Siebenwindhomepage   Siebenwindforen  
Aktuelle Zeit: 30.08.25, 00:54

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 7 Beiträge ] 
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: GurrGurr Lieder
BeitragVerfasst: 30.04.03, 12:04 
Bürger
Bürger
Benutzeravatar

Registriert: 11.12.02, 20:03
Beiträge: 478
Wohnort: Berlin
Der Schuft

*sie setzt ihren ersten Akkord an, zuerst wie ein Quälen, als wäre das Lied über einen Toten wird er allmählich farbenfroh fast Gauklerhaft als sie beginnt mit dem Ton einschneidend zu singen...*

Er meint, das Leben ist Wein.
Und kostet jeden Jahrgang.
Doch irgendwann für ihn der Abgang.
Santino und sein Sein.


*sie beendet den Akkord langgezogen mit einen einseitigen Ton... bevor sie mit der nächsten Strophe ansetzt... feine kurze Laute zu den Zeilen messend...*

Was er je wollt
Bekommt er auch,
Denn Frechheit ist sein Brauch.
Santino und sein Gold.


*die Noten verlieren sich in einer fast schelmischen Art, ihre Hände wie ein zupfender Tanz auf den Saiten...*

Santinolein, der kleine Schuft.
Er denkt, er wäre wichtig.
Schnaubt er ganz laut nach Luft.
Und wird so für mich nichtig.


*ihr Grinsen, bei der letzten Strophe mitwirkend, verliert sich fast im Gelächter...doch dann wieder durch eine kleine instrumentale Pause, geht es weiter...*

Er dreht zu seinem Zwecke alles so,
Dass in seinem Herzen er stets froh
Und Spaß empfindet bei andren Leid.
Santino und seine Lügnerzeit.


*das letzte Wort betont sie deutlich als wäre es besonders wichtig...*

Der Frauen liegen ihm zu Füssen.
In ihren Schosse liegend, warm,
Denkt er nicht dran zu büßen.
Santino und sein Charme.


*sie verdreht am Ende, wie amüsant zu der eigenen Annahme, die Augen... absichtlich lächerlich machend?*

*und wieder setzt sich die fast schelmisch lustige Melodie an, sodass es erkenntlich wird, dass sie wieder den Refrain wiederholt....*

Santinolein, der kleine Schuft.
Er denkt, er wäre wichtig.
Schnaubt er ganz laut nach Luft.
Und wird so für uns nichtig.


*plötzlich werden ihre Züge ernst und schon scheint es, dass die Melodie verklingt, im letzten Moment des Tones schimmert es nun fast anklagend deutlich... ihre Stimme wird immer leiser und bekommt am Ende nochmals einen Höhepunkt*

Teure Kleider, guter Wein, Triumph in seinen Zügen
Von einer geht zur nächsten hin und sagt, er würde lieben.
Doch seine Lüge irgendwann entdeckt.... Wird man ihn trügen...

Geb’ Acht Santino! Nicht immer kannst du siegen!


*schon beim letzten Wort verklingend, wie ein Punkt setzend oder abrechnen*


Zuletzt geändert von Missy: 30.04.03, 12:07, insgesamt 1-mal geändert.

Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: 2. Gurr Gurr Lied
BeitragVerfasst: 2.05.03, 15:04 
Bürger
Bürger
Benutzeravatar

Registriert: 11.12.02, 20:03
Beiträge: 478
Wohnort: Berlin
Ein reines Herz

Ich hab geträumt, ich war in einem dunklen Raum.
Die Kerzen dick, die Wände schlicht, dem Heiligtum gerecht war’s kaum.

Ich ging dorthin zum Herrn zu beten.
Doch was ich sah ließ mich langsam zum Altar treten.


Dort lag ganz lieb und leis ein kleines Kind.
Die Wangen weiß wie auch die Haut.
Verwehten meine Gedanken im Wind.
Vergessen war mein sonstig Brauch.

Gut versteckt waren ihre Brüste.
Ob ihre Lippen jemals jemand küsste?

Sie war für mich ein Larisey in weißem Kleid.
Nicht sehbar war für mich ihr großes Leid.


Es lag ganz lieb und leis ein weiblich Kind.
Die Wangen weiß wie auch die Haut
Verwehten meine Gedanken im Wind.
Vergessen war der sonstig Brauch.

