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 Betreff des Beitrags: Die Unterwerfung der Hochelfen
BeitragVerfasst: 3.05.05, 02:30 
Altratler
Altratler
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Registriert: 14.11.02, 11:33
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Wohnort: Dur´sches Imperium
Ich hab mir hier mal ein paar Gedanken gemacht zu den Elfen und wie das früher vielleicht gewesen sein könnte als die beiden Völker verschmolzen, oder so^^.

Die Unterwerfung des Elfenreiches

Sein Blick glitt aus dem Fenster des Turmes hinab auf das bunte Gewirr der feiernden Menschen, ein buntes Sammelsorium die ihre Kurzweil in Bier, Tanz und Gelächter fanden. Fröhlich waren sie, unbescholten wie Kinder und während sein Blick weiterglitt über die sanften Hänge der kunstvoll angelegten Weinberge und Wälder hinauf zum Astreyon, über die künstlich angelegten Seen und Bäche, verzierte Statuen höchster Kunstfertigkeit und vieles mehr was sein Auge eigentlich erfreuen sollte, da konnte er nicht anderes und mußte doch einen gewissen Neid auf die Menschen in sich einräumen.
Er wandte sich von dem Fenster ab, sein Blick glitt über den großen Raum der mit dicken Teppichen ausgelegt war und an dessen Wänden man Bücherregale finden konnte die bis zur Decke hinaufragten. Alles war von erlesenem Geschmack, allein sein herrlich gefertigter Schreibtisch hatte ein Menschenleben gebraucht bis er vollendet war.

Menschen.. Biundai. Das Wort hatte einen fast abfälligen Klang an sich, er wußte genau was die meisten seines Volkes von jenen kurzlebigen Kreaturen hielten welche kaum das Licht der Felas genossen hatten als sie auch schon in Morsans Hallen eingingen, zu kurzlebig um zu großem Fähig zu sein.
Doch wie sie sich irrten.

Sein Blick lag ruhig auf der Karte vor ihm auf dem Tisch, und selten hatte er so viele schwarze Figuren setzen müssen. Armeen, teils des Ungenannten, des verstoßenen Gottes und Teils auch nur große Horden von Menschen unter einem Anführer der versuchte sich ein Reich zu schmieden. Das ganze Land, ja die ganze Welt schien von ihnen zu wimmeln und er wußte genau das dort wo diese Armeen schritten Blut das Land tränkte, jede Ordnung, jede Schönheit verloren war.
Wie wenige waren hingegen die kleinen Figuren aus Tra'avain geworden, Siedlungen der hohen Elfen.

Jene Elfen welche die Wälder und Auen verlassen hatten, welche sich dazu aufmachten Türme aus Marmor zu errichten, sich den hohen Künsten hingaben und dem höchsten Ideal folgten, welches ein lebendiges Wesen haben konnte. Der Perfektion des Geistes, wie es nur Elfen mit ihrer unglaublich langen Lebensspanne tun konnten.

Zuerst hatten sie die Menschen ignoriert, Wilde, kaum mehr als Tiere und keine Gefahr für die Macht der Elfen deren Kunst mit dem Bogen oder der Klinge von keinem Menschen erreicht werden konnte. Keine Gefahr für die Elfen denen die Magie im Blute lag und deren Kraft den Raum überbrückte und jede Elfensiedlung mit der nächsten Verband, egal wie weit die Entfernungen warne.

Doch sie hatten sich geirrt was die Gefahr der Menschen anging, denn was die Elfen nie hatten war die Masse und Zahl der Menschen und ihre Sturköpfigkeit, die einerseits beneidenswert war und doch so gefährlich. Als die Kriege begannen und wilde Horden von Menschen über das Land zogen, an Raub und Zerstörung interssiert, da ging das einst glorreiche Reich der Elfen in die Knie und das Goldene Zeitalter in dem die Elfen die höchsten Künste beherrschten und oft Jahrzehnte nur mit dem Studium einer Blume verbrachten um sie perfekt zu kennen, ging zu Ende.

Sie waren noch immer viele, die Elfen. Sein Volk. Wohl Tausende zählten sie noch und doch waren die Menschen Hunderttausende und mehr. Für jeden Elfen der geboren wurde wurden hundert Menschenkinder geboren und so langsam wurde auch den ältesten und konservatisten seines Volkes bewußt, dass man die Menschen nicht weiter ignorieren konnte.

Er selbst lebte schon seid einigen Hundert Jahren mit jenen Wesen zusammen, welche als seine Diener, Wachen und Arbeiter seinen Landsitz bestellten, seinen Wein anbauten und seine Gärten pflegten. Sein Studium dieser Rasse hatte die letzten Jahrhunderte in Anspruch genommen und zu seinem Leidwesen musste er feststellen das jeder Mensch unterschiedlich war und sie doch vieles gemein hatten.

Er richtet seinen Blick auf die anderen Anwesenden, Elfen höchsten Alters, größter Weisheit, Macht und Kunst. Einige von Ihnen waren direkte Söhne der ersten Elfen, deren Eltern Lothorien selbst noch gesehen hatten und andere waren in ihren Lebzeiten auf Tare zu so großer Kunst aufgestiegen das ihre Werke von solcher Schönheit und Harmonie in sich waren das der Anblick auf Jahre hinweg fesseln konnte.

