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Selbst er, selbst Gianai übte Verrat, brachte Leid, Qual und Hass. Woher kam dieses Gefühl von Verrat als sie Darakai sah? Vielleicht war es auch nur dieser unheimliche Geweihte des Bellum? Gianai nannte Darakai ihren Bruder, der letzte der ihr Bruder gewesen war hatte die Insel verlassen. Darakai, er würde sie hassen wie alle anderen, fast wünschte sich die Dunkelheit in ihr, er würde sie hassen, sie nähren damit sie an Kraft gewann. Noch verbarg sie sich vor Gianai. Oder wusste er von ihr und nährte nur deshalb die Flammen? Fragen ohne Antworten waren sinnlos, Edomawyr würde nicht erfreut sein, dass der Ritt nach Brandenstein und zurück so lange gedauert hatte?
Lange? Sie hatten im Rathaus nur einen kurzen Moment im Lager gehabt, viel zu kurz und dann waren die Augen Anidora Talinors wieder zwischen ihnen. Sie fürchtete sich vor Ila und das zurecht. Dagegen, dass sie den Orken auf dem Marktplatz niederschlug, war ja nichts zu sagen, aber was hatte dann der andere Mann getan? Sollte sie doch so viele Orken wie sie wollte zu Boden schlagen, sie konnte diese widerlichen, stinkenden, sabbernden Ungeheuer nicht ausstehen und jeder Mensch, der so wahnsinnig war mit ihnen zusammen zu arbeiten, gehörte gleich neben sie in den Staub. Oder noch viel besser in ihr Viehgatter als ihr Sklave !
In ihr brodelten Wut und Zorn, nicht ob Gianais und Darakais, es gab nicht wirklich einen Grund oder vielleicht war es auch der ganze Tag? Wie gut dass sie heute Unterricht an der Akademie gab. Einen Novizen für einen Fehler anzünden und sie würde sie sich besser fühlen, würde den lodernden Hass wieder in seinen kleinen dunklen Käfig sperren können… .
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