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 Betreff des Beitrags: Der Schmied und die Fackel
BeitragVerfasst: 29.06.05, 01:14 
Bürger
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Registriert: 15.05.02, 12:50
Beiträge: 406
Wohnort: Schwabaländle
Im Hospiz zu Brandenstein wird man im Eingangsbereich auf dem Teppich liegend einen Mann finden, der dort bewusstlos am Boden liegt. An seinem Hinterkopf eine Platzwunde aus der Blut gelaufen jedoch in den Haaren und den Nacken herunter schon angetrocknet ist.
Bekleidet mit Stiefeln Hose und einer Schürze, die Handschuhe blut verschmiert auf den Innenseiten, die Schürze mit Brandflecken und kleinen Löchern versehen.

Hin und wieder an der Mauer des Hospizes ein blutiger Handabdruck, der zurück zu verfolgen ist bis zum Haus Nummer 3.
Dort ebenfalls auf der linken Seite des Eingansbogens ein blutiger Handabdruck, auf dem Boden nahe des Ambosses ein Blutfleck recht groß mit einem kleinen Rinnsal wo sich das Blut seinen Weg durch einige Ritzen des Bodenpflasters gebahnt hat.

Seitlich bei den Tisch liegt eine Fackel, an der man ebenso Blut entdecken wird, so man sie sich ansieht.

Jedoch ist weder bei dem Schmied noch vor dem Haus an der Esse ein Schwert oder auch nur ein Bruchstpück zu finden, sollte man danach suchen.


....wie es dazu kam ......


Es war ein guter Tag, Ich schlief sehr gut mit der Backe auf dem Küchentisch, welcher die Maserung eine Weile in meine Backe verewigte.
Als ich aufwachte neben mir ein Glas Schnapps, so wie sich das eben gehört. Mit frischem Tatendrang ans Werke dachte ich mir so und machte den Laden auf um auf Kundschaft zu warten.
Es dauerte auch nicht lange da kam auch schon der erste Kunde, einer von denen die immer nur fragen und nichts kaufen, aber man soll sich nicht beklagen, schliesslich hat man dann auch keine Arbeit am Hals.
So ging das eine Weile lang, immer mal wieder kam jemand, manche stellten Fragen, manche holten bestellte Waren ab ein ganz normaler Tag.

Freudig und gut gelaunt ging ich in den Keller um die Bruchstücke des im Feuerberg geborgenen Schwertes zu holen, welchens schliesslich bals fertig sein sollte. Da ich die Teile schon soweit vorbereited hatte um sie aneinander zu fügen, machte ich mich auf nach draussen um die Esse anzuheizen.

Es war schon spät, genau die richtige Zeit um zu arbeiten. Gesagt getan begann ich die Bruchstücke an den Bruchstellen zu erhitzen, brachte sie fast zur Weißglut, ehe ich sie dann auf dem Amboss zurechtlegte um diese schliesslich aneinander zu Fügen.
Es dauerte sehr lange bis die Naht halbwegs geschlossen war, doch ich machte weiter. Ein Teil nach dem anderen brachte ich zusammen, arbeitete es über und setzt noch eines dran. Ein wenig Stahlguss aufgetragen und eingearbeitet machte das Aussehen wieder so wie es sein sollte. die Bruchstellen so gut wie nicht mehr zu erkennen die Oberfläche nahezu makellos.
Als ich dann jedoch so vor dem Amboss kniete, um die Spitze anzusetzen, hörte ich einen Schritt.

Bevor ich jedoch nur daran denken konnte den Kopf zu drehen oder irgend einen anderen Gedanken zu fassen, spürte ich einen dumpfen Schlag auf meinem Kopf, der Blick dämmerte mir weg und ich sank auf den Boden.
Keine ahnung wie lange es dauerte bis ich wieder zu mir kahm, der Kopf schmerzte fürchterlich als würde ein kleiner Schmied drin sitzen, der es sich zur Aufgabe gemacht hatte gegen meinen Schädel zu hämmern immer und immer wieder. Nachdem ich mich etwas berappelt hatte machte ich mich auf und schwankte immer wieder den Blick halb verlierend gen Hospiz ........


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 1.07.05, 05:01 
Bürger
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Registriert: 15.05.02, 12:50
Beiträge: 406
Wohnort: Schwabaländle
Zwei Tage war es fast schon her, dass er sich ins Hospiz geschleppt hatte. Endlich wurde er gefunden, endlich wurde seine große Wunde behandelt, endlich wurden die unerträglichen Schmerzen gelindert.

