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Es ist nunmehr 40 Jahre her das Gaius Macellius Galadonis, Sohn einer galadonischen Famile, und Gwenna Umbrae Notravis, Tochter einer notravischen Familie, in einem kleinen Dorf im hohen Norden in den galadonischen Bergen, nahe der Grenze der notravischen und galadonisch-heredonischen Reiche, das Sonnenlicht Tares erblickten.
Dieses kleine Dorf war etwas besonderes, die Feindseligkeiten der Notraven und Galadonier, die uralte Fehde, war in diesem Dorf nicht existent, der Auseinadersetzungen tobten in der Gegend und manchmal bedrohten sie auch den Frieden des Dorfes, wenn die Truppen in der Gegend lager hielten, aber die Bande zwischen den Familien, welche durch Heiraten zwischen Notraven und Galadoniern, immer wieder von neuem geschlossen und gefestigt wurden hielten allen Unbilden stand.
So war es auch nicht verwunderlich das schon bei der Geburt von Gaius und Gwenna beschlossen wurde das diese zwei sich später ehelichen würden. Die Jahre vergingen und Gaius und Gwenna verbrachten, anfangs noch gesteuert durch die Familien, viel Zeit miteinander. Beide lernten die Lehren Morsans, welche in dieser Gegend allgegenwärtig war, und welche für ihre spätere Auskunft wichtig waren. Denn die Familien Macellius Galadonis und Umbrae Notravis waren seit Generationen Attentäter, ursprünglich entstanden sie aus einer Ahnenreihe welche mit dieser Heirat wieder gefestigt werden sollte.
So war es auch wenig verwunderlich das sowohl Gaius sowie Gwenna früh, auf ihre späteren Aufgaben vorbereitet wurden, früh brachte man ihnen die Kunst des Versteckens und des Schleichens bei, später kamen leichter Nahkampf und Fernkampf hinzu und schließlich weihte man sie in die Künste der Taktik sowie der Anatomie, der hohen Geisteswissenschaften, ein.
In diesen Jahren verbrachten die zwei aber nicht nur so viel Zeit miteinander weil es der Wunsch der Familien war, nein, sie hatten ihre Gefühle füreinander entdeckt, sie liebten sich, auch wenn sie ihre Liebe nicht vollends ausleben durften, da es als unschicklich, ja sogar als verwerflich, galt sich vor der Ehelichung mit dem Partner den körperlichen Sehnsüchten, bis zur Verschmelzung von Mann und Frau, hinzugeben, nein, dafür hatten sie auch noch Zeit, sie widmeten sich dem gemeinsamen Studium.
Zu dieser Zeit waren die Attentäter angesehene Leute im hohen Norden, da sie alleine ganze Heerscharren von Angreiffern bezwingen konnten, doch auch dieses sollte sich ändern.
Die Jahre strichen ins Land und Gaius und Gwenna kamen in das Alter, indem sie verheiratet werden sollten. Die Boten zogen aus um jegliche Sippschaft der Familien über das freudige Ereignis zu benachrichtigen. Und als der Tage der Heirat immer näher rückte, trafen sie zahlreich ein, ganze Stämme aus Norland, die galadonischen Sippen und sogar die entfernte Familie Magnatus.
Es war ein großartiges Fest mit Tanz, Spiel und Trunk, doch der Höhepunkt, wie sollte es anders sein, war die Heurat der beiden Liebenden.
Zwei Jahre vergingen bis Gwenna ihr erstes und letztes Kind gebar, Senera Umbra Galadonis.
Und sie war schon als Baby eine wahrhafte Schönheit.
Einige Jahre vergingen und Senera war schon 6Jahre alt, als ihre Eltern anfingen ihr die Traditionen ihrer Familie zu lehren. Sie brachten ihr die Lehren Morsans bei, wie er jede Seele in sein Reich der Toten aufnehme und das es eine Erlösung für jeden sein sollte zu Morsan zu kommen.
