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*3 Tage zuvor erreichte Hochwürden Ferandor Merkesdin ein Brief seines Ordens auf dem Festland*
"Bellum zum Gruße Hochwürden Merkesdin,
dem Orden wurden Gerüchte zugetragen, nach denen eine der alten Reliquien unseres Glaubens ganz hier in der Nähe verborgen sein solle.
Aus diesem gegebenen Anlass ersuchen wir sie, dass sie sich umgehend mit dem nächsten Schiff auf die Reise nach Galadon begeben.
Dort werden sie dringlichst erwartet.
gez. Erzgeweihter Erasmus von Grodenfaust
*das Siegel des dortigen Bellums Orden ist über der Signatur*"
*Ferandor lass diesen Brief mehrere male, bevor er den Inhalt vollends begriffen zuhaben schien. Anschliessend schicke er einen Boten zum Hafen, der nach der nächsten Reisemöglichkeit fragen sollte. So erfuhr er, dass bereits ein Schiff im Hafen liege und man nur noch auf die Nahrungsmittel warte. Umgehend buchte er einen Platz an Bord.
Die Zeit eilte.
Ein letztes mal vollzog er das Ritual der Waschung und das Ehre gelübte im kleinen Schwertsaal des Tempels. Dann rief er Schwertbruder Ehlen LeCer zu sich, und berichtete ihm nur knapp von dem Brief und dass er auf das Festland reisen müsse.
Die beiden Recken machten sich umgehend auf zu den Banken von Rohehafen und Schieferbruch. Dort überreichte Ferandor Ehlen einige Dinge, deren verbleib beim Orden gesichert sein sollte. Ehlen half ihm den Plattenpanzer anzulegen, und so ritten sie gemeinsam nach Tiefenbach.
Am Hafen angekommen, verabschiedete sich Ferandor knapp von Ehlen LeCer und ging an Bord.
Das Schiff legte keine Stunde später ab.
Auf dem Schiff begann Ferandor so langsam zu begreiffen, dass er seine Schwertbrüder und Freunde vielleicht nie wieder sehen würde.
Er dachte sich, was dieses Leben im Dienste Bellums doch für Opfer von einem fordere, aber schon im nächsten Gedankengang, fiel im der Brief wieder ein.*
"Welch alte Reliquie meinen sie?"
*Diese Frage stellte er sich selbst des öfteren auf der Reise. Und auch hing ein weiterer Gedanke an dieser Frage.*
"Kann sie uns im Kampf gegen den EINEN dienlich sein?"
*Diese Fragen würden alle erst beantwortet werden, wenn er auf dem Festland ankäme. Dann wisse er mehr. So beschloss er sich zur Ruhe zu legen und sobald er mehr wusste, einen Brief an seine Ordensbrüder zu schreiben.*
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