"Brüder, Schwestern. Es wird Zeit das wir unsere Weisheit, unsere verbliebene Macht und unser Wissen dazu einsetzen, diese Welt der Menschen in geordnete Bahnen zu lenken, oder sie werden unser Untergang sein", began er mit ruhiger, wohlmodulierter Stimme in einem Tempo das für einen Menschen fast unerträglich langsam gewesen wäre. Doch er hatte keinen Grund zur Eile, noch nicht. Jedes Wort, jede Silbe und jeder Buchstabe wollte jetzt behutsam ausgewählt werden. Seine Worte waren wie Gesang, eine einzige lange Melodie ohne merkliche Pausen.

"Wir müssen einsehen, dass das Zeitalter in dem unser Volk Tare beherrschte nun endgültig vorbei ist und wir uns einem neuen Strom anschließen müssen. Unsere Zeit ist vorrüber und dennoch können wir uns nicht abwenden, denn so wie wir Kinder Terras und Vitamais sind so sind es die Menschen und wir müssen uns ihrer Annehmen als wären sie unsere jüngeren Geschwister. Seht die Welt der Menschen ist Chaos und Anarchie, Tausende Leben und Sterben in Augenblicken, Leid und Unrecht beherrschen die Welt. Die Bastionen elfischer Weisheit werden gebrandschatzt zerstört, es wird Zeit zu handeln."

Er legte eine wohlüberlegte Pause ein während seine Gedanken sich mit den Menschen beschäftigten. Wie einfach sie waren, so glücklich mit so wenig. Ein Fest, Musik, Gelächter und ein Mensch war glücklich. Konnte er sich daran erinnern wann er das letzte mal Glücklich war? So schwer lag die Last seiner Sorgen auf ihm, so schwer die Sorge um sein Volk und die schweren Gedanken um die Perfektion des Geistes, wie Ketten. Sahen sie den nicht das sie alles zerstörten, die Menschen? Waren sie denn blind für die Not, für das Leid?
Wenn sie es waren wünschte er sich er wäre auch blind, taub und ohne seinen hoch geschulten Geist der es ihm ermöglichte als das zu sehen.

"Lasst uns den Menschen ein Ziel geben, lasst uns dieses Volk lenken", fuhr er fort, wieder bedacht jedes Wort auswählend.
"Wir können nicht darauf zählen das die Menschen gut sind, manche von ihnen sind es und viele sind es manchmal doch ist es nicht sicher oder verlässlich darauf zu zählen. Rechnen wir damit das die Menschen schlecht sind, selbstsüchtig und gemein und richten wir unser Wissen darauf aus, das übelste zu vermeiden anstatt nach dem Höchsten zu streben". Auch ohne Worte konnte er den Ausdruck des Mißmutes auf den Zügen seiner Brüder und Schwestern sehen, niemand brauchte zu sagen was sie alle dachten.
" Ich weiß, es bedeutet das wir uns von den höchsten Künsten abwenden müssen, wir müssen schlechter werden um die Menschen besser zu machen. Doch ich bin bereit jenen Preis zu zahlen um die schreiende Ungerechtigkeit zu beenden die auf Tare herrscht", fuhr er fort und sah unwillige Zustimmung in ihren Gesichtern.

"So hört, wir müssen die Menschen dazu bringen einander nicht mehr umzubringen aufgrund von Lächerlichkeiten, wir müssen Ordnung schaffen und wir werden das als erstes hiermit tun", er hob eine kleine runde Goldscheibe empor. Auf den Gesichtern der anderen Elfen spiegelte sich ein gewisser Ekel wider angesichts des Metalls.
"Dies ist Gold, es ist eines der selteneren Metalle und fand bisher nur in der Rüstungsherstellung der Zwerge Anwendung weil es sehr ein recht starkes Metall ist. Doch nun werden wir dies als "Geld" einführen, man soll in der Lage sein mittels jener Münzen Leistungen und Waren zu erhalten, denn wir müssen die Menschen dazu erziehen das sie ihren Komfort und ihren Wohlstand über ihre Ansichten, Meinungen und Emotionen stellen. Wenn wir Erfolg haben werden die Menschen anfangen nach diesem Gold zu streben wie nach nichts anderem auf Tare, sie werden anfangen es zu horten, es zu bewachen und zu lieben und das allerbeste daran ist, sie werden es so sehr lieben das sie aufhören werden brutal umherzuziehen und zu rauben weil sie damit beschäftigt sind ihr Gold zu bewachen. Sie werden ihren materiellen Wohlstand höher schätzen als ihren Glauben und sie werden friedlich sein aus Furcht durch Unordnung ihren Reichtum zu verlieren", er legte die Münze auf einen Stapel.
"Wir werden einen ihrer Anführer auswählen und uns ihm unterwerfen und ihn mit sehr vielen Goldstücken versorgen, seine Macht wird uns schützen, unsere Macht wird ihn zum Herrscher der Menschen machen und die Menschen in eine feste Struktur einer Gesellschaft führen die von Gesetzen die wir ihnen geben werden gelenkt wird. Wir werden Diener sein aber gleichzeitig sind wir Lehrer und geistige Führer".
"Wir appellieren an ihre niedrigsten Gefühle wie Habgier und Eifersucht und schmieden daraus etwas gutes das die Jahrtausende überdauern wird, auch wenn es im Gegenzug bedeuten wird das immer mehr Menschen der Glaube an die Götter weniger wichtig werden wird, so verhindern wir doch das große Unrecht das diese Anarchie verursacht".

Und so geschah es, das die Nation der hohen Elfen, jene welche zuerst die Wälder und Auen verließen sich den wilden und barbarischen Menschen unterwarf und sie mit einer Sache beschenkte, die das Gesicht der Welt verändern sollte: Geld und eine feste Gesellschaft aus der später das Königreich hervorgehen sollte.

_________________
Tarlas: Angamons Segen dispellt keine Meteorregen!


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