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 Betreff des Beitrags: Lyrius Telrunya´s Flucht
BeitragVerfasst: 5.01.07, 02:28 
Edelbürger
Edelbürger
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Es war der 5. Oner 18 nach Hilgorad.

Überall am Hafen Falkensees hingen die Steckbriefe von Lyrius Telrunya und viele hatten von diesem Mann bereits gehört oder gar gesehen, da er immer wieder auftauchte und wieder verschwand. Einige Kopfgeldjäger lauerten im Armenviertel, sie warteten darauf, dass der Gesuchte unvorsichtig wurde, doch bisher gab es keinen Erfolg. "War Lyrius Telrunya verschwunden? Längst tod, oder gar abgehauen?" Man wusste es nicht und niemand konnte es genau sagen.

Doch an diesem Tage kam es anders...

Es war kalt im Hafen zu den ersten Zyklus eines neuen Tages. Eine Gestalt rennt gebeugt über den Hafen der Hauptstadt Siebenwinds - Falkensee. Doch fiel es nicht wirklich auf, haben doch zwei neue Schiffe angelegt. Eines der Schiffe soll laut Kapitän bald wieder ablegen, das wussten die Leute, die nahe des Hafens wohnten. Von den neuen Schiffen die Waren abgeladen. Händler holten ihre Importwaren, Reisende kamen endlich auf die Insel. Eine recht heitere Stimmung so könnte man meinen. Eine Gestalt steht mit dem Kapitän eines der Schiffe namens "Wellentänzer" herum und flüstert. Es war an und für sich ganz normal, dass der Kapitän mit jemanden sprach, meistens etwas geschäftliches. So war keiner der Seemänner misstrauisch und es wurden weiter Waren abgeladen. Der Kapitän hingegen schien sich unwohl zu fühlen. Die Gestalt des anderen Mannes mit dem er sprach war eigentlich nicht sonderlich groß und sah auch nicht sehr gefährlich aus, da keine Waffen offensichtlich getragen wurden. Jedoch der Kapitän unterhielt sich misstrauischen Blickes weiter mit dem schwarzhaarigen Mann. Sie diskutierten eine zeitlang dann schlug der Kapitän in die ausgestreckte Hand des Mannes ein. Es verging nur ein Zyklus und doch schienen viele Leute am Hafen unterwegs zu sein. Das Schiff im Hafen namens "Wellentänzer" lief langsam aus. Das Schiff hatte sich nur wenige Schritt entfernt und steuerte langsam von Falkensee aus auf das offene Meer zu.

Ein Mann stellte sich an die Reeling und winkte eine zeltlang bis das Schiff weiter entfernt war, dann langsam formte er die Hände zu einem Trichter und sprach laut, so das man es am hafen hören konnte.

"LYRIUS TELRUNYA KEHRT WIEDER BEI DEN VIEREN UND ICH WERDE DAS UNRECHT BEKÄMPFEN. SOLLEN SIE AN IHREN 2000 DUKATEN ERSTICKEN"

Erklang es laut und ein lautes Lachen erklang vom Schiff aus, das sich immer mehr entfernte.

Einige Leute konnten es am Hafen verstehen und es entstanden sofort heiße Duskusionen. "War der Verbrecher, der Gesuchte wirklich abgereist?"

Niemand konnte es sagen, ob es ein Trick war doch wie es das Volk so an sich hatte würde sich die Kunde über die Flucht des Verbrechers bald verbreitet haben.


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BeitragVerfasst: 5.01.07, 14:28 
Altratler
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Wohnort: Thüringen - und stolz drauf!
Mit harschen Worten wies Kapitän Rassmanner seinen Steuermann zurecht, denn beinah wäre die "Wellentänzer" auf eines der Riffe um Siebenwind aufgelaufen. Er selbst hätte lieber alle Fracht im Seehafen Brandenstein gelöscht, aber einige unverbesserliche Passagiere und der Postmeister Falkensees mussten ja unbedingt mit Ruderbooten von der Hauptstadt aus zum Schiff gebracht werden. Rassmanner war selbst in Falkensee und sah sich dort ein wenig um. Seltsamerweise lag dort eine Schaluppe im Schlick, ein kleiner Kahn zwar, aber er konnte sich beim besten Willen nicht erklären, wie diese dort hingekommen war.

