Siebenwindhomepage   Siebenwindforen  
Aktuelle Zeit: 7.05.26, 10:35

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 8 Beiträge ] 
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: Geschichten der Belehrung im Tempel zu Brandenstein
BeitragVerfasst: 3.05.05, 12:53 
Festlandbewohner
Festlandbewohner
Benutzeravatar

Registriert: 28.01.02, 17:21
Beiträge: 1213
Wohnort: Berlin
Meister ist es wahr, dass die Enhor die Sahor vor der Vernichtung durch den Einen retteten? Nun es ist nicht falsch doch, ganz so einfach ist die Wahrheit, wie du sie sagst auch nicht. Denn als die Sahor aus sich das Böse trennten und das Wahre und Reine ermöglichten, erschufen sie die Negierung des Seins aus sich, den Einen, den du Angamon heisst, doch ist dieser nicht, einfach nur das Nicht-Gerechte, das Nicht-Schöne und so weiter, nein mein Sohn er ist das Nein in allem, und dies ward den Enhor im Anbeginn des Amulettkrieges nicht gewahr, sie dachten wohl wie die meisten Menschen es auch heute tun, dies ist eine Sache, die allein die göttliche Sphäre betrifft.
Als aber die Götter am Boden lagen und das Nicht-Sein an Macht gewann und damit die Schöpfung negierte und alles fort nahm was es gab, sahen die Enhor wie auch die Existenz ihrer selbst fortgenommen wurde, nicht nur die Idee wurde zerstört, die Idee, die der Materie ihre Form gibt. Nein auch die Materie selbst, Feuer, Wasser, Erde und Luft wurden ebenso negiert und die Enhor spürten wir auch sie schwanden in dieser Welt und wie das Böse, was dank der Viere so klar und genau umgrenzt und sichtbar ward, auch ihr Feind ist. So standen sie auf und traten an die Seite der Sahor und kämpften mit ihnen gegen den Einen und besiegten ihn gemeinsam.

_________________
"Es wird der Diamant an sich selbst nur erkannt.
Denken lernst du im Denken, das Wahre erkennst du am Wahren.
Liebe nur, wenn du schon liebst, nichts durch die bloße Kritik."
Ludwig Feuerbach


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 4.05.05, 10:34 
Festlandbewohner
Festlandbewohner
Benutzeravatar

Registriert: 28.01.02, 17:21
Beiträge: 1213
Wohnort: Berlin
Meister einer Frage quält mich noch, warum heisst es, dass Angamon der Sohn Vitamas und Bellums ist, sind sie es allein gewesen, die das Böse aus sich entfernten?
Nun, mein Sohn, dieses Bild ist nur halb richtig, denn wahr und richtig ist, dass die Gohor alles und jeder waren in seiner Vorform, noch in der Form vor der Idee überhaupt, erst in der Idee in den Vieren manifestierte sich auch Gut und Böse, denn das Chaos erschafft und vernichtet gleichzeitig ohne Rücksicht auf Nutzen oder Kosten, es pulsiert einfach.
Die Idee aber sucht Vervollkommnung, wie die Materie nach Bestand sucht. Deshalb muss unterschieden werden, zwischen dem was nütz t und dem was schadet, und jeder der Viere wählte einen anderen Weg sich diesem Dilemma zu stellen, Bellum und Vitama, die Gefühlsreichen wollten die Menschen beschützen und liebten sie so sehr, dass sie das böse von ihnen fernhalten wollten, so nahmen sie den Hass und die Selbstsucht und vereinten sie und bannten sie in ein Wesen, dass du Angamon nennst und warfen ihn an einen fernen Ort in ihrer Sphäre auf das er nie wieder Schaden anrichten möge. Morsan entzog sich mit seinem Dilemma ganzu der Welt und zog sich in die dritte Sphäre zurück, dort, wo keine Zeit herrscht und eine Ewigkeit jeder Seele bereit steht, wahr zu trennen zwischen Gut und Böse und ihre Beziehung zu den göttlichen Ideen stark ist, sind wir gefeit vor den Versuchungen durch die Erfahrungen an denen wir Anteil haben, von den Äonen der Zeiten und Myriaden von Seelen. Denn im Anblick der Ewigkeit wird offenbar, was gut und was böse ist.
Astrael nahm einen anderen Weg er gab das Dilemma den Menschen, vor allem den Magiern und seinem Volk, den Hochelfen, selbst in die Hand, so gross war das Vertrauen in seine Gabe, die Vernunft, dass er es jedem frei lies, sich zu entscheiden zwischen gut und böse.
So siehe also vierfach ist die Versuchung zum Bösen und doch wieder ein Ganzes, Eifersucht und Selbstsucht manifestieren sich in dem Einen, Gier zeigt sich bei dem, der nicht mit der Ewigkeit rechnet, und der nicht klar seinen Verstand benützt und falsch entscheidet, sich also falschen Annahmen und Theorien hingibt. Aber eine Böses gereicht dem Anderen als Steigbügelhalter und wer sich nur der falschen Philosophie hingibt, wird alsbald selbstsüchtig und gierig werden, so wird ein jeder der nach Macht durch die Magie strebt oder sich nciht an der Ewigkeit misst, zwangsläufig bei Angamon enden und somit muss auch einem angamongläubigen unterstellt werden alsbald Menschen mittels Magie oder schwarzen Ritualen zu manipulieren zu wollen.
Und deshalb wisse auch, dass der Weg der Tugend vierfach ist für jeden, liebend und selbstlos, gerecht und tapfer, klug und abwägend, ruhig und langfristig planend.
Nun gehe darob meditieren, mein Sohn.