Doch schien es auch als liebe sie das Licht so wie sie lag.
Mit sanften Druck ihre Züge es brach.

Nur zarte Schatten umschmiegten ihren Körper.
Diese Ruhe und ihr Anblick verschluckten meine Wörter.


So lag sie lieb und leis neben dem Altar.
Die Wangen weiß wie auch die Haut.
Ich strich durch ihr prächtig lockiges Haar.
Vergessen war der sonstig Brauch.

Ich mochte sie seit jenem Moment,
Ein Mädchen, das niemand kennt.

Ich legte die Hand an ihren Herzen.
Mein eigenes pochte im Tanz der Kerzen.


Ganz lieb und leis lag das Mädchen dort.
Die Wangen weiß wie auch die Haut.
Ich sah sie an und konnt nicht fort.
Vergessen war der sonstig Brauch.

Hoffnung wich allmählich meinen Zügen.
Ich wollt mich doch so gern belügen
Und ihre Milch fließend schimmern sehn.
Nicht diese Blüten, die jetzt vor meinen Augen elend vergehn.

Irgendwie wollte ich ihr helfen.
Einem wunderschönen Menschen ähnlich eines Elfen.


Denn so lieb und leis lag sie vor mir.
Die Wangen weiß wie auch die Haut
Nie mehr ein zartes Lächeln von ihr.
Vergessen war der sonstig Brauch.

Ich sprang mit ausgestreckten Armen auf sie zu.
Ich gönnte ihr nicht diese unendlich Ruh.

Nur Leere fand jedoch mein Geist hier vor.
Hart schlug mein Herz vor dem letzten Tor.


Allein so lieb und leis lag sie nunmehr.
Die Wangen weiß wie auch die Haut.
Sie setzt sich nimmermehr zu wehr.
Vergessen war der einzig Brauch.

Ich sah sie an. Ein trauerndes Schweigen.
Ein leises Schluchzen. Ich wollt nicht weinen.

Denn ihr weißes Kleidchen war längst rot.
Das lieblich Mädchen, ohne Lächeln, tot.




Die Melodie zu dem Stück schreibe ich demnächst ;)


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 7.05.03, 23:04 
Bürger
Bürger
Benutzeravatar

Registriert: 11.12.02, 20:03
Beiträge: 478
Wohnort: Berlin
3. Gurr Gurr Lied :)

Das Leben

*Sie setzt sich langsam, fast in einer unendlichen Langwierigkeit beginnt sie zu spielen:

Mit einem tiefen Ton anfangend, springt er einige kleinen Hopser auf der Tonleiter hoch, nur um dann wie ein dreifaches Tippeln auf einer Treppe wieder nach unten zu fallen.
Sie wiederholt einmal jene vier Töne jedoch dieses mal nicht als schnellen Hopser, sondern eher ein hinauftippeln und wieder bergab. Es wirkt wie der Beginn eines kleinen Prolog für die sonst noch so warm klingende Melodie.

Die Finger am Halse streichen fast in vollkommener Liebe, während ihre andere Hand an den Saiten wie zum Tanze zupft und folgendes an dein Ohr tänzeln lässt:

Ein, sich von den zwei folgend monotonen Tönen abfesselnder, einfach tiefer Ton beginnend verbleibt dieses Dreierspiel im Hintergrund während die eigentlich lauteren Klänge sich dominant durch die Luft kräuseln.

Ein hoher Ton, der nun mal durch die anschließend, wie wieder auf der Treppe empor steigend, helleren Tönen begleitet, nicht mehr allzu hoch erscheint, bildet eine Art rosigen Anfang durch die Helligkeit der Laute.

Wie ein Spiegelbild dazu, der zweite Akkord, der zwar mit gleichem hohen Ton beginnt, jedoch gleichermaßen nach unten geführt wird und somit gar schlechteres zu beschreiben meint. Und immer im Hintergrund das Fundament der drei Töne... einer allein, zwei monotone folgend.

Sie wiederholt nach einer kurzen Pause. Ihr Blick in die Leere als würde dies eine Geschichte sein, die egal wie sie sich wenden möge, immer wieder zum Anfang allem findet. Die drei Töne gehen eine Tonlage höher, immer noch sind sie ruhig, im Hintergrund und doch präsent.

Bevor sich jenes mal ein plötzliches Ende der tiefen Noten findet, bilden sich wie ein Kranz des Tanzes schnelle Weiterführungen.

