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Schwärze breitet sich in seinem Sichtfeld aus als das grausige Wesen ihn mit wenigen Schlägen zu Boden streckte. Schmerz Qual und dann nichts mehr..zumindest für eine Weile.
Unklar nur und trüb das Gesicht von Heeron , welcher ihn zur Seite zerrte, dann wieder Schmerz und der Sturz ins Nichts.
Frei und sorglos trieb er durch die Dunkelheit, seine Glieder leicht und ohne jedes Gefühl. Dann kehrte der Schmerz erneut zurück, drang in ihn ein und setzte sich in jedem Teil seines Körpers fest.
Feuer züngelte um ihn herum aus der Dunkelheit doch sehen konnte er nichts, nur spühren wie die Flammen seine Haut versengten. Für einen kurzen und doch befreienden Moment verlosch die Glut. Endlich war es vorbei , gnädige Bewusstlosigkeit ohne Träume und Qualen waren alles was sich sein Geist erhoffte. Doch so einfach ließ ihn die Macht des dämonischen Wesens nicht davon kommen.
Krallen die über seine Glieder strichen, hier und da Fetzen geschundenen Fleisches von ihm reissend. Furchtbare Fratzen die um ihm herum schwebten und ihn verlachten, ihn in Panik versetzten mit Verheissungen unendlicher Qual.
Er verscloss die Augen vor dem Anblick, um sich zu schützen vor der Ausgeburt seines Geistes doch nutzen sollte es ihm nicht. Die Gesichter kamen immer näher, ihr Lachen übertönte alle Eindrücke die ihn noch an die Welt um ihn herum erinnert hätten. Eine Ewigkeit lang sollte es dauern, so schien es ihm.
In Fesseln lag er, unfähig sich zu bewegen oder zu sprechen, vor ihm eine brennende Kerze, bewegt durch einen Windhauch oder durch den Atem seiner selbst..das wusste er nicht.
Mit jedem Moment wurde die Flamme kleiner, ihre Glut spendete kaum noch Wärme und drohte in der Nacht um ihn herum unterzugehen. Die Fratzen hatten sich zurück gezogen, wohl um ihn erneut zu quälen wenn sein Leben endgültig verloschen wäre.
Hitze....da wo der Schmerz in ihm am grössten war, langsam kroch sie über seinen Körper, über seine Wunden. Das war also der Begin der endlosen Folter..oder war es nicht?
Die Flamme vor ihm zuckte unkontrolliert umher, wurde grösser während sich de Hitze weiter in seinem Körper verteilte. Und sie nahm jeden Schmerz, jede Mattheit von ihm und gab ihm neue Kraft. Irgendjemand schrieh, zornentbrannt und voller Wut, Klauen klammerten sich an seinen Körper , wollten ihn halten und in ihn eindringen und doch waren sie machtlos gegen die Hitze die nun jeden Bereich seines Seins durchfluteten. Tobend und unwillig ihn gehen zu lassen wehrte sich der dämonische Nachgeschmack in ihm und wieder sollte eine Ewigkeit vergehen bis der Kampf endlich vorrüber war.
Kein Schmerz mehr, keine Fratzen.
Die Kerze vor ihm brannte weiter klein und kräftig.
Aber die Fesseln an seinen Gliedern blieben...und ebenso der Schlaf.
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