Doch wer war ich ?
Wo bin ich ?
Wie kam ich hier her ?
Was ist passiert ?

Diese Fragen stellte ich mir und dem Heiler immer wieder, als er begann die Wunde am Hinterkopf zu säubern und zu behandeln. ein grosses Stück Kopfhaut samt Behaarung wurde bei dem Schlag entfernt.
Der Heiler zog das durch Blut angeklebte Kopftuch aus der Wunde, mit einem Ruck war es heraus, dann begann er sie zu säubern. Teils recht apatisch bekam ich einiges gar nicht mit, bis er schliesslich den Verband angelegt hatte und diesen mit einem Knoten befestigte, was wieder Schmerzen verursachte.

Er gab mir etwas zu trinken, ich weis nicht was, doch der Schmerzwurde dumpf, das Pochen und Hämmern im Kopf wurde leise bis es schliesslich verstummte.

Doch wer war ich ?
Was ist passiert ?

Wieder gingen mir diese Fragen durch den Kopf, als ich mich schon wieder ausserhalb des Hospizes fand, kein Heiler der mich zurückgehalten hatte, niemand dem mein Fehlen aufgefallen war, irrte ich so wieder auf den Gassen einer Stadt, die ich nicht kannte.

Zwischendrin machte ich kleine Pausen, sah mir alles an, sah mich um, versuchte mich zu erinnern, doch nichts ausser dieser gähnenden Leere.
"Das wird wieder in einigen Tage" Schossen mir die Worte des heilers durch den Kopf, doch was brachte mir das wenn ich nicht wusste was los war ?
Schwachen gemütes, gezeichnet von den Geschehnissen ging ich weiter durch die Gassen, bis ich schliesslich auf einem grösseren Platze Stand, auf dem rege Handel getrieben wurde. Doch auch hier viele Eindrücke, ein durchaus vertrautes Gefühl, doch kein Gedanke der mir verriet wo ich war, wer ich war .....

Als Och etwas ausruhte, eine Atacke aus Schmerz peinigte mich gerade, ich versuchte meinen Kopf fest zu halten, die Augen drehten sich nach oben als das Pochen beinahe unerträglich zu werden schien, doch es ebbte ab.
Dann eine Stimme "Erudin geht es dir nicht gut?" ich reagiert nicht, dann schritt ein größerer Mann auf mich zu. "Erudin alles in Ordnung mit dir?" Nochmals hörte ich die Worte, doch ich kannte diesen mann nicht. Wer war er ?
Warum nannte er mich Erudin?

"Ich bring dich nach Hause" meinte er schliesslich und führte mich durch die Stadt zu einem Haus. Er sagte mir dass ich hier wohnen würde, dass ich einen Schlüssel haben musste für dieses Haus, und dass es mein Haus sei.
Das Haus vom Hofschmied Erudin Gropp.
War ich dieser Gropp?
Doch die Erinnerung wollte nicht zurückkehren, so versuchte ich auf sein Anraten hin alle Schlüssel, die ich zu meinem erstaunen bei mir trug, wovon einer sogar passte.
Nachdem ich mich in dem mir fremd erscheinenden Raum umsah, setzt ich mich und dämmerte nach einer erneuten Schmerzattacke weg.



Zyklen später wurde ich durch ein Geräusch geweckt, ein Klopfen, ich hörte Stimmen ...
Ich raffte mich auf, ging zur Türe und öffnete Sie. Zwei Damen, eine hinter der anderen und die vordere fragte lauter komische Sachen. Zimmer in der Taverne und sie sei hergeschickt worden weil sie hier auskunft bekäme.
"Kein Ahnung keine Ahnung ich weiss es doch nicht verdammt nochmal" dachte ich und Friemelte irgend einen Schlüssel von meinem Schlüsselbund, den ich ihr in die Hand drückte.
"Hier nehmt, der wird euch die Türe zu einer Unterkunft öffnen" waren meine Worte, warum auch immer, vielleicht wollte ich nur meine Ruhe? vielleicht war ich betört von ihrer Schönheit? vielleicht wusste ich auch nur nicht was ich tat.

Dann wieder eine Passage in meiner Erinnerung, die sich meiner Kenntniss entzog, da ich irgendwann nach diesem Ereigniss wieder im Hospiz aufwachte und besagte Frau sah, wie sie mich gerade zudeckte und anschliessend den Raum verließ.
"Isolde Wendolyn" schwirrte es mir durch den Kopf, nette Frau ........


