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 Betreff des Beitrags: Erwachen
BeitragVerfasst: 26.05.05, 08:53 
Altratler
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Vor ihm streckte sich eine weite Ebene unter einen schwarzen Sonne aus die weder Licht noch Wärme von sich zu geben schien, und doch war das Land von einem grauen Schein erfüllt, ein ungesundes krankes Licht das nur Tod zu schreien schien.
Rote Ströme zogen sich wie Adern durch die Erde, hundertfach verästelt und verzweigt, strömendes, klebriges Blut welches zäh wie Schleim daherfloß und einen kranken, weißlichen Pilz nährte der den fleischähnlichen Boden bedeckte wie eine offene Wunde, die sie auch wahr.
Die Luft war so trocken und heiß das es die Lippen aufspringen ließ und zugleich in der Kehle brannte wie Feuer, seine Haare glühten in der Hitze und verbrannten zu Asche, wie auch seine Augenbrauen und sein Bart, selbst die Haut schien sich wie trockenes Pergemant zu wellen abzufallen, während seine tränenden Augen auf die Kreaturen starrten welche über die Ebenen krochen, gewaltige und kleine Wesen grausigster Entstellungen, manche kaum mehr als eine schwärende Verletzung andere die verkörperte Angst oder das pure Ekel, doch er konnte seinen Blick nicht abwenden, sie alle schrien in purer Agonie und nie endendem Leid.

Und ER... ER war hier und sein Blick lag auf ihm, sein eiskalter, teilnahmsloser Blick der ihm den Atem raubte und seinen Leib wie unter der Last eines Berges zu zermalmen drohte.

Sein Blick, von Tränen verschleiert welche seine Augen produzierten um gegen die Hitze anzukämpfen... oder war es doch aus Leid um sich selbst, glitt weiter und als er sie sah..

Er setzte sich mit einem lauten Schrei im Bett auf, sein ganzer Körper schweißüberströmt und keuchend zogen die alten Lungen die kalte Nachtluft ein, die seine Kammer füllte. Benommen und mit einem Gefühl der Gebrechlichkeit das er nicht kannte, seinem Alter aber durchaus entsprach, schwang er die Beine über die Bettkannte und kletterte die Leiter hinunter um sich einen Krug Wasser zu holen.
Doch die Angst wollte nicht weichen, vielmehr schien in jeder Ecke des Raumes, in jedem Schatten, eine Kreatur zu lauern, schienen ungesehene Augen ihn zu mustern und es lag förmlich der Geruch von diabolischer Belustigung in der Luft.
Ein Geräusch ließ ihn herum fahren, seine Hand schnellte empor in die Luft und zwischen den geschlossenen Finger strahle gleißend weißes Licht empor <<ING LAF>>.

Doch es war nur eine ihrer Katzen welche ihn mit großen Augen ansah, fast wissend und mit einem Ausdruck den er mit einem tiefen Gefühl der Abscheu als Belustigung auffasste.

Als er sich auf die Bank sinken ließ, ging sein Atem noch immer schnell und die Hand die den Krug hielt zitterte sachte.
<< Nicht sie.. nicht sie>>, murmelte er mit matter Stimme.

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Tarlas: Angamons Segen dispellt keine Meteorregen!


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 Betreff des Beitrags: Lektion
BeitragVerfasst: 26.05.05, 19:40 
Altratler
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Er hatte schlecht geschlafen, sehr schlecht sogar und noch mehr wurmten ihn diese Kopfschmerzen die von zu vielem Nachdenken kamen. Warum versetzte es ihn in Entsetzen sie dort zu sehen, vielmehr sollte es ihn mit Freude erfüllen.. ja mit Freude.

Doch wann hatte er das letzte mal Freude in dieser Hinsicht verspürt.. hatte er Ihn und die Seinen nicht gemieden seid Monden wann immer es ihm möglich war? Nein.. das war nur ein Zufall.. es konnte nur ein Zufall sein, immerhin hatte er doch die Macht.. von ihm erhalten.. ja Macht sogar über den Tod hinaus.
Oder?


