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*Nortraven reiten über die Insel und suchen jede Stadt und jede Siedlung auf*
*An Mauern und Pallisaden werden Plakate aufgehängt.
Flugblätter werden Verteilt*
*Darauf zu lesen:*
Bewohner von Siebenwind,
das Volk der Nortraven lädt ein, daran teilzuhaben wie wir eine alte Norische Tradition wieder Aufleben lassen.
Das Slagfest.
Seit Jahrunderten besteht diese Tradition im Norland. Doch in den Zeiten der Galadonischen Besatzung geriet sie in Vergessenheit. Nun ist es an der Zeit diese alte Tradition wieder aufzunehmen.
Gesucht werden die Stärksten, Todesmutigsten und Waghalsigsten Kämpfer dieser Insel. Gleich welche Rasse oder Glauben. Ein jeder ist Willkommen und für die Dauer der Kämpfe sind etwaige Feden Vergessen.
Dem Sieger winkt ein Stattlicher Geldbetrag sowie die Gewissheit der Vermutlich Stärkste Kämpfer Siebenwinds zu sein.
Zeitpunkt des Turniers ist der Wandeltag,17. Triar, zu Beginn des 7. Dunkelzyklus (OOC: Sonntag, 16.06, 20 Uhr)
Anmeldungen sind Rechtzeitig abzugeben
(OOC: Bitte per Forumspost bis zum Samstag, 15.06, 22 Uhr, an mich)
Zu beachten sind folgende Regeln:
Die Teilnahmebedingungen:
- Das Antrittsgeld für jeden Kämpfer beträgt 1000 Dukaten. Die Hälfte des gesammelten Antrittsgeldes aller Teilnehmer wird dem Sieger zugeführt. Die andere Hälfte bleibt in Westhever.
- Jedem Kämpfer steht es frei maximal zwei Begleitpersonen zu wählen, die ihn nach Westhever begleiten.
- Jeder Kämpfer erklärt sich mit den Regeln einverstanden und ist sich des mit dem Wettkampf verbundenen Risikos bewusst.
- Alle Besucher werden darauf hingewiesen sich mit dem Betreten Westhevers
nortravischem Gesetz zu unterwerfen ohne Ansprüche auf eine königliche
Gerichtbarkeit
Ablauf:
- Der Wettbewerb wird über Nacht innerhalb der Pallisaden von Westhever ausgetragen.
- Die antretenden Kämpfer haben sich zusammen mit ihren Begleitern eine Stunde vor Einbruch der Nacht in Westhever einzufinden.
- Am Tor werden Kämpfer und Begleitpersonen von 2 Nortravenwachen nach ihren Namen gefragt und sind verpflichtet diesen beiden Wachen preiszugeben. Auch ihr Inventar muss zur Untersuchung freigegeben werden. Bei Zuwiderhandlung erfolgt kein Einlass.
- Begleitpersonen, die verspätet eintreffen und behaupten einem der Kämpfer anzugehören können nicht darauf vertrauen eingelassen zu werden.
- Die Begleitpersonen der Kämpfer versammeln sich in der Taverne, wo sie die Zeit bis Nachteinbruch unter der Aufsicht von Wachen der Nortraven mit Saufen oder Reden verbringen.
- Die Kämpfer werden direkt nach Eintreffen ins Haus des Dorfrats geschickt. Hier werden ihre Namen erfragt, die Regeln noch einmal erklärt und die Antrittsgelder kassiert. Danach kehren die Kämpfer zu ihren Begleitern in der Taverne zurück, wo man sich gemeinsam auf die Nacht und den nahen Tod vorbereitet.
- Bei Einbruch der Dunkelheit werden die in der Taverne Versammelten zum Ring gerufen. Das Tor Westhevers wird jetzt geschlossen und nicht vor Tagesanbruch wieder geöffnet. Keiner kommt mehr hinein oder hinaus.
Regeln für die Kämpfer:
- Die Kämpfe werden mit minimaler Rüstung ausgetragen. Keine Bekleidung
oberhalb des Hosenbundes (keine Handschuhe, kein Hemd, kein Kragen, keine Helme).
Als Hose ist maximal Leder zugelassen, keine metallenen Rüstungsteile.
