|
Pfadfeuer
Ein mattes rot der Kohlen in der Pfanne.
Er hatte versucht sie zu töten. Erst Frion dann jener Nodland oder wie er sich nannte.
Wusste jener kleine Novize was er angerichtet hatte? Glaubte er wenn sie in den Armen jenes dunklen schen’ra läge wäre er sicher?
Doch nicht jener war es der sie verändert hatte, nicht Schen oder Kalveron Dai sondern Er, Elurai Calades. Er hatte sie verändert, Momente der Freude wie mit ihm als sie durch die Wälder zogen auf der Suche nach Wölfen – einem eigenartigen Spiel folgend wer zuerst von den Wölfen verletzt, gefressen werde – als sie kämpften, mit Feuer die ohnehin schon heiße Luft noch weiter erhitzen. Ein seltsames Band bestand seit jenem Tag als er sie geheilt, mit seiner Kraft gerettet hatte, zwischen ihnen. Eines das sie vielleicht auch vor dem Dunklen bewahrte. Nicht dasselbe Band wie mit der Flamme ihres Lebens, ein seltsames Schüler-Lehrerverhältnis. Ein Spiel in dem Beleidigungen, das Wandern an der Grenze dazu gehörten wie die Niederlage hinzunehmen, wie eine seltsame, „rote“ Art von Respekt und Achtung, sich am Feuer zu verbrennen gehörte dazu. Es war ein gefährliches Spiel welches sie nur mit ihm spielte. Schen und Edomawyr missbilligten es, Rha würde es bestrafen. Sie mied den Wald seit dem Gespräch mit Schen, hoffte in der Stadt sicher zu sein.
„Stadtmagier“ “ es war Teil des Spiels zwischen Elurai und ihr dass er sie so nannte.
Vor ihm würde sie sich nicht verstecken können, nie mehr. Er würde sie finden und „zurechtweisen“ , würde die Flamme ohne sich daran zu verbrennen in ihre Schranken weisen.
„Er kann mir helfen doch ich lasse ihm nicht die Zeit“
er würde sie sich nehmen. Oder würde sie sie ihm freiwillig geben? Ehe Rha sie holte, sie so endete wie der Rest ihrer Sippe? Sie schauderte, fühlte sich beobachtet… .
Die Flammen loderten in der Pfanne.
Wahnfeuer
Sie spürte seine Nähe und Wärme. Arum hatte sie zur Burg des Barons geführt, sie konnte den rauen Stein fühlen… und die Flamme. Die Flamme ihre Lebens brannte noch immer. Was war geschehen? Sie erinnerte sich wie sie in seinem Schutz langsam wieder zu sich gekommen war. Sie konnte sich nicht erinnern an…
Erdrückende Dunkelheit…Blut…Leid…Blut…Blut…Mord…
wilde Raserei…Elend…Verdammnis…
Sie spürte rau die Bettlaken.
Ignis Macht, welche Karag am heiligen See aus Feuer geweckt hatte.
Das matte, Lodern und Tanzen der Flamme.
Wahnsinn…Wahnsinn…Wahnsinn…
Ein Flüstern, irgendwo am Rande ihres Geistes die Erinnerung. Ihr Körper schmerzte und sie fühlte eine tiefe Erschöpfung. Der taumelnde Tanz von Bildern, Gesichtern, von Wärme und Licht. Das Gefühl seiner Nähe, seine Wärme, hielten sie vom Abgrund zurück… . Hüllten ihr Sein in Vergessen, gnädiges Vergessen des zerstörerischen Wahnsinns welcher am Rande ihres Geistes lauerte… .
Zuletzt geändert von Aleanna: 5.06.05, 11:32, insgesamt 1-mal geändert.
|