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Inmitte der kreischenden und um Hilfe flehenden Bürger stand eine junge Frau. Scheinbar plan- und regungslos stand sie da und in ihren Augen spiegelten sich die Flammen der lodernden Häuser. Nur leicht schüttelte sie ihren Kopf, murmelte immer wieder vor sich hin "Wie daheim". Ihre Hände ballten sich zu wütenden Fäusten wobei sich ihre Fingernägel nach Blut leckend unter die Haut trieben, doch den Schmerz fühlte sie nicht.
Der falsche Weg...es ist der falsche Weg...nichts unterscheidet euch von ihnen, die sich selbst die Erretter Tares im Namen der heuchlerischen Viere nennen...niemand nimmt mir, was mir gehört...niemand zerstört, was nicht der Zerstörung bedarf...NIEMAND...nicht die unwissenden Kinder, welche den Lügen ihrer Götter blind folgen...nicht die, die sich selbst als Auserwählte der Viere bezeichnen und sich nur im Hab und Gut des Volkes sulen............und auch ihr nicht, Krieger des Fürsten und Collega
Langsam wanderte ihr Blick bei diesen Gedanken über die Gesichter der weinenden Kinder und Frauen, die ziellos durch die Straßen der brennenden Stadt liefen. Einige mutige versuchten den Flammen Herr zu werden, doch vergebens schien ihr Tun. Kopfschüttelnd zog sie weiter, einige Bluttropfen fielen auf marmornen und erdenen Boden über den sie schritt, tränkten diesen in ihrem Namen mit ihrem Blute.
Kein Stein, den ich nicht aus dem Weg räumen könnte
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