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Yuna wachte erneut auf, diesmal jedoch nicht durch das Geschrei oder Gequengel Lahja´s. Die Sonne blinzelte durch den Eingang des kleinen Unterstands hinein. Die Kleine schlief.
‚War auch kein Wunder’, dachte Yuna. Lahja hatte in der Nacht 5 mal geschrieen. Dreimal hatte sie Hunger und es war garnicht so einfach, mitten in der Nacht Milch aufzutreiben. Die junge Frau hatte es ja geahnt, dass sie keine Milch in den Brüsten haben würde. Sie hatte gelernt, dass das nur bie frischen Müttern der Fall war.
Die anderen Zweimal wollte der Wonneproppen eine neue Windel.
Tortz all der kleinen Unannehmlichkeiten war Yuna froh, dass sie die Kleine mitgenommen hatte. Diese Erfahrung hatte sie noch darin bestärkt ein eigenes haben zu wollen. Leider fehlte dazu noch etwas wichtiges.
Lahja regte sich wieder, doch Yuna´s Gedanken gingen zum ersten Erwachen in der Nacht zurück. Die Kleine begann aus vollem Halse zu schreien und sofort wusste Yuna was Sache war – Hunger. Yuna versuchte zuerst sie an ihrer Brust trinken zu lassen, doch das wurde gleich von der Kleinen mit einem erneuten Aufschreien quittiert. Also machte sich Yuna, mit Lahja zusammen auf den Weg zurück zu der Taverne. In deren Nähe hatte die junge Frau ein Gatter gesehen, wo sie sich etwas Milch für die Nacht besorgen wollte.
Am Gatter angekommen, war es garnicht so einfach mit der Kleinen auf dem Arm Milch zu zapfen, doch sie schaffte es. Schwieriger war es, Lahja diese nach der Rückkehr in den Unterstand zu geben. Dies forderte Yuna´s Einfallsreichtum und Geschick. Die junge Frau schaffte aber auch diese Hürde und so konnte Die Kleine von Bellany dreimal ihre Nahrung zu sich nehmen.
Yuna kehrte ins Jetzt zurück. Lahja quengelte. Sie hatte hunger und Yuna gab ihr den letzten Rest Milch von der Nacht. Die Kleine hatte einen gesunden Apetit und sie war froh darum, denn das zeigte, dass sie gesund war.
Nach dem Ende der Mahlzeit machte sich Yuna zusammen mit der Kleinen auf den Weg in die nahe Stadt. Sie wollte einiges einholen und am Abend musste Lahja wieder zurück zu ihrer Mutter. Ein wenig Wehmütig dachte Yuna daran.
Doch sie verstand auch, dass Bellany froh war, eine ruhige Nacht gehabt zu haben.
Zuletzt geändert von Yuna Landwe: 26.09.05, 12:50, insgesamt 1-mal geändert.
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