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Zum 6.Dunkelzyklus des 19.Querlar vermögen einige Reisende sehen, wie sich aus Richtung Brockental langsam eine große Truppe Dwarschim auf den Weg macht. Sie marschieren zweifelsohne gen Süden, die Straße entlang.
Sie sind schwer gerüstet: Fethril, Gold, Bronze und manches mal auch ein wenig Kupfer ist zu sehen, in dem Schein ihrer Fackeln und Laternen. Entschloßen und mit grimmigen Gesicht stapfen sie weiter, bis sie auf die Straße Richtung Finsterwangener Wachposten kommen. Kurz halten sie an, sehen sich um und sammeln sich. Kurz darauf setzt sich die große, schwer bewaffnete Truppe wieder in Bewegung und marschiert den Düsterpfad entlang. Nun erkennt man auch ein paar Zwerge auf ihren kleinen, stämmigen Ponys, wie auch eine kleine Kolonne Packpferde, welche Baumstämme auf ihren Rücken tragen.
Als nächstes sieht man sie, wie sie im Licht des brennenden Wachpostens anhalten. Dort verharren sie für einige Zeit, während Wachen aufgestellt werden ruhen sich andere Dwarschim aus.
Der Morgen graut, noch immer verweilen die Dwarschim – mittlerweile etwas unruhig – an dem Wachposten, als plötzlich zwei Reiter eintreffen. Kurz berichten sie einem, wohl dem Führer der ersten Truppe, etwas und gesellen sich dann zu den Ausruhenden.
Es verstreicht wieder einige Zeit, bis ein weiterer Reiter angaloppiert kommt. Nach kurzem Gespräch wendet er sich um und reitet den Pfad zurück.
Schon bald hört man das Stapfen von schweren Stiefeln auf dem Boden, kurz darauf sieht man eine weitere Truppe Dwarschim – diesmal gut doppelt so viele, welche hauptsächlich in orange Uniformen gehüllt sind. Bei dem Licht der Sonne erkennt man die Hemden der Neuankömmlinge, welche fast ausschließlich aus dem edlen Fethril zu bestehen scheinen. Goldene Armschoner und Helme blinken ebenso im Sonnenlicht.
Eine beachtliche Truppe Reiter sticht einem besonders ins Auge.
Die Truppen, welche man nun ohne Weiteres als Heer bezeichnen kann, stellen sich in Reihen vor einem Zwerg in grauer Uniform auf. Er spricht mehrere Worte zu ihnen und gesellt sich dann in die Reihe ein.
Dann tritt ein rot gekleideter Dwarschim mit güldenem Hemd vor die Truppen und spricht mehrere Worte, wobei sich ein hochgewachsener Elf dazu gesellt. Der Zwerg in rot vermag nur wenige Worte gesprochen zu haben, als ein hitziges Gespräch zwischen ihm und einigen Reitern entsteht. Nachdem dies beendet ist, spricht – wie bei einem Gebet – der Zwerg in rot zu dem Heer, bis er schließlich sich selbst in die Reihe eingliedert.
Wieder tritt der Dwarschim mit weißem Haar und grauer Uniform hervor. Er schreit laut einen Befehl und das Heer setzt sich in Bewegung. Langsam marschiert es den Düsterpfad entlang, bis es in den Wald einbiegt und begleitet von einem lauten, schallenden Kriegsgesang das Sperrgebiet betritt. Begleitet von einem lauten Gesang
Nur wenige Zeit später erhört man das Schlachtgetöse aus dem Wald, welches aus der Richtung des Friedhofes zu Finsterwangen kommt. Man hört Waffengeklirr, als auch Kriegsgeschreie. Diese Geräusche halten lange Zeit an, bis sie nach und nach abebben. Letztendlich ist es vollkommen ruhig und man vermag nichts mehr zu vernehmen – bis plötzlich Rauchschwaden über dem Friedhof erscheinen. Immer dicker und größer Werden sie, bis man sogar einige Flammen züngeln sehen kann.
Manche vermögen, wieder nach einiger Zeit, erneut Waffengeklirr zu vernehmen, als auch laute, schmerzverzerrte Schreie – wie aus sterbenden Kehlen ...
... nur wenige vermögen zu berichten, nachts eine Truppe wieder gen Brockental marschieren gesehen zu haben.
Zuletzt geändert von Balkazar: 20.08.02, 14:25, insgesamt 1-mal geändert.
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