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*eine junge Frau, gestützt auf einen Stab, tappst langsam zum Zettel und liest ihn. Nach der Lektüre geht sie murmelnd fort, um einen halben Zyklus später wieerzukommen und ein weiteres, flüchtig beschriebenes Pergament darunter zu heften. Die Schrift ist geübt, aber wohl nicht sehr sorgfältig gesetzt. Einzig die Unterschrift zeugt von großer Erfahrung mit der Feder*
Den Hor'eij zum Gruße, Freund.
Wen auch immer du als deinen Gott verehrst und wem immer du die Treue geschworen hast, es stellt sich die Frage, warum du dies heere Anliegen heimlich über Schriften an einem Baum verbreitest, statt dich mit stolz geschwellter Brust auf den Markt zu stellen und die Menschen genau dazu afzufordern.
Auch wenn zunehmend Kritik an den Geweihten der Viere und der Ecclesia laut wird, so vergesse nicht, dass sie es sind, welche durch die Hor'eij selbst zum Dienste berufen sind, welche ihr Leben aufgeben, um den Hor'eij und den Nachfahren der Gonai zu dienen.
Misstraue ihnen nicht, weil auch sie mitunter fehlen, suche ihre Hilfe, denn wenn deine Worte wahr gemeint sind, so sind ihre Ziele die deinen.
Darum trete heraus aus deinem Schatten und diene frei und ohne Sorge unter Felas Antlitz, auf dass die Nachfahren sich ein Beispiel an dir nehmen können und auch du lernene kannst von jenen, welche weiser sind als du.
Gerne auch werde ich dir helfen, dein Anliegen den Geweihten vorzutragen, so du ihnen nicht unter die Augen treten kannst oder willst. In diesem Fall solltest du mir an der Schneiderei Goldquell eine Nachricht hinterlassen.
Mit der zur Freundschaft ausgestreckten Hand und voll Demut vor den Hor'eij verbleibend
*ab dieser Stelle wurde der Zettel abgerissen*
Zuletzt geändert von Eskarina: 28.05.05, 15:30, insgesamt 1-mal geändert.
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