Mit jedem Tag sog Senera mehr Wissen auf, nicht nur über Morsan, nein ihre Eltern waren der Meinung sie müsse von allen Göttern erfahren um sich ihre eigene Meinung zu bilden, doch instinktiv interessierte sich Senera nur für Morsan. Als sie in das zarte Alter von 7 Jahren kam, fingen ihre Eltern auch mit der Ausbildung an welche sie erfuhren, die eines - edlen - Attentäters, doch der Ruf jener sank mit dem Erstarken der galadonischen Einflüsse, Attentäter wurden immer mehr als Verbrecher angesehen und Senera und ihre Familie spürten diesen Druck.
So Senera’s Familie in einen abgelegenen Wald um ihre Ausbildung in Ruhe beenden zu können.
So lernte sie, wie einst ihre Eltern, zuerst die Kunst des Versteckens und des Schleichens, später dann den leichten Nahkampf und Fernkampf und schließlich weihte man sie in die Künste der Taktik sowie der Anatomie, der höchsten Künste eines jeden Attentäters, ein.
Als Senera alles gelernt hatte was sie brauchte, ihr Haupt zählte inzwischen 16 Dekare, schickten ihre Eltern sie aus um für 3 Jahre Falandrien kennen zu lernen, doch warnten ihre Eltern sie auch vor der Preisgabe ihres Standes, mit der Begründung das ihr Stand in ein schlechtes Licht gerückt sei, Senera erinnerte sich nicht an die Anfeindungen in ihrem alten Dorf, wie sollte sie auch sie war viel zu jung gewesen und zu viel Zeit war vergangen, sodass sie zwar verständnisvoll tat, aber im Grunde nicht wusste warum sie es nicht sollte.
Sie machte sich auf den Weg Richtung Draconis, der Hauptstadt Galadonies, um dort ihre ersten Eindrücke zu erfahren. Der Weg war beschwerlich und Senera musste vielen Unbilden trotzen, doch sie schaffte es.
In Draconis angekommen überwältigten sie die Eindrücke, für sie, riesenhafte Gebäude standen hier, über all war ein reges Treiben, von Frauen welche Krüge, Körbe und Kinder trugen, von Händlern, welche ihre Waren lauthals anboten, Schmiede welche Waffen, Rüstungen und andere Dinge fertigten, Schneider, welche geschwind neue Kleider schuffen, von Kesselflickern, die kostbare Schmuckstück preisboten, Schreinern und Schnitzern, welche Holz mit einer Art und Weise bearbeiteten welche sie noch nicht kannte, Krieger und Söldner, welche ihre Dienste anboten, tranken oder rauften, Barden, Gaukler und Schelme, welche das Volk belustigten, Alchemisten, welche ihre Wässerchen und Pülverchen bereiteten und anboten, Zauberer welche mit einfacher Magie die Massen in ihren Bann zogen, aber auch Diebe und Streuner sah sie, welche stahlen, betrogen und manchmal sogar mordeten. Durch das Bild, welches sich ihr bot, leicht verwirrt, dachte sie hier könne sie ihren Stand ruhig preisgeben, als sie am Abend in ein Wirtshaus einkehrte, und sich ihr das schon bekannte Bild der Krieger, Söldner, Barden und Schelme – kurz das Bild des Tages – bot, stellte sie sich auf einen Tisch und rief: „Ich Senera Umbrae Galadonis, meines Standes Attentäterin und Bewahrerin der Traditionen meiner Familie, biete hiermit meine Dienste an!“ Sie hatte das Wort Attentäter kaum ausgesprochen als die Musik, das Gelächter, der allgemeine Trubel erstarb und sich alle Augen auf sie richteten. Sie stieg wieder vom Tisch herunter und wunderte sich über die Stille im Raum, war ihr Stand doch so vermeindlich alltäglich hier.
Drei Männer standen von einem Tisch in einer verrauchten Ecke des Wirtshauses auf und bewegten sich zackig, militärisch auf sie zu, jedermann machte ihnen Platz, waren sie doch in ihren goldenen Plattenrüstungen, den schwarzen Tuniken, den roten Umhängen und der roten Mützen eindeutig als Gefolgsleute König Hilgorads zu erkennen, es handelte sich um die draconische Stadtwache. Sie postierten sich um Senera herum und nahmen sie mit den Worten: „Senera Umbrae Galadonis, wir nehmen Euch im Namen König Hilgorads fest, wegen anbietens von gesetztesuntreuen Handlungen! Folgt uns freiwillig oder mir werden Euch fesseln, knebeln und wie einen räudigen Hund durch die Gassen schleifen!“ lauthals fest.
