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Seufzend richtet Rebecca sich im Bett auf und reibt sich kurz über die Augen. War das alles nur ein Traum gewesen? Kurz legt sich ihre Strin in Falten als sie sich zurück erinnert.
Noch immer hallt der laute, entsetzte Ruf von Herrn Birk in ihrem Kopf wieder "Was ist denn hier passiert?" Hastig war sie aus ihrer Kammer hinab zu ihm ins Freie gerannt und hatte ihn wütend und gleichzeitig betrübt im Gatter der Forstverwaltung gefunden. Dort kniete er kopfschüttelnd über den Kadavern eines Tieres....suchend blickte sie kurz umher...der Silberhirsch fehlt! Dieses wunderschöne, graziele und so edle Tier. Auf der anderen Seite des Gatterzaunes erblickte sie bei genauerem Umhersehen noch weitere Knochen, auch den Höhlenbären hatte es erwischt. Fassungslos den Kopf schüttelnd stand sie neben Herrn Birk "Wer macht denn nur sowas, die armen Tiere" murmelte sie leise. Langsam erhob er sich, seine sonst so freundlichen Züge wirkten kalt und wie versteinert, so hatte sie ihn noch nie gesehen. Wütend trat er gegen einen der Pfosten die den Zaun stützen "Da ist man mal für längere Zeit im Wald unterwegs und dann sowas" seine Stimme klang wütend, doch gleichzeitig auch enttäuscht. "Was hat es nur für Menschen hier auf dieser Insel, Rebecca? Hat man keine Achtung mehr vor dem Leben, vor den Tieren, der Natur? Was soll ich denn noch machen um diese wundervollen Tiere zu schützen?" zu der Traurigkeit in seiner Stimme mischte sich Hilflosigkeit. "Wie hoch muß man die Hecken noch setzen, wie dick die Zäune baun und wie groß müssen die Schlösser sein die ich anbringen muß?" Erneut schüttelt er fassungslos den Kopf. Traurig betrachtete sie ihn. Wie gern würde sie ihm helfen, fast schon machte sie sich selbst Vorwürfe, sie wußte ja das er nicht da war, warum hatte sie nicht besser auf die Tiere geachtet. "Es tut mir sehr leid Herr Birk" stammelte sie leise. Milde winkt er ab. "Es ist ja nicht deine Schuld, das manche hier das Hab und Gut und das uns zum Schutze anvertraute nicht achten und es sinnlos niedermetzeln." Sein Blick fiel auf die Knochen die immer noch im Gras lagen. Ein leises Seufzen war zu hören, ehe er sich bückte und die Knochen zusammen sammelte. "Für diese armen Geschöpfe kann ich leider nichts mehr tun, aber auf die anderen muss ich nun umso mehr aufpassen." Besorgt blickte er sich um. Dann stapfte er mit müden Schritten zurück ins Haus, die Schlösser des Gatters vorher nochmal prüfend. "Wenn ich die erwische..." murmelte er immer wieder leise vor sich hin. Rebecca folgte ihm mit bedrückter Mine.
Hastig springt sie aus dem Bett und zieht sich rasch einige Kleidungsstücke über ehe sie hinunter und vors Haus eilt. Ihr Blick fällt suchend ins Gatter....nein es war kein Traum...sie sind weg, unwiederbringlich weg...Eine Träne kullert aus ihrem Augenwinkel über ihre Wange. Wie kann man sowas nur tun...immer noch fassungslos den Kopf schüttelnd geht sie zurück ins Haus.
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~Ich bin nicht verrückt...nur anders!~
~Bella Buchenhain ~ Hobytlan im Backrausch~
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