Siebenwind - Die Welt des Rollenspiels - Wandeltag, 12. Sekar 28 nach Hilgorad
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Informationen über 'Hagen Vito'

Allgemeines

Erstellt am02.05.2004 18:39:32
NameHagen Vito
GeschlechtMännlich
Alter22
Familienstandledig
GottheitMorsan
ElternhausArenia (Hausfrau) und Odor (Tagelöhner) Vito
RasseMensch
KlasseAbenteurer

Erscheinung

Haartyplang Offen
HaarfarbeSchwarz
BarttypSpitzbart
BartfarbeSchwarz
Hautfarbehellbraun

Charakterzüge

Positive
  • Ambitioniert
  • Beherzt
  • Charismatisch
  • Freundlich
  • Idealistisch
  • Loyal
  • Offen
  • Optimistisch
  • Spontan
Neutrale
  • Abergläubisch
  • Extrovertiert
  • Kindisch
  • Launisch
  • Leichtlebig
  • Neugierig
Negative
  • Rechthaberisch
  • Unreif
  • Unüberlegt handlend

Beschreibung

Bisheriges LebenHagen wurde am 10. Carmer im Jahre 7 v. Hilgorad, in der Provinz Lichtenfeld im Lande Galadon, im Schatten der Klauenberge, als erstes Kind von Arenia und Odor Vito geboren. Sein Vater verdiente sein täglich Brot im Sommer mit der Arbeit als Holzfäller, im Winter mit allerlei Aushilfsarbeiten bei einem der zahlreichen Goldgräber und Schmiede, in den Minen der Klauenberge. Seine Mutter Arenia war, wie es in ärmeren Verhältnissen üblich ist, mit der Hausarbeit beschäftigt und verdiente sich im Frühling ein paar Münzen mit der Feldarbeit bei den Großgrundbesitzern der Umgebung dazu.
Bis zum fünften Jahr war Hagens Dasein noch unbeschwert- seine Eltern hatten zwar nie besonders viel Zeit für ihn, doch hatte er auf Grund ihrer Selbstaufopferung nie zu hungern oder zu frieren. Doch im Winter im Jahre 2 v. Hilgorad wurde sein Vater, nach ausgedehnten schweren Regenfällen, bei einem katastrophalen Grubenunglück tief unter der Erde verschüttet und konnte erst nach sechs langen Tagen schwer verletzt geborgen werden. Bei dieser Rettung verlor er sein rechtes Bein und so war Hagens Vater für den Rest seines Lebens schwer gezeichnet. Auch sein Charakter schien unter der Tortur und der Isolation gelitten zu haben und so begann er seine Trauer und seinen Zorn im Alkohol zu ertränken. Arenia drohte an dem sichtlichen Verfall ihres Mannes psychisch und physisch zu zerbrechen, doch klammerte sich verbissen an den letzten Halt in ihrem Leben: Ihren Sohn Hagen. Dieser musste nachdem der Vater weder imstande, noch gewillt war, eine Arbeit zu verrichten, in den Dörfern Lichtenfelds betteln gehen. Drei lange Jahre litt er unter dieser Schmach, unter den Launen seines versoffenen Vaters und unter der Schwäche seiner Mutter. Doch eben diese Zeit ließ ihn schneller reifen, als andere Kinder seines Alters. Er war sich der Verantwortung die er trug immer bewusst, aber dennoch fasste er im Jahre 4 n. Hilgorad, im zarten Alter von nur acht Jahren, den Beschluss, der sein Leben für immer verändern würde: nach einem heftigen Streit zwischen ihm und seinem Vater in dem es, wieder einmal, um den exzessiven Alkoholkonsum des Vaters ging, verschwand er mit ein wenig Proviant und nur der Kleidung die er am Leib trug, für immer spurlos aus seinem Elternhaus. Er war fortgelaufen, fortgelaufen von seinem alten Leben und seinen Pflichten.
2 lange Jahre streunte er durch die Lande und überlebte noch immer durch Bettel und durch kleine Diebstähle; diese waren zwar die Ausnahme, ließen sich bei dem ärgsten Hunger jedoch nicht vermeiden. Sein Weg führte ihn von seiner Heimatstadt immer weiter die Straße in westlicher Richtung hinab- weit weg von seinem Geburtsort, über Ravins Höh, bis zu jenem schicksalhaften Ort vor den Stadtmauern von Draconis, der Hauptstadt Galadons. Dort erblickte er auf einer kleinen Wiese einen scheinbar schlafenden, älteren Mann, der sich zur Ruhe gelegt hatte, und versuchte, den Goldbeutel von dessen Gürtel zu stehlen. Die Aussicht auf leichte Beute brachte sein Gewissen schnell zum Schweigen. Doch dieser Versuch schlug kläglich fehl und um der Auslieferung an die Stadtgarden zu entgehen, versprach er dem Mann alles zu tun was dieser von ihm verlangt.
