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Sie lag am Fluss, noch immer leicht berauscht vom süßen Wein. Lag in seinen Armen.
Es war erst zwei Tage her. Drei oder waren es vier? Dass sie das Totengebet gesprochen, sich in Rha’s Hand begeben hatte. Es wäre besser gewesen die Flucht zu ergreifen als sie ihren Lehrmeister im Streit mit Karn beobachtet hatte. Sie war nicht geflohen. Zweimal ging man nicht so der Meister rief. Nicht nach dem Totengebet. Und dann die Unterhaltung mit ihm. Mit einem Toten. Mit einem Seiner Kinder. Sie hatte versucht in den Schrein vor ihm zu fliehen doch erfolglos. Er hüllte sie in Dunkelheit.
Würde Er sie mit sich nehmen?
Würde Er mit ihren Ahnen sprechen?
Auf welche Sippe würde Sein Urteil fallen? Auf die der Javet? Der Wölfe?
Sie wollte nur zu ihm gehören. Der nun neben ihr lag.
Für ihn nahm sie Rha’s Tadel an, ebenso wie Ihrer Exzellenz Tadel.
Für ihn und die Krone hatte sie Abschriften der Erzählungen der Hobbits gefertigt und Anissa übergeben.
Sie wollte seiner „Sippe“ würdig sein und wenn es bedeutete die ihre zu verraten, Rha’s Strafe auf sich zu nehmen.
Auch wenn er Rha lieber mit dem Schwert bekämpfte und ihn einen Ketzer und schwarz Magier nannte, sie würde sich Ihm fügen, würde Ihre Exzellenz bitten sie zu lehren, würde ein Schreiben ans Magistrat und ihren „Herren“ verfassen.
Sie hoffte die Reiterin hatte getan worum sie sie gebeten hatte. Es waren nur drei Zeilen gewesen.
Sie würde mit Feldhauptmann Lorence sprechen, ob jenes Rekruten Siegfried Magus und ob des Auftrags von Lady Galthana.
Es gab noch einiges zu tun, doch nicht heute.
Heute war der Tag des Lichts und vergessen alle Dunkelheit in seinen Armen… .
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