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 Betreff des Beitrags: Kampf gegen Tarundi
BeitragVerfasst: 12.06.02, 16:28 
Edelbürger
Edelbürger

Registriert: 9.12.01, 02:12
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10. Triar 13 n. Hilgorad

Ryalynn Feenflug, kaum den Kinderschuhen entwachsen mit ihren 47 Jahren, besuchte sie seit einigen Monaten mal wieder Avindhrell, Wain der fey amrai, um auch die Niah’amrai mal wieder zu sehen.
Doch Avindhrell sah am Anfang dieser Hellphase anders aus als sonst. Am Fluss, der die Insel auf der Avindhrell liegt ausbildet, lagen Leichen von Trollen und Riesen, was sie doch ziemlich schockte. An der Furt traf Ryalynn auf eine leicht verletzte Waldelfe, Nifiel, ihre liebste Niah. Sie erzählte, dass die Riesen und Trolle aus dem Wald heraus und ohne Vorwarnung angegriffen hätten, aber dennoch besiegt wurden. Sofort fühlte sich Ryalynn bei diesem Bericht an den alten Hain erinnert, der von denselben Wesen zerstört wurde. Sie wusste viel zu gut, wie schrecklich es sein konnte sein Heim zu verlieren. Nur hier und jetzt wurde Avindhrell gerettet.
Allerdings kann der Schein manchmal trügen. Bei den Monstern wurde eine Nachricht gefunden, die besagte, dass dies noch nicht das Ende gewesen sei und tatsächlich war es das nicht. Kaum war es dunkel geworden, da tauchte vor der Furt ein rot schimmernder Stein auf, der sich so anfühlte als sei er selbst voller bösem. Freilich hielt sich Ryalynn zurück und verließ das vermeintlich sichere Avindhrell nicht um nach dem Stein zu sehen. Stattdessen lernte sie das kleine Halblingmädchen Nanzi, das kommt von Narzisse, da ihre Mutter sich so damit auskannte, kennen und lenkte sie von den Schrecken, die es hier immer noch gab ab, denn so etwas ist nichts für ein Mädchen, was sich auch schon bald bewahrheiten sollte.
Der Stein war nur ein Köder um die Verteidiger Avindhrells vor die Furt zu locken. In der Dunkelheit der Nacht und im Schatten des Waldes warteten die Trolle und Riesen den günstigsten Augenblick ab. Als Nifiel „ANGRIFF“ schrie, nahm Ryalynn Nanzi auf die Arme und lief mit ihr schnell weiter von der Furt weg in eine mögliche Sicherheit, wohl nicht nur um das Kind zu schützen, sondern auch um nicht den Kampf sehen zu müssen, vor dem sie selbst eine gehörige Angst hatte. Nervös versuchte sie sich und Nanzi mit einem Spiel abzulenken, von den Kampflauten, die draußen vor dem Dorf erklangen…


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 12.06.02, 19:08 
Edelbürger
Edelbürger

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11. Triar 13 n. Hilgorad

Einen Tag später, Ryalynn hatte Nanzi in ein Bett im Gästehaus Avindhrells gebracht und war dann wohl selbst kurz eingenickt, schreckte sie hoch, weil der Raum voller Elfen, Vorräte und mit Fellen ausgelegt war. Verletzte Elfen lagen auf den Betten oder dem Boden und der Rest war kampfbereit angezogen. Nifiel, die immer noch dort war, erklärte ihr, dass das Dorf wieder angegriffen wurde, nicht nur von Riesen, sondern auch von einem Menschen, der allem Anschein nach ein Magier war und auftauchen konnte, wo er wollte. Im ganzen Dorf lagen dieselben schimmernden Steine herum, wie am Tag zuvor vor der Furt, alle Tiere im Wain waren gestorben, das Essen verdorben und an den Stellen, wo die Steine lagen tauchten immer unerwartet mehr Riesen auf wie aus dem Nichts. Das musste einfach ein Traum sein, so etwas kann sich nicht über Nacht entwickeln. Ryalynn drehte sich zur Fensterscheibe um und schaute hinaus. Plötzlich versperrt ein riesiger Unterschenkel die Sicht nach draussen, ein Riese. „Ohh ein spannender Traum, nicht wahr, Isaion?“ sagte sie zu dem Heiler der die Verletzten versorgte. Zwei Augenblicke später stürmen einige Auenelfen in den Raum, gefolgt von dem langen Arm des Riesen, der sie jagte. Da kam Elen durch die andere Tür. „Alle raus hier!“ Ryalynn hüpfte also vom Bett und ging völlig ruhig quer durch den Raum an Elen vorbei und hinaus in das Dorf und sah sich dort etwas um. Überall Dreck und Leichen von Riesen, zum Glück keine von Elfen. Es roch sogar schlecht, ein verblüffender Traum.
Nach einiger Zeit fand sie ein anderer Elf, Aglareth war sein Name, und zeigte ihr, dass es kein Traum war. „Aua!“
Danach führte er eine verstörte Elfe, die sich gerade dem Schrecken um sie herum bewusst wurde, zurück, doch sie dachte für sich dass es vielleicht besser wäre Avindhrell zu verlassen und woanders Unterschlupf zu suchen, aber sie konnte Nifiel und die gerade eingetroffenen Valandriel und Lorion nicht im Stich lassen. So stand Ryalynn ziemlich lange an der Furt und schaut hinaus in den Wald am anderen Ufer, während Valandriel versuchte sie mit seinen Worten ein wenig zu beruhigen, was jedoch nichts nützte, als der Magier plötzlich vor ihnen auftauchte, lachte und Nifiel, die ein wenig weiter weg stand mit seiner Magie niederstreckte. Sofort stürzten Lorion und Valandriel zu ihr und tragen sie in das nächste Haus vor die Felle auf dem Boden vor dem Kamin. Doch auch nachdem Isaion Nifiel geheilt hat, gab es noch immer keine Ruhe. Der Magier trat mit einem Mal ein und verriegelte die Tür hinter sich indem er einfach den Türgriff berührte. Er wollte Nifiel mitnehmen. Um ihre beste Freundin fürchtend, versuchte Ryalynn ihn anzuspringen und aufzuhalten, aber stattdessen wurde es ihr einfach schwarz vor Augen und sie sackte zusammen. Als ihre Sicht zurückkam, war Nifiel schon fort.
„Wenn er ihr ein Haar krümmt, werde ich ihn eigenhändig töten!“ Ihren ganzen Zorn und ihre ganze Verzweifelung über die Lage, legte sie in diesen Satz und heraus kam ein Versprechen, das sie auch halten würde.
Valandriel wollte sie noch aufhalten, es würde nichts bringen, sich an die schwache Möglichkeit zu klammern irgendwo zufällig etwas zu finden, aber Ryalynn würde es nicht dem Zufall überlassen. So lief sie über die Furt und in die Dunkelheit.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 15.06.02, 13:14 
Edelbürger
Edelbürger