Die beiden saßen wie ertappte Schulkinder um den Tisch herum als er den Edelstein in der Mitte platzierte, der Raum war erfüllt von einem leichten Nebel aus Nachtschattenrauch welcher den Kopf frei machte und die Gedanken gleiten ließ.
Er setzte an zu sprechen, tiefe kehlige Worte verließen seinen Mund, mächtiges Run in perfekter Form und er konnte spüren wie sein Geist hinausglitt und mit der Arbeit am astralen Gefüge begann um dieses Bild zu schaffen, dies Bild mit dem er beide abschrecken wollte.

Der Stein auf dem Tisch, ein Saphir von großer Reinheit, begann zu blinken in hellem Licht, erst langsam dann immer schnell bis ein strahlender Blitz beide kurz blendete und die Illusion in ihren Geist trug, er hatte Glück, keiner der beiden wehrte sich gegen den Zauber sonst wäre es wohl nicht gelungen.

Sie fanden sich wieder auf der Ebene von Yerrodon und sahen was er wusste, was er in seinen Träumen gesehen hatte und was man ihn gelehrt hatte, er konnte auf dem Gesicht der Frau nur kalte Beherrschung sehen, das Gesicht des Mannes zeigte nur mattes Entsetzen.. mehr Details ließ er einfließen, bildete es aus und stärkte den Grauen in der Illusion bis es fast täuschend echte wurde, auch wenn er am keuchen und schwitzen war als würde er Steine einen Berg hinaufschleppen. Es musste sitzen, diese Lektion musste gelernt werden.


Die Illusion verblasste und er wusste nicht ob ihm Erfolg beschienen war.. natürlich stritt sie sich mit ihm, doch sie war viel zu stur und zu rothaarig um zuzugeben das er recht hatte, er konnte nur hoffen das sie es sich zu Herzen nahm.. unerträglich.. sie dort. Allein der Gedanke verursachte ihm Übelkeit.

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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 26.05.05, 20:20 
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Dieser verfluchte alte Narr! Was dachte er sich nur dabei sie jetzt belehren zu wollen! Vor zwanzig Jahren, als ihr Wille noch biegsam war wie eine junge Weidengerte, wären diese Versuche vielleicht von Erfolg gekrönt gewesen. Jetzt war es dafür zu spät. Ihre Meinung und Einstellung war gefestigt wie der Fels in der Brandung. Zum Einen mit dem Einen. Dort würde sie nicht landen, niemals. Kannte er seine Tochter, sein Fleisch und Blut, tatsächlich so schlecht, dass er Angst haben mußte sie würde wegen ein bisschen schnöder Macht den Glauben an die Mutter verraten? Sie tat viel für Macht, aber nicht alles.

Vorwurfsvoll blickte sie zu dem Rothaarigen, der die Litanaien des Alten über sich ergehen lies, wie einen warmen, wohltuenden Regenguss. Wenn einer hier Moralpredigten nötig hatte, dann er, der mit Dämonen paktierte und die dann nicht mal unter Kontrolle hatte. Das bisschen Blutmagie, das sie wirkte, war harmlos. Harmlos? Nunja, nicht ganz, jedenfalls dosiert angewandt keinesfalls süchtig machend. Die Mutter würde sie es schon spüren lassen, wann es genug war und das Gleichgewicht unnötig strapaziert wurde.

Und überhaupt...so würde ihr Ende nicht aussehen. Sie würde weder in Yerredon landen noch in Morsans Hallen. Die Mutter würde schon dafür sorgen, dass sie nach ihrem Tod den garstigen Klauen der Vier und des Einen entkam, es sei denn....die Angst befiel sie wieder wie ein hungriger Wolf ein lahmendes Reh. Allein die Vorstellung brachte sie zum Zittern, wie es keine andere Illusion vermochte. Weder die des Alten, noch die des Rothaarigen...halt...nein...der Rothaarige oder besser das, was in ihm ist, hatte es geschafft, wenn auch mit mehreren Anläufen.