Die Töne wechseln sich ab. Die noch im Hintergrund liegenden leisen Töne werden lauter, das Zupfen leiser und wie eine innige Umarmung, eine Art Rosenregen, tänzeln beide an einander vorbei.

Nun beginnt eine neue Ära: Beide, schmiegend aneinander tanzende Töne, können ohne Zweifel Bruder und Schwester genannt werden.
Lange dauert ihr Tanz bis sie sich wie im Streite lösen um wieder den ersten Akkord, der schon so weit zurück liegt, einzufangen und um die fast vergessene Dämmerung zurück zu holen.

Die drei tiefen Töne scheinen nun, nach dem mittleren Tanze wichtiger? als man sich hätte denken können.

Das Lied ,ohne sie keine Bedeutung.

Trotz der Schönheit des eigentlichen Liedes scheinen sie ein vollkommener Bestandteil dessen zu sein.

Nochmals spielt sie den ersten Akkord als wolle sie dem Zuhörer verinnerlichen wie schön der Anfang doch war. Und nochmals der zweite... der Hintergrund etwas lauter, doch nicht allzu laut, nur eine schwache Präsenz die drei Töne.

Ein zweiter Akt, beide einzelnen Bruchteile spielen die Melodie des Anfanges neu, lauter... heller... stärker... kein Streit... Hoffnung keimend?

Die Treppe immer höher.... der Akkord wie von einem Vogel so hell und doch auch trockener wird es, als käme man der Sonne immer näher. Immer steiler die Treppe... immer schwieriger der Weg... und dann...:

Für einen kurzen Moment halten ihre Hände ein, wie zurückblickend, eine Erinnerung festhaltend und plötzlich der Fall, so schön sie doch nach oben immer Heller, immer mehr zu Sonne schienen, fallen die Noten nun ab, nicht mehr langsam, sondern schnell... ohne jegliche Vorwarnung, es fällt... kein Halt. Wieder wechseln sich Bruder und Schwester ab, als wolle der im verborgenen wartende Bruder seine Schwester retten, wird nun er standfester und stärker, wobei die Melodie... die eigentlich die ganze Zeit dominierte sich zurückzieht, scheinbar in sich verloren ist. Eine einzige Frage nur noch... Versagen? Tod...?

Die Melodie wird langsamer und verklingt mit einigen streichen des „Bruderakkords“ ohne Antwort.*


Zuletzt geändert von Missy: 7.05.03, 23:05, insgesamt 1-mal geändert.

Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: 4. Gurr Gurr Lied *hust*
BeitragVerfasst: 8.05.03, 18:36 
Bürger
Bürger
Benutzeravatar

Registriert: 11.12.02, 20:03
Beiträge: 478
Wohnort: Berlin
Der Paladin

Erzählen will ich eines Kriegers Leid.
Sein Leben ward voller Glück und Tugend.
Bis da kam eine schwarze Zeit.
Alles was war, ein schrecklich End.

Ein einziges Blinzeln und er lief los.
Sein Schwert ihm nur blieb.
Nun er ohne zögern Blut verfloss
Auf der Suche nach der Wahrheit die ihn trieb.

Er bleibt nie steh’n und würd’ es nie aus Angst, Verzweiflung oder Hass.
In seiner Hand des Weibes Bluttrunk.
In ihm nur eine Erinnerung..

Er lief allein um sie wieder zu seh’n.
Er lief allein um all dies zu versteh’n.
Er lief und lief, lief allein.
Fern vor ihm der Sonnenschein.

Immer schneller sein Atem streicht.
Bergauf, Bergab und dann ins Tal.
Sucht er das Antlitz was niemals weicht.
Sein Auftrag wichtig, er keine Wahl.

Er bleibt nie steh’n und würd’ es nie aus Angst, Verzweiflung oder Hass.
Die Blüten im Lande langsam vergeh’n.
Doch er, er bleibt, er bleibt nie steh’n.

Er sah im Traum ihr schön’ Gesicht.
Neben ihr das tote Kind.
Er lief zu ihr, erreicht’ sie nicht.
Alles nur Tränen im Wind.

Nur noch der Auftrag in seinem Herzen.
Verebben so die alten Schmerzen
Aus Blindheit wie ein Schäfchen er folgt.
Als ob nicht er das alles wollt.

