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Am Ordenshaus der Ritterschaft wird ein Pergament abgegeben mit der Bitte, es Sire Fedral Lavid zu übergeben. Es ist nicht gesiegelt, wodurch es auch andere im Ordenshaus lesen könnten. Wer auch immer es öffnet, wird ungelenk ausgeführte Lettern und hier und dort einen Tintenklecks sehen. Folgende Botschaft wurde niedergeschrieben:
Dem König zur Ehr', Sire Lavid,
wie es durch die Gnade des Sire geheyssen und aufgetragen ward, soll hernach auf's artigste niedergeschrieben seyn ein Rapporth welcher erzähle von jenen Vorfällen an der Thorburg des Grenzwalles, zugetragen just am heutigen Tage in den späthen Zyklen. Auf's respektvollste sey darum gebethen, dass der Sire wohlwollend den Rapport prüfe und ihn bey Zustimmung weyther leyten möge an Sire von Weidenbach, auf dass der Rapporth jenem Kund tue und zu wissen, warum eynige der ihm anvertrauthen Rekruthen und Anwärther heuthe mit argen Verletzungen in die Feste Seeberg zurück gekehret sind und was sich zugethragen habe am Grenzwall.
Rapporth Sonnentag der 9. Oner, 16. n.H. Kund gethan und zu wissen durch Syra di Ravan, Rekruthin der Kriegerakademie zu Siebenwind
In den späthen Zyklen des heuthigen Sonnentages trug es sich zu, dass die artig angetrethenen Rekruthen und Anwärther der Kriegerakademie zu Siebenwind durch die Gnaden des Sire Fedral Lavid Order bekamen gen Grenzwall und Torburg auszuziehen. Hernach tath man brav wie geheissen und verrichtete artig auf Geheiss des Sire Fedral Lavid die Wachübung am Grenzwall. Nachdem seine Gnaden uns die Gunst erwiesen hatte, uns ob unserer Fehler zu tadeln und uns geheyssen hat besser zu thun, hob ein gar seltsames Treiben vor dem östlichen Thorbogen an. Hernach gab man Order dorth Stellung zu beziehen und just Augenblicke späther brachen gar garstige Kreaturen hervor, gleich riesenhaften Ratten gehend auf zwey Beynen. Es ward ein wildes Gestech und ein arges Spritzen von Blut und bleichen Knochen der schändlichen Rattenthiere und am Ende obsiegten die Rekruthen und Anwärther unther weyser Führung seyner Gnaden Fedral Lavid. Hernach versorgte man die Wunden, als gar grösseres Übel von Osthen heran zog. Blutrünstige Schwarzorken zogen vor's Tor und wieder bezog man Stellung. Jenen ungeschlachten Throll, den sie gegen unsere Linien warfen, erlegte man noch ohne grosses Bemühen. Doch die Hauer und blutgetränkthen Waffen der noch immer warthenden Schwarzorken sorgten für gar angespanntes Bangen. Man wusste von der ungeschlachten Kraffth jener Tiere und man ahnte, dass die Rekruthen und Anwärther unterliegen würden. Hernach wurde es wie folgt gethan: man entsandte den Anwärther Varin Gallevan hurtig gen Feste Seeberg um dorth nach Verstärkung zu suchen. Und um der Verstärkung die Zeyth für den Anmarsch zu geben, verwickelte Sire Fedral Lavid das Leytthier der garstigen Orken in ein Gestech der Ehre. Und als der Sire obsiegte, da hörte man von Westen schon das wilde Klirren und Rufen der nahenden Zwergenkrieger, die zur Hülf eylten. Die garstigen Schwarzorken trollten sich hernach feyge und unter gar üblem Schreyen und Sabbern und erleychtert empfing man die nun in der Torburg eyntreffenden Zwergenkrieger, die ohne viel Umstände hernach sofort Schild und Schwert zur Hülf bothen und im Torbogen Stellung bezogen. Alsdenn versorgte man die Verwundethen und auch den Sire Fedral Lavid, der doch arg im Kampffe mit dem Leytthier gelitten hatte. Die Zwergenkrieger wachten noch stolz und tapfer und zogen hernach ab, um die ihren zu schützen. Wie es der Sire aufgethragen hatte übergab man hernach die Wacht über die Thorburg eynem Angehörigen des Lehensbanners, als jener dort eyntraf.
Hernach soll wie durch den Sire Fedral Lavid geheyssen aufgezählet werden, wer Schwert und Schild erhob um die Torburg tapfer zu vertheydigen. Durch Muth und Tapferkeyth haben sich ausgezeychnet: - Rekrut Cavalaron Vendell - Anwärter Varin Gallevan - Anwärter Xavier Radwulf - Anwärter Amaris - Anwärter Sady Mir kam durch Gnade und Gunst des Sire Fedral Lavid die Ehre zuteyl jene wackeren Streyter als Truppführer anleyten zu dürfen. Doch mag man bescheyden zurück trethen und genannten Rekruthen und Anwärthern Lob und Ehr' für ihr Thun überlassen.
Im wilden Gestech mit den Rattenviechern tat sich auch noch ein Orken mit dem Namen Zhnopf wacker hervor.
Es seyen jedoch vor allem genannt die stolzen Krieger der Dwarschim, welche uns in Ehre und Muth beystanden. Es waren viele an der Zahl und sie waren unter der tapferen Führung des Dwarschim Karatos und des Dwarschim Wogor. Ihnen gebühret grössther Respekth und Dank und so hat man es ihnen denn auch gesagt.
Niedergeschrieben und gezeichneth durch
Syra di Ravan Rekruthin der Kriegerakademie zu Siebenwind
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1. August 1291 - 1. August 2011
 720 Jahre Confoederatio Helvetica
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