Siebenwindhomepage   Siebenwindforen  
Aktuelle Zeit: 5.05.26, 05:03

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 1 Beitrag ] 
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: Am heutigen Tage in Falkensee.
BeitragVerfasst: 10.04.07, 18:39 
Einsiedler
Einsiedler

Registriert: 25.07.06, 01:29
Beiträge: 232
Es geschah innerhalb des 6. Zyklus, als ein junger Mann durch den Garten des Tempels stolpert, geschwächt von einer unsichtbaren Kraft. Immer wieder verharrt er schwächelnd - sein Atem geht keuchend - der Brustkorb bebt.

Sein Weg führt ihn aus dem Garten hinaus, der Straße zum Markt folgend, bis vor die Stufen des Tempels. Dort sinkt er keuchend wieder zu Boden und hält, die Hände vor sich auf den Stufen stützend, einen Moment inne. Als hätten die Götter nicht schon genug an seiner Kraft gezehrt, brechen die Wolken entzwei und ein heftiger Regenguss ergiesst sich über Falkensee. Ein Mann eilt herbei, wohl ein Diener Bellums, und hilft dem kraftlosen Jungen auf die Beine. Den wirren Worten des Jungen lauschend, begleitet der Mann ihn stützend in den Tempel und schließlich in den Schrein Vitamas.

Dort sinkt der geschwächte Mann wieder zu Boden. Das Geräusch seines schweren Atems erfüllt den kleinen Schrein. Das Zeichen der Göttin mit seinen zittrigen Fingern vor der Brust vollführend, hockt er auf dem Boden. Der Diener Bellums eilt davon, nach einer Geweihten Vitamas Ausschau haltend, als die Stimme des Jungen nun bebend erklingt. Leise und schwach - doch die flehenden Worte wirken verzweifelt und durcheinander.

Sein Gebet, durchwachsen von Worten der Verbitterung, Angst und Enttäuschung, zieht sich einige Minuten lang. Oftmals schreit er flehende Worte, die lauthals von den Wänden widerhallen. Als sich das Ende des Gebetes mit den Worten: "Heilige Mutter, gib mir die nötige Kraft..." bereits abzeichnet, fährt seine linke Hand hinüber zur anderen und zieht den Saum des Handschuhs einen Deut zurück. Das Handgelenk des Mannes ziert eine ungewöhnlich rosane Haut, sie wirkt dünn - so leicht verletzlich. Sein bitterer Blick gleitet hinunter zu eben dieser Stelle, ehe er sich wieder keuchend aufrichtet und den Schrein verlässt. Sein kleiner Hundewelpe, der ihm den gesamten Weg hindurch so treu folgte, erhebt sich ebenfalls eilig und trottet dem Mann hinterher.

Dem kleinen Tier ist Angst und Kummer anzusehen. Den Schwanz eingezogen schaut er immer wieder sorgend zu dem Jungen auf. Dieser zieht sich, auf dem Weg zur Tempeltür eine Kapuze über und atmet die frische, von Feuchtigkeit getränkte Luft tief ein als er wieder ins Freie hinaus tritt. Zwei Passanten mögen ihn noch gesehen haben wie er stolpernd, den kleinen Hund an seiner Seite, gen des Südtores geht...


Nach oben
 Profil  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 1 Beitrag ] 

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 112 Gäste


Sie dürfen keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Sie dürfen keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Sie dürfen Ihre Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Sie dürfen Ihre Beiträge in diesem Forum nicht löschen.

Suche nach:
Gehe zu:  

Powered by phpBB © 2000, 2002, 2005, 2007 phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de