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 Betreff des Beitrags: Der wahre Weg für Janos Morgentau...
BeitragVerfasst: 11.03.05, 23:55 
Einsiedler
Einsiedler

Registriert: 5.03.05, 23:04
Beiträge: 27
Wohnort: Bonn
Janos Morgentau lag im Schnee unter einem längst verblühtem Apfelbaum der erst wieder in einigen Monden Früchte tragen würde. Sein Gedanken schweiften ab und er schloß die Augen, sehlenruhig in Gedanken versinkend...

Warum war das alles geschehen? Er hatte immer versucht seinen Weg zu finden und war sich immer seiner Sache sicher gewesen. Aber gefunden hatte er seinen weg dennoch nicht. Er war auf diese Insel gekommen um ein Ritter zu werden aber sein Traum hatte sich schon schnell in Luft aufgelöst. Die Misserfolge und die Geldnot brachten ihn dazu auch für wenige Dukaten einen Auftrag auszuführen. Die Ausbildung in der Akademie brach er ab und er fand sich immer öfters an der Arena am Hafen von Brandenstein wieder. Der Kampf war es, was er immer gewollt hatte. Er hatte danach von seiner Kindheit an verlangt, immer wollte er beweisen dass er mindestens genauso gut ein Schwert schwingen kann wie sein Vater. Und in der Arena gewann er! Er konnte einige Siege sein Eigen nennen und schnell wurde er mutiger. Für geringes Sold erfüllte er Aufträge. Doch das Schicksal war ihm nicht gut gewillt gewesen und auch dieser Weg brachte ihn ins Unglück. Die Aufträge blieben aus, denn im tiefen Morsan gab es keine Karavanen die er als Söldner begleiten konnte und für die anderen Aufträge war er noch nicht gut genug gewesen, oder glaubte er das nur?
War alles nur eine Einbildung gewesen?

Janos glitt tief in den Schlaf und die Welt der Träumenden glitt über ihn. Schillernd und bunt sah er es:

Eine Frau! Eine wudnerschöne Frau! Ihr Gesicht war zierlich und die Lippen von rosiger Röte gefärbt. Das Haar in ein helles Blond getaucht und die Augen in einem tiefem Blau gefärbt. Wer war sie wohl? Sein Blick glitt an ihr hinab, an ihren Brüsten entlang. Auch diese waren wundervoll geformt, wie von Vitamas Hand selbst geschaffen. Die zarten Knospen die die Brüste der Frau zierten erregten ihn. Aber da war noch etwas. Irgendetwas war mit dieser Frau geschehen, denn sie wirkte traurig. Was um Morsans Willen konnte eine solch schöne Frau die in der Blütezeit ihres Lebens stand denn zur Trauer treiben?
Perlend glitten Regentropfen an ihr hinab und sammelten sich in kleinen Bächen an den sanften Konturen ihrer Lippen. Sie brauchte nicht's sagen, er wusste es...

Als er erwachte machte er sich auf. Er wollte sein Glück nochmals auf dem einen Weg versuchen, auf dem Weg den er schon so lange gegangen war und von dem er nie hätte abkommen dürfen. Die Akademie sollte ihn schon bald wiedersehen...


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 13.03.05, 03:04 
Einsiedler
Einsiedler

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Beiträge: 27
Wohnort: Bonn
Janos' Lippen waren trocken geworden und die eisige Kälte des prasselnden Regens ließ ihn stumm zittern. Seine Hände fühlten sich kühl an. Würden sie wohl bald der Kälte zum Opfer fallen? Sicherlich nicht, wenn er es schaffen würde schnell genug wieder nach Brandenstein zurück zu kehren.

Warum hatte er bloß diese schreckliche Angewohnheit immer abseits der Wege zu gehen? War es wirklich noch von Nöten dass ihn Niemand entdeckete? Er hatte doch nicht's mehr zu verbergen und seinen Weg gefunden. Der Traum, erinnerte er sich selber. Irgendetwas hatte er noch in diesem Traum gesehen, aber es schien ihm schier unmöglich sich daran zu erinnern. Er wusste dass da noch etwas war, aber was war es? Wer er schon so lange in der Kälte gewesen, dass er sich nicht einmal an einen einfachen Traum erinnern konnte?