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 Betreff des Beitrags: "Schuldbegleichung Gropp"
BeitragVerfasst: 2.07.05, 11:12 
Einsiedler
Einsiedler

Registriert: 31.05.04, 16:19
Beiträge: 24
"Schuldbegleichung Gropp".

Ein kleiner Listeneintrag in seinem Büchlein, in dem alles aufschrieb, um seinem Gedächtnis immer wieder auf die Sprünge zu helfen. Gropp ... das war im Norden an der Stadtmauer, ja. Er ließ das abgegriffene Büchlein wieder unter dem hellblauen Umhang verschwinden, lehnte den langen Gehstab von der Tavernenwand und machte sich zu späterem Zyklus auf den Weg durch die Gassen Brandensteins.

Seine langsamen und ruhigen Schritte führten ihn schließlich auf das große Haus ganz in der Nähe des Hospizes zu. Ein kurzer Blick die Fassade über dem Torbogen entlang, nochmals summte er in Gedanken eine kleine Melodie "Schuldbegleichung Gropp - behalt es dir im Kopp". Hier war es, ja. Kurzerhand klopfte er mit dem Ende Gehstabes dreimal an die Holztür, trat etwas zurück und senkte geduldig wartend den Blick unter dem breiten Hut. Was war es noch ? Schuldbegleichung Gropp - behalt es ... "Ja?". Die Stimme kam recht unerwartet aus einem der Fenster zu seiner Linken. "Oh, Thaliya". Sein Blick fiel auf das blasse, an der Stirn verbundene Gesicht im Fensterrahmen ... behalt es dir im Kopp, summte es noch schwach die Gedanken nach. "Ich wollte den Rest meiner Schulden begleichen, bei Frau Gropp." "Davon weiss ich nichts, ich kenne auch keine Frau Gropp. Wohnt sie hier im Haus?" Recht stutzig sah er den Mann eine kurze Weile wortlos an, betrachtete dessen unnatürlich glasigen Blick. War das nicht der Herr Gropp, der so gerne Pilzsuppe aß? "Hm ... Ihr solltet Euch vielleicht ins Hospiz begeben, Herr ... Ihr seht nicht gut aus und kennt wohl Eure eigene ..." "Da war ich mehrmals, doch ist dort niemand. Ich bekam den Verband dort und dann hieß es alles wieder gut." Schuldbeg ... was war es noch? Ruhig nahm er den Hut mit einer Hand vom hellen, langen Haar, das hinter die spitzen Ohren gebunden war. Es würde ihm sicher wieder einfallen, so sah er den Mann am Fenster wieder ruhig an. "Soll ich es mir ansehen?" "Ich komme nach vorne." Das Fenster schloss sich kurzerhand und wenig später erschien der Mann vor der Türe, um sich gleich am Tisch auf einem der Hocker niederzulassen.

Die Verletzung des Mannes schien sich sichtlich nicht nur auf den Hinterkopf und Äußeres zu beziehen. An nichts mehr schien er sich zu erinnern. Der Verband am Kopf war hinten durchblutet, so war es nötig, einen neuen anzulegen. Die nötigen Tinkturen hatte er dabei, aber keine Verbände. Aber ihn so sitzen zu lassen - "Wollt Ihr einen Tee?" "Ich weiss nicht genau, ob ich einen will." Zumindest würde es den Mann beruhigen und beschäftigen, wenn er selbst Tücher holen ging. So machte er dem Herrn zur Beruhigung einen eher warmen als heißen Ginsengtee über den Kohlen der nebenstehenden Esse. "Ich lauf nicht weg keine Sorge". Ein eher mattes Lächeln bildete sich auf seinen Lippen, als er nochmals zurücksah. "Ich glaube, das würde Eurer Gesundheit auch nicht gut bekommen ...". Im Hospiz hatte er schon die größten Wunder erlebt, warum nicht heute wieder ein kleines? So entfernte er sich eilig durch eine der Gassen, um Tuch zu holen.

