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 Betreff des Beitrags: Erinnerungen eines Kampftänzers
BeitragVerfasst: 9.09.05, 09:53 
Ehrenbürger
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Ueberall wo man hinsieht sind weite Wiesen, grüne Gräser und Laubbäume. Unzaehlige Teiche mit ihrer eigenen Fauna und Flora schmuecken die endlos wirkenden Auen. Dies ist die Heimat der Auenelfen, welche sich nahe Ma'ahn im oestlichen Teil Falandriens befindet. Inmitten dieser paradiesgleichen Landschaft befindet sich eine groessere Ansammlung von Pfahlbauten und Holzhütten. Wohl nur eine kleine Siedlung der Auenelfen, die hier Landwirtschaft und Handwerk betreiben und ihr friedliches und ruhiges Leben leben.

Doch fernab der Siedlung scheinen sich ein schwarzhaariger Elf mit kräftigem Koerperbau und ein etwas hagerer Elf mit wildem blonden Haar im Kampf zu befinden. Auf einem Huegel weit entfernt von den beiden sitzt ein schmächtiger, fast androgyner Elf an einem Baum. Sein Gesicht ist geziert von einer ueberaus spitzen Nase und schmale Lippen umranden seinen Mund. Nach hinten schliessen die blutroten Haare, welche ihm zu einem Zopf gebunden auf den Rücken fallen, den Kopf ab. Ploetzlich steht dieser Elf auf, nimmt den Grashalm aus seinem Mund und beisst in einen der Aepfel, die in einem Korb neben ihm liegen. Anscheinend ist er just von einer Apfelernte bekommen und vor lauter Bewunderung des Kampfes am Huegel stehengeblieben. Doch hinter ihm nähert sich ein silberhaariger Elf, welchen man als Awandir kannte und einer der besten Schnitzer Miandrells war.

"Wieder am Faulenzen...... Solltest du nicht die Äpfel zu Mutter bringen? Stattdessen isst du alles selber."

"Ich bin nicht mehr das unreife Kind, welches dich mal verliess Vater, um die Welt zu entdecken."

"Das sagte ich dir schon auf Siebenwind, dass du nicht mehr das Kind bist, welches Miandrell verliess."


Nachdem er seinen Apfel fertig gegessen hat und den Rest neben dem Baum legt, nimmt er einen weiteren und wirft diesen hoch. Schnell geht er etwas in die Knie und zieht seine grau hoelzerne Scheide mitsamt der Klinge, springt im selben Bewegungsablauf hoch und schlägt mit diesem gegen den Apfel. Dieser zerbricht nicht, aufgrund der dosierten Kraftanwendung des Elfen und fliegt in Richtung der beiden Elfen. Mittlerweile hat der kraeftige Elf sein Gegenueber mit einem schwungvollen Hieb von den Fuessen gerissen und steht mit einem Fuss auf der Waffe des Unterlegenen. In diesem Moment wird er vom heranfliegenden Apfel am Kopf getroffen und fällt zu Boden. Daraufhin lachen die beiden Elfen am Baum herzhaft.

"Ethiel, was habe ich dir gesagt? Das Lied vermag dir helfen deine koerperlichen Kräfte zu intensivieren. Doch sollte man dazu die Sinne nutzen, auch diese profitieren von deinem Lied, wenn du diese richtig nutzt."

Dabei zwinkert der Elf am Baum den Beiden zu. Ethiel packt seine Klinge, die beim Fall aus der Hand glitt und steht wieder etwas muehsam auf.

"Ja, mein Wegweiser........."

"Mhh sarkastisch wie immer. Meinst du nicht, dass dies eine schlechte Eigenschaft ist?", fragt Awandir den androgynen Elfen in der Seidenkleidung.

"Ich finde das gut. Man kann Kritik und Humor verbinden. Es erinnert mich an manche Freunde auf Siebenwind."

"Wenn du nun von Siebenwind erzählst wäre es nun das 307te Mal. Ausserdem warst du doch letztens dort."

"Ja, aber ich sah dort nicht alle meine Freunde. Ungluecklicherweise hat sich so vieles geändert und die, die ich Freunde nannte, sind zum groessten Teil abgereist... Aus diesem Grund bin ich doch so früh wieder zurück in Miandrell."

"Naja, so ist halt die Welt der Biundai. Es ist ein staendiges Kommen und Gehen. Nun ist Ardanielle dort, vielleicht hat sie mehr Glück."

"Mhh Arda... Ich vermiss sie sehr.. Wenn ich nu an sie denke, fühlt es sich so an als hätte man mir die Luft zum Atmen weggenommen."


Awandir lacht und klopft dem Elfen auf die Schulter.

"Ja, es muss hart sein, fern von der Bandgewebten zu sein. Aber du schaffst es schon. Schliesslich bist du nun erwachsen, Daluwirh."

In diesem Moment kommt ein Elfenkind mit hellbraunen Haaren zu den beiden. Dieses hält ein Holzschwert in den Händen und scheint damit herum zu torkeln. Anscheinend hat es sein Spielzeug nicht im Griff. Awandir nimmt dem Kleinen das Schwert weg und gibt ihm einen Stab, den der alte Elf bei sich hatte. Den Stab scheint der Kleine besser zu beherrschen und die Gräser scheinen um ihn zu tänzeln. Oder war es nur eine Illusion.....

"Versuchst du noch immer aus Lytharis einen Kampftänzer zu machen? Gerade du müsstest doch wissen, dass Kinder nie das werden, was die Eltern sich erwünschen."

Bei diesen Worten muss Daluwirh grinsen und sich verlegen am Hinterkopf kratzen.

"Ach ein Kampfweber wäre doch lustig.. Ausserdem habe ich es Ardanielle's Mutter versprochen, ihm auch was von mir zu geben. Als ich ihn in Lilienufer fand und sie mir erzaehlte, dass Ardanielle nun auf Siebenwind ist."

"Wie dem auch sei. Lytharis, wir gehen zu Grossmutter Milailee und bringen ihr die Äpfel, die dein fauler Vater pflückte. Dann macht sie Apfelkuchen nur für uns und Papa muss hungern."


Der Kleine lacht hell und ein "Au ja!" kommt auf. Er folgt Hand in Hand seinem Grossvater, der den Korb aufhob und Daluwirh noch zuwinkt, bevor die beiden gehen. Daluwirh legt beide Hände an den Hinterkopf und ruft den beiden Elfen noch etwas zu.

"Nun versucht ihr eure verbesserten Sinne mal unter extremen Umständen zu nutzen. Wie fragt ihr? Das müsst ihr selber herausfinden."

Daraufhin lehnt er sich am Baum und nickt ein....


Zuletzt geändert von Daluwirh: 1.10.05, 09:34, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Traum
BeitragVerfasst: 9.09.05, 09:57 
Ehrenbürger
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Aufbrausende Wellen, das Zerbersten des Schiffes unter der Naturgewalt, die Schreie der fey'haim, die das Schiff lenkten und das Klappern der Knochen und Klirren der Schwerter der Mortai. Immer wieder wechseln sich diese Bilder in meinem Kopf ab. Abrupt verschwimmen alle Bilder und es wird dunkel.... Es blieb eine Zeit lang unertragbar stockfinster. Licht... Ich brauche Licht.... Bin ich tot? Werde ich ewig in der Finsternis verweilen? Unendlich wirkt die Zeit, die ich in der Dunkelheit verweile und ich fuehle mich schwaecher und schwaecher.... Doch ploetzlich erscheint eine kleine, grün bewachsene Insel im Dunkeln, die vermehrt klarer wird. Ich liege am Strand, meine Kleidung total zerrissen und ich fuehle mich schwach. Wieso..? Eine Elfe mit langem Haar steht ueber mir und hebt mich auf. Ihr Gesicht kommt mir bekannt vor. Wer war sie nochmal? Nach langem Ueberlegen fällt es mir wieder ein. Es ist die fey'amrai auf Etriska, die mich vor langer Zeit am Strand barg und, bis ich wieder gesund war, pflegte. Sie oeffnet den Mund und ihre reine Stimme hallte in meinem Ohr.

"Wie kommt es, dass du hier bist? Wo wolltest du hin?"