Sie war erleichtert als der Alte ihn wieder mitnahm. In ihrer Verfassung hätte sie es nicht geschafft ihn loszuwerden, wenn er dagegen protestiert hätte. Nun war er fort und die Konfrontation mit ihm verschoben auf einen Zeitpunkt an dem sie stärker sein würde. Das gab ihr Zeit um über das seltsame Verhalten des Alten nachzudenken.

Er hatte sich freiwillig in diese Kreise konvertieren lassen. Irgend etwas dort mußte ihm schwer missfallen, wenn er so fürchtete, dass sie dort landen könnte. Ihr schoß die Erklärung durch den Kopf, wie ein Pfeil, der sich zwischen die Augen des Opfers bohrte. Volltreffer. Er hatte nicht Angst um sie, er hatte Angst um sich selber.

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„Probleme können nicht von den Personen gelöst werden, die diese erst verursacht haben.“


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 27.05.05, 22:26 
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Der Wandel in sein jüngeres Ich, wenn auch nur äußerlich hatte ihn doch zutiefst aufgewühlt. Die blonden Haare, die strahlend blauen Augen und der energische Ausdruck darin von jemandem der genau wusste was gut und was recht ist, all das schien ihm so unendlich lange her und doch belebte es ihn ungewohnt.

Wie einfach es doch war, sich selbst mit einer Illusion zu täuschen die er selbst geschaffen hatte, wie einfach doch jene Last abzulegen und wieder jung zu sein, einfach nur zu leben und dem Vergnügen zu folgen wie ein Blatt im Wind, keine Verpflichtung, keine Sorge ausser woher man das nächste Bier kriegen sollte.

Manchmal wünschte er sich es wäre so einfach.....

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 Betreff des Beitrags: Durch die Hölle
BeitragVerfasst: 3.06.05, 03:09 
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Etwa zur Mitte des 7ten Zyklus machte er sich frohen Mutes auf, das längliche Bündel mit dem Langschwert an seinem Gürtel hängend während er sein Pferd mit einem leisen Pfeifen durch den Regen zum Wall hin lenkte.

Noch bevor er die gewaltige Anlage erreichte brach der Himmel auf und gleißender Sonnenschein strahlte hinunter auf das Land was seine Laune noch deutlich hob, und noch während das kräftige Ross im Trab ausschritt pfiff er ein Liedchen, sicher, heute den Jungen aus Yota nochmals zu treffen, um seinem Verdacht nach zu gehen.

Am Rande des Walles band er sein Pferd an und stapft rüber ins tote Land, welches gar nicht mehr so tot schien. Vielmehr blühten an vielen Stellen Pflanzen und Bäume und im Schein Felas machte es sogar einen recht guten Eindruck, als habe sich der Griff des Einen gelöst.

Ihm konnte es nur recht sein, das letzte was er jetzt brauchte war eine Erinnerung an seine Albträume, nein.. er wollte heute Geschichte machen.

Als er sich dem zweiten Wall näherte hinter dem sich die Wüste erstreckte, wurde er beständig langsamer und vorsichtiger, jeden Schritt mit Umsicht setzend während er das astrale Gewebe für einen Blitz stets bereit hielt.
Die ausgebleichten Knochen auf dem Land und die bleichen Schädel schienen ihn anzugrinsen und bald begann er zu schwitzen trotz der moderaten Temperaturen, und leicht nervös zuckte ein Nerv an seiner Augenbraue.

Er hatte viel gesehen, Tote und Untote, Dämonen und Schlachten, hatte seine Freunde aus harten Kämpfen gezogen oder sie vermummt bedroht, und doch setzte sich die Angst in seinem Nacken ein.
Oh, er war kein allzu mutiger Magier, dessen war er sich bewusst. Nur zu oft vermied er Konflikte und versuchte neutral zu bleiben, vermutlich ein Teil der Grauen Seite in ihm, und doch schritt er weiter während die Angst mit Tausenden kleiner Beine seinen Rücken hinauf und hinunter lief.

Seen aus Blut, Berge aus Knochen und Leibern, seine Lippen zitterten. Was auch immer das angerichtet hatte, es konnte noch hier sein, zwischen den trockenen Felsen auf ihn lauern.