Senera fügte sich diesem Schicksal verstand sie doch nicht warum es geschah.
Licht fiel ihr auf die noch geschlossenen Augen, es wanderte weiter an ihr abwärts und überflutete ihren Körper mit Wärme, ein wohliges Gefühl dachte sie und wollte schon aus Gewohnheit ihrer Mutter zu rufen das sie gleich aus dem Bett heraus komme, als es hart und schallend an der Türe klopfte, sie fuhr erschreckt und besinnungslos hoch, ein schwerer Riegel krachte und die Tür wurde aufgestossen, Licht durchflutete den kleinen Raum und blendete sie, sie richtete ihre Augen auf den Boden des Raumes, welchen sie nun als Zelle erkannte. Sie musterte die Schatten auf dem Boden und erkannte einen stämmigen Mann, welcher wohl in der Türe stand und die Tür zweifelsohne aufgetreten hatte, „Mitkommen!“ hörte sie es tief gehlend schnarren, sie stand auf und wollte ihre Tasche nehmen als sie hörte „Das brauchst du jetzt nicht!“ sie ging vorsichtigen Schrittes der Tür näher, sah sie doch immer noch wenig, als sie eine Hand am Arm packte und ins Freie zog, blinzelnd erkannte sie den gepflasterten Boden auf dem sie stand und als sich ihre Augen einige Augenblicke später an das tageslicht gewöhnt hatten, hob sie langsam den Kopf, sie erkannte den weitläufigen Platz der Festung auf dem um zwei Pfähle etwas von einander entfernt standen, welche mit Holzscheiten umlegt waren und nun noch einmal mit kleinerem Geäst. Senera erinnerte sich wie sie in den vergangenen Tagen den ständigen Verhören und Schikanen nicht mehr stand hielt, und schließlich doch ihre Eltern verriet. Jetzt wurden sie auf den Platz gebracht und Senera hatte einen Augenblick lang Zeit sich mit ihnen zu unterhalten bevor sie an die Pfähle gebunden wurden, sie wollte sich für alles entschuldigen, doch ihre Eltern beruhigten sie und meinten das es früher oder später so hätte geschehen müssen, da sich die Lage hoch oben in den Bergen immer weiter zu gespitzt hätte und sie so wenigstens ihre Tochter noch einmal gesehen hätten.
Senera beruhigte dies natürlich nicht, aber sie hatte keine Zeit mehr dies zum Ausdruck zu bringen, denn der Inquisitor kam auf den Platz und ihre Eltern wurden weggezehrt und an die Pfähle gebunden.
„Gaius Macellius Galadonis und Gwenna Umbrae Notravis, wollt ihr den dunklen Mächten denen ihr Euch verschrieben habt abschwören und die Lehren der Viere anerkennen?“ begann er, doch es folgte Schweigen „Ihr werdet beschuldigt dem ketzerischen Angamonglauben angenommen zu haben, die Strafe welche dafür ist die Läuterung und Reinigung durch das heilige Feuer! So frage ich Euch nochmals, wollt ihr die Lehren der Viere anerkennen und somit Erlösung erlangen?“, abermals war die Antwort schweigen, Senera wollte einwerfen das ihre Eltern Morsans Lehren vertreten doch ein Blick ihrer Mutter veranlasste sie zu schweigen.
„Nun gut, dann erfahret die Strafe für Eure Sünden!“ er endete mit einem spitzen, sarkastischen Tonfall.
