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*Auf dem dem Tisch im Konventssaal und auch im Abtzimmer liegen niedergeschrieben diese Worte, in großen, deutlichen Lettern lesbar. Verfasst und ausgelegt von dem jungen Demütigen Diener, Bruder Iycheas, in den Morgenstunden dieses trüben und ungewöhnlich kalten Sekermorgens*
"Lehnshauptstadt Falkensee, den 1. Seker im 17. Regentschaftsjahr unseres heiligen Königs Hilgorad
Einladung zum zweiten großen Konzil von Brandenstein
Schwestern und Brüder im Glauben,
im Namen der göttlichen Viere, der gütigen und nachsichtigen Herrin Vitama, des gerechten und honorablen Herrn Bellum, des Weisheit und Einsicht spendenden Herrn Astrael und des Herrn Morsan, vor welchem jeder von uns beim letzten Gericht Rechenschaft über seine tarischen Verfehlungen abzulegen hat, und auf Wunsch Vaters Donarius Dervus seiest Du geladen, der hochheiligen Mutter Kirche auf dem zweite Konzil von Brandenstein Deine Loyalität der von den Göttern gesendeten Ordnung gegenüber zu untermauern und die Liebe weiterzugeben, die dir eingeschenkt wurde, der Gemeinschaft der Orden so den verdienten Rückhalt zu geben und neue Stärke zu verleihen, auf dass Einheit und Frieden auf unser aller Denken und Handeln liegen möge und wir uns der Knechtschaft an der Gemeinde der Gläubigen zurückerinnern, welcher wir in dieser dunklen Zeit mehr als je zuvor zu Dienst, Lehre, Seelsorge und Schutz vor den Einflüssen des Einen, des Unsäglichen, des finsteren Verderbers, der augenscheinlich auch schon unter uns Schwestern und Brüder den Keil der Zwietracht zu treiben versucht, verpflichtet sind. Um eben dieser Zwietracht Einhalt zu gebieten will der Hl. Donarius vermittelnd zwischen die Orden treten, die im gerechten Zorn gegeneinander entflammten Gemüter beruhigen und den „Jungen einen Weg in die Zukunft zu weisen, welchen sie eigenständig zu gehen vermögen“, denn der Weg der Kirche, welche die Gemeinschaft und das Miteinander der Orden meint, so wie auch die Viere trotz ihrer Pluralität einheitlich Eins sind, kann zu keiner Zeit der gleiche sein.
Wie sich die von Dämonen beeinflusste Welt um uns herum stetig ändert, so müssen auch wir uns ändern, müssen reagieren und agieren, müssen uns aus uns selbst heraus erneuern, um so für die sich wandelnde Gesellschaft, für deren Seelenheil wir, liebe Schwestern und Brüder, verantwortlich sind, glaubhaft und rezeptionsfähig zu bleiben oder muss man aufgrund der Ereignisse der letzten Monde sagen: wieder zu werden? - Dämonische Einflüsse nicht nur durch die jedem bekannte Seuche, fehlende Gläubige in Messen und Andachten und nicht zuletzt der Streit mit der tarischen Obrigkeit, welche uns als Instrument zur Legitimation ihrer Politik sah und als unser Einfluss auf das Kirchenvolk zu schwinden begann abstoßen wollte, als seien wir eine politische Kommission, deren Zweck nun erfüllt ist. All dies sind die Einwirkungen des Einen, welchem wir aber nur durch Einheit und festen Glauben siegreich gegenüber stehend wissen!
Ziel des Konzils wird es sein gemeinsam die Position der Kirche in unserer Zeit zu überdenken und mit Hilfe und Beistand der Viere neu zu formen und den als notwendig erwiesenen Zukunftsweg gemeinsam einzuschlagen. Hierzu sei bemerkt, dass das Konzil weisungsbefugt und unter Vorsitz eines Heiligen bevollmächtigt, ja sogar im höchsten Maße dazu verpflichtet ist neue Lehren für uns alle festzusetzen und gegebenenfalls alte, als Häresien enttarnte Grundsätze zu verurteilen und sie entsprechend zu ahnden.
Geladen seiest Du also, ehrwürdige Schwester, ehrwürdiger Bruder in die von den Vieren gesegnete Stadt Brandenstein ab dem Mittentag, den 3. Seker, dem Tage Todestag der heiligen Dion , der Schutzherrin wider daimonischer Versuchungen, um nach besten Wissen und in gutem Glauben Rat zu halten, so lange wie es die Götter von uns Dienern verlangen.
Im Auftrag des Heiligen Donarius, Schüler des Herrn Astrael,
Bruder Iycheas, ein geringer und demütiger Diener des Schweigsamen, unterwürfiger Knecht im Dienst der Lebenden und der Toten "
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Zuletzt geändert von Iycheas Vrahn: 1.11.06, 00:49, insgesamt 1-mal geändert.
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