Im Alter von 10 Jahren begab er sich also in die Hände des Streuners Bosper Fuchsfell: es war eine schicksalhafte Entscheidung die Hagens Leben entscheidend prägen würde. Was Bosper, oder einfach nur „Fuchs“, von ihm verlangte, oder besser was er ihm bot, war der Vater, den er nie gehabt hatte. Lange streiften die beiden gemeinsam durchs Land und Hagen lernte viel von seinem neuen und einzigen Freund.
Bosper war wohl nicht immer der einfache Streuner gewesen, der er damals war. Er verstand es viele Geschichten zu erzählen, die Hagen immer wieder aufs Neue fesselten: von der Entdeckung Siebenwinds durch die stolze und heldenhafte Mannschaft der Nordwind unter Armgard Torbenson, dem wackeren Nortraven. Er wusste Schauergeschichten von den Amulettgeistern und dem Namenlosen zu berichten, und war ein wahrhaft großer Mann wenn es darum ging von Schlachten zu erzählen, die in Wahrheit vielleicht nie stattgefunden hatten. Auch war er sehr geübt im Umgang mit dem Schwerte und lehrte seinen wissbegierigen und überaus begabten Schüler alles von der Kunst der Klinge, was er zu lehren wusste. Auch andere Künste wie die des Pirschens und des Überleben in der Wildnis und in großen Städten wurden Hagen gelehrt.
Prägend für Hagen war auch die Lebenseinstellung Bospers:
„Die meisten Menschen suchen nur nach Geld und Reichtum. Wo bleibt da das Abenteuer?“, pflegte Fuchs zu sagen. Er brauchte den Reiz des Lebens und auch Hagen wurde bald nach diesem süchtig: War es nun die Suche nach einem Schatz, auch wenn dessen wahre Existenz sehr zu bezweifeln war, oder gar die (bisher erfolglose) Suche nach den legendären Mondamuletten oder einer Begegnung mit den Amulettgeistern, die beiden jagten jeder Legende nach und wollten nichts unversucht lassen, das perfekte Abenteuer zu erleben. Die nächsten zehn Jahre, verbrachten die beiden, auf der Suche nach diesem besonderen Erlebnis und auch wenn das Erlebte wahrlich schon als Abenteuer bezeichnet werden durfte, reichte es ihnen noch nicht aus- „Es war noch nicht das Abenteuer“ gewesen.
In diesem Zusammenhang, übernahm Hagen auch den Glauben Bospers, denn dieser war der Ansicht, dass alle Zeit die dem Menschen zur Verfügung steht so genutzt werden sollte, dass er nach Eingang in Morsans Lande Vidor sein Tun nicht bereuen soll. Der Glaube an Morsan wurde auch für Hagen somit zur Selbstverständlichkeit. Was Bospers Morsan-Glauben auszeichnete, war, Morsan nicht vornehmlich als den Gott des Todes zu verehren, sondern ihm vor allen Dingen als Herren der Zeit zu huldigen. Somit ist auch Hagens Glauben, dadurch dominiert, dass er nie direkt den Tod allgemein als Ende des Lebens fürchtet, sondern nur diesen Tod, der am Ende eines verwirkten Lebens steht. Die Zeit, die Morsan den Sterblichen als Geschenk gemacht hat, ist das höchste Gut, da ohne Zeit kein Leben, kein Tod, kein Gut und kein Böse wäre. Der Mensch ist während seiner Lebzeit vollkommen frei, sein Leben auszugestalten und damit der ihm gegebenen Zeit einen Sinn zu geben. Mit der Forderung, seinem Leben einen Sinn zu geben, verbindet sich auch das Gebot der Aktivität, denn der Mensch darf nicht rasten und faul sein, da seine Zeit begrenzt ist und jeder Tag sein letzter sein könnte. Das Grundproblem, ob diese Regel die langfristige Planung verbietet, konnten weder Hagen noch Bosper bis jetzt lösen. Allerdings ist die Glaubensfindung Hagens noch Lange nicht abgeschlossen und er ist guter Hoffnung, dass er mit seinem Streben nach Abenteuern auch genug Weisheit erlangen wird, um dieser Frage nachzugehen. Und sei es in seinem letzten Atemzug…
