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Bellum und Arkadon zum Grusse wertes Volk der Dwarschim,
Fortan soll berichtet werden, wie eine drei-bärte starke Kampfeinheit der Dwarschim am Vorabend des Falles der Khaelstadt Rohehaven [dies ist aus Sicht des Verfassers der Fall - bitte beachten -] gegen die dunklen Horden und stinkenden Rhazze antrat. Von Ihrem Ruhm soll berichtet werden, wie auch von Ihrem Leid. So leset selbst, was dem Dwarschim Khalaan Donnerhammer wiederfuhr.
Nn jenem verheissungsvollen Tage, die Luft ward voller Feuer und Kampesrufen, preschte er auf seinem Pony die sich lichtenden Linien derer entlang, die nach wie vor auf die Mauern und Palisaden der gefangenen und geknechteten Stadt vordrangen. Sein Pony führete er zu einer erneuten Wendung, denn irgentwo mussten seine geliebten Brüder stecken. Und eines spührte sein Bart, den er vorsichtshalber unter sein güldenes Kampfeshemd gesteckt hatte: sie würden seine Hilfe gewiss brauchen.
Nun ritt er die Pallisade entlang, um nach einer Schwachstelle in der Abwehr der Dunklen zu suchen, da wurde er einer kleinen Gestalt gewahr, die am hohen Zaune stand und im Begriff war, sich an einem Taue, das durch starken Halt an der Oberseite der Palisade befestigt war, hinaufzuziehen. Diese Gestalt war unverkennbar die eines dwarschim. Unverkennbar eines Kriegers, denn die grosse Axt schjimmerte im Restlicht und im Scheine der Flammen an seinem Rücken. Schnell schwang er sich von seinem Pony Donnerschweiff und eilte hilfsbereit zur Stelle. Der Bresch, ganz beschäftigt mit seiner Aufgabe, hatte ihn kaum kommen gehört, und dies war gewiss das erste mal, dass Khalaan sich glücklich schätzen konnte, seinen Bart noch ein Weilchen zu behalten.
Nunmehr wurde ihm auch Gewahr, dass auf der anderen Seite bereits eine bekannte Stimme ertönte, tief unten aus einem buschigen, alten Barte.
Schnell trat er an die Pallisade heran, in den schatten geduckt, den die hohen Stämme warfen.
Zu allererst versuchte er dem Bruder zu helfen, der sich ächzend, Stückchen für Stückchen, Bartlänge um Bartlänge an der Palisade hochzog. Dann folgte er ihm ohne gross nachzudenken, nichts ausser seinem Pony zurücklassend, das schnauffend am Tempel stand und ihm treu nachblickte.
Auf der anderen Seite angekommen, schon Blessuren von der Kletterei und dem Absturz auf der anderen Seite vorweisend, rappelten sich die drei Kämpfer auf und wappneten sich dem, was dort in der brennenden Stadt auf Sie wartete.
Und das hatte viele Gesichter - doch alle hatten sie eines geminsam - sie waren garuenvoll!
Stumm und langsam, sich in den schatten verbergend stapften sie los, durch Hecken und Büsche, vorbei an der Palisade, nur mit einem Ziele: Das Tor. Es musste geöffnet werden. Es gab keinen anderen Weg!
Sie schlichen weiter voran, als sich vor ihnen aus dem gebüsch ein Manne mit einem Bogen erhob, der niocht angriff, sondern hinter die drei deutete, den Bogen zückte, und auf einen Magus anlegte, der geradewegs um die ecke bog.
Keine Chance der Konfrontation zu entgehen schlugen sie den Magus zu Boden und banden seine hände. Der Schütze, der behauptete auch er sei auf Ihrer Seite, geleitete Sie ein Stück, kämpfe an Ihrer Seite gegen Horden von Untoten.. um sich letztlich als Verräter zu erweisen, als er sich hinterrückts an einen der Brescha mit dem Schwerte heranmachte, wurde er von drei Klingen zu Boden geschleudert.
Noch hatten die Drei Bärte nicht viel an Feinden gesehen, es mögen vier gewesen sein, die sie zur Strecke brachten...Unzählige Skelette und Unheilige Kreaturen, die Ihnen den Weg versperrten, endeten als Staub in Ihren Bärten.
Nach schnellen Schritten einen schmalen Pfad hinab, zwischen Gestank und brennenden Häusern und Plätzen hinweg, kamen sie an einen kleinen Markt, auf dem sich erneut Wachen tummelten, die sie versuchten zu umgehen.
Doch letztlich, fast vor dem Tore angelangt, versperrte eine Mauer aus dunklen Gestalten Ihren Weg. Alles samt Magier, dunkle Gestalten, manche dazwischen senkten die stimmen bedrohlich und von einem Male brachen die Wolken auf und Blitze stroben auf die Brescha zu.