Ich erinnere mich. Früher auf Etriska wusste ich auf diese Frage keine Antwort, denn der Grund, weshalb ich überhaupt ein Schiff betrat und über die Wellen Maquiras schreitete, war die reine Abenteurerlust und Neugier, die mich dazu trieb Miandhrell zu verlassen, welches doch für alle Auenelfen ein Paradies ist.

"Ich weiss es nicht. Ich wollte doch nur die Welt sehen und nun bin ich auf dieser doofen kleinen Insel."

Oh bei Tevra... Wie unschuldig und rein meine Stimme zu der Zeit wirkt. Ich vergass... Meine Seele war zu diesem Zeitpunkt rein und unbefleckt. Unbeschwert vom Einfluss der dämonischen Kraefte.

"Gehe nicht Daluwirh... Dieser Ort ist nichts für dich... Kein Ort fuer einen fey, welcher noch keinen Schmerz gefuehlt hat. Die fey leiden dort und haben alles in diesem alles verwuestenden Krieg verloren. Es sind nicht nur die fey die dort hoffnungslos sind. Viele andere Voelker wie die feanhall, ghorgor und lidim muessen dasselbe Schicksal erdulden. Auf Siebenwind wirst du nur den Tod und Zerstoerung finden...."

Dann verhallt die Stimme... und es ist um mich wieder dunkel und ich wache schweissbedeckt wieder auf.


Zuletzt geändert von Daluwirh: 25.10.05, 03:21, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Kampftaenzer unter sich
BeitragVerfasst: 22.09.05, 03:35 
Ehrenbürger
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Auf einen der vielen zahlreichen Hügel nahe Miandrells steht Daluwirh mit einigen anderen Kampftänzern. Sie alle ueberblicken Miandrell, die „Stadt“ der Elfen, die „fey’amrai“ genannt werden. Die Kampftänzer stehen halbnackt mit ihren aufwaendig verzierten Tätowierungen auf ihrer Brust da. Sie alle sind gross, kraeftig und besitzen mit Baumharz bearbeitete bunte Haare. Nur Daluwirh passt nicht wirklich zu ihnen. Zwar hat er die typisch gefärbten Haare, dessen blutrote Farbe man vom Weiten erkennen kann. Jedoch ist er im Gegensatz zu den Anderen vollkommen in seiner Silberhirschrüste gekleidet und ist um vieles kleiner. Auf einmal wird die ruhige Idylle gestoert, als einer der Kampftänzer seinen Kampfstab aus edlen Elfenholz greift, sich daran lehnt und schelmisch zu Daluwirh grinst. Dieser Elf ist viel groesser als all die Anderen und misst um die 7 Fuss. Sein kompletter, recht muskuloeser Koerper ist von Elfenrunen, die die Elemente darstellen, verziert und das Haar ist von grellgruener Farbe.
"Na Kleiner... Seitdem du wieder da bist, und es ist schon ein Sommerlauf her, hast du noch nicht mal mit Irgendeinen von uns die Klinge gekreuzt. Hat das kleine Dalulu etwa Angst?"

Daluwirh schweigt, worauf der Rest der Kampftaenzer abwartenden Blickes zu ihm schauten. Nach einer Weile streckt er seinen Koerper, breitet seine Arme aus und gähnt lauthals.
"Wie oft willst du mich noch fragen Tavindhril? Ich habe bis jetzt einfach kein Interesse mich mit euch allen zu messen... Aber heute..."

Daluwirh grinst, zieht sein Taek'ri mitsamt der Scheide und springt vom Hügel hinab. Er landet auf der linken Fussspitze, dreht sich in einer flüssigen Bewegung in Richtung Tavindhril um und kniet in die Kampfstellung. Dann hebt er den linken Zeigefinger und deutet an, dass der Huene von Elf zu ihm kommen soll. Auf diese Geste hin schmunzelt Tavindhril und springt mit Hilfe seines Widhe in Daluwirhs Richtung.…

Tavindhril haelt den Stab vor sich und geht langsam naeher auf den schmaechtigen Elfen zu. Als er in Schlagweite kommt, hiebt er auf den Elfen ein, ohne ueberhaupt auszuholen. Aus Reflex hebt Daluwirh mit der linken Hand die Scheide aus Tra’vain um den Hieb zu parieren. Jedoch taumelt der blutrothaarige Elf von der Wucht des Hiebes und die anderen Kampftaenzer lachen darauf herzlich.
„Noch immer das Nesthaeckchen, wie wir ihn frueher kennen, der nur am Tanzen war!“

Daluwirh’s Ohren zucken bei ihren Rufen und er springt in Richtung des huenenhaften Elfens und zieht die Klinge aus der Scheide. Dadurch erhofft er sich die rechte Bauchhaelfte mit Hilfe des Schwunges zu treffen. Ungluecklicherweise hat Tavindhril diesen Hieb vorausgeahnt und haelt sein Widhe gegen seinen Angriff. Ein uebermaessig breites Grinsen erscheint in Daluwirh’s Gesicht. Blitzschnell zielt er, nach der misslungenen Attacke, mit der Tra’vain Scheide in Richtung der Huefte seines Gegenuebers. Tavindhril dreht seinen Elfenholzstab blitzschnell um den Hieb zu parieren und tritt in den Bauch seines Kontrahenten. Der Tritt ist so stark, dass Daluwirh nach hinten fliegt. Auf dem Boden liegend, spuckt er Blut aus dem Mund. Nach dem Daluwirh gefallen ist, hebt Tavindhril seinen Stab in die Luft und geht in die Knie. Einige Erdpartikel kommen darauf hin vom Boden hoch und fliessen in seinen Koerper.
„So mein Kleiner... Das war nur der Anfang. Nun erlebe, wie ich wirklich kaempfe.“

Zittrig haelt Daluwirh seine Scheide und Klinge. Er weiss, dass der Elf nun viel schneller und kreaftiger ist, als vorher. Tavindhril stapft mit immer schnelleren Schritten in die Richtung des verletzten Elfens und die Erdpartikel folgen all seinen Bewegungen. Wenn dem blutrothaarigen Elfen nichts einfaellt, wird er den Kampf verlieren. Wie im Affekt steht er muehsam mit seinen beiden Waffen auf und wirft die Klinge in die Richtung des heran eilenden Elfen.
„Denkst du wirklich, dass ich sowas nicht ausweichen kann?“

Daraufhin weicht er der Klinge aus und rennt weiterhin direkt in Richtung Daluwirh. Doch ploetzlich fliegt knapp hinter der Klinge, die er just ausgewichen ist, die Tra’vain Scheide in Richtung seiner Stirn. Die Wuerfe sind wohl so gut und koordiniert, dass Tavindhril gedacht hat, dass Daluwirh nur die Klinge in seine Richtung warf. Als er dies erkennt, wurde er schon mit voller Wucht am Kopf getroffen und fiel zu Boden.
„Ich denke eher, dass du dem nicht ausweichen kannst....“

Nach diesem fuer Daluwirh erfolgreichen Kampf kommt es zu weiteren Duellen zwischen Daluwirh und den Rest der Kampftaenzer. Das Resultat ist immer das selbe, doch variiert immer die Bemuehung, die Daluwirh benoetigt um sein Gegenueber zu bezwingen. Es liegt nicht unbedingt darin, dass Daluwirh besser war als die anderen, sondern er hatte auf Siebenwind viel mehr an Erfahrung gewonnen, wie einer, der sein ganzes Leben in Miandrell verbringt. Nach einer langen Weile hat er auch den Letzten niedergeringt. Schnaufend steht er da und uerblickt ruhigen Blickes die weite Aue. Bis zu dem Zeitpunkt als die Stimme einer Elfe zu seinen Ohren kommt.
„Das haette ich nicht gedacht, dass der kleine Dalu mal in der Lage ist, zehn Kampftaenzer hintereinander zu besiegen.“

