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 Betreff des Beitrags: Pfeifenkraut
BeitragVerfasst: 29.09.03, 00:14 
Edelbürger
Edelbürger

Registriert: 25.08.03, 18:54
Beiträge: 1028
Ein Rekrut gibt einer Stadtwache einen Brief, und sagt ihr : 'Bitte leiten sie diesen Brief an die Lehrmeisterin Feldwebelin Kiraya Rabenschlag weiter'
Wenn man den Brief öffnet, so hält man ein Pergamentstück mit einer schwarzen ungeübten aber sauberen Schrift und ein Krautblatt in den Händen.



Bericht über einen Vorfall mit Pfeifenkraut auf dem Marktplatz in Brandenstein :

Ich kam grad von der Schlacht im Orkenfort wieder nach Brandenstein. Auf dem Marktplatz angekommen bemerkte ich einen Auflauf vor dem Pranger. Im Pranger waren gerade der Quartiermeister des Lehensbanners Rahel und Bruder Benion mit einem bewusstlosen Delinquenten beschäftigt. Es ging wohl um einen der beschuldigt wurde einen Angriff auf einen der Geweihten ausgeübt zu haben, wie mir später der Quartiermeister berichtete.

Vor dem Pranger standen Leute, einige schienen ein Kraut zu Rauchen. Ich sprach daraufhin einen mir bekannten Barden an, welcher auch diese gedrehten Blätter rauchte. Ich versuchte weitere Informationen zu erlangen. So bekam ich folgende Aussagen aus dem kaum noch ansprechbaren Barden heraus :
'der Kerl der mir das verkauft hat, meint es sei vollkommen legal'
'der sagt das Zeug heißt Steinkraut'
'der Kerl der mir das verkauft hat, hieß Athur... oder Argor... ach was weiß ich...'

Später kam dann noch die Gefreite Selina Leskadon aus der Taverne hinzu, und half mir herauszufinden was es mit diesem Kraut auf sich hat.

Ich bat den Baden mir mal das Kraut zu zeigen welches er raucht, es machte auf mich einen Eindruck als sei es ein Nachtschattengewächs. So bat ich ihn um ein Blatt, welches er mir auch schenkte. Es ist dem Schreiben beigefügt.

Das Kraut scheint die Sinne stark zu benebeln. Der Konsument scheint keinen körperlichen Schmerz zu spüren. Aber es scheint nicht aggressiv zu machen, solange man dem Konsumenten nicht versucht dieses abzunehmen. Damit sich der Barde nicht selbst oder andere in seinem Zustand gefährdet, wurde er von der Gefreiten Selina Leskadon in den Pranger begleitet. Der Bade leistete keinerlei Wiederstand, und ihm war wohl nicht bewusst das es sich um den Pranger handelte. Er dachte er ginge mit der Gefreiten auf ihr Zimmer um allein zu sein ....

Rekrut Aeusseu
*kraftvoll aber sauber Unterschrieben*

*im Schreiben liegt ein Krautblatt*
*es scheint gepresster zusammengerollter und getrockneter Nachtschatten zu sein*


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 29.09.03, 15:22 
Edelbürger
Edelbürger
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Beiträge: 1325
Wohnort: Bauch
Am nächsten Tag wird Dagnar folgender Bericht ausgehändigt:

Bericht über 9 Fälle von unerlaubtem Besitz von Giftkräutern
gegeben am 29. Camer im Jahre 14 nach Hilgorad
von Selina Leskadon, Gefreite des Lehensbanners

Zu später Nachtstunde ward vor dem Pranger zu Brandenstein eine Gruppe Männer und Frauen gesichtet, die ein noch unbekanntes Kraut, getrocknet und zu Stengeln gerollt, rauchten.
Das Kraut wurde kurz vom Rekruten Aeusseu und meiner Person einer Geschmacksprobe durch kauen von etwa einem halben Skrupel der getrockneten Substanz unterzogen. Der Geschmack war bitter und beißend, der Saft selbst warm und der Brei faserig. Der Rekrut konnte die Substanz den Solanaceae (Nachtschattengewächsen) zuordnen. Dies ist Anhand von Beschaffenheit und Geschmack, sowie der Beobachtungen anhand der bei einem der 9 Männer und Frauen hervorgerufenen Rauschzustände möglich, konnte aber auf die Schnelle nicht endgültig geklärt werden. Wenn, dann ist die Aufbereitungsart mir unbekannt, da die gängige Genußform von Solanaceae das Trinken von Extrakten, das Zerkauen von Pflanzenteilen oder das Auftragen einer Salbe ist.
Der Rausch selbst ähnelte starker Trunkenheit, zunehmend war bei einem Freien, ferner Kalron genannt (der Mann war nicht in der Lage, sich an seinen genauen Namen zu erinnern), seines Zeichens Barde, unfähig, einen klaren Gedanken zu fassen und klar zu sprechen. Sein Benehmen ähnelte zunehmend dem eines kleinen Kindes statt dem eines Mannes. Ein zunehmender Zustand der Lethargie einerseits und des Glücksgefühls auf der anderen Seite stellten sich ein. Der Freie blieb während dieses Rausches bei Bewußtsein und im Gegensatz zu durch Alkohol hervorgerufenen Rauschzuständen wirkte er zutiefst friedfertig, bis man ihm sein Rauchkraut abnehmen wollte, worauf er mit Trotz, Drohgebärden und letztendlich Flucht reagierte.
Kurz darauf konnte er gestellt werden und wurde auf meine Anweisung hin für eine Nacht zum Ausnüchtern in den Pranger gebracht. Von einer weiteren Verfolgung wurde im Einvernehmen des Herrn Thorm Sarek und meiner Person abgesehen, da dies eindeutig Aufgabe der Stadtwache ist und diese sich, sobald der Freie wieder bei Sinnen wäre, dem Fall annehmen möge. Ein vollständiger Bericht des Vorfalls sowie eine kleine Menge des Krautes wurden dieser durch den Rekruten Aeusseu übermittelt.
Ferner rate ich in meiner Eigenschaft als Feldscherin zu folgendem Vorgehen an:
Zur Untersuchung des Krautes sollte die Communis Medicii hinzu gezogen werden, eine Kopie dieses Berichtes ihnen überlassen. Ferner möge sie sich mit den Auswirkungen des Genusses und des anschließenden Ausbleibens des Krautes annehmen, sowie, falls weitere Fälle auftreten, ein Gegenmittel finden, das den Rauschzustand schnell behebt und die offensichtlich starke Suchtwirkung des Rauschkrautes unterdrückt. Zu diesem Zweck sei der Freie Kalron in die Obhut der Communis Medicii zu überführen.
Aufgrund der sehr hohen Feindseligkeit verbunden mit dem tranceartigen Zustand, der die Empfindungen für Recht und Unrecht unterdrückt, sei hiermit zur Eile gemahnt. Die Folgen einer starken Verbreitung dieses Krautes unter den Freien seien sonst nicht ab zu sehen.
Darüber hinaus sei der Feilbieter des Rauschkrautes so schnell wie möglich zu fassen. Da dieser seine Ware unentgeltlich anbietet muß davon ausgegangen werden, daß dies ein bewußter Versuch ist, treue Untertanen von diesem Kraut abhängig zu machen, wahrscheinlich um sie zu ähnlich gewalttätigen Handlungen, wie sie der Freie Kalron an den Tag legte, zu verleiten.

gez.
Selina Leskadon, Gefreite des Lehensbanners


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