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12. Triar 13 n. Hilgorad

Einige Zeit später, wieder war es dunkel, saß sie unter dem Baum, der schon einmal gegen die Dunkelheit geholfen hatte. Sie saß dort, gegen den Stamm gelehnt, die Augen geschlossen und hoffte darauf, dass sie etwas sehen würde, was ihr helfen könnte, Nifiel zu finden, dachte darüber nach was am Tag zuvor geschehen war, warum sie so wütend und zornig darüber war, wie es vorher noch nie der Fall war. Sie konnte ihre Freunde nicht beschützen selbst wenn sie wollte, das hatte ihr der Mensch gezeigt. Machtlos war sie, wenn jemand ihre Freunde verletzen wollte. Wütend, weil sie zu schwach war…
Der einsetzende Regen fiel ihr ins Gesicht, auf die Arme, den Bauch, die Beine. So kühl, beruhigend, regelmäßig, löschte den Zorn über ihre Unfähigkeit, als wenn es nur ein Strohfeuer gewesen war. Es war geschehen, es nutzte nichts sich selbst zu verfluchen, stattdessen musste sie ihre Freundin suchen gehen, nur wo? Dieser kleine Setzling konnte nicht helfen, er hatte wohl noch nicht wieder die Kraft. Aber die Mutter würde die Kraft besitzen, vielleicht, wenn sie Glück hatte, war eine von denen dort, die ihr helfen konnten.
Sie brauchte nicht weit zu laufen und Glück hatte sie. „Sccchhhht du…“ zischte sie von hinter einem Baum hinweg, gerade laut genug damit die Frau es hörte. „Ich muß in die Höhle…“ Die Frau konnte es nicht glauben, aber gab dann doch nach. Zu ihrem erneuten Glück war sie nicht das erste Mal hier, im Gegenteil…
Sie mochte die Höhle nicht. Gut, dass sie nicht so tief war und das, was sich dort verbarg, war das leichte Frösteln auf ihren Armen wert, denn der Anblick des Baumes in der Kammer versetzte sie Mal um Mal ins Stocken. Tief beeindruckt und mit einer Ehrfurcht vor der Aura, die dieser Baum ausstrahlte, trat sie nah an ihn heran. Zuerst nur die Fingerkuppen, dann die ganze Hand legte sie auf die Rinde und schloss die Augen. Vor ihr pulsierten Schwarz und Weiß durcheinander als gäbe es keine Ordnung, doch war es nicht unangenehm, denn sie schienen in einem feinen Gleichgewicht zu sein. Darauf konzentrierte sie sich…
Sie wusste nicht, wie lange es war, wie sie so da stand, vielleicht nur Minuten, vielleicht eine ganze Phase, da roch sie etwas weit entfernt und lief schnell auf allen Vieren dorthin, die Nase weiter auf der Fährte. Der Geruch kam ihr so bekannt vor, es war die Spur derjenigen, die sie suchte. Durch den Wald trieb es sie. Sie achtete nicht auf die Gegend. Sie lief, wich den Bäumen aus. Konnte nichts mehr sehen und verschwand im Schwarz.
Die Hand löste sich langsam von der Rinde und ging zu der Frau, die die ganze Zeit hinter ihr gewartet hatte. „Und? Hast du etwas gesehen?“ Sie schüttelte enttäuscht den Kopf und erzählte, was sie gesehen hatte: „… es kam mir so vor, als wenn jemand es verhindern wolle, dass man sie findet. Vielleicht ist dieser Mensch einfach zu stark.“
Enttäuscht bei ihrer besten Chance nichts gefunden zu haben, verabschiedete sie sich wieder, aber kaum war eine Möglichkeit erloschen, kam ihr schon die nächste in den Sinn. Zielstrebig machte sie sich auf nach Westen an der Küste entlang.


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