Reflexartig dreht Daluwirh den Kopf in ihre Richtung und sah eine schlanke Elfe, dessen wallendes rotes Haar bis zur Huefte reichte. Sie steht auf dem Huegel, wo sie vorher alle gestanden hatten. Ihr Name ist Lethawaen und sie ist eine der besten Kampftaenzer, die der aelteste Kampftaenzer Miandrells Tirvyr, dessen Ruf schon legendaer ist, ausgebildet hat. Man sagt, dass Tirvyr mit seinen Schuelern sehr oft auf Reisen geht und immer zu allmoeglichen Gebieten geht, in welchen Krieg herrscht. Bei ihrem Anblick scheint Daluwirh nun gaenzlich in einem Kampfrausch zu sein. Er laechelt Lethawaen an und ruft zu ihr hoch.
„Also auf Siebenwind sass ich nicht tatenlos rum.... Lass mich endlich heraus finden, ob es reicht eine Schuelerin Tirvyrs zu besiegen.... Denn ich habe vor in Zukunft ihn abzuloesen als der Kampftaenzer Miandrells!“

Ein Raunen kommt aus der Menge niedergepruegelter Kampftaenzer und sie alle schauen zu Daluwirh, der den Huegel hinaufsprintet. Sie hoffen alle, dass Lethawaen den Elfen besiegen wird, der sie alle im Kampfe gedemuetigt hat. Als die Elfe Daluwirh den Huegel hinauf eilen sieht, zieht die Elfe zwei schmale Tra’vain Dolche aus den Stiefel und springt in seine Richtung. Blitzschnell rammt der Elf seine Scheide in den Boden, benutzt diesen als Trittbrett und fliegt regelrecht in Richtung Lethawaen. Mit Hilfe einer Drehung in der Luft versucht er die Elfe mit Scheide und Klinge zu treffen. Doch zur Verwunderung aller bewegt sich Lethawaen in der Luft, so als haette sie genau dies von Daluwirh erwartet und pariert mit ihren Dolchen jeden seiner Hiebe. Es sieht von Weitem nicht wirklich aus, als wuerden die Beiden kaempfen, sondern eher wie ein Baletttanz zweier Elfen, die sich schon so lange kennen und die Bewegungen des Anderen erahnen koennen. Nach dem ersten Austausch von Hieben landen Beide recht elegant wieder auf den Boden und wechseln sich immer wieder ab in Angriff, Parade und Ausweichen. Im weiteren Verlauf des Kampfes bekommt Daluwirh vermehrt Probleme die Angriffe Lethawaens abzuwehren. Um diesen Nachteil auszugleichen, dass die Elfe ihre Kraft und technik einsetzen kann, muss Daluwirh in ein anderes Terrain. Denn er muss einen Weg finden, sie in irgendeiner Weise zu schwaechen, sodass ihre Hiebe nicht mehr so kraftvoll sind und ihn bedraengen. An einem Teich angekommen, gewinnt er Abstand von ihr, indem er kraftvoll zur Seite springt. Nach mehereren Schnaufer laesst er die Klinge und Scheide zu Boden sinken. Die Elfe wittert ihre Moeglichkeit den Kampf fuer sich zu entscheiden, springt in seine Richtung und setzt mit beiden Dolchen zu einem kraeftigen Doppelhieb an. Daraufhin zieht Daluwirh seine Klinge quer durch das Wasser und laesst eine „Wasserwand“ vor ihm entstehen. Lethawaen wird vom aufkommenden Wasser total ueberrascht und ihr Sprung verliert an Schnelligkeit als sie die „Wasserwand“ durchbricht um zu Daluwirh zu gelangen. Auf diese Gelegenheit hatte der schmaechtige Elf gehofft und nutzt den Ueberaschungseffekt. Mit seiner Scheide hiebt er auf ihre linke Schulter, worauf man ein kleines Knacksen hoeren kann. Die Elfe gibt keinen Laut von sich und rollt auf dem Grasboden ab. Nach einiger Zeit steht sie auf und laesst den Dolch in ihrer linken Hand fallen. Lange blickt sie Daluwirh seelenruhig aus ihren gruenen Augen an und geht dann nur mit einem Dolch bewaffnet in Kampfstellung.
„Meinst du nicht, dass ist genug Lethawaen? Du bist kaum noch kampffaehig.“

„Man gibt nie auf.... und man findet in jeder Situation einen Ausweg....“


Daluwirh steckt seine Klinge in die Scheide ein und ueberlegt sich die Elfe zu schonen. Nach einer laengeren Zeit des Anschweigens haelt er seine Scheide mit der rechten Hand und fuehrt die Spitze mit der linken Hand. Erversucht nun mit der Wucht seiner Waffe, die er beim Sprint gewinnt, die Elfe zu Boden zu schleudern. Die rothaarige Elfe geht nur etwas zur Seite, als er ankommt, und haelt ihren Dolch seitlich gegen die Klinge gedrueckt. Sie hebt blitzschnell einen Fuss und drueckt damit das Teak’ri von Daluwirh gegen ihren Dolch, sodass die Klinge stecken bleibt. Darauf hin drueckt sie sich mit dem anderen Fuss vom Boden ab und trifft mit der Ferse den Hinterkopf Daluwirhs. Der Elf faellt nach diesem Schlag ruecklings zu Boden und liegt bewusstlos da....


Zuletzt geändert von Daluwirh: 28.09.05, 02:39, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Abschied von Miandrell
BeitragVerfasst: 22.09.05, 21:10 
Ehrenbürger
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Es sind nun einige Tage vergangen und der stechende Schmerz am Hinterkopf scheint noch immer nicht nach zulassen. Ihr Tritt war auf ein Nervenzentrum gezielt und kam fuer mich hinzu voellig unerwartet. Ich frage mich, ob ich faehig waere mit einer schweren Verletzung solch einen akrobatischen, exakten Tritt auszufuehren? Ich persoenlich bezweifle es.... Denn zu meinem Leidwesen wusste ich bis zum gestrigen Tage ueberhaupt nicht, dass es ein solcher Punkt ueberhaupt existiert. Im Nachhinein gesehen, muss man sagen, dass auch wenn der Kampf knapp endete. Dies hatte nichts mit dem individuellen Koennen der Beiden zu tun, sondern eher damit dass mir das Terthao maechtig geholfen hatte. Ich kann mich nicht daran erinnern, jemals in einen meiner zahlreichen Kaempfe in derartige Bedraengnis gekommen zu sein.... Hrasmiren zaehle ich aus guten Gruenden nicht dazu. Was genau unterschied sich zwischen mir und Lethawaen? Wieso war sie zu jedem Zeitpunkt des Kampfes ueberlegen? Ich muss nachdenken und jeden einzelnen Aspekt der Kampfkunst genauer betrachten. Ihre Technik war viel ausgereifter. Staendig kam sie mit neuen Kombinationen auf die ich kaum eine Antwort fand und sie mich total in die Verteidigung draengte. Dabei dachte ich immer, dass meine auf Siebenwind gesammelte Erfahrung ausreichen wuerde, um gegen die Schueler Tirvyrs, oder sogar Tirvyr selber, zu bestehen. Lethawaen hatte nicht annaehernd genau soviel wie ich erlebt, doch anders als ich arbeitet sie auch in Friedenszeiten an ihren eigenen Faehigkeiten und versucht staendig diese weiter zu entwickeln. Ich, jedoch, wurde aufgrund der friedlichen, harmonischen Umwelt Miandrells regelrecht traege. Indem ich mich nicht mehr unter intensen Bedingungen befinde, verlerne ich, wie ich mich in bestimmten Situationen zu verhalten habe. Im nachhinein war dieser verlorene Kampf eine lehrreiche Lektion. Nie wieder werde ich jemanden unterschaetzen, egal wie die Situation aussieht. Es ist wieder Zeit fuer mich Miandrell zu verlassen um meine Kampfkunst zu verfeinern, sodass ich eines Tages Tirvyr abloesen kann......

Mehrere Monde sind seit dem Kampf vergangen und ich habe Ethiel nun alles, was er fuer die Kampftaenzerpruefung brauchen wird, beigebracht. Persoenlich hoffe ich, dass er nach der Pruefung Vethael unter seine Fittiche nehmen wird, um auch aus ihm einen Kampftaenzer zu machen. Im Nachhinein tut es mir leid, dass ich die Beiden kurz vorm Ziel zurueck lasse, obwohl ich ihnen versprach sie zu Kampftaenzer zu machen. Dies erinnert mich irgendwie an Melwyn....

