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 Betreff des Beitrags: Eine alte Schuld
BeitragVerfasst: 2.11.03, 21:14 
Festlandbewohner
Festlandbewohner

Registriert: 9.12.01, 02:07
Beiträge: 560
Wohnort: Fürth
Er hatte viel Geduld beweisen müssen, doch nun war der Tag gekommen, der Tag an dem er Rache üben konnte. Jetzt stand er hier, untertage, in einem Meer von Knochen. Vor ihm, der Mörder ... der Feind seines Volkes. Gewiß, die schattenhafte Gestalt überragte ihn um ein vielfaches, doch was hatte Größe schon zu bedeuten? Hier und Heute würde das Morden ein Ende haben, darum war er gekommen und es war ihm egal, welchen Preis er dafür würde zahlen müssen. Was zu sagen war, war schnell gesagt und so sah er wie sein Gegenüber einen riesigen Felsbrocken aufhob und mit einer erschreckenden Leichtigkeit auf ihn schleuderte. Immer näher kam der Brocken, direkt auf ihn zu. Doch was war es denn letzendlich, was da kam? Fels, nichts als Fels. Ohne größere Schwierigkeiten spaltete er den Brocken und die Hälften flogen rechts und links an ihm vorrüber. Seinen Gegner schien das ein klein wenig zu beeindrucken und so nutzte er die gewonnene Zeit um zurückzuschlagen. Ein naher Fluß kam ihm in den Sinn und so ergoß sich bald darauf ein gebündelter Strahl kühlen Wassers auf seinen Feind, erst schien es gar, als ob das Wasser seine Wirkung zeigen würde, doch dann umgaben dunkle Flammen die riesige Gestalt und das Wasser verdampfte zischend ...

... von überall her flogen kleine und große Felsen, trafen die zusammengekauerte Gestalt, an den Armen, schützend über den Kopf gehalten, den Beinen und auch am Körper selbst. Doch sie alle zerbrachen und fielen als kleinere Brocken zu Boden. Er dachte schon, er hätte gesiegt, als die Gestalt plötzlich die Arme zur Seite riss und dann vorstieß. Einige Dutzend kleinere Brocken flogen direkt auf ihn zu. Die meisten zerbröselten, bevor sie ihn erreichten, doch einige knallten gegen den kleinen Leib und ließen ihn mehrmals vor Schmerzen zusammenzucken. Einige Schritte musste er wankend zurückweichen, doch es gelang ihm, trotz der so erlittenden Wunden, aufrecht zu bleiben ...

... einzig und allein auf sein Ziel konzentriert spürte er weder, wie der Schweiß über seine Stirn ran, noch wie die Flammen nach seiner Kleidung griffen. Und spürte er es doch, so war es ihm gleich. Um ihn und seinen Kontrahenten herum tobten die Elemente. Ein starker Wind ließ die Knochen tanzen, hier und da züngelten Flammen aus dem Nichts nur um gleich darauf wieder zu verschwinden. Der Nahe Fluß trat über das Ufer, trocknete urplötzlich aus und wurde dann von auftauchenden Regenwolken wieder gefüllt. Die Erde verschlang am Boden liegende Knochen, die kurz darauf dann von der Decke fielen, zusammen mit glitzerndem Staub und einigen Felsbrocken, die jedoch zum Teil noch in der Luft wieder zu Staub zerfielen. Die Flammen ergriffen den schwarzen Stoff und züngeltem Stück vor Stück an ihm hinauf, bis der kleine Leib vollends in Flammen gehüllt war ...

... Stille, völlige Stille herrschte in der riesigen Höhle. Nichts, nicht einmal ein Staubkorn regte sich ...


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