Wieder am Haus angelangt, schnitt er über dem Tisch einige passende Streifen ab und sah sich dann die Wunde an. Der Verband wurde langsam entfernt, auf Wunsch des Patienten hin mit einem kurzen Ruck an den verklebten Stellen abgezogen. Eine typische Platzwunde, unsaubere Ränder, recht groß und tief bis fast auf den Schädelknochen, Haare und ein gutes Stück Fleisch fehlten darunter. Eine gründliche Reinigung war wichtig, doch das hatte Leomar wohl schon getan. Er würde die Wundränder nochmals mit seiner Tinktur versorgen und das Ganze dann mit einem sauberen Tuch abdecken und verbinden, so wie er es gelernt hatte. "Wann habt Ihr den Verband zum letzten Mal wechseln lassen?" "Noch nie. Es war ja bis jetzt niemand mehr da, der das hätte tun können." Wortlos und still tupfte er ein mit Wundtinktur getränktes Stückchen Stoff auf die Wunde und verband den Kopf mit einem größenmäßig zurechtgelegten Tuch und einem langen Streifen friedlich neu. Gegen die äußeren Wunden konnte er noch etwas tun, jedoch gegen die starken Kopfschmerzen, die Hungerlosigkeit und den Erinnerungsverlust, die den Mann wohl plagten, fehlten ihm die Mittel. Erst einmal sollten die schmutzigen Verbände entsorgt werden, ging es ihm durch den Kopf.

"Wie kann ich Euch nur für Eure Hilfe danken, mein Herr?". "Hilfe ist hier kostenlos." schoss ihm die Antwort reflexartig in die Gedanken, doch fanden die den Weg über seine Lippen nicht, zuweit hatte er sich schon von ihnen entfernt. Das Bild der weissen Robe, die er noch vor einiger Zeit getragen hatte, verblasste auch wieder. "Ich würde sagen, indem Ihr einfach Danke sagt. Vielleicht spendet Ihr bei Gelegenheit einfach bei Herrn Finkenfarn."

"Ihr sagtet etwas von einer Restschuld, die Ihr begleichen wolltet. Seht diese als beglichen."


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 18.07.05, 01:47 
Bürger
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Registriert: 15.05.02, 12:50
Beiträge: 406
Wohnort: Schwabaländle
Wiedermal als er seine Zimmertüre hinter sich schloss, liess er die Anspannung fallen und schlawenzelte zufreiden grinsend zum Kamin.
Dort angekommen schloss er die Augen, und tastete sich den restlichen Weg zu einem Geheimfach das er öffnete, um ein Buch samt Stift herauszunehmen, verschloss es wieder und setzt sich.

Er klappte das Buch auf an der Stelle an der ein kleiner roter Faden heraushing und begann zu schreiben.

Oh wie herrlich doch alles lief, so schön hatte er Tag um Tag mit seiner Amnesie leben gelernt, gelernt durch gezieltes Fragen das zu bekommen was er wollte und um seine Amnesie hier und dort ein wenig als Vorwand zu benutzen, um Ärger aus dem Weg zu gehen.

Unentwegt schreibt er Namen in das Buch, Orte, Verweise, zieht hier einen Strich mach dort einen Kringel ... eine ganze Littanei. “Ich bekomm sie diese Bastarde“ murrte er als er das Buch zuklappt.
Er steckt den Stift hinten in den Rücken des Buches, schliesst die Augen und verstaut es wieder das Geheimfach durch Tasten aufspührend. Erst als er wieder sitzt öffnet er seine Augen.

"Was mach ich nur mit diesen Einbrechern?" murmelt er vor sich hin, erhebt sich und schenkt sich ein Glas milch ein, wovon er einen teil in die Katzenschüssel giesst.
"Ja Katerchen .. die bekommen wir schon" erklingt seine tiefe Stimme im Raum, er nimmt einen Schluck und krault anschliessend die Katze.

"Weisst du was Katerchen?" sieht die Katze an und schmunzelt dabei "ich hab heute ein nettes Paar getroffen ... jaja .... sehr Interessante Leute" noch eine kurze Unterbrechung als er noch einen Schluck der Milch zu sich nimmt "Aber die sind sowas von Ete Petete" Verzieht sein Gesicht dabei und seufzt ausatmend vor sich hin.


"Na mal sehen was der morgige Tag so bringt Katerchen ... ja bist ein süsser Kater ein ganz ein lieber jaa" während er den Kater auf den Schoss nimmt und ihn ausgiebeig hinter den Ohren und unterm Kinn grault.
Langsam erhebt er sich samt dem Kater, bewegt sich richtung Bett wo er sich Betted den Kater neben sich auf seinem eigenen Schlafplatz. "Und Morgen gehts weiter" Nuschelt er dem Katerchen zu schliesst seine Augen und schläft ein.


Zuletzt geändert von Dreieck: 18.07.05, 01:58, insgesamt 1-mal geändert.

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