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 Betreff des Beitrags: *eine Botschaft an Zamar Faraqh*
BeitragVerfasst: 22.05.02, 01:06 
Festlandbewohner
Festlandbewohner

Registriert: 19.12.01, 02:51
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Es dämmert in den Straßen der Hauptstadt Rohehafen und langsam aber sicher verschwindet die Sonne hinterm dem Horizont, die Schatten in den nur spärlich beleuchteten Nebenstraßen werden immer länger, als der scheinbar alte, auf einen knorrigen Stab gestützte Mann langsam durch die Gasse schlurft.
An einer Ecke erblickt er ein kleines Mädchen, das vielleicht um die zehn Sommer alt sein mag und in lumpige Kleider gewandet zitternd an einer Ecke sitzt und bettelnd die Hand aufhält. Langsam und sich mehrfach umsehend schlurft er zu ihr hin und als die Kleine aufsieht, erblickt sie über sich die hagere Statur des Mannes, der gänzlich in eine zerschlissene Robe undefinierbarer Farbe gehüllt zu sein scheint. Nur eine knochige Hand mit langen Fingern ragt aus einem der Ärmel hervor und umklammert den knorrigen Wanderstab, auf den er sich stützt. Auch sein Gesicht ist tief unter der Kapuze verborgen und nur kurz fällt das Licht der Laterne eines vorbeigehenden Passanten darunter und zeigt ein schmales Gesicht mit leicht eingefallenen Wangen und schwarzen Augen. Ehe das Licht wieder verschwindet und die Dunkelheit unter seine Kapuze zurückkehrt, wird der Ansatz einer Narbe über seiner linken Schläfe sichtbar.
Einen knappen Schritt vor dem Mädchen bleibt er stehen und bückt sich dann schließlich zu ihr hinunter, sich hustend auf den Stab stützend. Er nähert sich ihr und beginnt leise auf sie einzuflüstern, wobei die andere Hand unter der robe auftaucht und ihr ein paar blinkende Goldstücke ins Auge fallen. Eifrig nickt sie, den Blick nicht von dem Geld nehmend, das so verlockend in seiner Hand glänzt.
Schließlich nickt sie ein wenig eingeschüchtert und die Münzen fallen in ihre kleine, schmutzige Hand, woraufhin sie sie schnell in ihrer Hosentasche versteckt und dann erneut ausstreckt. Die Hand des verhüllten Mannes verschwindet ebenfalls und kommt kurz darauf erneut zum Vorschein und übergibt dem kleinen Mädchen eine in schmutziges Leinen eingeschlagene Rolle. Erneut dringt ein Zischen unter der Kapuze hervor, ehe er sich rasch erhebt, kurz mißtrauisch umsieht und dann langsam davon humpelt...

Das Mädchen wartet noch kurz, bis er verschwunden ist und springt dann auf und verläßt die Stadt. Sich vorsichtig durch die fast völlige Dunkelheit schlagend erreicht sie schließlich Schieferbruch und begibt sich dort über die Zugbrücke zum Torhaus, das in die Burg der Ritterschaft führt. Vor einem der Torwachen bleibt sie stehen und redet kurz leise auf ihn ein, ehe sie ihm die leinene Rolle übergibt, die der Torwächter einem Knappen überreicht, der sie daraufhin an Zamar Farqh überbringt. Als sie das Leinentuch aufschlägt, steigt ihr ein unangenehmer Bestank in die Nase - von dem zuammengerollten Pergament ausgehend, das durch einen roten Faden zusammengehalten wird. Als sie diesen zerreißt, faltet sich das Pergament auf. Es scheint eine Rauhe, leicht bräunliche Farbe zu haben - während die Rückseite einen leicht rötlichen Farbton hat... In blutroten Lettern ist zu lesen:


