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 Betreff des Beitrags: Alles Lüge
BeitragVerfasst: 2.06.02, 22:55 
Einsiedler
Einsiedler

Registriert: 29.04.02, 14:52
Beiträge: 20
Die Erde war matschig und aufgeweicht von dem strömenden Regen, der vom Himmel fiel. Die Tropfen vermischten sich auf ihren Wangen mit den Tränen, die sie weinte.
Der schlammige Boden unter ihren Stiefeln gab glucksende und quitschende Geräusche von sich. Mit großen Schritten kämpfte sie sich durch den strömenden Regen in Richtung Schieferbruch, die Rose, die er ihr eben geschenkt hatte dicht an ihre Brust gedrückt.

Er hatte ihr eben gestanden, das er ein Anhänger des Einen sei, ein Anhänger des Bösen, ein Anhänger des Leids und der Angst, so zumindest predigten es immer die Geweihten der 4.

Sie erreichte Schieferbruch, schritt dort die verdreckte Straße entlang und bog bei der Brücke zum Schieferhorst ab. Sie mußte mit Ritter Athos reden, konnte sie es den zulassen, das ein Anhänger des Einen weiter frei herumläuft?

Thorwin...ein Monster?...nein...beim besten Willen konnte sie sich das nicht vorstellen. Aber er glaubte an den falschen Gott, den Gott des Schreckens.
Die Kirche hatte ihr stets gelehrt Anhänger des Einen wären Monster, Unmenschen, aber warum hatte sie bei ihm solche Eigenschaften nie bemerkt? Thorwin war kein Monster, im Gegenteil...

Sind es Lügen, die die Kirche der 4 verbreitet über Angamon und seine Anhänger oder ist Thorwin nur ein guter Schauspieler?

Aus dem Burginneren klang das Donnern von Hufen. Danae hielt inne und gab einem Pagen den Auftrag nach Sir Athos zu rufen. Eiligen Schrittes verschwand dieser in der Burg um die Botschaft zu überbringen.

Ihre Blicke wanderten zu der Rose in ihrer Hand.
Thorwin verraten?
Warme Tränen flossen über ihre Wangen.
Rasch wandte sie sich um und rannte aus der Burg.
Sie konnte niemanden verraten, den sie liebte.
Schon gar nicht so lange sie nicht wußte welche Lippen logen, die der 4, oder die, dem sie ewige Liebe geschworen hatte...


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 2.06.02, 23:13 
Bürger
Bürger

Registriert: 11.01.02, 10:21
Beiträge: 358
Musste es denn noch immer regnen? Es hatte angefangen zu regnen, als er seinen Fuß in den Schrein Vitamas gesetzt hatte. Weinte der Herr um seinen treuen Sohn?
Noch immer brannten die Risse in seiner Haut. Sie schienen nicht heilen zu wollen. Im Gegenteil, jedesmal wenn er an sie dachte, gab die gespannte Haut nach und platze auf. Mit zittrigen Fingern strich er über sein Gesicht. Und fühlte erneut den Schmerz in sich.
Er war bereit für sie zu sterben.
Er war bereit für sie sein Leben zu geben.
Er konnte nicht mehr ohne sie.
War es dies was ihm der Fürst immer eingeprägt hatte?
War es tatsächlich jenes Gefühl, dass man hatte wenn man einen Menschen verliert?
Heiße Tränen liefen Thorwins Wangen hinunter als er an sie dachte. Und in diesem Moment fühlte er sich enger verbunden mit dem Fürsten als je zu vor.
Diese verdammten Viere, hatten sie von ihm genommen, durch ihre Lügen hatten sie sie dazu gebracht ihn zu fürchten. Er hasste die Viere, doch nun war dem Hass etwas schlimmeres gefolgt. Wut, blanke Wut.
Als Lügner hatte sie ihn bezeichnet, ihn, der gelobt hatte stets die Wahrheit zu sprechen. Doch was ihm das Herz gebrochen hatte, war der Blick, mit dem sie ihn angesehen hatte. Er konnte die Angst in ihren Augen sehen, und er spürte die fürcht in ihr. Was hatten die Lügenmäuler der Viere nur mit ihr angestellt?
Und als er sie umarmte, unter dem Baum und der Regen sie druchnässte, sie ihn ansah mit ihren glasigen, grünen Augen, und ihm über die Wange streicheln wollte und dann ihre Hand zurückgezogen hatte...

Thorwin hob den Kopf. Er sah auf den Altar, der auf dem Dach ihrer Feste stand. Der Wind heulte, und fast schien es so, als würde der Wind mit Thorwin schluchzen. Er wischste sich mit einer langsamen Handbewegung eine nasse Strähne aus dem Gesicht. Er wusste nicht, ob sie druch den Regen so durchtränkt war, sondern ob es seine Tränen waren.
Dann war da wieder dieser Schmerz. Nein, kein körperlicher Schmerz, den hatte er schon zur genüge ertragen. Dieser Schmerz kam aus seinem Innersten, aus seinem Herzen und langsam fraß er ihn auf. Konnte er ohne sie leben?
Ja, wollte er ohne sie leben?


Zuletzt geändert von Thorwin Eiswolf: 2.06.02, 23:27, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 4.06.02, 22:40 
Bürger
Bürger

Registriert: 11.01.02, 10:21
Beiträge: 358
Die Tage vergehen, fast wie Stunden ohne Worte....
Das Zimmer war dunkel, nur das blasse Mondlicht erhellte den kleinen Raum.
Mit leerem Blick starrte er die Wand vor sich an. Seit Stunden saß er nun schon so da. Der kleine Eichenstuhl auf dem er saß schien ihm ein guter Freund zu werden.

Ihr Lächeln war so bezaubernd. Ihre Haut so zart. Und der Duft ihres Haares, war der einer duftenden Wiese in leuchtendem Sonnenschein.

Vorbei.
Weggefegt durch die Lügen der Vier. Gab es Hoffnung? Gab es noch einen Weg seine Liebe jemals wieder in die Arme zu schließen und mit ihr im Mondeschein zu tanzen?

Thorwin ächzte als er sich erheben wollte, seit Stunden hatte er sich nicht bewegt und nun rebellierten seine Glieder gegen den plötzlichen Ansturm von Bewegung.
Er musste sie einfach sehen, sie mit seinen Augen umarmen, sehen ob es ihr gut ging.
Sie war das Pochen in seinem Herzen...


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