Aus den anderen Himmelsrichtungen stroben urplötzlich die Feinde auf sie ein, an denkbar schlechter Stelle, denn es gab keine Verteidigung, nichtmal eine Mauer an der Wand.
Die Drei, nicht gewillt sich umzingeln zu lassen, brüllten laute Schlachtrufe "ARKADON HILF" und "BELLUM SCHÜTZE DEINE SÖHNE" oder schlicht ein lautes grollen entfuhr Ihren Bärten als sie sich der schier nicht enden wollenden Menge an Feinden wacker entgegenstellten.
Dann entbrach die Schlacht und die tapferen Dwarschim streckten ihre glänzenden Waffen mit aller Wucht, mit aller Kraft und letztlich aller Verzweifflung, die eine solche Lage gebiert nach Ihren Gegnern. Schon nach einigen Minuten zogen sich die ersten Reihen der Feinde zurück, denn sie waren zerschlagen. Ein jeder der Dwarschim schlug Dreie in die Flucht, doch wo Ihre Gegner standen, wurden die Kampfeslücken mit frischen Dunklen Kriegern besetzt, die nun auf sie einschlugen.
Keine andere Möglichkeit als den schnellen Rückzug versuchten sie Ihre Bärte aus der Umklammerung zu lösen.
Blut spritzte ihm ins Gesicht, ob nun sein Eigenes oder das eines seiner feinde, das war ihm zu diesem Zeitpunkt nicht mehr bewusst. In siener Schläfe pochte es und die Welt war rot und nur ein enger Blickwinkel zweigte den näcshten Feind voraus, als er wild mit der Axt auf den erstbesten Dunklen einschlug.
Mit einemmale ertönte ein Schrei. Und die Welt war mit einem Schlage wieder vor Augen. Einer seiner Brescha war zu boden gedrückt, der andere befand sich in der Umklammerung einiger Feinde, die ihn umringten. Doch der tapfere Bresch schlug nur wilder um sich.
Zu diesem Zeitpunkt kam ein Reiter auf ihn zu, und nicht schnell genug wandte er den Blicvk, um die klinge kommen zu sehen, und von einem Hieb hinterrücks getroffen stürzte er zu boden. Der Reitzer jedoch sprengte in die eigenen reihen weiter, einen erneuten Bart zu suchen, den er fällen konnte.
Er rappelte sich auf, die schwere axt schon schleiffend, wanklte er einige schritte und schüttelte seine Mähne. Einer inneren Stimme folgend trottete er, sich möglichst gerade haltend, das gesicht nunmehr verkohlt und den mäcshtigen bart kaum mehr zu erkennen vor Dreck einen schmalen Pfad hinunter. Blut tropfte aus seiner Schulter, an der das dunkle Schwert ihn traf. Es tropfte auf den Weg und hinterliess einige Kleckse auf der hauptstrasse, die er nun entlang keuchte.
Einige dunkle Gestalten säumten den Weg, doch sie mögen Ihn für einen gepeinigten, versklavten Bürger gehalten haben, so gebeugt er gfing, die Axt schnell in sienem mantel versteckend. Sie liessen ihn leise fluchend seines Weges ziehen, udn hinter der ersten verkohlten Hauswand die Ihm Schutz bot, kauerte er sich und presste die Lipen aufeinander, den schmerz versuchend zu stillen, die die dunkle Klinge ihm zufügte. Er griff an sienen Gürtel und wie ein Aufblitzen dachte er an den Trank, den er nioch kurz zuvor von seinem Obmanne bekommen hatte. Diesen schüttete er in die wunde und sank fast ohnmächutig zurück an die verruste Wand.
Er konnte nicht lange geruht haben, denn er hörte laute stimmen und wehklagen das nicht enden wollte. Er streiffte sich den mantel ab udn schwärzte ihn an der Hauswand, die verkohlt genug war, selbst sienen langen bart einzuschwärzen. Letztlich war er nur noch ein schatten ind er Nacht. Einer unter vielen Dunklen Gestalten. Einer unter vielen verlorenen Seelen in einer Stadt des Grauens.
Doch er wusste, was zu tun war, denn er hatte Brüder. Sie waren immer schon seine Familie gewesen und er würde sie nicht aufgeben.
Er sank in einen unruhigen, traumlosen Schlaf. Es mag einiges an Zeit vergangen sein, als er wieder erwachte. Doch die Schreie und Wehklagen, das Prasseln der Feuer nebst dem Gestank des Brandes waren nicht vergangen. Sie waren seinem bart sonderlich real.
Die eingeruste Axt unter dem Mantel verborgen, schleicht er hinter der verrusten Mauer hervor. Langsam bewegt er sich durch die Schatten und den Qualm der vielen Brände. Seine Augen, trotz der Schwärze das Dunklste ringsum, leuchten leicht auf. Er ist auf der Suche nach seinen Brescha....
Zuletzt geändert von Khalaan: 15.10.02, 19:01, insgesamt 1-mal geändert.
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