- Als Waffen sind Schwerter oder Schwertähnliche (Katana, Säbel,...), Äxte und Hämmer/Keulen erlaubt. Keine Schilde.
- keine Magie jedweder Art, sei es aktiv oder passiv an einen Gegenstand
gebunden, keine Tränke, kein unterstützendes Zaubern Außenstehender.
- Kämpfer werden angehalten in möglichst minimaler Ausrüstung anzureisen:
Das was sie am Leib tragen, eine Waffe ihrer Wahl, Nahrung, Bandagen, Geld.
Regeln für die Begleiter:
- Den Begleitpersonen ist das Mitführen von Waffen ebenso wie das Tragen jeglicher Rüstung nicht gestattet.
- Den Begleitpersonen wird ebenso wie den Kämpfer nahe gelegt mit leichtem Gepäck anzureisen.
- Überflüssige Gegenstände, Waffen und Rüstungen werden von den Wachen am Tor einkassiert und mit etwas Glück am nächsten Morgen wieder herausgegeben.
- Die Besucher haben sich stets im Sichtbereich mindestens eines Nortraven zu halten.
- Die Begleitpersonen sind nicht befugt irgendein Gebäude außer der Taverne zu betreten. Sie sind verpflichtet sich vor den Kämpfen in der Taverne oder direkt vor deren Tür und während der Kämpfe am jeweiligem Kampfplatz aufzuhalten.
- Nortravenwachen halten am Tor, in der Taverne und vor Rathaus, Lagerhaus Wache. Andere patrouillieren durch Westhever. Ihren Anweisungen ist Folge zu leisten. Bei Zuwiderhandlung droht der Rausschmiss oder Schlimmeres.
Ablauf der Kämpfe:
- Ein Kampf gilt als beendet wenn einer der beiden Kontrahenten zu Boden geht oder aufgiebt.
- Das Leben jedes Einzelnen liegt in seinen Händen und denen seines Gegners.
- Wer bereit ist zu kämpfen tritt in den Ring. Es gibt keinen Turnierplan. Nur den Mut des Einzelnen wie viel er sich zutraut und wann er ausruhen muss.
- Jeder hat das Recht auf ein letztes Wort vor Beginn des Kampfes oder darauf seinen Namen bekannt zu geben, bevor er sein Schicksal dem Tod übergibt.
- Die Kampfüberwacher achten darauf, dass jeder Kämpfer in etwa die gleiche Anzahl an Kämpfen absolviert. Wer nicht von selbst genug Mumm aufbringt in den Ring zu steigen, wird aufgerufen.
- Die Menge, nicht die Kämpfer oder der Kampfüberwacher gibt das Signal zur Kampferöffnung mit einem einheitlich gebrülltem "Kämpft!".
OOC: Der Geschichtliche Hintergrund des Slagfests:
Die Geschichte des Slagfests:
„Slagfest. Altes nortravisches
Wort für Schlachtfest.
Ursprünglich eine alte Nordische Tradition um Feden zwischen Famillien, Dörfern oder Lansdstrichen auszutragen. Waren sich 2 Parteien uneinig, Beispielsweise über Landansprüche, Warenpreise oder hatten sonstige Streitereien, so wurde zum Slagfest gerufen. Hier traten die stärksten Männer der beiden Parteien an um in einem Kampf bis auf Blut den Streit für sich zu entscheiden. Solche Kämpfe waren bei der Bevölkerung außerodentlich beliebt. Nicht selten mußten sich die Kämpfer ihren Weg zum Ring durch wahre Horden bahnen. Met und Schnaps floß reichlich. Denoch verkam eine solche Veranstaltung niemals zu einem Volksfest. Der Respekt vor den Göttern und dem Tod ließ die Menge in Ehrfurcht ertarren.
Aus den Aufzeichnungen eines Reisenden: "....Zufällig war ich anwesend als zwei Dörfer ihren Streit über den Getreidepreis in einem Kampf entscheiden wollten.
