"Bekommt Frau Morgen dann auch Krapfen?", fragte die seltsame bunte Gestalt, die Witt zwischen den Beinen herumwieselte.
Zum Glück kümmerte sich Yaris um sie...
Doch was tat er? Er sagte ihr Krapfen zu und liess sie mithelfen, das Wasser aus dem Keller zu holen. Witt schüttelt kurz den Kopf. und widmete sich wieder seiner Arbeit.
>Trage das Wasser, denk nicht über jene person nach, trage einfach Wasser.<
Er tat es...
Anschließend verteilten sie in den Kellern gemeinsam Tücher, um das restliche Wasser aufzunehmen...
Ob die seltsame Frau ihre Krapfen bekam, bekam Witt nicht mit, aber schließlich war sie zu seiner Zufriedenheit verschwunden. Irgendetwas störte ihn an ihr, obwohl er nicht sagen konnte, was...
Bild vom Keller
Als er schließlich aus dem Keller wieder hochkam waren die verkohlten Möbel schon von Yaris und Rebecca hinausgetragen worden und sein Brodir begann gerade, den Boden an den verkohlten Stellen auszubessern.
Witt wandte sich ab und schaute die Treppe zur Bibliothek hinauf. Sein Kontrollblick in den Verkaufsraum hinauf hatte dort nur geringe Schäden festgestellt. Sie brauchten dort allenthalben einen neuen Teppich, denn jener stank wie eine Otterfabrik nach kaltem Rauch.
Seltsamerweise fehlten aber größere Rußspuren, wie sie im ersten Stock zu erwarten gewesen wären. Mit gerunzelter Stirn betrachtete Witt die schwarzen Muster an den Wänden im nördlichen Treppenhaus.
Sie schlängelten sich dort immenz nach oben, aber warum hier? Und wohin genau?
Wie ein Hammer traf ihn die Erkenntnis: Der Kamin im ersten Stock... in der Bibliothek...
Raschen Schrittes erklomm er die Treppe und blieb wie angewurzelt auf der Schwelle der Bibliothek stehen.
Hier also war der Ruß geblieben... und hatte es sich gemütlich gemacht.
Die Decke: schwarz. Der Teppich: schwarz, die Bücherregale...
>Bey Thjarek!< , dachte er:
>Das set aver iine Menge arbeit...<
Nachdem er Rebecca den Schaden gezeigt hatte, trat er, da Yaris hier mit dem Ausbessern des Bodens inzwischen fertig war, an den neuen Ofen heran und zog die Tür auf.
"VERSKEPTET HALLODRI!" entfuhr es ihm polternd. Zwei Schamotte waren gebrochen und mussten ersetzt werden. Kein Wunder, wenn jemand kaltes Wasser auf einen heissen Ofen schüttet. Witt hatte so etwas schon befürchtet. Also nahm er ein erstmal ein kleines Schild, beschriftete es mit einem Vermerk und hängte es an die Ofentür, damit niemand versehentlich versuchte, den Ofen zu benutzen...
So, jetzt das letzte für den Abend. Die Tür... seufzend schaute er in die offene Türzarge und kratzte sich am Kopf. Er hatte noch eine Eisentür im Lager, wenn die mal passte. Das wäre der erste positive Befund des Tages. Sie hatten Glück...
Als Witt schließlich aus dem Handwerkerhaus trat um sich um sein Pferd zu kümmern, das schon seit geraumer Zeit auf seine Möhren wartete, könnte er einen Hochelfen in feinen Gewändern mit einigen Bauarbeitern im Gefolge auf der Straße auf das Haus zulaufen kommen gesehen haben, doch hätte er es später nicht beschwören können.
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Roselin Linnfaerber
Bram Fichtenstieg
Viinjald Frederikksson