|
*es dunkelt über Brandenstein, langsam tauchen die Strassen in die Schatten der nacht, der Nachtwächter ist viel zu sehr damit beschäftigt, die Laternen an zu zünden, als auf die Geschehnisse der Nacht zu achten. 3 Gestalten nähern sich dem Anwesen der Familie Gropp. Eine der Gestalten, die allesamt in Lumpen gekleidet sind, huscht über die Strasse, hinzu der Laterne neben dem Anwesen. Mit einigen geschickten bewegungen hat er die Laterne erklommen und pustet die Kerze im Inneren aus. Die Strasse versinkt vollends in der Dunkelheit. Nun huschen auch die anderen Gestalten durch die dunkle Gasse, direkt zur Eingangstür. Es dauert nur weinige Augenblicke als sich die Tür öffnet und die 3 im Inneren des Hauses verschwunden sind. Der Hund im Vorraum liegt ruhig auf seiner Matte, bis sich eine der 3 Gestalten mit gezückten Messern auf den Hund zu geht und diesen mit einem einfachen Stich in das Herz, sowie einem Schnitt an der Kehle endgültig zum Schweigen bringt. Wer sich den Hund später genauer betrachtet wird feststellen, dass das keine ungeübte Hand war, die diesen Schnitt durchführte.
Erst jetzt schauen sich die anderen Gestalten im Vorraum um, es dauert erneut nicht lange, bis fast alle Truhen und Kisten dort geöffnet sind. Doch wirklich was eingesteckt wird nichts. Die nächtlichen Gestalten setzen ihren Weg durch das Haus fort, während 2 nach unten in den Keller gehen, geht eines direkt in das Zimmer der Hauseigentümer. Das Kind in der Wiege schaut in grinsend an und gluckst vergnügt. Die Gestalt im Zimmer geht hinüber zur Wiege und redete leise mit dem Kind, das mit seinem Pinsel in der Hand weiterhin nur leise gluckst. "Das ist ein Spiel du musst ganz leise sein" Auch reicht er dem kind ein Buch was auf der Komode lag. "Hier darin kannst du malen" Sofort kritzelt das Kind in dem Buch herum, während die Gestalt einen kurzen Blick in die Komode wirft und rasch etwas des Goldschmuckes in seine Tasche steckt. Dann winkt er dem kind nocheinmal zu und verschwindet auf Zehenspitzen aus dem Raum. Die anderen Gestalten durchsuchen derweil den Keller, doch es wird wohl nicht alles entdeckt was dort verborgen liegt. Die Nacht nähert sich bereits dem Ende als die Gestalten nun in das obere Stockwerk des Anwesens zuwenden. Es ist im Grunde die gleiche Arbeit wie auch unten. Nur eine Gestalt huscht wieder nach ganz oben unter das Dach. Die Treppe knarrzt etwas, doch im Haus regt sich nichts. In einem der Oberen Zimmer wird nach kurzem Durchblättern eines Buches dieses mit einem breitem Grinsen eingesteckt. Es dämmert mittlerweile als die Gestalten das Haus über die Terasse verlassen. Am Törchen an der Treppe, über das sie hinübersteigen steht wohl ein Nagel hervor. Vermutlich wird man den dunklen Fetzen Stoff dort finden, der hängen blieb beim Hinübersteigen. Dann sind die Gestalten auch schon zwischen den Bäumen neben dem Anwesen verschwunden. Die Strassen liegen noch immer still und ruhig da. *
_________________
|