Im Triar des Jahres 14 n. Hilgorad, murmelte der inzwischen deutlich gealterte Bosper eines schwülen Sommerabends den für Hagen entscheidenden Satz: „Weißt du mein Freund? Ich denke das absolute Abenteuer, das kann man nur auf Siebenwind finden. Denn weißt du, wir haben schon so viel auf Falandrien gesehen und es noch nicht gefunden… ja Siebenwind aber dafür bin ich leider schon zu alt…“
Ja Siebenwind… In der folgenden Nacht träumte der inzwischen zweiundzwanzig Sommer alte Hagen von der fernen Insel, ihrer Entdeckung, den Menschen und vor allen den Abenteuern. Als er am nächsten morgen erwachte, war Bosper verschwunden. Nur Bospers Schwert „Fuchsschweif“ und ein Stück Pergament lagen neben seinem Kopfkissen.
Hagen der von Bosper kaum mehr als die wesentlichsten Grundlagen im Lesen und Schreiben vermittelt bekommen hatte, las stockend den Inhalt des Briefes:
„Hagen, mein mir so teurer Freund, mein Sohn. Ich wünsche dir, dass du das Abenteuer suchst und findest. Nimm mein treues Schwert um dich der ärgsten Gefahren zu erwehren und suche dir weitere Freunde, suche auf Siebenwind und finde, was ich wohl nie finden werde. Im Geiste werde ich immer bei dir sein. Morsan mit dir, Bosper“
Doch Hagen war nicht bereit, den langjährigen Freund ohne weiteres aufzugeben- sieben lange Monate suchte er vergeblich nach seinem Weggefährten. Schließlich enttäuscht aber keineswegs verzweifelt entschied er sich den Rat seines „Bruders“ zu befolgen und ersparte sich, durch diverse Arbeiten als Tagelöhner, schließlich das Geld für die Reise nach Rothenbucht und auch für Überfahrt nach Siebenwind. Er bestieg das galadonische Schiff, mit dem verheißungsvollen Namen „Windjammer“, mit vielen anderen Reisenden, die wohl dasselbe Ziel hatten wie er. Die Überfahrt, während der er aufgrund seiner Tagträumereien von dem was ihn erwarten würde, kaum Kontakt zu den anderen Passagieren pflegte, endete erst nach über 5 Wochen, verlief zum Glück aller Passagiere aber weitgehend ruhig. Nach diesen ach so vielen Tagen auf See betritt Hagen das erste Mal wieder festen Boden- Etriska. Tief saugt er die frische Luft ein, sieht sich erwartungsvoll um und murmelt während er sich voller Vorfreude die Hände reibt „Macht euch bereit Abenteuer! Ich komme…“
Ängste und SorgenZu früh in Morsans Hallen einzugehen und ein verschwendetes Leben zu führen.
BesonderheitenHagen hat ein jugendiches und spontanes Auftreten und wird deshalb von vielen Menschen schnell ins Herz geschlossen. Seinerseits klammert er sich an solche Beziehungspersonen. Das bedeuted einerseits, dass er ihnen gegenüber sehr loyal ist, kann aber auch bedeuten, dass er zu einnehmend ist.
Trotz seiner 22 Jahren hat er allerdings keine Erfahrungen mit Frauen...
Seine Interpretaion des Glaubens zu Morsan mag nicht im Einklang mit der gängigen Lesart stehen. Er könnte in Diskussionen oder ernstere Probleme mit fanatischeren Gläubigen geraten.
Obwohl er sein Leben sehr intensiv lebt und versucht die Zeit die ihm gegeben ist sinnvoll auszufüllen, kann er dennoch in Phasen geraten in denen er völlig der Melancholie und der Denkerei anheimfällt.
ZieleSein ganzes Leben auszufüllen mit dem Reiz des Abenteuers, um sich in der Stunde seines Todes zufrieden in Morsans Hallen begeben zu können.

Wertvorstellungen

ThemaWichtigkeit
Ehrenebensächlich
Wissenwichtig
Wahrheitnebensächlich
Freiheitfundamental

Moral

ThemaStandpunkt
Gewaltnur in Notfällen
Tötennur in Notfällen