Lytharis lasse ich bei Vater und Mutter. Ich vertraue ihnen, sie werden sich fuersorglich um ihn kuemmern und es wird ihm nichts fehlen. Falls er seine Eltern vermissen sollte, denke ich, dass Ardanielle in absehbarer Zeit kommen wird. Sobald sie von ihrer Mutter meinen Brief erhaelt, dass ich in Miandrell auf sie warte.... Jedoch wird es nicht dazu kommen, dass er traurig wird, denn zum Einen ist er willensstark und zum Anderen ist Miandrell sicher und voll von anderen Elfenkindern in seinem Alter. Bezueglich meiner bald anstehenden Wanderschaft denke ich, dass ich alles habe was benoetigt wird.... Von Mutter erhielt ich einen Schlafsack, feste Kleidung fuer jede Art von Witterung und einige Goldstuecke, die sie von den Haendlern fuer ihre Stuecke bekam. Proviant habe ich dank all der lieben Freunde im Dorfe wohl mehr als genug.

Was ich jetzt schon genau weiss ist, dass ich Miandrell vermissen werde.... Die auf immer waehrende Heimat meines Herzens... Ich werde fernab von ihr sein und ich weiss, dass diese Wanderschaft eine lange, beschwerliche Reise wird. Viele Abenteuer und Gefahren erwarten mich. Doch ich werde alles meistern und falls ich in Schwierigkeiten kommen sollte, kann ich noch in meinem Tagebuch nachlesen. Denn Elen sagte einst, dass die Vergangenheit der beste Lehrmeister sei. Was sie damals damit meinte ist klar. Man lernt aus vergangenen Fehlern und Situationen. Im Laufe der Zeit auf Siebenwind nahm ich ihren Rat wahr und fertigte mir ein Tagebuch ueber all meine Erlebnisse. Doch ich verweile zu lang in Miandrell. Es ist Zeit zu gehen....

Sel’Ni’Ahir geliebtes Miandrell......


Zuletzt geändert von Daluwirh: 25.10.05, 03:21, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Kurze Auszuege aus Daluwirh´s Tagebuch
BeitragVerfasst: 29.09.05, 11:01 
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Tag des längsten Sonnentages

Liebes Tagebuch,

dies ist mein erster Eintrag. Ich erinnere, dass nachdem ich in Siebenwind ankam, das Glueck hatte, dass die fey aus Etriska mich zu den fey’amrai fuehrte. Zu der Zeit lebten sie in einer Hoehle um den Winter zu ueberstehen. Die fey dort erzaehlten mir, dass diese Hoehle einer Fee gehoerte, die wohl mit ihnen Mitleid hatte, da ihr Dorf Avindhrel von den dunklen Horden vernichtet wurde. Gleich am ersten Abend lernte ich die kennen, die fuer mich bald im Verlauf des Krieges meine besten niahs werden.

Finor Gruenblatt, der besonnene Schneider der Gemeinschaft

Deradur, mein Lehrmeister und seelische Stuetze

Melwyn, treuer Begleiter bei so vielen Abenteuer und im spaeteren Verlauf mein Schueler

Aethion, fuersorglicher Abenteurer

Caldor Buchenblatt, ein Elf, der auh mal bloedelt

Rueckblickend muss ich sagen, dass sie doch sehr ueberrascht waren, einen so unbeschwerten fey’amrai zu sehen, der in seinem Leben noch nie Sorgen machen musste. Als sie noch erfuhren, dass ich vor habe Kampftaenzer zu werden, schauten mich einige von ihnen teils spoettisch laechelnd an. Es war eine harte Zeit fuer mich und ich verstand nicht wirklich, wieso die fey’amrai unter sich zerstritten waren. Erst im spaeteren Verlauf meines Aufenthaltes auf Siebenwindes bekam ich von Elen Daril, der Lehrerin Deradurs und eine der ersten Kampftaenzerinnen auf Siebenwind, erzaehlt, dass schon seit Laengerem ein gemaessigter Zweig der Kampftaenzer existiert, zu denen Elen und Deradur gehorten, und einer der auf die alten Werte beharrt, der Rest der Kampftaenzer. Diese Beiden sind im Konflikt. Da Deradur mich als seinen Schueler annahm, wurde ich in diesen Konflikt mit hinein gezogen. In den Augen von Tingil, Silanya, Litharia und Liasanya war ich nicht wirklich als Kampftaenzer geeignet. Ich kann sie heute verstehen. Wer sieht einen total kindischen, naiven Elfen als zukuenftigen Kampftaenzer an? Aber ich muss sagen, dass dies nicht wirklich weise war. Als langlebiger fey muesste man doch wissen, dass jedes Wesen sich entwickelt. Aber das ist eine ganz andere Geschichte und ich schweife aus. Ich habe erwaehnt, dass Deradur mich als seinen Schueler aufnahm. Weshalb er ausgerechnet mich nahm, weiss ich nicht mehr genau, aber ich vermute, dass es mit seinem Beschuetzerinstinkt zu tun hat oder wie ich ihn gern aergere seinem Vaterinstinkt. Andere wie Melwyn, Naliya und Kalynos hatten nicht mein Glueck und mussten gaenzlich ohne Lehrer auskommen. Doch nun muss ich aufhoeren, Opa Dera ruft... Dabei war es doch so schoen im Zelt....



Tag des Blätterfalls

Liebes Tagebuch,

ich weiss, dass ich relativ wenig schreibe. Aber zur Zeit bin ich wirklich beschaeftigt. Nach einigen Kampftaenzern scheine ich unser Volk verkaufen, indem ich mit anderen Voelkern und den Schildkroeten verhandle und mit ihnen gegen die Mortai ziehe. Wenn sie mich doch verstehen wuerden, dass ich es aus Liebe zu unserer Gemeinschaft und zu Arda dies tue..... Ich koennte natuerlich auch einfach alles liegen lassen und zurueck nach Miandrell gehen, anstatt dass ich hier mein Lied riskieren und zu hoffen, dass die Insel einmal frei von Leid und Tod ist. Jedoch hat dieser krieg auch seine positive Seite. Wohlmoeglich haette ich nie niahs bei den anderen Voelkern gemacht, wenn ich sie nicht um Hilfe gebeten haette.

