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Im Haus der Communis Medici wird eine Botschaft hinterlegt, die an Samira Sandelholz adressiert ist. Die Schrift verzichtet auf jeglichen Zierat, ist schnörkellos ausgeführt und trägt die unaufdringliche Farbe schlichter Eisengallustinte.
Astrael zur höchsten Lobpreisung, geschätzte Dame Sandelholz,
durch die Güte seiner Hochwürden Anaih Ellent, Prätor der Diözese Siebenwind, wurde ich damit beauftragt, einen Teil der Ausbildung der Anwärter der Heiligen Viergöttlichen Kirche zu übernehmen. In diesem Tun scheint es angeraten zu sein, den Anwärtern auch etwas von den Dingen zu zeigen und zu lehren, die ihr und die Communis Medici aufopferungsvoll tagtäglich der Gemeinschaft angedeihen lasst. Nicht nur, um ihnen das Wissen im Umgang mit Kranken und Siechenden zu vermitteln, sondern vor allem um ihnen zu zeigen, mit wieviel Grossmut, Güte und Demut die Communis Medici für das Wohl aller wirkt und handelt.
Aus diesem Grunde sei auf's höflichste angefragt, ob ihr bereit und willens seid, die Anwärter der Heiligen Viergöttlichen Kirche einen Tag lang in die Grundlagen der Heilkunst und der aufopferungsvollen Pflege von Siechenden und Kranken einzuweisen.
Tag und Zeit mögen euch überlassen sein, ebenso wie die Dinge, die ihr als den Anwärtern zu erläutern für wichtig erachtet. Ich werde dann dafür besorgt sein, dass die Anwärter sich zur befohlenen Zeit bei euch einfinden.
Zusammen mit meinem Gruss entbiete ich euch zugleich auch meinen Dank für eure Hilfe sowie für euer unermüdliches, aufopferungsvolles und viergöttergefälliges Tun im Dienste der Gemeinschaft.
Mögen die Viere eure Pfade allzeit behüten und begleiten. Astrael zu demütigsten Diensten.
Anais Novicia des Conventus Astraeli zu Savaro
Am unteren Ende der Depesche prangt das Siegel des Ordo Astraeli.
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