Mürrisch gab er dem Steuermann letzte Anweisungen, bis die "Wellenbrecher" sich in den Wind legte. Da vernahm er das Gebrüll eines Mannes am Bug, der irgendetwas in den Wind brüllte. 'Rückkehr, wie? He da, ihr da. Was sagtet ihr wie euer Name lautet. Tellrunja? Hmm, kommt mir bekannt vor. Kommt doch einmal in meine Kabine." sprach der Alte in seiner breiten Seemannssprache. Unauffällig hatte er dem Matrosen Rhotgar, einem stämmigen Nordmann, ein Zeichen gegeben, doch ebenfalls zu folgen.

...

Unterdessen ging in Falkensee das Leben seinen gewohnten Gang. Das Gebrüll der draußen auf Reede liegenden "Wellentänzer" hatte der Wind schon längst verschluckt, ehe es die Stadt erreichen konnte. Nur zwei einfache Fischer, die an den südöstlichen Klippen ihrem Tagwerk nachgingen, mögen etwas wie "Lytelya fährt wegen den Tieren nach Untrecht, soll sie Anirya tausend Kater schicken?" verstanden haben. Verwundert sahen die beiden sich an und gingen dann wieder ihrem Tagwerk nach.

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>Das ständige Nachgeben der Klugen begründet die Diktatur der Dummen.<


Graf Hagen Robaar von Saalhorn zu Siebenwind. - <<Charprofil>>
Abschied und Verrat. - Der Abschied Graf Hagen Robaars von Siebenwind ............ Ein (ehemaliger) Lehnsherr auf Sinnsuche ............. Hagens Rückkehr - Finsternis' Weg


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BeitragVerfasst: 5.01.07, 19:10 
Edelbürger
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Während das Schiff langsam auf das offene Meer zusegelte folgte Lyrius Telrunya langsam dem Kapitän in seine Kajüte. Er war trotz allem auf der Hut, ein gesuchter Mann lebte nie in völliger Sicherheit. Trotz allem hatte er einen Plan den er nicht so einfach aufgeben würde. Seine Gedanken überschlugen sich als er die Kabine betrat. Den Kapitän nicht aus dem Auge lassend schloss Lyrius die Türe und verschränkte die Arme vor dem Brustkorb. Was konnte der alte Seemann von ihm wollen? Am Anfang schien es ein ganz normales Gespräch, der Kapitän schien sich etwas für ihn zu interessieren. Es wurde Wein eingeschenkt und sie unterhielten sich während der Matrose vor der Türe der Kabine wache hielt um jederzeit eingreifen zu können. Langsam wurde Lyrius die Unterhaltung etwas unangenehm und er lies seinen Blick durch die kleine jedoch gemütlich eingerichtete Kabine des Kapitäns schweifen. Einige ausgerolle Karten lagen auf einem Abstelltisch, eine Kerze brannte am Tisch an dem sie saßen. Der Kapitän sprach immer weiter immer weiter, während der Gesuchte nur halbherzige Antworten gab. Ich war wohl vorhin wieder zu übermütig? Ist der Alte misstrauisch geworden?...Ich sollte von jetzt an vorsichtig sein und bald meinen Plan umsetzen und für eine schnelle Rückkehr sorgen....

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Langsam lief das Schiff weiter hinaus auf offene See und Lyrius beobachtete wie Brandenstein selbst auch immer kleiner wurde. Der Kapitän hingegen lauerte bereits darauf, dass sie gemeinsam die Kabine verliesen und der Nordmann den Verbrecher in den Lagerraum einsperren konnte. Der alte Seemann beobachtete die Bewegungen des Gesuchten. Während das Gespräch eher im ruhigen Ton stattfand überlegte er angestrengt. Der soll 2000 Dukaten wert sein? Wie soll der Schwächling es geschafft haben noch nicht gefasst worden zu sein? Er hat doch nichtmal eine Waffe bei sich.