Ein Knochen barst unter dem Gewicht einer Pfote und er fuhr mit einem lauten Aufschrei herum, mit einem lauten Donnerschlag löste sich aus seinem Stab ein Blitz und zuckte über die Erde hinweg und verwandelte den Grauwolf der sich an ihn angeschlichen hatte in eine lebendige Fackel ehe er zusammenbrach.

Sein Atem ging rasselnd und Schweiß perlte von seiner Stirn als er begriff das dies sicher nicht die Gefahr war, vor der er sich in Acht nehmen musste und doch schien es ihm als würde er beobachtet, mit einem Ruck fuhr er herum, den Stab hochreißend.
Doch da war nichts.
Wieder schnellte er herum, denn in allen Legenden wurde der Held gerade dann vom Monster gefressen wenn er nach hinten sah und es ihn von der anderen Seite niederstreckte. Doch auch dort nichts, nur der leise Wind pfiff über die sandigen Ebenen welche von einer Stille erfüllt wurden die ihn noch nervöser machte.

Er schritt weiter bis er zu einem Obelisken aus schwarzem Stein kam, welcher sich vor ihm aus dem Sand erhob, gekrönt von menschlichen Schädeln die zu ihm hinunter gafften. Er schluckte schwer, griff sich sein Notizbuch und machte sich eine Skizze davon, ehe er weiterging, noch immer vorsichtig.

Mit größter Umsicht erkundete er einige Höhlen im strahlenden Licht welches er von seinem Zauberstab ausgehen ließ, doch er fand nur weitere Knochen und keinerlei Spur von Leben. Er zwängte sich durch einen Spalt und erkundete weiter die schmalen Gänge, leise mit sich selbst redend um seine Nervosität zu unterdrücken, als er in eine weitere Höhle schritt und plötzlich jemand hinter ihm sagte <<Kann ich mal vorbei?>>.
Er wandte sich mit einem panischen Schrei um und starrte die Frau an die grinsend hinter ihm stand, mit einer Spitzhacke in der Hand. Erst dachte er, sein Herz würde versagen und er gleich umkippen, dann schoss ihm eine leichte röte in die Wange, als er Platz machte du die Frau begann die Felsen auf Erze zu untersuchen.

Er verließ die Höhle rasch und schritt deutlich schneller das restliche Gebiet ab, jedoch ohne weitere Hinweise zu entdecken, auch wenn die Knochen in die tausenden gingen.

Schließlich wandte er sich ab und als er durch die Ruinen von Rohehafen streifte, wesentlich weniger aufmerksam als zuvor beschloss er noch einen Bogen darum zu machen, er war wieder bester Laune und pfiff leise vor sich hin während er die Blumen betrachtete die in den Ruinen zu Hauf wuchsen.

Als er jedoch die Stadt umkreiste entdeckte er in der Ferne einen Friedhof der in erstaunlich gutem Zustand zu sein schien, kaum beschädigt und offenbar unbewohnt. Er näherte sich neugierig und ging durch das Tor, etwas zu eilig und zu unvorsichtig als die Welt um ihn herum verschwamm und Hitze ihm entgegenwallte.

Er stand inmitten des Friedhofes, doch dies schien die andere Seite eines Spiegels zu sein, ein Meer aus glühender Lava lag um das ganze Gebiet herum, Skelette wankten zwischen den Gebäuden, von den Bäumen hingen Tote, Blut und Organe waren wie Schmuck verteilt und ein Gestank der ihm den Atem zu rauben drohte herrschte vor.
Er zog ein Tuch hervor, presste es sich auf Mund und Nase und schritt weiter, ängstigen tat ihn das ganz weniger, es war ihm nur zu gut bekannt und doch beunruhigte ihn das sehr. Wo war er gelandet? Er sah zurück und er konnte nichts ausser dem Meer der Flammen erkennen, so weit sein Blick schweifte.
Das ganze.. erinnerte ihn nur zu stark an die Schilderungen von Yerrodon und erst jetzt packte ihn die Angst, war er durch ein Tor in diese Welt geraten? Nein es war unmöglich keine Macht... und doch.. ER könnte es.