Nun gut.. Ich muss gestehen, ich war in letzter Zeit nicht nur mit diesem, teils unbarmherzigen Krieg beschaeftigt. Sondern.. Ich habe nun auch eine Familie... Ja, ich weiss, es kommt etwas unerwartet. Aber ich verliebte mich in die Elfe von der ich dir mal erzaehlte. Ardanielle ist ihr Lied und ich denke wir harmonieren uns ganz gut. Ich stelle ihr gerne viele Fragen, weil Siebenwind doch gaenzlich von Miandrell unterscheidet, und ich sie immer wieder zum Lachen bringen kann. So wurde aus uns nach der Zeit Iamas... und schwupps ohne, dass ich es erfuhr, „adoptierte“ sie aus heiterem Himmel Liloe, das kleine Elfenkind, von welcher ich dir schon erzaehlt habe. Schon lustig, dass das Kindself Dalu selber mal Papa wird. Aber Krieg scheint einen wirklich schnell reifen zu lassen. Wenn ich nur an all die Schlachten um die ehemaligen Wohnorte der Voelker denke... Oder... an Hrasmiren, die mich regelrecht zerfetzt hat. Womoeglich bin ich der einzige Trottelelf, der es gewagt hatte, mich alleine mit ihr zu messen. Natuerlich sollte ich nicht alleine gegen die Daemonin antreten, aber sie ueberraschte mich, als ich alleine in Avindhrell nach Ardanielles Sachen suchte. Ihre erster Angriff war es mit ihren Klauen meine Waffe ohne Mueh zu zerbrechen. Frueher hatte ich nicht die Erfahrung, wie ich mich waffenlos wehren kann und so kam es, dass sie nach und nach mich mit ihren Klauen und Krallen verletzte. Letzendlich lag ich aufgrund des hohen Blutverlustes am Boden und sie hiefte mich hoch in die Luefte, flog in Richtung des Zeltes der fey’amrai und schrie, dass es hoffnungslos sei, ueberhaupt den Einen zu widerstehen. Dann liess sie mich von ungefaehr 15 Schritt Hoehe auf das Zelt fallen und mein Blut floss ueber den ganzen Stoff. Dem Terthao sei dank, dass Ardanielle sofort da war und ihre Heilkreafte und das Lied nutzte um mich davor rettete, dass meind Klied abklang. Nach dem zaehen Heilritual lag ich um die zwei Wochen im Zelt und jede einzelne Bewegung schmerzte. Aber heute liebes Tagebuch wird dieser Krieg enden. Merros, ein ghorgor der eines der Amulette des Einen traegt, hatte all die Voelker um Hilfe gebeten und uns allen angeboten, dass er mit all den Mortai zurueck ziehen wird. Dafuer sollen wir die Siegel bergen, die er versteckte um ein Portal zu oeffnen, in welchem er den Engel Belllums gefangen genommen hatte. Ich weiss, dass die ganze Geschichte ganz wirr wirkt und sie ist es auch. Bis heute weiss niemand so wirklich genau, was wirklich Sache war. Meine Theorie ist es, dass Merros diesen Krieg ausloeste, ohne den persoenlichen Willen Angamons auszufuehren mit dem Ziel, dass die Goetter einen ihrer Engel auf die Insel schicken. Das erklaert, warum er Brandenstein verschonte und diese belagerte, obwohl seine Truppen in der Ueberzahl waren. Schliesslich schickten die Goetter einen ihrer Engel und anders als Merros es vorgesehen hat, hatte sein Diener Telkos, anstatt nur den Engel gefangen zu nehmen von seinem Blut getrunken und ist nun staerker als Merros selbst. Dabei war es Merros Ziel, das Blut des Engel selber zu trinken. Vor Angst, dass Telkos den Rest des Blutes trinken wird, hat er den Engel eingeschlossen und das Tor so versiegelt, dass nur wir an die Siegel kommen koennen, die benoetigt werden um das Tor zu oeffnen. Falls die Theorie stimmen sollte, ist dieser Krieg nur ein Werk eines machtgierigen Zwerges, der sogar den Einen selber widersetzt.... Wenn wir den Engel befreit haben... werde ich ihn zeigen, dass nur Zusammenhalt, Vertrauen und Freundschaft helfen wird. Aber ich denke mittlerweile muesste er es seit dem Verrat Telkos besser wissen. So ich muss gehen... Merros wartet um uns zu den Hoehlen mit den Siegeln zu bringen. Ich hoffe, dass wenn ich wieder reinschreibe, dir vom Frieden auf der Insel erzaehlen kann und wie alle Voelker friedlich ihre Doerfer wieder neu besiedeln.


Zuletzt geändert von Daluwirh: 25.10.05, 03:23, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Weitere Einträge im Tagebuch
BeitragVerfasst: 29.09.05, 11:03 
Ehrenbürger
Ehrenbürger

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Beiträge: 710
Tag der Verfärbung der Laubblätter

Liebes Tagebuch,

dieser Eintrag wird der letzte Eintrag sein, den ich auf Siebenwind verfasse. Zu viel Trauer und bittere Enttaeuschung musste ich ertragen. Dabei dachte ich, dass jedes Volk seine eigene Siedlung bekommt. Anscheinend hat es sich der Amradell der biundai sich dies ganz anders ueberlegt und wagt es wirklich nur noch Siedlungen zu erlauben, in denen auch Menschen leben, um uns falls wir mal auflehnen sollten, kontrollieren zu koennen. Falls wir keine Menschen in unseren Doerfern erlauben sollten, wuerde den Rittern, ja ich schreibe Ritter, statt Schildkroeten, befohlen werden, dass sie diese Siedlungen in Brand setzen. Ich frage mich wirklich, warum ich mit ihnen kaempfte. Damit wir unterdrueckt werden, anstatt, dass man mit uns koorperiert und als Freunde behandelt? Es ist unfassbar, ich fuehle mich so verraten. Ich erkenne nicht mehr wirklich, den Unterschied zwischen den biundai mit denen ich kaempfte und den biundai, wie Amanda, Arianka und Selina, die ich sogar niah nannte, ist. Sie hatten mich vor den Leuten, wie den Amradell der biundai gewarnt oder die Elendur der Seelen, wie Anais und Anaiah.... Sie alle wuerden nur zu ihren Gunsten luegen um ihre eigene Macht zu vermehren und falls dies nicht helfen sollte, werden sie Gewalt anwenden. Ich bin so verwirrt. Was soll ich nur glauben? Ich fuehle mich so leer. Was ist, wenn wir doch die ganze Zeit gegen die falsche Seite kaempften? Ich koennte es mir nie verzeihen....

In meinem Gram habe ich Ardanielle von mir weggeschickt, weil die Gefuehle der Enttaeuschung und des..... Hasses allmaehlich Ueberhand nahmen. Ich erzaehlte ihr dass, was ich eigentlich nicht wirklich fuehlte. Sachen wie, dass ich sie nicht mehr liebe und sie besser mit Lytharis gehen sollte.... Ich bereue es... Mein Herz fuehlt sich leer an und ich kann kaum noch ohne sie atmen... Diese Insel ist es nicht wert, dass ich die iama meines Leben verliere und, dass ich allmaehlich, aufgrund der Enttaeuschung und Verwirrung verrueckt werde.... Daher habe ich mich entschieden Siebenwind zu verlassen und Ardanielle zu suchen.... Obwohl ich so viele Freunde auf dieser Insel vermissen werde.

Sel’Ni’Ahir Garath, Kikia, Melwyn, Kaspar,Deradur, Grollger, Altuminion, Anais, Anaiah, Mek-Ra-Tosch, Bashnak, Tudor, Siegi und all den anderen die ich als niah betrachte und noch nicht abgereist sind....




Tag des Vollmondes

Liebes Tagebuch,

wieviele Monde sind seitdem ich Miandrell verließ vergangen? Es kommt mir eine Ewigkeit vor. Oh Miandrell, wie vermisse ich deine Idylle und doch deine innewohnende Fröhlichkeit. Doch dieses Opfer, dich nur für einige Augenblicke nicht zu sehen und fühlen, ist mir Wert um der Kampftänzer Miandrells zu werden. Tirvyr, lange wirst du diesen Titel nicht behalten. Denn ich befinde mich auf dem Weg nach Vandrien, den Ort wo du die letzen Sommerläufe verweiltest. Dort werde ich versuchen zu helfen, wie ich dies schon auf Siebenwind tat. Doch anders als früher, werden Ardanielle, Melwyn, Deradur und all die anderen niah' nicht an der Seite stehen.



Tag der ersten Blüte der Schneeglöckchen

Liebes Tagesbuch,

welch unfassbarer Lärm, beinahe wäre ich beim Hufgetrampel der gepanzerten Pferde, dem Klirren der Eisenrüstungen und dem Geschrei der biundai verrückt geworden. So viele ihres Volkes hatte ich noch nie am selben Ort gesehen. Es müssten um die Tausende sein. Alle sind sie bewaffnet und scheinen sich für einen Krieg zu rüsten. Auch wenn die haim, in welcher sich die Masse versammelt, sich fernab befindet. Kann ich den Missklang des Terthaos laut und deutlich hören, nein fühlen, sodass es mir schwindlig ist. Als ich das Terthao bat, meine SInne zu verfeinern, konnte ich die stinkende haim riechen. Es ekelt mich all die Jauche so penetrant zu riechen und die hastigen Herzpulse, der biundai zu hören. Irgendwie erinnern sie mich an Ameisen. Auch sie sind zahlreich, leben in einem begrenzten Raum und sind immanent im Krieg mit anderen. Hektisch läuft ihr Leben ab, und in ihrer Naivität setzen sie Macht und Reichtum mit Glück zusammen. Das erklärt wohl ihr seltsames Verhalten und Denken.