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Lyrius stand langsam auf und gähnte, er spürte den leicht angespannten Blick des Kapitäns auf sich und musste grinsen. Wie immer wenn er ein unbehagliches Gefühl bekam, einfach grinsen was ihm ein selbstbewussten Auftreten verschaffte. Die Insel ist schon ganz schön weit entfernt...ich muss mich beeilen. Langsam schritt er zu den Fenstern in der Kabine. Es waren zwar nicht besonders große Fenster, aber ein nicht allzu breiter Mann hätte jederzeit durchschlüpfen können. Ob ich es hier wohl schaffe? Ich hab das ungute Gefühl, dass mich der Alte beobachtet....
"Herr Kapitän...kann man die Fenster öffnen? Ich habe das Gefühl ich werde langsam seekrank"

Der alte Seemann schien kurz zu überlegen und stand dann auf, mit einigen kurzen Bewegungen öffnete er den festen Verschluss der Fenster, die dazu dienten, dass kein Seewasser bei hohen Wellengang eintreten konnte.

Lyrius beobachtete ihn dabei ruhig, der Kapitän schien kurz abgelenkt und langsam wanderte zu der Weinflasche.Das Gespräch ist beendet, ich werde mich heute noch auf den Heimweg machen alter Mann. Wieder musste er grinsen und holte mit der Flasche aus.

Der Kapitän drehte sich wieder um und hob sofort abwehrend die Hände, doch die Weinflasche in der Hand des Verbrechers war schneller und zerschellte an seinem Kopf. Der alte Seemann ging bewusstlos mit einer Schnittwunde am Kopf zu Boden. Von draußen hörte man sofort das Poltern eines Mannes.

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Während Lyrius sich durch das Fenster drückte merkte er nicht wie jemand hinter ihm mit einer Waffe ausholte, er spürte etwas scharfes an seiner Hand entlanggleiten und schrie laut auf. Gleich darauf ein lautes Platschen im Wasser. Der Körper des Verbrechers war einige Momente verschwunden bis er wieder auftauchte. Das Einzige was von ihm zurückblieb war sein Ringfinger der linken Hand, der nun am Boden der Kabine lag.

Der Nordmann suchte eilig den Schiffskoch auf der auch etwas von Medizin verstand und den Kapitän versorgen sollte. Doch der Verbrecher schien ihnen entkommen. Man konnte nur annehmen, dass er zurück zur Insel geschwommen ist und doch war es ein weites Stück.

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Schnaufend schwamm Lyrius in Richtung Brandensteinerhafen. Sein Atem ging schwer und trotzdem bewegte er sich immer weiter über das eiskalte Wasser. Diese Kälte...ich darf nicht aufhören zu schwimmen...ich muss weiter...schneller....verdammte Scheiße ist das kalt....
Im Gedanken vor sich weiterfluchend schwamm er dahin, der Schmerz in seiner linken Hand war bereits durch die Kälte untergegangen.

---

Mit letzter Kraft klammerte Lyrius sich an die Leiter im Hafenbecken Brandensteins und zog sich hoch, sein Atem ging schwer und er musste husten. Die Gedanken waren verschwommen bis er eine warme Decke am Körper spürte. Zwischen einigen Fässern saß er mit einer alten lumpigen Decke neben einem alten runzeligen Seemann, der ihn wohl nicht erkannte. Leise sprach er zu ihm in der schlampigen Seemanns sprache: "Na hat dik dat Meerwassa wiedejr ausgespuckt mejn Jong?." So sprach der Alte weiter und flößte ihm aus einer alten Blechtasse billigen Rum ein, der wie Feuer die Kehle hinunterrann. Die Unterhaltung ging eine Weile bis Lyrius benommen meinte er will sich etwas hinlegen. Der alte Seemann führte ihn bis zum Brandensteiner Hospitz, wo Lyrius sich in eines der leeren Betten legte und einschlief.


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