Verräterin...
Seid ihr so feige, daß ihr es nicht einmal wagt, unseren Anweisungen Folge zu leisten - um der Liebe willen, deretwegen ihr die Dienerschaft des Einen jüngst verrietet? Wir hießen euch ein magisches Portal zu durchschreiten - nun seht ihr das Resultat eurer Weigerung - und haltet diese Nachricht in euren Händen, geschrieben auf der Haut eurer Geliebten.
Ihr habt ab jetzt genau bis zum 30. Trier Zeit, die Burg zu verlassen und sämtliches Hab und Gut zu sammeln, welches ihr jemals durch die Gemeinschaft erhieltet. Ihr werdet im Laufe dieser Tage neue Anweisungen erhalten. Sucht dazu am Fuchs an der Hinterwand nach einem lockeren Stein im Mauerwerk.
Solltet ihr euch erneut weigern oder sonstwie nicht in der Lage sein zu antworten, wird unsere nächste Nachricht euch in einem Korb erreichen.

Angamon vobiscum,
denn SEIN wird die Rache sein!


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 22.05.02, 14:48 
Ratler
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Suchend irrte ein Page durch die Hallen des Schieferhorstes. Als er keuchend die Plattform des Bergfrieds erreicht, erblickte er das Mädchen welchem er die Rolle übergeben solle. Da sie ihn zunächst nicht beachtete, räusperte er sich kurz und sprach sie dann an. "Mylady? Dies gab man für euch am Tore ab" Mit einem leicht verlegenden Lächeln reichte er ihr die Rolle dar. Verwirrt schaut sie aus ihren traurigen Augen auf die Rolle. "Habt ihr das denn vorher einem Ritter gezeigt?" Verlegen blickt der Knappe zu Boden "Ich..ähmm." konnt er noch herausbringen bevor sie ihm die Rolle aus der Hand nahm und in Richtung der Treppe entschwand.
In ihrem Zimmer legte sie die Rolle vorsichtig auf den Boden, um durch Betasten vielleicht herauszufinden was in der Rolle enthalten wäre. Nachdem sie nichts ungewöhliches bemerkt hatte, wickelte sie schliesslich das Leinen auf dem Teppich aus...
Als der Gestank der verwesenden Haut ihre Nase erreicht, stürzt sie gradewegs zum Fenster, welches sie grade noch öffnen kann bevor sie sich dann aus selbigem übergibt. Schwer atmend und mit bleichem Gesicht tritt sie schwankend auf das am Boden liegende Paket zu. Zögerlich hockte sie sich nieder um die Worte zu lesen. Geschockt sass sie wohl eine halbe Stunde vor dem jetzt wieder zugeschlagenen Leintuch, welches sie später um einen schweren Stein gewickelt im Bruggraben verschwinden lassen würde.

_________________


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 29.05.02, 11:24 
Festlandbewohner
Festlandbewohner

Registriert: 19.12.01, 02:51
Beiträge: 862
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Dunkel ist es. Dunkel, kalt - und stürmisch. Blitze zucken dann und wann aus dem dunkel verhangneen Himmel und lauter Donner grollt durch die Straßen Schieferbruchs. Gegen den Regen mit einem schweren Umhang nur notdürftig geschützt huscht eine Gestalt durch die Straßen der Stadt, stets darauf bedacht, möglichst unter den Dächern zu bleiben und das schummrige Licht der wenigen Laternen zu vermeiden. Hinter dem Fuchs bleibt er stehen und sucht in der Dunkelheit kurz nach dem lockeren Stein im Mauerwerk, den er erst nach längerem Suchen findet und entnimmt.
Er zieht einen kleinen, eingewickelten Gegestand aus seiner Tasche und legt ihn in den kleinen Hohlraum hinter dem Stein, ehe er selbigen wieder an Ort und Stelle einfügt.

. . .

Wird der Stein entfernt und die Nachricht ausgewickelt und gelesen, so erhält der Leser folgende Nachricht:

Geht nach Finsterwangen!
Man wird euch abholen...


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