Doch egal was passiert...
Er bleibt nicht steh’n und würd es nie aus Angst, Verzweiflung oder Hass.
Sein Sein ist tot wie auch sein Herz.
Und etwas totes empfindet keinen Schmerz.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: 5. Gurr Gurr Lied
BeitragVerfasst: 9.05.03, 16:34 
Bürger
Bürger
Benutzeravatar

Registriert: 11.12.02, 20:03
Beiträge: 478
Wohnort: Berlin
*wie ein ständiges Hopsen wirkt sie Melodie irgendwie in aller Freude hineinlebend... eine einfache Melodie*

Grad ist so ne warme Nacht.
Doch bald schon der Morgen erwacht

Und zeichnet deine Wangen frührot.
Trink Tee und iss ein Käsebrot.

Dann ist es so ein schöner Morgen
Willst du meine gute Laune mal ausborgen?

Ich gebe sie dir gern mit und mach eine Schleife drum rum
Und dann sing ich das Lied zum Spaß einmal andersherum.
*Sie verdreht ihre Augen... die Klänge trotz der immer noch fliessenden Leichtigkeit sind die Töne langgezogen als würde die Laute jammern.*

Oh je... so ein furchtbarer Morgen
Voller Kummer und Sorgen

Allen geht es mies und schlecht
Nicht einmal dir mach ich es recht.

Niemand hört mein Wehklagen
*sie sieht zu den Zuhörern mit deutlich übertrieben markantem Grinse... die nächste Halbstrophe mehr gesagt als gesungen... wie ein schelmische Einführung..*

Vielleicht sollte ich es wagen.
*das Gequängelt nimmt immer mehr ab und am Ende des nächsten ABsatzes ist sie gänzlich verschwunden..*

Und Grinsen über das ganze Gesicht.
Allen zeigen meine eigentliche Absicht.

Denn all dies ist nur ein Spiel.
Und Taugen kann es gar viel

Um zu zaubern ein Lächeln auf deinen Zügen
Mach deine Augen zu und vergiss die Halblügen.

Vergiss deine Ängste und Sorgen.
Ich kann dir gern ein paar Kekse besorgen.

Wir essen sie dann gemütlich zusammen.
Und singen und lachen egal woher wir abstammen.

Denn wir sind für immer Schwestern und Brüder.
Nicht nur den Göttern gegenüber.
*wie um den Tanz bittend wiederholt sich die Melodie noch ohne Text und verklingt nur langsam wie ein nachhallen oder ein Kichern aus einer großen Höhle*


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: 6. Gurr Gurr Lied...
BeitragVerfasst: 10.05.03, 18:28 
Bürger
Bürger
Benutzeravatar

Registriert: 11.12.02, 20:03
Beiträge: 478
Wohnort: Berlin
Die Tänzerin

Ihr Leben lang hat sie getanzt.
In jedem Schritt ihre ganzen Gedanken verpflanzt.
So sind alle Drehungen nur für ihn,
Dem Mann mit den dunklen Haar und hellem Teint.

Sie hat ihn gehasst und verschmäht, ihm böses gewollt.
Er tat ihr weh, lachte stets und sie hat nur geschmollt.

Doch irgendwann als sie sich drehte und ihre Kunst den Gaffenden bot,
Kam eine hübsche Frau daher und machte ihr ein Angebot.

Die Frau betrachtete sie mit kritischen Blick.
Und hob erst langsam auflächelnd die Hand zum Himmelszelt.
Wählte neue Kleider für sie mit viel Geschick,
Um zu zeigen ihr eine neue Welt.

Sie lehrte die Tänzerin, wie sie sich zu verhalten hatte,
Um zu bekommen, was sie je wollte.
Zusammen machten sie viele Auftritte.
Und sie lies die Tänzerin erst gehen als jene ihr ähnelte.

Sie lächelte als sie sich im Spiegel ansah.
Denn sie betrachtete die Frau die sie immer schon war.

Nun mit neuem Schritt ging sie zu dem Manne.
Ihre Drehungen elegant verlockend. Sie war die Überlegene.

Sie wollte ihn verführen um zu bekommen von ihm, wonach sie trachtete.
Sie wusste genau, was ihm gefiel und auf was er achtete.

Ihr Unschuldskleid war noch weiß und doch rot wie der Wein.
Nur ihr Auftrag in ihren Kopf, brachte sie ihn an einen Ort, wo sie waren allein.

