, der auf der Flucht vor irgendwelchen anderen Menschen sich befand. Als der Mann meine grüne Robe ersah, bekannte er sich mir gegenüber zum tiefer religiöser Neigung zu Vitama. Er war mir ein guter Begleiter, und zeigte mir kürzere Waldpfade die mir den Weg erheblich verkürzten. Der Mann sei gesegnet, ich hoffe er konnte eine erfolgreiche Flucht erreichen, denn er verschwand so schnell er meinen Segen bekommen hatte.
Nun befinde ich mich nah eines Waldstückes, am Meer, ja heute erhoffe ich mir einen tiefen schönen schlaf, gehütet von den wunderbaren Wogen des Meeres.


Der wunderbare Tag 2

Aufgeweckt hat mich eine Möwe, die unbedingt, etwas von meinen Proviant haben wollte, anstatt mich schlafen zu lassen, hat dieses schöne Geschöpf dauernd Geräusche gemacht, um mich aufzuwecken, wahrscheinlich wusste sie, dass der wache Ron, ihr mehr Nahrung geben wird, als ein schlafender..
Ich ging danach vorsichtig über die sanften Sanddünen zum Meer, mir plagte der Durst, und meine letzte Reserve ward aufgebraucht. Vitama beschenkte mich aber mit ihren Segen, so trank ich vom Meerwasser, aber sobald meine Lippen das Wasser vermochten zu berühen, so entschwand anscheinend das Salz aus dem Meerwasser.
Gestärkt machte ich mich auf den etwas holprigen Weg aus Instinkt in östliche Richtung weiter..
Meinen Schlaf, fand ich in einer wunderbaren Holzhütte. Niemand war dort anzutreffen, auch war nach dem Geruch folgernd, lange niemand mehr dort.


Die facettenreich, wunderbare Liebe, Tag 3

Plötzlich öffneten sich früh am Morgen meine Augen. Ich war gestärkt und ass von meinen ungesäurterten Brot, welches ich unterwegs zubereitet hatte, mit den Mann der mich begleitet hatte durch den Wald.
Ich machte mich weiter auf, weiter Richtung Osten.
Der Tag war heute recht schwül und feucht. Ich merkte wie meine immergrüne Robe (ist sie wirklich Grün?) langsam durch meinen Schweiss und der Umgebung angefeuchtet wurde. Aber ich fand etwas viel schlimmeres, Tränen die ein Kindergesicht beträufelten vermag ich zu sehen. Irgendwo fühlte ich, versteckt sich ein kleiner Junge, aber nur wo…
Ich sprach lauter zu mir, dass das Kind, dass hier irgendwo am Pfad weilte, mich erhörte. Das Kind kam mir nach einiger Zeit entgegen.
Ich grüsste das Kind, es war zutiefst traurig. Ich bemerkte in seiner Stimme, dass er eine schwere Kindheit durchlebt.
Gesegnet sollen alle Kinder sein.
Meine Versuche das Kind zu trösten, verliefen relativ erfolgreich. So wollte es dauernd, als es bemerkte, dass mir das Augenlich fehlte, für mich diese Sinne vermitteln. So beschrieb er mir nach jeden Schritt jede Einzelheit, die in der Umgebung widerfuhr. Wir kamen in ein kleines Dorf.. Es war anscheinend eine kleine Siedlung am Rande eines größeren Waldweges. Die Menschen dort, waren gastfreundlich, aber auch etwas verschlossen. Es war ein besonderes Dorf. So wohnten alle Kinder, es waren zirka 20, zusammen in ein Haus, und alle Erwachsenen in separaten anderen Häuser, die mir alle gleich aussehend, dargestellt wurden.
Gegessen wurde in einen großen Raum, zusammen. Es war etwas besonderes, so erzählten sie mir von der gemeinschaftlichen Liebe, und von ihrer Erziehung. Ich fragte mich warum der Junge trotzdem so traurig war, denn ich traf. Diese Antwort bleibt mir aber wohl für immer verschlossen.
Ich konnte nur daraus schliessen, dass Liebe in einer Gemeinschaft, nicht immer glücklich machen kann, wie die wahre Liebe zwischen zwei Menschen, vielleicht vermisste der Junge seine elterliche Instanz..
Nachmittags machte ich mich wieder auf, begleitet von zwei Menschen, zwei Winzern. Sie baten mich nach zirka 1 Stündigen Fussweg, ihren Weinstock zu segnen. Ich tat natürlich mein bestes.


Zuletzt geändert von Said: 15.10.02, 18:33, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 31.10.02, 10:49 
Edelbürger
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Sie lag im Bett und drehte sich in ihrem Suff, der Geruch im Raum war penetrant, eine Mischung aus Alkohol und Erbrochenen.

Ihr Bruder Leomar schritt langsam wieder runter in die Halle, schwerfällig versuchte sich Tzara aufzurichten. Sie wankte schwer und vor ihren Augen drehte sich alles. Ausserhalb des Raumes hörte sie wie Leomar mit Athos sich stritt. Beide standen vor dem Raum und redeten darüber, das Athos keine Ehre habe und sich ohne Erlaubnis zu den Räumen der Geweihten begeben habe.

Tzara wankte langsam vorwärts und hielt sich an einen Kerzenständer fest. Sie blickte kurz zu beiden, dann wurde ihr schwarz vor den Augen und sackte zusammen. Sofort stockten beide und rannten schnell zu der liegenden Geweihten. Leomar griff unter ihren schwachen und von Erbrochenen gezeichneten Körper und hob sie an. Sachte trug er sie zu ihrem Bett zurück, Athos ihm folgend.

Er blickte zu ihr, zu der gebrochenen Frau. Geschockt blickte er zu ihr, Leomar hastig sie umsorgend. Sie öffnete langsam ihre Augen und erblickte Athos und seine glänzenden Augen. Als Leomar fertig war, sagte er Athos, daß er zu gehen habe, was er sich aber weigerte und umsorgt zu Tzara blickte.

Tzara öffnete langsam den Mund ein Stück und hauchte:

Bitte nur einen Moment Bruder....

Leomar nickte knapp und blickte erzürnt nochmals zu Athos. Er sagte noch kurz, er solle das Haus danach verlassen und jenes wird ein Nachspiel haben. Athos schien das egal zu sein.
Dann ging Leomar raus und Tzara und Athos waren nun alleine. Sie blickte ihn fragend an und sprach dann:

Wieso quälst du mich so ? Wieso bist du gekommen ? Um zu sehen wie ich hier gebrochen liege ?

In Athos Augen war Trauer zu erkennen, er schien für einen Moment zu verharren und nach Worten zu ringen, antworte dann aber:

Ich liebe dich doch auch Tzara. Es tut mir leid, ich war so überrascht.

Tränen rannen aus ihren saphirblauen Augen und streichten ihre Wangen herunter. Vorsichtig hob Athos seine Hand und strich die Tränen behutsam von ihrer Wange.

Beide redeten noch einige Momente, bis Athos sagte, sie solle sich zur Ruhe legen. Er ging dann aus dem Ordenshaus wieder und beide sahen sich Tage nicht. Der Krieg war ausgebrochen und beide führten ihn unterschiedlich......


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