Am Rand der Wälder waren einige Feldlager der biundai und ich konnte im Verborgenenen in Erfahrung bringen, dass die haim Ersont's Tal heißt und schon immer eine Sammelort der elendur' biundai war. Nun haben sie sich alle gesammelt um in die Region Vandrien zu ziehen. Anscheinend ein Ort des Einen, der die Zerstörung Tares anstrebt. Viele Geschichten, die ich vernahm, erinnerten mich an die Zeit auf Siebenwind. Jedoch waren auch einige dabei, die ich als kreative Übertreibung entlarven konnte. Wenn ich nach Vandrien gelangen will, muss ich wohl oder übel ihnen folgen.



Tag des ersten Schneefall in Miandrell

Liebes Tagebuch,

Ich bin schon seit längerem in diesem Lande, in welchem das Terthao aus dessen Lied heraus schon klagt. Vandrien, wenn man diesen Namen desöfteren im Mund zerfließen läßt, merkt man wie kalt dieses Lied im Terthao sein kann. Chaos, Hoffnungslosigkeit, Hunger, Tod, Verzweiflung und die ständige Angst herrschen in diesem Landstrich. Wäre ich früher zu erst hierher, anstatt nach Siebenwind, gegangen, dann denke ich würde mein Lied im Terthao bis zu dem jetzigen Zeitpunkt wohl kaum klingen. Ich empfinde tiefstes Mitleid mit denjenigen, die rein gar nichts mit dem Krieg zu tun haben, aber dennoch zwischen den beiden Parteien zu zerbrechen drohen. Glaube, Fanatismus und Loyalität mögen Tugenden der biundai zu sein. Aber Kinder können, damit nicht anzufangen, wenn sie jeden Tag nur hungern und die Ungewissheit herrscht, ob sie nicht am nächsten Tag von einer Räuberbande oder von der Inquisition in Brand gesetzt werden. Ich kann einfach nicht tatenlos zu sehen, diesen biundai muss geholfen werden. Mehrere Jahresläufe mussten sie dieses Leid über sich ergehen lassen, ohne die Aussicht, dass es jemals enden wird. Mir ist klar, dass ich als Einzelner es nicht schaffen werde, ihr ganzes Leid ein Ende zu bereiten. Doch schon der einzelne Funken Hoffnung mag ihnen Licht und Fröhlichkeit in ihrem so kurzen Leben geben. Wir werden sehen....



Tag der ersten Kirschblüte

Liebes Tagebuch,

Nun müssten langsam die ersten Kirschblüten in Miandrell erblüht sein. Wie ein Meer aus Weiß sieht mein Wain nun sicherlich aus und wenn ein Windhauch vom Meer kommt, so scheint es als würde man in Lothorien sein, sodass man nie mehr weg will. Um einen herum die Blüten, die mit dem Lied es Windes tanzen und mittendrin, bin ich, wie ich all diese schöne Idylle genieße.

Doch mein einziger niah', der letzen Monde, schweife ich aus und schreibe dir nicht, was in diesen Tagen geschah. Ich war in der gestrigen Nacht in Hörweite eines Marktplatzes, wo man sich anscheind traf um neue Geschichten zu erzählen. Zum ersten Mal seit mehreren Monden empfand ich, dass mein Tun einen Sinn ergibt. Besser wäre es nun dir zu schreiben, wie die Leute dies wortlaut erzählten.

"Wenn man ihn nicht erwartet, die Angst überhand nimmt und das Herz ohne Hoffnung ist. So erzählt man sich, dass der Larysei der Viere kommt um uns vor den Häschern des Einen und den marodierenden Räubern zu schützen.

Ich hörte von einem Freund vom Nachbardorf, dass er in der Nacht vom Himmel herabgeflogen kam und seinen himmelblauen Flügel ausbreitete, als die Räuber ihn und seine Tochter umringten. Das Gesicht konnte er nicht erkennen, weil ein glänzender Stoff aus himmelblau um seinen Kopf schlang. Doch konnte er an seinen Augen sehen, dass er wie man es über Larysei erzählt, nicht weiblich oder männlich war. Seine Haare waren blutrot und wallten im Winde der Nacht. Schwirrend und schnell waren seine Bewegungen, es schien so als wäre er einer von Bellums persönlicher Garde, die er schickte um mich und meine Tochter vorm Tode zu retten. Doch kurz nachdem er alle niederringte, flog er wieder weg. Die Räuber jedoch, wurden vielleicht von seinem silbernen Schwert niedergestreckt, doch hatten sie nur Prellungen erlitten und schworen zu den Vieren, nie mehr zu rauben."

Es ist wirklich interessant, was neue Kleidung bewirken kann und ein Seidenschal für das Gesicht. Außerdem dachte ich nie, dass man einen Kampftänzer für einen Larysei halten könnte. Doch denke ich, dass man dies nur denkt, weil die biundai recht abergläubisch sind.



Tag der ersten Frucht in Miandrell

Liebes Tagebuch,

heute habe ich eine Schlacht vom Weite mitangesehen. Es erinnerte mich sehr an Siebenwind. Weteka heißt diese haim und man sagt sich, wenn man diese Feste der geblendeten Anhänger des Einen erobert, dann wird der Krieg enden. Doch erstaunlicherweise hielten sie sich schon seit mehreren Monden einer Übermacht stand. Doch was mich wirklich dazu brachte zu realisieren, dass dieser Konflikt für eine lange Zeit nicht enden wird, war der Anblick wie es nur wenigen Reitern gelang das Heer der biundai zurückzuschlagen. Zu meiner Verwunderung jedoch musste ich mitansehen, dass sich unter diesen Reitern ein Vetter der haim befand. Dies hatte mich so geschockt, dass ich mich der Schlacht abwendete. Ich brauche halt und die kann ich nur bei meiner iama finden. Ich werde zur Hafenstadt Venturia gehen und nach Siebenwind segeln....