Er stapfte benommen weiter, er musste einen Weg zurück finden, es musste ein Portal geben das ihn zurück nach Tare.. Siebenwind brachte wo immer er auch jetzt war. Er schlenderte so zwischen den Skeletten einher, die ihn zu ignorieren schienen, kein Wunder dienten sie doch dem selben Herren.
Er war erleichtert das sie seine Zweifel nicht erkennen konnten, anscheinend hatte ER ihn noch nicht aufgegeben. Er zog eine der schwarzen Türe auf und schritt in ein Gebäude in dem es nur unwesentlich heißer war als draußen und doch war es sehr angenehm für ihn.

Kurz erwog er, zurückzugehen, vielleicht konnte er durch das Tor zurück das ihn herbrachte und doch.. jetzt wo er schon hier war lockten natürlich die Möglichkeiten, was sich wohl in den tiefen jenes Gebäudes verbarg? Vielleicht wäre er in der Lage, sein Wissen zu erweitern und endlich zu wirklicher Macht zu gelangen.

Er schritt durch Gänge voller Leichen, Mumien und offen herumliegender verwesender Organe, der Gestank war atemberaubend und doch lockte ihn jetzt der Versprechen nach Macht tiefer und tiefer in die Katakomben unter dem Friedhof, bis er in einen Raum trat dessen Erscheinung von einem roten Portal beherrscht wurde, welches am Ende des Gewölbes vor sich hinpulsierte wie ein lebendes Herz.

Er konnte spüren das dieses Portal, diese Öffnung im der Realität ihn tiefer tragen konnten als er es sich vorstellen konnte, ein kurzes Zögern seinerseits wurde vom Vertrauen in die Kreaturen und die Sicherheit des Einen verdrängt, seine Zweifel und Albträume vergessen während er hindurch drang und seine Sinne kurz schwanden als die Welt um ihn verschwamm.

Er trat heraus und fand sich in einem Raum wieder in dem Becken voller Blut kochten und Liche und Ghul umherschlurften, ein Raum in dem die Macht der Nekromantie größer war als er sich jemals hatte erträumen lassen, sie schien förmlich in der Luft zu liegen.
Zwei Statuen von Gargoyles standen um das Tor, doch er ignorierte sie als er Begeistert hinunterschritt, sich nach der Quelle jener Macht umschauend, seine Laune hatte einen Höhepunkte erreicht, Angst und Furcht waren verblasst wie auch jeder Zweifel im Angesicht dieser Macht, als ein Schatten auf ihn fiel, drohend und finster.

Er fuhr herum und entging nur durch einen ungeschickten Hopser nach hinten dem Schlag der Granitklauen des ersten Gargoyles auf dessen Schädel er sogleich seinen Stab niedersausen ließ, der Blitz entlud sich donnernd und Teile des Felsens platzend von der Gestalt des geflügelten Monsters ab und flogen durch den Raum, doch es war nicht besiegt, ein Schlag schleuderte ihn nach hinten und die Flammen die er beschwören wollte, verblassten in seinem Geist als der Schmerz ihren Platz einnahm.

Keuchend kroch er davon, aus seinen Händen schossen Blitze oder Druckwellen die jene Wesen zurückschleuderten und immer wieder Teile aus ihnen herausrissen, doch ein Angriff der ihn von hinten traf riss seine Haut auf und schleudert ihn in einen Seitengang.
Der Aufprall gegen die Wand presste die Luft aus seinen Lungen und erneut beschwor er die vernichtenden Energien und schleuderte sie in den Gang vor sich, einen Ghul und eine der steinernen Kreaturen gleichermaßen zerschmetternd bevor er sich panisch umwandte und keuchend und blutend davon rannte.

Verraten! ER wollte ihn tot, seine Kreaturen waren über ihn hergefallen.. er rannte um sein Leben durch die Gänge als zwei Golems ihm den Weg versperrten und ihn aus finster rot glühenden Augen ansahen. Nochmals sammelte er seine schwindenden Kräfte und schleuderte sie mit einem Zauber gegen die Wände und eilte zwischen ihnen hindurch, eine Treppe hinauf und in die trügerische Sicherheit der Oberfläche, wo er aus einem Gebäude rannte und dessen Türen hinter sich zu warf.