_________________
"Es wird der Diamant an sich selbst nur erkannt.
Denken lernst du im Denken, das Wahre erkennst du am Wahren.
Liebe nur, wenn du schon liebst, nichts durch die bloße Kritik."
Ludwig Feuerbach


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 9.05.05, 16:50 
Festlandbewohner
Festlandbewohner
Benutzeravatar

Registriert: 28.01.02, 17:21
Beiträge: 1213
Wohnort: Berlin
Meister, warum seid ihr dagegen, dass die Gohor angebetet werden, sind sie es nicht die Ursprung und Anfang allens sind?
Du hast recht und es gibt mehr als eine Antwort auf diese Frage, das einfachste Bild ist, nährt dich denn die Schale des Eis, was du in die Pfanne geschlagen hast oder aber dessen Inneres? Warum also die Schale anbeten, wenn die Frucht lebendig und wahr vor dir und in dir ist und dich geistig nährt.
Die zweite Antwort ist, die Gohor sind alles, alles! Auch das Böse ist in ihnen, denn dem Ursprung wohnt alles inne, das Wollen und Zerstören, das Lieben und Hassen. Es ist der grosse Verdienst der Viere, denen wir nicht genug danken können, für diese grossartige Tat, der Einsciht, die sie mit uns teilten und dem Mut und der Liebe die sie damit erwiesen, zu scheiden und herauszutrennen, was schädlich ist und uns verletzten würde. Den Gohor war dies egal, wie auch wir ihnen egal sind, denn viele Welten schufen sie, heist es an einer Stelle der Yehramnis und sie haben sich in allen manifestiert oder auch mit der Gelehrsamkeit der Magier gesprochen, ihre Energien fast vollständig in ihre Schöpfungen transformiert, weshalb ihr Wirken auf uns weder von persönlicher Anteilnahme oder Liebe getragen ist noch von irgendeinem Interesse ihrerseits an der Entwicklung der Welt oder deren Zerstörung. Einzig der Zeiten Fluss ist es, doch wirst du selbst feststellen, dass dieser dich weder liebt noch hasst, er ist einfach existent und regiert unerbittlich.
Also könntest du den Gohor gleich auch die Logik selbst anbeten oder andere Abstrakta, die kalt und unerbittlich über deinem Leben dräuend stehen oder aber du kannst dich den personifizierten Sachverwaltern ihrer Idee zuwenden, die diese Schöpfung aus ihren Händen übernahmen und sie nach ihrem Wollen formten und wohlgemerkt nach den Prinzipien der Liebe, der Gerechtigkeit, der Besonnenheit und der Verstehbarkeit, all dies trifft auf die Gohor noch nicht zu, sie sind die wilden Kinder des Chaos und des Nichts, ungestüm und impulsiv.
Also siehe die Gefahren in die du dich begibst, betest du die Gohor an, dein Glaube wird unpersönlich, denn du bist uninteressant für die Gohor du bist ein Wesen aus einer ihrer Welten, die sie anderen zu Verwaltung und Ausformung übergaben, oder glaubst du den König interessiert dein Leid, wenn er gewiss ist, dass ein Graf vor Ort in seinem Namen für das Wohl und Gedeihen verantwortlich zeichnet und keine Beschwerden über ihn kommen. Als zweites wird dein Glaube gefährlich und sehr verantwortungsvoll, denn du allein musst all das nochmals abwägen, was die Viere für dich abwägten, was ist gut, was bringt dich weiter, was ist förderlich, all dies musst du allein abwägen, denn in jedem kann auch das Böse wieder stecken und was du als gut empfindest und förderlich, kann den Untergang allens bedeuten. Es ist also ein grosser Hochmut dahinter, sich selbst die selbe Erkenntnismöglichkeit zuzusprechen wie wir sie den Vieren, hochgelobt sei ihr Name, zusprechen.
Doch es gibt noch viel mehr zu sagen, doch davon will ich dir berichten, wenn du die Kälte verstanden hast, die ich meine als ich von der Kälte der Gohor gegenüber dem Werden von Welten sprach. Gehe ins grüne Vorland von BRandenstein und leg dich Abends auf die Lichtung bei der Bühne auf den Rücken, betrachte die Gräser um dich, dann den Wald, lausche den Tieren und Insekten, dann rieche intensiv die Blumen und Pilze, dann wende deinen Blick hinauf zu dem langsam aufkommenden Sternenhimmel, während Fela langsam am Horizont verschwindet. Nun mache dir bewusst, dass dies alles ist, weil die Kraft, die Gewalt der Gohor von den Vieren aufgenommen wurde und so geformt wurde, dass alles Sinn macht und sich alles fügt, damit du dies alles in diesem Augenblick wahrnehmen kannst. Für einen kurzen Augenblick bleibt dir dann das Herz stehen und du weisst dieser Augenblick ist gleichbedeutend mit der Ewigkeit und kaum schlägt dein Herz wieder weiter spürst du wie alles dahinschreitet und weiter geht. Und doch ist diese Welt eine Oase in der Zeit und in der Unendlichkeit, das ist die Liebe der Viere und nicht die Gelangweiltheit und Kälte der Gohor, die dir diese Geborgenheit gibt.