Zuletzt geändert von Daluwirh: 3.11.05, 17:57, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 29.09.05, 13:00 
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Hoch droben in den Kronen des verbrannten, toten, von Moos und Misteln überwucherten Herzbaumes von Avindhrell sitzt eine Elfe.
Lose baumeln ihre langen, schlanken Beine über einen Ast, eines höher als das andere gelegen; sanft schwingt der Rock, Wasserwellen ähnelnd, im gemütlichen Wind.
Der Blick aus dem erstaunlich unperfekten Gesicht - die Wangenknochen zu hoch, die Brauen nicht ganz korrekt und etwas zu dünn, die Lippen schmal und die Nase etwas zu lang und spitz - ist in die Ferne gerichtet; jemand, der sich mit Himmelsrichtungen auskennt, vermag zu begreifen, dass sie zum Festland blickt, genauer sogar, in Richtung Ma'ans.. oder doch viel mehr in die Richtung, in der Miandhrell liegt?
Eine Windböe lässt das silbergraue Haar aufwirbeln und treibt es der Elfe verspielt ins Gesicht, wo es an den markanten Konturen hängen bleibt und ihre weiche Haut kitzelt.
Behutsam hebt sie die schlanke Hand und streicht das bis zur Taille reichende Haar über die Schulter zurück.
Wann würde er endlich zurückkehren?
Den Blick aus den seltsamen, unwirklich-unergründlichen und wunderschönen Augen mit jener tiefen, dunkelblauen Farbe und den silbrigen, sternartigen Einsprengseln in den Himmel richtend seufzt sie traurig.
Soviel ertrug sie und soviel würde sie noch zu ertragen haben, welche Last sich wieder auf ihren Schultern abgelegt hatte!
Und niemand da, mit dem sie es teilen konnte, mit dem sie, und wenn es nur für wenige Herzschläge wäre, die Verantwortung würde vergessen können.
Schmerzhaft schlägt ihr Herz, als sie zwischen den funkelnden Lichtpunkten eine Silhouette zu erkennen glaubt, langes, hellbraunes Haar, zierliche Züge, eine spitze Nase, dann erklingt ein helles, unschuldiges Lachen und ihr Herz macht einen schmerzhaften Sprung.
Natürlich weiß sie, das er weit fort ist - das Band, das sie einst gewoben hatten, war fest und spührbar da - aber dennoch zerreisst es sie fast, sich nicht nach ihm umzusehen, in der aberwitzigen, gleißenden Hoffnung, ihn dort unten stehen zu sehen, eine Blume vielleicht in den Fingern, und schüchtern wie der erste warme Frühlingswind, der über das Eis streicht.
Sie würde nur enttäuscht vom Anblick der schlafenden Kinder zu Füßen ihres geliebten Herzbaumes.. und das hatten die Kleinen nicht verdient.
So zwang sie sich den Blick in den Himmel, zu ihren Beschützern, gerichtet zu halten und jenen Bildern zu folgen, die ihr Herz und ihre verwundete Liebe ihr vorgaukelten.
Nun sah sie den jungen Elfen, wie er damals das erste mal vor ihr gestanden hatte: scheu, verwirrt, überfordert und rein, voller Unschuld, Naiv bis zum Untergang. Wie oft hatte sie ihm, mit höchstem Widerwillen, seine Fragen über die verwirrenden Handlungen und Motive der Menschen beantwortet? Sie konnte es nimmer mehr zählen, und noch heute bedauerte sie es zutiefst, dass durch jene Antworten, aber auch durch die vielen Abenteuer, die ihr Liebster erlebt hatte, dessen Unschuld in Fetzen gerissen worden war.
Natürlich war er daran gewachsen, ein wahrer Mann und Elendur geworden, jene Sagenfigur, in der es in elfischen Mädchengeschichten nur so wimmelte: der strahlende Tänzer, der seine Liebste mit einem Lachen aus der Gefahr befreite und ihr hinterher mit lustigen Worten und sanften Gesten die bösen Erinnerungen vertrieb.
Oft hatten sie sich auf diese Weise getröstet, während des grausamen Krieges, während er auszog als Gefährte der Schildkröten, sogar der Grünpelze, deren Respekt er sich erworben hatte; gemeinsam hatten sie zahllose Schlachten gewonnen, Daluwirh stehts an der Seite seiner Gefährten vorne dabei. Wie oft hatte sie ihn nach einer solchen zusammen flicken gemusst? Wie oft war er danach sofort wieder voller Tatendrang gewesen so das sie sich nicht allzuselten gezwungen sah, ihre Tränen zu verbergen?
"Ich kämpfe nur noch, da ich meine Freunde nicht im Stich lassen will.." erklärte er einst, lang, nachdem Avindhrell zurück in die Hände der Elfen gefallen war.
Ein paarmal hatte sie ihn sogar auf die Schlachten begleitet.. endlose Anspannung, der Gestank der Menschen, Zwerge, Orks, des Metalls und schließlich der Horror einer Schlacht: überall Mortai, Verwundete, Schreie, der Gestank von gewaltsam vergossenem Blut und Sterbende..
Flüchtig glaubt sie, eine warme Hand auf ihrer Schulter zu spühren, was sie aus ihren Erinnerungen befreit. Der abkühlende Wind trocknet die perlenen Tränen auf ihren Wangen und seufzend lässt sie sich in die Umarmung des geliebten Baumes zurücksinken.
"Hätten wir hier alle mit dir sterben sollen?" flüstert sie in die Nacht, doch nur das beruhigende, sanfte knarzen der toten, uralten Zweige im Wind beantwortet ihre Frage.
"Natürlich nicht, Dummchen. Wer sonst sollte um die Gefallenen Trauern und die Lebenden belehren, wenn nicht die Überlebenden?" beantwortet sie sich ihre Frage selbst, dann verschmelzen ihre Konturen mit jenen des Baumes, sie verschwindet, ein letztes aufflattern ihres Haares im Wind, dann ist nichts mehr von der Elfe wahr zu nehmen, nichts als ein trauriges Flüstern im Wind.

_________________
Inaktiv.


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BeitragVerfasst: 30.09.05, 01:10 
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Wie so oft saß sie hochaufgerichtet auf dem Pferd, die schwarze Rüstung wie eine zweite Haut um ihren Körper geschlungen, die schwere Klinge wie ein zusätzliches Körperteil an ihrem Rücken. Ihre Gedanken umspielten eines der vielen Hinternisse, die es zu überwinden galt, suchten unaufhörlich nach Schwachstellen, nach Wegen zum Ziel. Was vor vielen Monden nur nahe dieser Stelle geschehen war, war nicht vergessen, denn sie vergass nie. Sorgfältig verstaut in einer Kammer ihres Geistes, bereit wiederhervorgerufen zu werden, wenn es gebraucht wurde.
Der gleiche Körper, doch eine andere Frau. Schwächer, jünger, unsicher. Vor ihr nur Feinde, der Tod wartend direkt vor ihr. Feste Entschlossenheit. Sie würde bestehen, nicht wanken, nicht fallen. Die Grenze musste gehalten werden.
Ein Elfenkrieger.
Kein Hass, keine Gewalt brachte er ihr entgegen. Er fragte die Frage, die sie so sehr vermisste: "Warum?".
Die Gespräche brachten ihr Hoffnung, Kraft, den Kampf fortzuführen. Ein Sieg war möglich, kein Sieg durch das Schwert, sondern ein Sieg durch die Wahrheit.
Immer wieder kreuzten sich ihre Wege.. beide Krieger, beide auf unterschiedlichen Seiten.. doch ihre Klingen kreuzten sich nie.


Zuletzt geändert von A. de Perquin: 12.10.05, 05:38, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Das Terthao
BeitragVerfasst: 3.11.05, 17:54 
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In Daluwirh's Tagebuch steht ein Aufsatz über den Glauben der Auelfen.

Das Terthao
Das Wirken des Terthao bringt die Schöpfung hervor, indem es zu einer Waage von Licht und Schatten, Gut und Böse, Erschaffung und Zerstörung kommt. Aus deren Wandlungen, Bewegungen und Wechselspielen, dann unser Tare hervorgeht.

Die Lehre des Terthao sagt, dass man sich an dem Lied orientieren soll. Indem man den Lauf Tares beobachtet und hört, in welchem sich das Lied äußert, kann man die Erscheinungsformen dieses Lebensprinzips kennen lernen. Nur in Lebewesen und an Orten, wie die amrai und die simil, wo alle Elemente im Gleichgewicht sind, erklingt das Lied in ihrem vollen Glanz und man sieht, dass es ihnen gut geht. Wobei man erwähnen muss, dass viele Unwissende das Terthao mit der Natur gleichsetzen, was nicht stimmt. Denn die Natur ist nur ein Teil des Terthao.

Das Prinzip des Gleichgewichts erklärt, warum fey nicht krank werden, jedoch werden biundai und andere Völker es. Der Grund ist, dass sie das Prinzip des Gleichwichtes nicht verstehen und so kommt es des öfteren , dass ihr Körper erkrankt, weil eines ihrer drei Substanzen überwiegt. Wenn zum Beispiel Gallenstoff, Schleim das Blut überwiegen, so leidet derjenige an Blässe der Haut, Schwäche, Müdigkeit, Schwindelgefühl und Kopfschmerzen. Wobei diese nur wenige von vielen Symptomen sind.

Es gibt nichts in diesem Leben, was fest ist: Alles ist dem Wandel unterworfen und das Gleichgewicht schwankt immer wieder. Wobei man erwähnen muss, dass diese Veränderung nur ideal ist, wenn sie sich in Grenzen hält. Denn wenn es zu arg unterscheidet, kommt es zu Katastrophen, wie Erdbeben, Vulkanausbrüche oder Stürmen. In dieser Weise verwirklicht das Lied durch Anpassung an das Wandeln, Vergehen, Wachsen und Werden, welches die Welt ausmacht.

Es wird allgemein als klug und weise angesehen, sich möglichst wenig in das Wirken des Terthaos einzumischen oder sich ihm gar entgegenzustemmen. Besser als durch große Kraftanstrengungen werden Ziele verwirklicht, wenn dafür die natürlichen Vorgänge genutzt werden, die durch das Lied bestimmt sind.

Gleichmut, Rückzug von biundai Angelegenheiten und Relativierung von Wertvorstellungen, sowie Natürlichkeit, Spontanität und Nicht-Eingreifen in das Terthao führt dies zur Übereinstimmung mit dem Lied zu dauerhaftem und wahrem Glück, während die Involviertheit in biundai Angelegenheiten zu einem Niedergang des wahren elfischen Sein führt. Deshalb ist es ratsam, Gleichmütigkeit gegenüber Gütern wie Reichtum und Komfort zu erlangen, und sich vor übermäßigen Wünschen zu hüten.