Er spürte das Blut warm seinen Rücken hinunterlaufen und schwarze Schlieren tanzten vor seinen Augen als er auf der Treppe ausglitt und hinabstürzte, wo sich Dunkelheit über seine Sinne legte.

Als er wieder zu sich kam lag er am Fuße der Treppe, sein Stab einen Schritt neben ihm und neben ihm ragten die knöchernen Füße eines Skelettes empor, welches ihn aus rötlichen Augen anstarrte und er konnte in seinen Augen fast so etwas wie grausame Belustigung lesen.

Doch als er die Hand empor riss um einen Zauber gegen das Wesen zu schleudern wandte es sich ab und ließ ihn alleine, anscheinend war es nicht an seinem Tode interessiert. Er stemmte sich hoch, die Hitze des Lavameeres lastete schwer auf ihm und ließ seine Lippen aufplatzen.
Er schleppte sich erschöpft und noch immer blutend in eines der leer stehenden Häuser, verkeilte die Türe von innen und kauerte sich zusammen. Seine astralen Kräfte waren erschöpft und er konnte nur einen Fetzen den aus seinem Umhang riss auf die Wunde an seinem Rücken drücken, an die er nur schlecht herankam.
Der Schmerz drohte seinen Geist zu vernebeln und die Angst kam noch dazu und er spürte die letzten Reste seines sonst klar funktionierenden Verstandes schwinden, als er sich niederlegte und erschöpft und ausgelaugt einschlief.

Als er erwachte, konnte er nicht sagen wie viel Zeit vergangen war, noch immer war der Raum von einem grauen Zwielicht erfüllt und der Schmerz in seinem Rücken war leicht abgeklungen, selbst seine astralen Kräfte waren zum Teil zurück gekehrt.. so mussten Stunden vergangen sein.

Er schloss seine Augen, konzentrierte sich auf seinen Körper, den Herzschlag, die Atmung und das Wallen des Blutes in seinem Leib, ehe er die heilenden Worte sprach und das astrale Gewebe in seinem Geiste flocht, und sogleich spürte er wie der Schmerz in seinem Rücken verblasste und die Wunde sich schloss.

Er atmete erleichtert auf, denn ohne den Schmerz konnte er die Angst unterdrücken und seinen Geist wieder auf die Wahrheit richten, welche schon schrecklich genug war.
ER wusste von seinen Zweifeln, ER hatte beschlossen ihn zu töten und deshalb hatten seine Wächter sich gegen ihn gewandt als er es am wenigsten erwartet hatte.
Doch wo war er.. hatte ihn der Zorn Angamons in sein Reich geholt? War dies Yerrodon? Es schien sich so grausig mit seinen Albträumen zu vereinen, ein Reich ohne Wasser, ohne Grün und ohne Leben wo die Toten restlos umher wandelten und die Lebenden zu ewiger Qual verurteilt waren.

Gab es keinen Ausgang? Er hatte keinen gesehen.. und seine Vorräte waren gering, nur etwas Fisch und Käse, kein Wasser, nur Schnaps und Bier. Dazu diese Kreaturen die ihn angreifen würden sobald er sich wieder in die Katakomben wagen würde und er hatte nicht genug Macht um sie zu vernichten, höchstens sie aufzuhalten.

Er kauerte sich an die Mauer, Angst kroch in seine Knochen und Verzweifelung machte sich breit. ER hatte ihn zum Sterben auserkoren, die Strafe für Zweifel und er konnte nichts dagegen tun.

Über eine Stunde hockte er so da, sich selbst bemitleidend, das ganze vergangene Jahr verfluchend, sein Fall hatte ihn nahe an den Abgrund gebracht, und nun sollte es so enden, alleine in einem Land wo kein Leben sein konnte, verfolgt von Kreaturen die er nicht bezwingen konnte und erschöpft und verletzt noch dazu.