Einige Helfer eilten mit Fackeln herbei und steckten das Kleingeäst an, schnell breiteten sich die Flamen aus und entzündeten die darunter liegenden schwereren Stämme. „Ein hübsches Feuerchen“ grinste Senera der Inquisitor an „seit froh das Eure Eltern beweisen konnten, dass Ihr nicht Angamon angehört, sonst würdet Ihr mit dort oben stehen.“ Er machte noch einige anzügliche Bemerkungen, aber Senera hörte nicht auf ihn, sie betete zu Morsan ihren Eltern ein schnelles Ende zu bereiten und sie gütig in sein Reich aufzunehmen und dort gut zu behandeln. Keinen Ton gaben ihre Eltern von sich, doch Senera hatte das Gefühl ohnmächtig zu werden, es drehte ihr vor den Augen und ein schwarzer Film schob sich vor diese, als sie aufwachte lag sie in Heu, sie öffnete vorsichtig ihre Augen und sah den blauen Himmel, welcher plötzlich anfing sich zu bewegen, sie vernahm einen Schlag und alles um sie herum bewegte sich, sie richtete sich auf und bemerkte das sie auf einem Wagen lag, welcher sich über die engen und ungepflasterten Straßen Galadons bewegte, sie drehte sich um, um zu erkennen wer diesen Wagen fuhr und sie glaubte ihren Augen nicht zu trauen, der Bruder ihrer Mutter, saß auf dem Kutscherbock und hielt die Zügel der Pferde in den Händen. „Wo- ...“ er unterbrach sie „In Sicherheit, du hast lange geschlafen wir sind schon fast zuhause, nun nicht ein gewohntes Zuhause aber wir werden dort sicher sein, deine Mutter bat mich, mich um dich zu kümmern und deine Ausbildung zu vollenden, ich konnte ihr diesen Wunsch nicht abschlagen, wusste ich doch was mit den beiden geschehen würde.“ Sie nickte und setzte sich zu ihm vor. „Aber wie komme ich hier her?“ „Nun ich musste meine Beziehungen etwas spielen lassen und einige Dukaten wechselten den Besitzer, sodass ich dich unbeschadet aus dem Kerker, wo du hättest den Rest deines Lebens verbringen müssen, befreien konnte. Du wirst nun wohl in ganz Galadon gesucht werden, deshalb werden wir auch bald aufbrechen und uns auf den Weg nach Siebenwind, einer Insel welche 30 Seereisetage entfernt ist, machen. Dort wirst du einen neuen Anfang haben, während ich zurück kehre um deine Spuren zu verwischen, ich werde später wieder zu dir stoßen.“ Sie unterhielten sich noch eine Weile und kamen unbeschadet an ihrem Unterschlupf an. Gwennas Bruder, vollendete Seneras Ausbildung und verschaffte ihr noch einige kleinere „Aufträge“. Aus der kleinen Weile wurden 4Jahre, als plötzlich einige galadonische Truppen in der Gegend auftauchten, überhastet brachen die beiden nach Siebenwind auf. Und Morsan sei dank, sie schafften die Überfahrt, wenn auch mit Strapazen.
Da! Siehst du die beiden? Der Verabschiedung nach zu urteilen hat sie in ihrem Onkel eine neue Familie gefunden, er wird nun wohl wieder übersetzen und wie damals auf dem Karren versprochen ihre Spuren beseitigen, um dann nach zu kommen. Hoffen wir das er Glück hat und nicht von den königlichen Truppen aufgegriffen wird, sonst wird ihm das selbe Schicksal zu teile wie einst Gaius und Gwenna.
Sieh! Wie sie mit elegantem aber selbstbewussten Schritte, auf die Beamten zu geht und um Aufenthalt auf Siebenwind erbittet, hoffen wir das sie Erfolg hat...
So lange war es nun also her ... zwei Jahre hatte sie glücklich auf dieser Insel gelebt, hatte geliebt und verloren, wieder geliebt und verloren ... doch jetzt schien sie ihr Glück gefunden, Chauke war er, Khalandrier, manche nannten sie verächtlich .... Barbaren, doch waren sie so barbarisch? Nein, nein, Galadonier taten schlimmere Gräuel, Nortraven .... ehrenvoll nannten sie sich, doch sie kannte ihr wahres ich ... handeln wollte sie ... als dank entrann sie dem Tode, doch was war mit ihr geschehen? Ein Kind Morsans war sie, schon immer, so oft hatte sie sich nach dem Tode gesehnt, ihr Aufgabe auf dem Antlitz Tares zu erfüllen, ja sie hatte sogar versucht sich selbst zu töten, ach wie törricht sie doch damals war ... wie konnte sie nur annehmen SIE könne IHM trotzen? IHREM HERREN ... leise durchflossen die Worte ihren Geist, wie kleine Rinnsale ...