_________________
"Es wird der Diamant an sich selbst nur erkannt.
Denken lernst du im Denken, das Wahre erkennst du am Wahren.
Liebe nur, wenn du schon liebst, nichts durch die bloße Kritik."
Ludwig Feuerbach


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 10.05.05, 19:43 
Edelbürger
Edelbürger
Benutzeravatar

Registriert: 7.02.03, 11:33
Beiträge: 1325
Wohnort: Bauch
Meister, eine Frage, denn ich bin verwirrt. Es steht geschrieben, daß Astrael der Gott der Ordnung sei. Dennoch ist Vitama die Göttin des Lebens und damit auch all dessen, was diesem entspringt. Nun ist aber das Wesen der Ordnung der Stillstand und das Wesen des Chaos Veränderung und das Leben bringt Veränderung mit sich und ist nicht letztendlich auch das Leben die conditio sine qua non für das Chaos, kann Chaos wirklich nur aus Existenz bestehen oder muß Leben dort sein, neues Leben geboren werden, in neuen Formen, neuen Schöpfungen? Tue ich der Herrin Vitama Unrecht, wenn ich sie eine chaotische, ja gar eine Chaosgottheit nenne? Siehet Meister, an welch Untrieben sie Gefallen findet, welch absonderliche Wesen sich in ihr Gefolge reihen. Tue ich ihr Unrecht, Meister?
Und Meister, um zu meiner eigentlichen Frage zurück zu kommen, die Ordnung ist Stillstand, denn die Ordnung ist Harmonie wo das Chaos verworren und unharmonisch ist, denn es wird keine Perfektion je erreichen und selbst wenn würde der Wandel des Chaos diese wieder zunichte machen. Doch kann kein Leben ohne Tod sein, das Leben ohne Tod ist das nicht letztendlich Chaos Meister? Wenn die Weiber gebären würden ohne Unterlaß, wenn da kein Tod wäre, würden wir, würde Tare nicht versinken im Chaos? Ist es dort dreist zu sagen, daß nur der Tod dem Leben die Ordnung bringen kann, daß einzig der Tod dem Chaos Einhalt gebietet, dem ewigen Wandel ein Ende setzt? Mir erscheint dies logisch Meister, jedoch, wenn dem so wäre, so müßte der Herr Morsan der Gott der Ordnung sein, denn immerhin wäre es sein Tod, der dem Chaos Einhalt gebietet. Doch offensichtlich ist er es nicht, verehren wir doch den Herren Astrael als Gott der Ordnung und doch kann ich den Fehler in meiner Überlegung nicht finden.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 10.05.05, 20:08 
Festlandbewohner
Festlandbewohner
Benutzeravatar