Seine Füße trugen ihn weiter, durch Schlamm, vom Regen runter gedrücktes Gras und feuchtes Laub. Der Geruch von Frühling lag in der Luft, was etwas beruhigendes an sich hatte, denn das würde bedeuten dass der Morsan hoffentlich bald endete. Still schweigend ging er weiter, immernoch tief in seinen Gedanken versunken ohne den Weg den er beschritt und den nur er kannte wahr zu nehmen.

Es hatte etwas mit dieser Frau zu tun, dessen war er sich ganz sicher. Doch was war es? Er besinnte sich wieder und erinnerte sich an die Bilder die er noch von seinem Traum hatte. Diese wunderschöne Frau... Sie kam ihm irgendwie so vertraut vor... Warum!? Er wusste es nicht, und würde auch für's erste nicht darauf kommen, egal wie lange er darüber nachdenken würde.

Was unterscheidet Lüge und Traum von einander?
Wann bricht die Grenze zwischen Traum und wirklichkeit?
Wenn man sie brechen kann, wurde es schon getan?
Wer kann sie brechen? Er!?

Schwermütig entschlo´sich Janos eine pause zu machen und ließ sich zu Boden gleiten. Seinen Rücken lehnte er an einem völlig durchnäßtem Baumstumpf an. Die Kälte berührte ihn nicht mehr, denn zu tiefgreifend waren seine Gedanken. Er erinnerte sich an einen man in seiner Heimat, der immer wenn er solch misteriöse Fragen beantworten wollte etwas von dem besonderem Kraut geraucht hatte, dass die Halblinge wohl herzustellen vermögen. Janos hatte selbst etwas davon, und er entschlod sich etwas zu rauchen.

Die Wirkung war verblüffend. Schon nach wenigen Zügen fühlte sich sein Körper ungewöhnlich taub und fremdartig an. Sein Blick änderte sich. Er konnte sich nur noch auf einzelne Objekte konzentrieren, diese klarer sehen aber der Rest drum herum war völlig verschwommen. Leicht war er, leicht wie eine Feder. Lächelnd blickte er gen Himmel und die herunter prasselnden Tropfen schienen ihm so langsam zu fallen, dass er ihnen ohne Mühe hätte ausweichen können. Alles war zurückgedreht. Das Aufprasseln der dicken Tropfen auf einem Stein neben ihm erschreckte ihn, denn es war als einziges Geräusch um ihn herum nicht leiser gedreht, sondern extrem verstärkt in Klang und Ton.

Um ihn herum schwebten Langsam Gesichter, nein, Bilder von längst vergangenen Tagen:

Sein Lehrer für den Umgang mit dem Schwert,
sein Vater der ihn verließ um auf eine Jagt zu gehen und winkte,
seine Mutter die weinte,
seine Schwester...

Seine...Schwester?
Er hatte überhaupt keine Schwester!
Seine Schwester!?


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 14.03.05, 22:36 
Einsiedler
Einsiedler

Registriert: 5.03.05, 23:04
Beiträge: 27
Wohnort: Bonn
Er kam einfach nicht weiter, egal welcher Tage er sich besinnte, plötzlich kam seine Schwester überlal in seinen Erinnerungen vor. Vorher war sie nie da gewesen, oder?

Hinzu kommt, dass ihn etwas anderes plagte:

Sollte er sich der Tempelwache oder dem Orden Bellums anschließen? Sein Schwert hatte er Bellum geschenkt, und seine Buße musste er an den Vieren selbst tun. Was war sein Weg?

Seine Schwester... Seine Schwester? Wer war sie? Nichteinmal ihren Namen kannte er! Seid dem er dieses Kraut der Halblinge geraucht hatte hatte er sie wieder in seiner Erinerrung. Vielleicht war alles nur durch die Verwirrung aus seinem Gedächtniss verschwunden? Sicherlich, er erinnerte sich wieder:

Als seine Mutter starb, hatte er alles verdrängt... Der letzte Morgentau seiner Dynastie war seine Schwester, neben ihm....


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