Zuletzt geändert von Daluwirh: 3.11.05, 18:09, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Verschollenes Wissen
BeitragVerfasst: 7.11.05, 01:53 
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Tag des längsten Sonnentages

Liebes Tagebuch,

ich befinde mich mittlerweile wieder auf Siebenwind. Seit dem "Krieg" hat sich vieles geändert und es scheint als würde das Gleichgewicht auf einem teil der Insel wiederhergestellt werden. Jedoch scheint dieses Eiland noch recht mysteriös sein. Ich hörte von fey und biundai erzählt, dass Ruinen aus dem Nichts kamen, Rassen und Tiere, die es vorher noch nie auf Siebenwind gab und eine mysteriöse Gestalt, die in biundai Gestalt kommt, aber doch keine zu sein scheint. Sie bot den fey'amrai ihre Hilfe an die biundai zu bestrafen, weil diese die Natur so schändeten. Amanda scheint diese Person zu misstrauen und bezeicnete sie als böse. Jedoch schloß ich mit ihr einen Bund, dass wir uns helfen herauszufinden, was ihre wahren Absichten sind. Falls diese eine Dienerin des Einen sollte, so habe ich es zu Amanda gesagt, werde ich sie und die Gestalt bekämpfen.

Eine Lösung zu den mysteriösen Ereignissen auf Siebenwind können nur die Schreine im Ödland sein, die Arkarakun mir zeigte. Bei diesen Schreinen befinden sich seltsame Steintafeln, die mit einer unbekannten Sprache beschriftet sind. Vor diesen Steintafeln ist eine Schale und vor diesem Säulen mit einem Rätsel, geschrieben in der Sprache der biundai. Wenn man die Lösung des Rätsel auf die Schale legt, so hört man eine männliche Stimme, die anscheind viel erlebt hat. Er liest die Übersetzung der Steintafeln. Vielleicht magst du nun denken Tagebuch, dass dies nichts besonderes sei, aber mit Hilfe dieser Übersetzungen wird man diese Sprache übersetzen können. Mittlerweile habe ich mit den niah' acht dieser Schreine gefunden. Aber nur sechs sind bis jetzt gelöst.

Jedoch habe ich heute einen größeren Fund gemacht. Ein seltsames Gebäude aus Sandstein. An den Wänden sieht man nur die Inschrift in dieser seltsamen Sprache und in dem Raum sind 5 Steine. Alle pulsieren und sind warm, wenn man sie anfasst. Jedoch ist der mittlere Stein seltsam. Denn wenn man diesen anfasst., scheint es so als würde man alles sehen, was existiert und dies relativ rasch. Noch immer spüre ich diese unsäglichen Kopfschmerzen, die ich von dieser "Vision" erlitten habe.
Was mich aber mehr interessiert sind die Inschriften und mittlerweile versuche ich im wain den Text zu übersetzen.

Anscheinend ist diese Sprache agglitiniert und nicht wie die biudnai und fey Sprache flektiert. Wobei das seltsame ist, dass es so leicht ist und ein Großteil des Satzbau identisch ist mit dem Satzbau der biundai Sprache. Dies erleichtert die Übersetzung, wobei es noch recht schwer ist zu erkennen mit welchem Muster die Deklination läuft.

Hier sind einige Verse, die ich halbwegs bis jetzt übersetzen konnte. Es wird wohl noch einige Tage dauern, bis ich was nützliches herausgefunden habe. Daher schreibe ich den Text hier rein ohne auf die Deklination zu achten.

*Man sieht mehrere seltsame Inschriften und darunter die elfische Übersetzung.*

Wenn ich dies noch recht unvollständigen Text lese, habe ich ein mulmiges Gefühl. Ich werde demnächst die restlichen zwei Rätsel lösen, dann werde ich den Rest des Textes übersetzen. Vielleicht werde ich dann wissen mit wem ich es wirklich zu tun habe.

OOC-Info: Daluwirh hatte auf dem Festland fast bis zum Ende eine Weberausbildung hinter sich, was dem Magier der Menschen entspricht, bevor er mit der Ausbildung zum Kampftänzer begann. Als er Siebenwind einmal verließ, war er bei seiner Familie in Miandrell und war desöfteren in der Bibliothek der ersten auelfischen Siedlung. Außerdem wurde der Text den Dalu übersetzt hat aus dem Forum rausgetan aufgrund der Gefahr, dass dies dem IG-Rp schadet. Falls an meinem Posts was stört schreibt mir eine PN und ich editier es raus.


Zuletzt geändert von Daluwirh: 16.11.05, 09:07, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Schmerz
BeitragVerfasst: 16.11.05, 09:05 
Ehrenbürger
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Beiträge: 710
Tag des aufkommenden Winterwinds

Liebes Tagebuch,

ich schreibe dir, bevor ich wieder nicht mehr klar denken kann und, wie die niah' es beschrieben haben, anfange wieder nur wirr umherzuwandeln und in der unbekannten Sprache zureden. Wäre Sebra nicht dagewesen, wäre ich wohl noch immer in diesem "Dämmerzustand".

Seit mehreren Tagen spüre ich Schmerzen und Dunkelheit in meinem Kopf und die Sinne sind benebelt. Meine Hände zittern und alles was ich rieche oder schmecke, ist fahl. Zu sehr hat der Missklang des Ödlandes mein eigenes Lied abgestumpft, die Alpträume meinen Schlaf geraubt, die fast ständige Anwesenheit Niemand's in meinem Kopf den Verstand geraubt und die Wunden, die ich im Ödland und in Neimand's Heim erlitt, chronische psychische Schmerzen verursacht. Ich fühle mich sicherlich zur Zeit, wie ein sehr alter, schwer verwundeter biundai.

Doch ich darf nicht aufgeben, das Wissen was ich erlangt habe, muss weitergegeben werden. Das Schicksal, welches das verschollene Volk erlitt, soll abgewendet werden, ansonsten werden alle Völker auf ewig leiden, weinen, trauern und sterben. Zu sehr bedrückt mich der Kummer, der Kummer um das was war, was ist und was sein wird.

Ich muss mich ruhen.....

Mein eigenes Lied ist im Missklang.

Mon Uhata nuag mon Rejaa ka bjanar.



Zuletzt geändert von Daluwirh: 16.11.05, 16:40, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Erkenntnis
BeitragVerfasst: 20.11.05, 04:05 
Ehrenbürger
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Beiträge: 710
Tag des Erntedankfestes in Miandrell

Liebes Tagebuch,

Zeit verbleibt mir, so lese ich den Index. Ich danke Ciriu, dass er sich Mühe gab dieses Werk in auriel zu übersetzen. Es ist einfach mühsam den Text in biundai zu lesen und diese harte Stimme mit nur wenigen Tonebenen im Kopf zu haben.

Meine Erkenntnis war zum Teil falsch. Das alte Volk brachte sich mit dem Ritual nicht selber um, sondern sie wurden von den Göttern bestraft. Eine Feuerregen kam vom Himmel und durchtrennte Siebenwind vom Rest des Landes. Toran's Erzählung über seine Vision ist eindeutig und beweist das vorig geschriebene. Doch weshalb bevorzugten sie es als mortai weiterzuleben, als ihr Schicksal hinzunehmen. Ganze zehn Elfengenerationen mussten sie leiden und ewig auf Tare gebunden sein, ohne Hoffnung auf Erlösung.

Nun sind sie seit dem Krieg mit Merros erwacht und warnen uns vor ihrem unsäglichen Leid ständig den Krieg der "Volaaghtja" zu führen. Um diese bemitleidenswerten Wesen zu ehren, werde ich versuchen sie zu erlösen und diesen Krieg verhindern. Denn sicherlich würde dieser Krieg nicht nur auf Siebenwind stattfinden. Miandrell wird nicht verschont..


[NIMG]http://www.ordination.org/sodom.jpg[/NIMG]

OOC: Darunter sieht man eine Zeichnung Daluwirh's


Zuletzt geändert von Daluwirh: 20.11.05, 13:47, insgesamt 1-mal geändert.

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