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 Betreff des Beitrags: Lied der Hoffung
BeitragVerfasst: 1.09.02, 00:15 
Einsiedler
Einsiedler

Registriert: 13.08.02, 07:44
Beiträge: 8
Langsam und mit düsterem Gesicht streifte Timedor durch den dichten simil, seine Gedanken waren wirr und unsteht, in Trauer und in Wut. Warum hatte Kirian das getan, fragte er sich immer wieder, grade er als fey`simil sollte doch gegen solche Gefühle, solche Taten immun sein..... für sie hatte er es getan obwohl er doch wissen müsste, dass es sein Untergang bedeuten würde, ja vielleicht sogar der Untergang aller Fey.
Er konnte ihm jetzt nicht helfen und auch nicht ihr, darum müssten sich andere kümmern, sein Herz drängte ihn weiter, trieb ihn zur Suche nach der Amrai die ihn am liebevollsten im Wain empfangen hatte und deren tiefgründiges Wesen ihn faszinierte wann immer er es erfuhr. Aber sie war gefangen, entführt, ja sogar Folterung und Tod kammen ihn in den Sinn, das zumindest würde er den Biundai die sie entführt hatten zutrauen, ohne jedes weitere.
Leise flüsterte er ihren Namen bei seiner Suche, als ob er sie so anlocken könne wie ein scheues Rehkitz.

Und er suchte

Stunde um Stunde vergingen, er streifte durch die Insel, belauschte andere Wesen ob sie etwas wüssten, ja einige sprach er sogar direkt an, seine Scheu vor den Biundai überwindend, aber es half alles nichts, er konnte sie nicht finden, nicht einmal die winzigste Spur war zu sehen. So sakte er nach fast einem Tag der harten Wanderung im Schatten eines grossen Baumes zusammen und starrte trübsinnig hin zur Untergehenden Sonne, lauschte dem Gesang der Vögel und dem Rauschen der Blätter. Aber all diese Schönheit konnte ihn nicht aufmuntern, zu sehr waren seine gedanken von bösen Vorahnungen und den Eindrücken des Tages und vor allem der Nacht besetzt. Was sollte er tun, wen noch fragen, wohin noch reisen um sie zu finden?

Und dann erinnerte ihn der Gesnag der natur an etwas, an ein altes Lied was ihn sein Lehrmeister in der alten heimat beigebracht hatte. Es zögerte, war er doch nur ein Anfänger, ein dummer kleiner Barde der in Gefahr für seine Geschwister ins wasser viel und sich bei SEINEM Anblick in die Hosen gemacht hatte. Würde er es schaffen können? Aber nill, sagte er sich es war die Einzigste Möglichkeit die ihm noch blieb, die ihm noch einfiehl, so würde er wenigstens wissen könenn ob sie überhaupt noch lebt.

So nahm er die kleine, aber kunstvolle Harfe von seinem Gürtel und setzte seine feinglidrigen Finger, die schlank und biegsam wie Grashalme waren, an die feinen Saiten der Harfe. Er leerte seine Gedanken, leerte seinen Geist, machte sich völlig frei von allem was ihm in den Sinn kamm und er fing an zu spielen. Er spielte das Lied des Windes, der langsam und beständig wehte, der durch Wipfel und Wälder zog, alles und jedes berührend und es leise singen lies. So wie er spielte wob er das alte Lied der Magie, er wob ihr Bild in Gedanken, bis es ganz klar vor ihr wahr, legte seinen Kummer darin, seine Hoffnung, seine Bitten.Die Natur um ihn lauschte andächtig der Melodie, wie als ob sie wüsste wie wichtig sie war, als ob sie mitfieberte ob es gelingt und sein Ziel erreicht. Immer schneller wurde das Lied nun, immer mächtiger der Wind um ihn herum der sein langes, lockiges Haar wild umherfliegen lies und er gab diesem Wind all das mit an was er nun dachte, er bat ihn sie zu finden sie zu suchen, das Lied seines Herzens zu ihr zu tragen wo immer sie auch sein möge und leise flüsterte er das Lied ihres Namens, als der Wind aufbrauste wie zur Bestätigung der Bitte, in der all seine Hoffnung lag.

Aynea


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 1.09.02, 01:36 
Einsiedler
Einsiedler

Registriert: 4.03.02, 12:44
Beiträge: 37
Die helle Sonnenscheibe, mag seit einigen Stunden ihre letzen Strahlen durch das raschelnde Laubwerk geworfen haben, als der Wald, erfüllt von den nächtlichen Geräuschen mit einem mal überlagert scheint von dem durchdringenden Ruf einer Eule.
Ihr Ruf so klar wie der das Wasser des Flusses, der durch die Amrai fliesst, klingt tief zwischen allem anderen hervor. Konzentriert in diesem einen Moment, einzig auf jenes Geräuscher ertönt ihr flatternden Flügelschlag. Sie stürzt sich von einem Ast herunter, auf ihre Beute. Das leise Fiepen der Maus, scheint unmerklich nur hörbar. Es wird wieder Still. Nur noch das leise Wogen des Windes, das Rascheln der Blättern, beherrscht vom Zirpen der Insekten begleitet Dich
(...)
Es mag früh am Morgen sein, die ersten Strahlen der Sonne haben den Horizont noch nicht erreicht, da erfüllt ein Rauschen die Luft. Grosse Schwingen schlagen wild, als sich das erhabene, Dir vertraute Tier in der Baumkrone über Dir niederlässt. Seine Adleraugen mustern dich mit eindringlichem Blick und lösen sich in einem gen Himmel gestossenem zufrieden Schrei. Als wären die vereinzelten Tannen durch diesen Schrei in Aufruhr gebracht, beginnen ihre Zweige stärker im Wind zu wiegen. Ihr Rascheln, nicht mehr als ein undeutliches durcheinander von Geräuschen, vermagst du doch schwach und leise, wie von einem ruhigen Atem gehaucht, darin vereinzelt zu fühlen was du suchst.Die gleiche Geborgenheit, den gleichen Sanftmut. Im letzten Moment, bevor der Wind sich der Tannen wieder bemächtigt, scheint es klar. Sie lebt. Nicht mehr.
Wenn du Deinen Blick hebst kannst Du den Adler noch sehen, wie er über dir, als werfe er ein Auge auf Dich, am Himmel kreist. Dann schliesslich beginnt er in ruhig dahingleitenden Flügelschlägen mit dem Wind zurück Richtung Avindhrell zu fliegen.
Vielleicht errinert er Dich daran, wie ihr gemeinsam dereinst unter seinem Nest gessen habt.


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