Registriert: 28.01.02, 17:21
Beiträge: 1213
Wohnort: Berlin
Mein Kind, ihr missversteht wahrlich, denn nicht Stillstand ist Ordnung, sondern das Abgewinnen des Nutzbringendem aus dem Chaos, also das stetige Weiterentwicklen in eine Richtung. Siehe, das Chaos ist eine grosse Masse, wabernd und unstet, einmal geht sie aufwärts einmal abwärts und in ihrer Gesamtheit ändert sich nichts, dass ist der wahre Stillstand.
Die Viere dagegen sind allzeit und allerorten bemüht diese wabernde Masse nutzbar zu machen, der Herr Astrael verbindet die Punkte zu Mustern und Formen, auf das sie wiederfindbar sind und man sie untereinander berechnen kann, die Geometrie und Mathematik sind gleich Planken, die über diesen Sumpf gelegt.
Die Herrin Vitama ist auch keine Huldigerin des Chaoses, denn hast du eine Pflanze gesehen die gegen des Auges Schönheit verstösst oder ein Tier das nicht anmutig ist? Wohl kaum, alles was aus ihrer Mitte entspringt ist wohlgestaltet und wohlbedacht, es lebt an weise ausgewählter Stelle und ist wiederum Nahrung anderem. Du siehst also sie ist es gleich dem Herren Astrael, die Beziehungen herstellt zwischen allem und Abhängigkeit und so webt sich dicht das Netz der Flora und Fauna auf Taren.
Auch der Herr Bellum bekämpft das Chaos, denn stets ist er bemüht zwischen allen Punkten den Wettstreit austragen zu lassen auf das gewichtet und geordnet werden kann und alles den rechten Platz findet und für alle einsehbar ist.
Nun der Herr Morsan, er selbst kümmert sich nicht um den Fortgang ihm ist die Ewigkeit, doch ist er auch nicht für das Chaos, sondern bildet den Ausgangspunkt, die Freiheit und Leere, von der aus seine Geschwister losgehen um das Chaos zu vermessen und nutzbar zu machen.
Denn das Chaos und diejenigen, die die Ordnung stürzen wollen, sind Feinde der Götter und damit auch unserer Existenz, diese müssen auch wir überall bekämpfen und uns für die Ordnung einsetzen.
Einsicht mein Kind ist das grosse Werkzeug, das euch helfen wird, das Chaos vom Geordneten zu unterscheiden, doch sobald ihr eine Ordnugn gefunden habt in allem, wird es euch vertraut werden und ihr werdet es lieben können und wertschätzen, doch solang es euch fremd bleibt ist es chaotisch für euch und nicht liebenswert.

_________________
"Es wird der Diamant an sich selbst nur erkannt.
Denken lernst du im Denken, das Wahre erkennst du am Wahren.
Liebe nur, wenn du schon liebst, nichts durch die bloße Kritik."
Ludwig Feuerbach


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 11.05.05, 02:37 
Einsiedler
Einsiedler

