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Das Licht war nur eine Kerze... .
Es gab nur die Dunkelheit... .
Zuerst Schwertbruder Tharesus und nun Vater Calmexistus... . Er wusste dass es seine Schuld war, die Worte den Novizin des Astrael bestätigten nur was er dachte. Er hatte es nicht gewollt, war voller Verzweiflung, hatte zu den heiligen Vier gebetet, gefleht, doch sie schienen ihn nicht zu hören... auch wenn er es für einen Moment glaubt. Doch dann klagte er ihn an und es war nur noch Qual und Leid in ihm. Nun wollte er sie nicht mehr spüren, sie hatten ihm alles genommen, nun war es gleich ob die Vier ihm vergeben hatten. Es gab nur noch die Dunkelheit! Er hatte ihnen vertraut, Astrael vertraut und er hatte ihn verraten, hatte ihm erneut seinen Vater genommen. Und er ging, hinaus in die Nacht, suchte die Dunkelheit.
Die Novizin glaubte er wolle fliehen... . Fliehen? Wovor? Vor der Dunkelheit? Vor seinem Herren? Nein! Er wusste nun warum er hier war, warum sein Herr es so wollte: er sollte Leid und Verderben über seine Feinde bringen. Und ob er es wollte oder nicht er tat es... . Er diente seinem Herren, er diente ihm gut und doch hasste er sich dafür, hasst den Mann der ihm dass angetan hatte und suchte die Dunkelheit, rief nach ihr.
Und sie kam, umfing ihn riss ihn fort... . Zu einer Lichtung im Wald, ein Lagerfeuer, die Bäume nur undeutliche Schemen... . Und er tanzte, tanzte freudig mit der Dunkelheit, gab sich dem Wahnsinn hin, ließ sich fallen. Flüchtig spürte er wie sich Jarod zurück zog, vor seinem Wahnsinn und seine Raserei, vor dem Feuer, welches alles zu verschlingen begann... . Er spürte wie er kam, der den er „Meister“ nannte, er kam und tanzte mit ihm und doch wusste er noch ehe der Kampf begonnen hatte, dass er verlieren würde, doch es war ihm gleich.
Irgendwann der entscheidende Angriff, der letzte alles Hieb... und es war vorbei, noch ehe er habbewusstlos zu Boden sank, verschwand der Wald... . Noch ehe er die Augen öffnete wusste er wo er war: Am Ufer des Nir, im Lager des Meisters, er war gefesselt an einen Pfahl... er wusste was nun kommen würde.... .
Sie war müde, fühlte sich ausgelaugt und erschöpft. Es hatte sie viel Kraft gekostet mit dem Novizen der Herrin zu sprechen und ihm Jamil zu zeigen, wie er litt, wie er brannte... . Sie wusste, dass nur die dunkel Magie des Meisters ihn vor dem Tode bewahrte. Ihre Barriere wurde schwächer, doch sie musste sie aufrecht erhalten, denn nur sie schütze sie vor dem Wahnsinn Jamils. Doch es waren einfach zu viele Zauber für einen Tag, zuviel was an ihren Kräften zehrte... . Als dieser Magier versuchte in den Zauber einzudringen, war nur sie da, sie versuchte ihm zu erklären dass nicht sie die Gefahr sei, doch ehe sie ihm vom „Meister“ erzählen konnte, spürte sie ihn, er duldete keinen Verrat... . Und dann war der Magier fort... .
Und ihr blieb nur der Kampf mit dem Meister... .
Er beobachtete sie nur, Kendra, die Novizin der Hure, Jamil, der den Geweihten dieses Einäugigen vertraute und den schwarzen Magier, den Bannwirker, der für alles verantwortlich war. Er beobachtete sie, wie ein unbeteiligter Zuschauer, interessiert doch gleichgültig. Er wusste warum er sich von Bellum abgewandt hatte, nach dem Tod seines Sohnes. Die Vier waren gleichgültig und kalt! Er hatte Jamil gewarnt, sie hatten ihn alle gewarnt aber er wollte ja nicht hören. Er begann leise zu beten, zum Einen, zum Gottkönig, zum einzig wahren Gott. Er würde hören, denn er war nicht wie die Vier... .
Als er Jamils Wahnsinn und Raserei, spürte erhob er sich seufzend vom Feuer und zog sich zurück, kehrte in seinen Körper zurück.
Er, den die anderen „Meister“ nannten, war äußerst zufrieden mit sich selbst. Natürlich wusste er dass dies alles das Werk des Gottkönigs war, doch war es einfach herrlich die Macht des Einen zu sehen. Er lachte voller Triumph als der Geweihte im Wahn Jamil anklagte und er sich voller Verzweiflung der Dunkelheit zu wandte. Er war zu ihm gegangen und hatte mit ihm gekämpft, hatte wie erwartet gewonnen, kämpfte Jamil doch ohne nachzudenken. Und dann quälte er ihn... . Und schütze ihn gleichzeitig, er wollte dass er litt, nicht dass er starb.
Flüchtig beobachtete er die anderen als er Jamil dort hatte wo er ihn haben wollte... . Die kleine Dienerin der Hure Vitama, brachte einen Fremden, auch eine Diener der Hure hierher!
Doch nütze ihr dies wenig, schwächte die Närrin nur, er würde nichts tun können ohne sich selbst ihn Gefahr zu begeben. Er lächelte als sie wieder verschwanden, zog sich dann zurück, Jamil würde auch ohne seine unmittelbare Gegenwart leiden und es schütze ihn vor dem Magier, der nach der Ursache forschte, er fand nur Kendra. Er ließ sie eine zeitlang mit dem Magier reden, ehe er die Geduld verlor und zu ihr ging... .
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