Doch bei seiner ersten Berührung schon verlor sie ihr eigentliches Ziel.
Ihr Herz pochte zu dem letzten Unschuldstanz, wo sie gestattete ihm allzu viel.

Ihr Kopf war leer als sie sich drehte jene Nacht für ihn.
Und doch schien sie dabei wie eine Blume aufzugeh’n.

Sie wehrte sich mit allen Mitteln
Drehte sich immer schneller um ihn abzuschütteln.
Doch er hielt sie weiter in seinen Armen.
Bis ihre Kräfte mit einem Seufzen abnahmen.

Tränen auf ihren Wangen, innerer Schmerz.
Berührte der Mann ganz sanft ihr Herz.


Ob sie es nun wollte oder nicht,
Ihr Körper kreiste mit seinem im Sternenlicht.

Sie flehte ihn an aufzuhören.
Sie würde sich von ihren bösen Zielen abschwören.

Schweigend gab er ihr den tiefsten Schmerz als er anfing.
Mit einem einzig Ruck nahm er der Tänzerin ihr Unschuldsring.

Nun hatte sie nichts mehr von Werte
Tat alles falsch was die Frau sie lehrte
Aus Angst weinte sie, das junge Fräulein.
Sie hatte verloren, ihr Leid in ihrem Herz allein.

Und als sie nun tanzte, tanzte ihr Leben lang.
Drehte sie sich nur für ihn. Alles andere ohne belang.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: 7. Gurr Gurr Lied.
BeitragVerfasst: 23.05.03, 15:10 
Bürger
Bürger
Benutzeravatar

Registriert: 11.12.02, 20:03
Beiträge: 478
Wohnort: Berlin
Eine Botschaft


*ein Quälen erklingt in der Nacht auf dem leeren Marktplatz Ein Summen erst, leise von wenig Beständigkeit bevor die stillen Töne der Laute den Platz füllen. Ein in schwarze Lumpen gekleidetes dunkelhäutiges Mädchen (oder war es nur Schmutz?) sitzt inmitten des Platzes. Die kirschrote Laute fest umklammert. Jeder ihrer Töne durch ein Zucken ihrer Finger verursacht.*

Kälte, Schmerz.
Du selbst am Ende.
Der Hauch der Hoffnung.
Durch die Liebe er dich fühlte.

Aufgelöst, Verschwunden.
Wie alles andere.
Du sitzt allein.
Vor dem letzten Feuerschein.

Ein kleines Kind du warst.
Ein Toter du nun bist.
Glaubst du es nicht?


*es regnet. Immer stärker scheinen die Tropfen auf sie nieder zu prasseln. Ihr Haar völlig durchnässt, sodass sie wie Spinnefäden auf der nun immer heller werdenden Haut wirken.
Wie kleine dunkle Bahnen schließt der Matsch ihre Haut ein... Se bückt sich vor die Laute um wenigstens sie vor dem Regen zu schützen.*

Du fällst!
Dein Herz, es weint.
Es bittet, es fleht.
Die Dunkelheit es zerfrisst.

Deine Augen öffnen sich.
Verquollen von den Tränen.
Gequält die Laute deines Herzens.
Durchdringen sie deine Seele.

Du rennst!
Deine Beine sind flink.
Keine Ende, kein Stop.
Dich tragen mit letzter Kraft.

Du weitest deine Arme aus.
Fliegst mit deinen Schwingen.
Zu dem kleinen hellen Schein.
Am Horizont er auf dich wartet.

Du schreist!
Das Glühen, es verklingt.
Verlischt, verschwindet.
Tiefer Schmerz durch deine Kehle dringt.

Nun bist du Tot.
Plötzlich tot.
Tot für immer.
Allein gelassen von all denen die du liebtest.


*erst als die völlige Stille wieder auf den Marktplatz einkehrt, erhebt sie sich, durch den Regen ihre Gestalt wieder verhuscht.*


Nach oben
 Profil  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 7 Beiträge ] 

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 5 Gäste


Sie dürfen keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Sie dürfen keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Sie dürfen Ihre Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Sie dürfen Ihre Beiträge in diesem Forum nicht löschen.

Suche nach:
Gehe zu:  

Powered by phpBB © 2000, 2002, 2005, 2007 phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de