Registriert: 9.08.04, 10:23
Beiträge: 61
Wohnort: Bad Aachen an der Wurm
Meister, auch mir gestattet, meine Seele um eine Frage zu erleichtern.
Im Gebet an Morsan, dem Herr der dritten Sphäre, gedachte ich des Todes, und ich bekam Zweifel. Der Tod selbst ist das Ende des Wandelns auf Tare, der Glaube lehrt, dass sich unsere Seelen von tarischen Sein lösen und frei werden, so dass die Messe sie in Morsans Reich geleite.
Bereits Vater Sanduros belehrte mich, dass die Seelen derer, welche die Messe nicht erfahren, dem Wohlwollen der Viere unterworfen sind, so sie Morsan nicht von selbst zu sich ruft, werden sie frei sein und keine Ruhe finden. Odch peinigt mich nicht jenes Schicksal...
Was geschieht jedoch mit unentdeckten Frevlern und Ketzern? Leugner der Viere, dem Gefolge des Einen, jenen, die sich geschickt tarnen und im Verborgenen halten. Wenn jene sterben und die Messe der Toten erhalten, gelangen sie dann in Morsans Reich? Versagt hier der Segen des Gewehiten des Herrn des Todes? Oder nimmt Morsan ihn, trotz seiner Missetaten in sein Reich auf, da er ja den Segen erhielt?
Und wenn er es nicht tut, ist die Totensegnung dann nicht ohne Sinn und Zweck, da die Entscheidung ja doch bei Morsan alleine liegt und sich begründet auf Treue gegenüber dem Glaube und nicht dem Worte der Geweihten?
Meister, die Frage, die mich plagt - ist der Tod gerecht? Und wenn er es ist, sind die Geweihten dann ohne Bedeutung?


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 11.05.05, 10:49 
Festlandbewohner
Festlandbewohner
Benutzeravatar

Registriert: 28.01.02, 17:21
Beiträge: 1213
Wohnort: Berlin
Mein Kind der Sinn der Totenmesse ist dreierlei,
ad primum Beistand:
Denn die Seele ist in dieser Welt, das einzige von ewigen Bestand doch auch flüchtig und gefährdet, deshalb ist es wichtig, dass der beistand der Viere bei der Totenmesse herabgerufen wird, auf dass die Seele sicher durch Galtor hin das Reich des Morsans hinübergeführt wird, es dient also der eigenen Entlastung und Akzeptanz, dass nicht alles in unserer Macht liegt, sondern dass wir uns auf die Viere stützen können.

ad secundum Verantwortung:
Mit der Teilnahme an eienr Totenmesse zeigen die Hinterbliebenen, dass sie gewiss sind, dass sie nicht allein stehen in dieser Welt und das ihre Taten nicht losgelöst sind, sondern das Alles Auswirkungen hat auf das Leben anderer. Wir sind für unsere Taten verantwortlich und für deren Auswirkungen, aber eben nicht nur allein, weil etwas zu tun bedeutet auch, dass andere etwas mit isch geschehen lassen. Also am Grab eines Menschen stehen heisst: Ja dieser Mensch hat auf mich gewirkt, er war ein soziales Wesen, er lebte in Gemeinschaft und er geht ein in eine Gemeinschaft und er hinterlässt eine Lücke, dies führt zum letzten Punkt.

ad tertium Abschied und Vergebung
Ein Ritual, wie die Totenmesse, erlaubt dem Trauernden in einer Art und Weise Abschied zu nehmen, die ihm die Freiheit der eigenen Trauer lässt und ihn dennoch feste Zeichen und Formen gibt, die einem helfen sich nicht von seiner Trauer wegspülen zu lassen. Auch ermöglicht dieses Ritual, den gemeinsamen Weg zu rekapitulieren und Groll mit denjenigen abzuschliessen. Denn die Totenmesse signalisiert eine Trennung zwischen den Beiden, bis zum Tod des Anderen und verdeutlicht, dass es unsinnig wäre, diesen Groll nun allein weiterzutragen.

