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*Ein Schreiben erreicht die 4re, adressiert an die Dame Anais*
Den Guten Mächten zur Ehr werte Novicia Anais
Ich möchte mich entschuldigen, dass ihr so lange auf eine Antwort warten musstet. Doch bat ich euch das letzte mal darum, nicht an die Ecclesia zu schreiben sondern direkt an mich, an den Hof zu Brandenstein. Daher die Verzögerung. Ich habe euer Schreiben erst jetzt erhalten.
Um Eure Worte zu verwenden, mit grosser Betrübnis habe ich zur Kenntnis nehmen müssen, dass Ihr mir weder bei unserem Gespräch zugehört habt noch den Brief, den ich Euch zukommen hab lassen, richtig gelesen habt, sonnst hättet ihr nicht zum dritten male hintereinander das selben falschen Vermutungen angestellt.
Ich möchte es Euch daher ein drittes mal erklären.
Die Ecclesia Elementorum hat nichts mit den Feldern, deren Verwaltung, deren Pflege oder deren Ernte zu tun. Sie hat keinen Zugang zu den Feldern.
Dies habe ich euch bereits zweimal erklärt und bitte euch deshalb darum, dass ihr in Zukunft es bitte unterlasst der Kirche der elementaren Heiligkeit zu unterstellen, sie würde nicht willens sein der Gemeinschaft, den Bürgern, dem Volke oder sonnst wem keine Hilfe zukommen zu lassen.
Ich erinnere mich daran, dass nach dem Fest der Weinlese ein Geschenk der Ecclesia an Früchten, Gemüse und Brotwaren an eine Dienerin der Vitama, zur Verköstigung für das gekommene Volk, verwiesen und nicht angenommen wurde. So haben wir entschlossen da keine unsere Spenden von den 4ren für das Volk von uns angenommen wurde, dass die Spende das Hospitz für die notbedürftigen Leute und die Heiler selbst erhalten soll.
Wenn die 4re ein Haus mieten oder erstehen möchten dann gehen sie doch auch zuerst zum Vermieter, also der Stadt Brandenstein, und nicht zu demjenigen der in dem Haus gerade tätig ist und es nur nutzt. Deshalb ist es mir immer noch ein Rätsel weshalb ihr euch nicht an die Stadt Brandenstein wendet, da alle Felder, ausser das Feld Nummer 3, Eigentum der Stadt Brandenstein sind.
Nachdem ich euch zweimalig darum gebeten habe dieses Anliegen mit dem Besitzer der Felder, der Stadtverwaltung Brandenstein, zu klären, habe ich für euch mit dem werten Herrn Burgenbach gesprochen und dem Stadtvater grosszügige Vorschläge und Ideen unterbreitet die er euch anbieten könne, dass ihr Zugang zu den Feldern erhaltet.
Jedoch habe ich mit grosser Betrübnis zur Kenntnis nehmen müssen, dass ihr Euch nichteinmal an den werten Herrn Burgenbach gewendet habt, dass ihr euch nicht mal um diese Angelegenheit bemüht habt.
Deshalb möchte ich euch nochmals an seine Worte erinnern, die ich euch bereits beim letzten Schreiben mitteilte.
Herr Burgenbach bat mich euch auszurichten, dass es der Stadt Brandenstein eine grosse Ehre sei und es begrüssen würde, dass die 4re freiwillig helfen möchten für die Stadtlager zu ernten. Falls die 4re für die eigenen Lager ernten möchten, so wie ihr es mir sagtet, soll dies mit dem werten Herrn Burgenbach abgeklärt werden.
Seit dem letzten Schreiben tat sich eine weitere Möglichkeit auf die ich ebenfalls an den werten Herrn Burgenbach vorschlagen werde, die er euch dann unterbreiten kann.
Sicher möge es euch zustehen euch an den werte Herrn Wegekreuz und das Lehn zu wenden. Doch denke ich dass der wohlbeschäftigte Herr Wegekreuz euch auch nur an die Stadtverwaltung verweisen wird, da die Aufgaben der Vermietung und Verpachtung von Häusern, Gatter oder Felder im Brandensteiner Bezirk Angelegenheit der Stadt sind.
Dann möchte ich meine Bitte an Euch nochmals erneuern. Es würde mich sehr freuen, wenn ihr mir die Bauern der 4re oder des Laienordens, die ihr für die Feldarbeit vorgesehen habt, einmal vorstellen würdet. Falls ein Hirte bei euch oder dem Laienorden arbeitet wäre es mir natürlich auch eine Freude ihm vorgestellt zu werden.
Mögen die Guten Mächte uns alle behüten und dem Dunkel Einhalt gebieten
*darunter ist eine Kornähre gemalt*
Jetal Falkson
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