Er musste sich zusammenreißen.. wenn er überleben wollte konnte ihm nur Stärke helfen.. vielleicht wenn er zurück zu der Stelle gelangen könnte wo das Tor sich öffnete, könnte er es vielleicht mit einem Zauber erneut öffnen und hinaus gelangen. Ein verzweifelter Plan, doch besser als keiner.. so erhob er sich, durch Magie wieder fast unverletzt und eilte zurück zu der Treppe.

Bevor er hinunter eilte, sprach er rasch einen Zauber und seine Haut wurde hart wie Stein und zäh wie Leder während er seinen Willen sammelte und loseilte. Er war gut zu Fuß und noch immer ein schneller Läufer als er durch die Gänge eilte und mit gezielten magischen Stößen die Kreaturen aus dem Weg räumte, dabei rann ihm kalter Schweiß die Stirn hinunter als er sich weiter dem Ort seiner Ankunft näherte und die Geräusche der ihn verfolgenden Kreaturen lauter wurden.
Ein Gargoyle schwang sich fliegend vor ihm in den Gang und wurde von einem gezielten Stoß gegen einen Pfosten geschmettert wo seine steinernern Flügel abbrachen, doch hinter ihm spürte er wie ein Zauber sich entlud und ein Blitz schlug in seinen Leib, ließ ihn torkeln und nur sein Schutzzauber bewahrte ihn davor zu einer menschlichen Fackel zu werden.

Er torkelte weiter, in den Raum hinein wo mindestens fünf der Kreaturen ihn erwarteten und seine Reaktion war zu langsam, Klauen schlugen in seinen Leib und rissen grausige Wunden, er stürtze in seinem Blut zu Boden als sein Schutzzauber ihn nicht länger vor den granitharten Krallen schützen konnte und er kroch doch weiter, seine Angst vor einem ewigen Leben in Yerrodon verlieh ihm einen Willen den er nicht kannte, fast tierische Instinkte übernahmen seine Bewegungen, doch der Fuß eines Golems machte seinen Fluchtbewegungen ein jähes Ende und Schwärze breitete sich in seinem Geist aus, wie der Geschmack von Blut in seinem Mund.

Er dachte er wäre tot und doch, als er die Augen wieder aufschlug, lag er vor dem Portal auf dem von ihm vollgebluteten Teppich, keuchend und schwach wie ein neugeborenes Kind. Seine Kräfte waren bis auf einen winzigen Funken aufgebraucht welchen er sogleich dazu verwendete seine Blutung zu stillen, doch es gelang ihm nur minimal.

Er stemmte sich empor, noch nie hatte er seinen Stab so sehr gebraucht wie jetzt und torkelte zurück an die Oberfläche, den ganzen Weg nahm er nur im Fiebertraum war, verschwommen, unkenntlich ohne klare Erinnerung. Die Skelette behelligten ihn nicht als er aus dem Friedhof torkelte und sich plötzlich wieder auf Siebenwind fand, alles hinter ihm wie ein grausiger Traum und doch überzeugten ihn seine Wunden vom Gegenteil.

Er konnte sich nicht mehr genau erinnern wie er den Weg zurück zum Wall geschafft hatte, der Blutverlust und der Schmerz schienen seine Erinnerung zu vernebeln, doch er erinnerte sich, in den Sattel seines Pferdes gestiegen zu sein und dieses noch vom Wall weggelenkt hatte.
Wieder verlor er das Bewusstsein, das treue Tier jedoch trabte zu seinem Stall zurück während er Alte sich so gerade mit einer verkrampften Hand im Sattel halten konnte und als er wieder zu sich kam war es durch den Schmerz als er vor dem Turm aus dem Sattel fiel.

Mit blutigen Fingern öffnete er die Türe, sein Blickfeld schien zu verschwimmen, sich zu einem winzigen Punkt zusammenzuziehen als er die Treppe hinauf wankte. Ein Heiltrank.. seine Tochter hatte so viele davon nur wo.. er brach auf der Treppe zusammen, schleppte sich schwer blutend weiter und seine Finger hinterließen rote Schmieren auf dem Stein als er versuchte die Kiste zu öffnen, als er wieder hinüberglitt in die Schwärze.


Edited for more reading comfort.

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Zuletzt geändert von Hagen: 3.06.05, 18:51, insgesamt 1-mal geändert.

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