‚Morsan Herr und Meister, gib mir die Kraft, die Kraft DEINE Feinde zu besiegen,
Morsan Gebieter, gib mir die Kraft, die Kraft DEINE Ziele zu erfüllen ....’
.... oft hatte sie diese Zeilen gesprochen, den schweren Qualm aus Kräutern entfacht in der kleinen Schale, ihren Geist für Momente, Wimpernschläge, befreit und alles so klar gesehen, doch ER hatte sie verlassen, ja ... sie war ein Kind Morsans, doch abgewendet hatte sie sich von IHM, oder war dies sein Wille?
Hätte sie doch nur noch seinen Stimme lauschen können, doch sie, Kind und Hand Morsans, hatte keine Zeit mehr, ihre Cousinen kamen auf die Insel, so gern hätte sie sie selbst ausgebildet, wie es ihre Familientradition doch verlangte .... - ‚Umbrae Galadonis ....’ - .... die Worte hallten durch ihren Geist, ausgelöscht war diese Familie, sie die letzte ... neu entstehen hätte sie können, wäre sie doch nur so lange nicht von den neuen Erfahrungen geblendet gewesen, Vitama ... auf dieser Insel hatte sie das erste mal ihr Geschenk gespürt, LIEBE, noch genau erinnerte sie sich an das erste Geschöpf welches ihr Herz brach, Tarin, ach so gern hätte sie jetzt mit ihr gesprochen, doch wo war sie? Verschwunden war sie, nie wieder hatte sie etwas von ihr gehört, wie es ihr wohl ergangen war? Sie wusste es nicht, Tzara ... so viel hatte sie ihr gegeben, innere Ruhe, doch hatte sie sie je geliebt? War es nur Dankbarkeit für den Trost, für das Gefühl der körperlichen Lust? – ‚LUST’ – so oft wurde sie von ihr betäubt, ihr Geist vernebelt durch Vitama - ‚klares Wasser ..... sanfte Wellen ..... Chaos ..... Ordnung .... SENERA fasse deinen Geiste .....’ – vernebelt durch Vitama, Alina .... gestorben wäre sie für sie –‚ ... doch mit meiner Liebe habe ich sie von mir gedrängt’ ‚du haste sie doch wieder gesehen! sie wieder geliebt!’ ‚ja ... und ihn betrogen ...’ ‚sei keine Närrin!’ ‚SCHWEIG! SCHWEIG! ZU LANGE HAST DU MEINEN GEIST VERGIFTET! I C H HABE D I C H ERKANNT!’ erschöpft brach sie zusammen ‚Arlin ..... Arlin ..... so viel Schmerz .... SCHMERZ ..... so sinnlos, ich werde dich nie wieder sehen ...’
Erkannt hatte sie IHN, den EINEN, den NAMENLOSEN, ihn ihren Geiste war er geschlichen, langsam und unbemerkt hatte er sie vergiftet, die Tore geöffnet, die Mauern eingerissen und die Ketten gesprengt, doch SIE hatte ihn erkannt!
‚Morsan Herr und Meister, gib mir die Kraft, die Kraft DEINE Feinde zu besiegen,
Morsan Gebieter und Herrscher, gib mir die Kraft, die Kraft DEINE Ziele zu erfüllen,
Morsan der DU bist der wahre, der letzte, befreie meinen Geiste, hilf mir meinen Platz an DEINER Seite zu erringen!’
Ja ... sie wusste was sie zu tun hatte, geschworen hatte sie gegen ihn zu kämpfen, nun hatte er sie ....
‚doch nicht für lang ... mein Geist gehört DIR nicht ... DU hast verloren! .... Morsan ... deine süße Stille ... dein Lied, dein Gesang ... ich vernehme ihn schon ... meinen Platz an deiner Seite ... ich werde ihn einnehmen und bis ans Ende der Zeit mit dir verweilen ....der EINE hat verloren ....’
schwankend und benommen vor Schmerz betrat sie die Planke des Schiffes, nach Falandrien würde sie reisen .... sich der Inquisition stellen und die Läuterung der Flammen erfahren, ein wohliger Schauer durchzog sie „Bald bin ich bei DIR“ tonlos formten ihre Lippen die Worte, während sie die Planke erklomm „Bald bin ich da .....“
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