Auf dem Dorfplatz wurde ein Ring errichtet auf dem sich die Kämpfer Duellieren sollten. Der Ring war Umgeben von den Bewohnern der beiden Ortschaften. Trotz der masse an Zuschauern herschte Ehrfürchtige Stille. Dann betraten zwei Männer den Ring. Beide ein Beispiel an Nordischer Manneskraft. Fast zwei Fuß hoch, Muskelbepackt. In ihren Augen war die Entschloßenheit abzulesen, den Kampf für sich zu Entscheiden. Obwohl der Tod für sie Greifbar war, war keine Gefühlsregung zu sehen. Beide waren nur mit ihrem Kilt und Halbhohen Stiefeln bekleidet. In ihren Händen jeweils ein Schwert, fast so lang wie die Männer selbst. An den Griffen Reich verziert mit Szenen aus längst vergangenen Schlachten.
Jeder zog sich in eine Ecke zurück, schnaubend wie ein Bulle beim Konkurenzkampf auf der Weide.
Aus Dutzenden Kehlen hallte der Ruf "Kämpft" und die beiden gingen aufeinander los. Ihre Schwerter trafen aufeinander und das Geräusch sich aneinander reibenden Metalls erfüllte den Ring. Ein Kampf entbrannte bei dem beide Männer nicht ans Aufgeben dachten. Keiner schenkte dem anderen auch nur einen Fuß des Rings. Die Männer waren sich ebenbürtig und es war nicht auszumachen wer den Kampf für sich entscheiden würde.
Dann passierte es. Während der eine sich anschickte Auszuholen, bohrte sich das Schwert seines Kontrahenten in seinen Bauch und trat am Rücken wieder hervor. Der Getroffene war offenbar wie in Trance und schien den Schmerz nicht wahrzunehmen. Er hob sein Schwert über den Kopf, bereit zuzuschlagen. Doch in der Bewegung erstarrte er. Sämtliches Leben entwich seinem Körper, seine Augen brachen. Ein letzter Atemstoß der Blut in Blasen aus seinem Mund warf und er fiel zu Boden. Der Streit war Beendet. Die Götter hatten Entscheiden und kurz drauf waren beide Dörfer schon wieder beim Met vereint."
Von alters her also eine traditionelle Kampfveranstaltung der Nortraven, erlangte das Slagfest aber ausgerechnet zu Zeiten der Besatzung durch Galadon einen nie zuvor gekannten Stellwert. Als das Königreich versuchte den Nortraven ihre alte, gottgegebene Härte und Kampflust zu nehmen waren die im geheimen ausgetragenen Kämpfe auf Leben und Tod ein wichtiges Mittel zur Aufrechterhaltung alter Werte und eine ganz eigene Art der nortravischen Rebellion gegen die Unterdrückung.
Väter nahmen ihre Söhne mit in die Keller und abgelegenen Felder, wo sich die Kämpfer trafen, um ihren Sprösslingen zu zeigen, was sie auf den von Galadon beherrschten Straßen nicht mehr oft sehen konnten: Nortravische Tapferkeit und Todesverachtung. Und Legenden um besonders erfolgreiche und todesverachtende Streiter ersetzten kurzzeitig die alten Erzählungen über Kriegshelden früherer Tage. Und die gewaltigsten dieser modernen Sagen werden noch bis heute mit dergleichen Faszination und Leidenschaft erzählt wie vor Jahren, als die Männer die sie inspirierten noch lebten und sich gegenseitig die Knochen brachen.
Als das Norland seine Freiheit zumindest teilweise wiedererlangte schwand die Not nach den blutigen Wettkämpfen und damit auch deren Popularität fast augenblicklich. Dennoch erinnert sich auch heute noch jeder Nortrave an dieses Kulturgut. Und hin und wieder kommen hier und da im Norland noch heute Wagemutige zusammen um die Zeit der Besatzung auf ganz eigentümliche Weise wieder zum Leben zu erwecken und der tapferen Männer von damals zu gedenken, die oft ihr Leben dafür gaben, das nortravische Erbe nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.
Doch ausgerechnet auf Siebenwind, einer Insel so fern der Heimat, wird die Idee des Slagfest unter veränderten Sternzeichen wiederbelebt. Diesmal als ein Weg für alle Tapferen der Insel zusammenzufinden an einem Ort ... und als Test ... ob die anderen Völker Siebenwinds neben Dieben und Gesindel auch Krieger hervorbringen, die dem Geist der Nortraven von damals gerecht werden und den jungen Nortraven von heute lebendige Erinnerung sein können.“
Zuletzt geändert von Leif: 11.06.02, 00:40, insgesamt 1-mal geändert.
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