Ob nun jede Seele zu den Vieren wandert mag ich nicht beantworten, Morsans Ratschluss ist mir unbekannt. Doch gibt es vor den Vieren keine Geheimnisse, alles was in der Seele geschrieben steht, sehen auch die Viere.
Die Rituale der viergöttlichen Kirche helfen allein, die verborgenen Abgründe in deiner Seele aufzuspüren und auszuloten, auf dass dein Leben unbeschwerter, freudvoller und sicherer wird, in seinem Hinblick auf die Ewigkeit bei den Vieren. Hier gilt es auch wieder zu scheiden zwischen denen die sich frei und absichtlich von den Vieren abwenden und dem einen huldigen und denjenigen die nur zweifeln oder denen die falsch glauben, weil sie es nicht besser wissen. Den letzten Beiden wird die viergöttliche Gnade kaum verwehrt werden, doch wenn sie die Möglickeit hätten ihre Zweifel zu beseitigen und besseres Wissen ob des Glaubens zu erlangen, dann ist es fast schon wie eine absichtliche Entscheidung gegen die Viere.
Deshalb ist die viergöttliche Kirche auch stets bemüht allerorten und allzeit die Wahrheit zu verbreiten und unterrichtet von der Liebe und Gerechtigkeit der Viere.
Ich hoffe du siehst nun klarer mein Kind.

_________________
"Es wird der Diamant an sich selbst nur erkannt.
Denken lernst du im Denken, das Wahre erkennst du am Wahren.
Liebe nur, wenn du schon liebst, nichts durch die bloße Kritik."
Ludwig Feuerbach


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 16.05.05, 22:25 
Festlandbewohner
Festlandbewohner
Benutzeravatar

Registriert: 28.01.02, 17:21
Beiträge: 1213
Wohnort: Berlin
Eine Geschichte möchte ich euch berichten,
die mir einer meiner Lehrer, der weise Gerbald,
Astrael hab ihn selig, erzählte.
Dieser berichtete, dass einst der weise Herr Astrael
auf Taren wandelte noch bevor er sein Auge opferte,
auf dass die Menschen die Welt besser verstünden
und besser auf sie einwirken mögen.
So wandelte er nun auf Taren, und die Menschen
versteckten sich vor seinem strahlenden Angesicht
und seinen Augen die alles sahen, Astrael dauerte dies
und rief aus in die Welt: „Mensch, wo bist du?“
und aus dem Gebüsch unweit seiner drang leise des Menschen Antwort:
„Hier bin ich, ich habe mich versteckt!“
Ich lauschte damals als junger Mann
voller Unverständnis diesem Bericht und rief dann aus,
„Wieso sah denn Astrael nicht den versteckten Menschen,
wenn seine Augen doch alles sehen?“
Darauf lächelte der weise Gerbald und lehrte mich,
der weise Herr Astrael fragte denn nicht um seines Willen,
sondern um des Menschen Willen, wo dieser sei.
Denn so führte Gerbald weiter aus, immer wieder
wandelt Astrael auf Taren und ruft uns,
damit wir uns dessen bewusst werden, dass wir uns versteckt haben.
Uns muss dann weiter auch bewusst werden,
dass wir uns nur oberflächlich vor dem verstecken,
der alles sieht, und das dieses unsinnig ist.
Denn in Wahrheit verstecken wir uns vor uns selbst.
Und der Ausruf: „Hier bin ich, Herr Astrael, ich habe mich versteckt!“
ist der erste Schritt um wieder zu uns selber zu finden.
Der zweite Schritt ist es, aus dem Gebüsch herauszutreten
und vor dem Herren Astrael zu bekennen,
die Fehler die man tat und die Irrungen denen man sich hingab.
Ich begann zu begreifen und dankte dem weisen Gerbald
für diese Unterweisung. Und o spreche ich nun so zu euch,
lauscht in euer Herz, auf eure Seele, hört ihn rufen!
Erkennet das ihr abgekommen seid! Gesteht es euch ein
und bekennt dies vor dem weisen Herren Astrael und
Gnade wird euch sicher sein. Und mögen wir weise sein
und uns immer wieder selbst suchen und befragen,
auf das es dem Herren Astrael nie dauert uns so reich beschenkt zu haben.

_________________
"Es wird der Diamant an sich selbst nur erkannt.
Denken lernst du im Denken, das Wahre erkennst du am Wahren.
Liebe nur, wenn du schon liebst, nichts durch die bloße Kritik."
Ludwig Feuerbach


Nach oben
 Profil  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 8 Beiträge ] 

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 9 Gäste


Sie dürfen keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Sie dürfen keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Sie dürfen Ihre Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Sie dürfen Ihre Beiträge in diesem Forum nicht löschen.

Suche nach:
Gehe zu:  

Powered by phpBB © 2000, 2002, 2005, 2007 phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de