|
Schnell tragen die zierlichen Füsse die kleine, dicke Frau durch die Strassen Brandensteins. Das können doch nur Unkenrufe sein! Blödes Geschwätz, welches am Stammtische entsteht und sich wie ein Lauffeuer ausbreitet, die Stadt verschlingt. Keine Worte hört sie, jegliche Gesten bleiben ihren Augen verborgen. Und als sie am Pranger angekommen, einen Blick in dessen Inneren geworfen hat, lässt sie sich auf den Boden nieder, greift, soweit es ihre breiten Arme zulassen, durch die Gitterstäbe und umschliesst mit ihrer eigenen die starre Hand des Toten. "Keines meiner Kinder. Keines." Während ihr Oberkörper in monotonem Rhythmus auf und ab schaukelt beginnt sie summend und leise ein Schlaflied anzustimmen.
|